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Kategorie: Wandern (Seite 3 von 8)

Wandern komplett

Die Jugend zieht es in die Berge. Bei den coolen Outfits, die Lucas (18), Insa (16), Nicolas (14) und Matias (9) präsentieren ist das kein Wunder. Sie zeigten anlässlich des Fototermins zur 14. TourNatur, die am 2. September in der Halle 6 des Düsseldorfer Messegeländes parallel zum CARAVAN SALON 2016 startet, dass Wandermode heutzutage einfach Spaß beim Tragen macht. Foto: TourNatur

Die Jugend zieht es in die Berge. Bei den coolen Outfits, die Lucas (18), Insa (16), Nicolas (14) und Matias (9) präsentieren ist das kein Wunder. Sie zeigten anlässlich des Fototermins zur 14. TourNatur, die am 2. September in der Halle 6 des Düsseldorfer Messegeländes parallel zum CARAVAN SALON 2016 startet, dass Wandermode heutzutage einfach Spaß beim Tragen macht. Foto: TourNatur

Zur diesjährigen Messe TourNatur präsentiert der Deutsche Wanderverband (DWV) als Partner der Messe Düsseldorf eine Vielzahl von Themen. Sowohl am Gemeinschaftsstand, an dem u.a. die Themen „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ und die neue Wander-Erlebnis-App im Fokus stehen werden, als auch mit mehreren Fachvorträgen.

 

Traditioneller Höhepunkt der Messe ist die Verleihung der Qualitätszertifikate „Wanderbares Deutschland“, in diesem Jahr am Freitag, 2. September, ab 11:15 Uhr. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß wird die Zertifikate zusammen mit Lis Nielsen, Präsidentin der Europäischen Wandervereinigung, auf der großen Bühne in Halle 6 überreichen. Neben 18 Wanderwegen, die das Zertifikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ bekommen, erhält eine Region das Zertifikat „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“. Ein Schwerpunktthema am DWV-Gemeinschaftsstand  sind ebenfalls die „Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland“. Außerdem wird es an allen drei Messetagen Workshops zur neuen DWV-Wander-Erlebnis-App zur biologischen Vielfalt geben. Damit lassen sich Naturräume spielerisch erkunden und Hotspots biologischer Vielfalt mit anderen teilen. Nicht zuletzt hilft die App, Kinder und Jugendliche fürs Draußensein zu begeistern.

 

An beiden Messetagen gibt es auf dem Rastplatz Vorträge zum Thema Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“. Ein weiterer Schwerpunkt auf der Bühne in diesem Jahr werden die Europäischen Qualitätswege, die „Leading Quality Trails“, sein. Die attraktiven Wege gibt es inzwischen von Schweden bis Griechenland. Außerdem wird Lis Nielsen, Präsidentin der Europäischen Wandervereinigung, den ersten Leading Quality Trail überhaupt, den Lechweg, mit der Urkunde für die alle drei Jahre nötige Nachzertifizierung auszeichnen.

Das DWV-Fachforum am Samstag behandelt zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr das Thema „Wandern für alle – Wie geht Barrierefreiheit im Wandertourismus?“. Als Referenten vorgesehen sind Vertreter von „Tourismus für Alle Deutschland e.V“ (NatKo) sowie der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH. Der DWV wird seine kurzen „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ mit dem Namen „komfortwandern“ vorstellen. Diese Wege sind für Wanderer konzipiert, die kurze, attraktive Strecken ohne physische Barrieren wie Stufen oder Schlaglöcher mit Ruhemöglichkeiten bevorzugen.

 

Die TourNatur in Düsseldorf hat sich zu einer der wichtigsten Wandermessen weltweit entwickelt. In diesem Jahr öffnet die Messe vom 2. bis 4. September in Halle 6 ihre Tore. Die Messe mit rund 275 Ausstellern widmet sich den Themen Ausrüstung, Beratung, Wanderregionen und Wanderwege. Dazu kommen eine spannende Mischung aus Aktionen sowie Sonderthemen und ein hochwertiges Fachprogramm. Im touristischen Bereich gibt es Informationen zu mehr als 5.000 Wanderdestinationen. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr ist ein riesiger Indoor-Klettersteig für die Besucher.

 

Die TourNatur ist von Freitag bis Sonntag täglich von 10.00 bis 18.00 geöffnet. Die Eintrittskarten gelten auch für den parallel stattfindenden CARAVAN SALON und kosten für Erwachsene 15 Euro (Online-Vorverkauf: 14 Euro). Kinder, Schüler und Studenten zahlen einen ermäßigten Eintrittspreis. Ermäßigungen gibt es außerdem als E-Ticket für Inhaber der DWV-Mitgliedskarte in Kombination mit dem unter www.wanderverband.de ausdruckbaren Messegutschein (10 Euro). E-Tickets gibt es auf www.tournatur.com. Alle Eintrittskarten beinhalten die kostenlose Hin- und Rückfahrt zum Messegelände mit allen VRR-Verkehrsmitteln am Tage des Messebesuches (DB 2.Kl., nur zuschlagfreie Züge).

 

Übrigens: Wer Lust hat, sein Messeerlebnis in Form eines Fotos mit nach Hause zu nehmen, sollte zum DWV-Stand kommen. Die dortige Fotobox steht allen Messebesuchern kostenlos offen.

Bretagne 2016: Circuit de Locquéran – Die Römer in Plouhinec

Diese Wanderung entlang des Flusses Goyen lädt Sie ein, den Spuren der gallisch-römischen Bewohner der bretonischen Küste zu folgen. Diese errichteten ein Kastel am Ufer des Flusses und beherrschten damit die Mündung einer wichtigen Wasserstraße.

Der gut markierte Wanderweg führt fast bis zu dem mittelalterlichen Ort Pont-Croix, einer kleinen Hafenstadt mit einstmals wichtigen Handwerkerschulen. Die Kirche von Pont-Croix, die Sie auf einer langen Strecke entlang des Flusses im Blick haben, bildete das Vorbild für die Kathedrale von Quimper.

Ruhe und Entspannung bietet diese Wanderung, die zum Beispiel auch an den Austernbänken in der Flssmündung vorbeiführt. Bei Ebbe können Sie die Bänke und die Austernsäcke auf den Sandinseln mitten im Fluss gut erkennen. Vielleicht ist das auch eine gute Idee für ein Abendessen? Die Austernpreise in Audierne oder im Supermarkt um die Ecke sind nicht mit den deutschen Preisen zu vergleichen. Das Kilo Austern, durchschnittlich zwischen 11 und 13 Stück, kostet zur Zeit (März/April 2016) ab 5,90 Euro. Da lässt es sich herrlich dekadent sein und täglich Austern zur Vorspeise essen. Ein Tipp für die Küche: Die Austern aufbrechen, das überschüssige Wasser abgießen, mit klein geschnittenen Schalottenwürfel bestreuen und mit frischer Zitrone beträufeln. Probieren Sie es aus.

Der Wanderweg führt auch am Schloss Locquéran vorbei, einem Herrensitz aus dem 19. Jahrhundert. Heute ist es in Appartments aufgeteilt und kann nur von außen besichtigt werden.

Zum Schluss kommen Sie an einem Schiffsfriedhof vorbei. Einige skurile und außergewöhnliche Fotomotive warten dort auf Sie.

Da Sie schon einmal nur eine Brückenbreite von Audierne entfernt sind, verpassen Sie nicht die großen Markttage in Audierne mit einem schier unerschöpflichen Angebot an regionalen Produkten. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Meeresfrüchten – aber alle anderen Angebote sollten Sie sich auch nicht entgehen lassen. Frankreich ist so vielfältig – und die Bretagne bekannt für Gemüse und Erdbeeren.

Küstenspaziergang in der Bretagne

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Mengerskirchen: IVV-Wanderung 30 Kilometer – August 2012

Sehr schöne Streckenführung der Wanderfreunde Mengerskirchen 1990 e.V., sehr ruhig, sehr viel Naturwege, sehr gute Organisation und rundrum nette Menschen.

Vielen Dank für die Organisation!

 

Limburg: Permanenter IVV-Wanderweg 20 Kilometer – Teil 1

Viel Asphalt, viel Autobahnrauschen – zumindest auf der ersten Hälfte. Trotzdem vielen Dank an die Dietkirchener für ihre Mühen.

Deutschlands Wanderportal: www.wanderbares–deutschland.de – Kompetente Beratung im Internet

Was gibt es schöneres als bei gutem Wetter auf einem abwechslungsreichen Weg durch eine atemberaubende Landschaft zu wandern? Kaum etwas. Doch während sich das gute Wetter ganz von selbst einstellt, findet sich der richtige Weg keineswegs immer automatisch. Hier hilft Deutschlands kompetentes Wanderportal im Internet.

 

Unter www.wanderbares–deutschland.de sind bundesweit über 120 Fernwanderwege – vom „Strandvogt-Törn“ auf Amrum bis zum „Lechweg“ in den Alpen – ausführlich beschrieben. Insgesamt gibt es Informationen zu 19.101 Kilometern Wanderwegen und 1.030 Etappen.

Angaben zur Wegebeschaffenheit und zu Pauschalangeboten sind auf der Homepage ebenso zu finden wie Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten am Wegesrand und Gastgebern. Auch Höhenprofile und Etappenbeschreibungen inklusive der GPS-Daten sind dank der Seite einfach zu bekommen. Selbst die An- und Abreise wird mit den Hinweisen auf der Seite zum Kinderspiel. Sowohl fortgeschrittene Wanderer als auch Anfänger kriegen auf der Homepage alle Informationen, die sie brauchen. Selbst Tipps zum Wandern mit Kindern, zur richtigen Ausrüstung und Ernährung sind auf www.wanderbares–deutschland.de zu bekommen, ebenso wie rund 500 Tourentipps.

Zunehmend beliebt sind die Lieblingsplätze. Das sind Kurzbeschreibungen und Fotos von Plätzen, die andere Wanderer unterwegs besonders schön fanden. Solche Insider-Tipps finden sich inzwischen an vielen Wegen, zum Beispiel am Eifelsteig, am Heidschnuckenweg oder am Naturparkweg Leine-Werra. Die Liste dieser Lieblingsplätze wird täglich länger. Denn jeder Wanderer kann seine Lieblingsplätze mit anderen teilen: Einfach ein Foto machen und dieses zusammen mit einer kleinen Beschreibung auf der Karte an der richtigen Stelle positionieren.

Wer sich nicht auf einen Weg festlegen will, kann sich in den ebenfalls ausführlich im Portal beschriebenen Wanderregionen umschauen. Hier wie auch bei den Wegen machen allein schon die großen Fotos im Kopf der Seite Lust auf mehr.

Neues Positionspapier des Deutschen Wanderverbandes: Landschaft und Energiewende

Deutschland steckt in der Energiewende. Für die Landschaft hat das Folgen. Windkraftanlagen, Solarparks und Strom-Trassen prägen schon heute so manches Landschaftsbild. In dieser Situation bekennt sich der Deutsche Wanderverband (DWV) in seinem jetzt veröffentlichten Positionspapier klar zu seiner Verantwortung für künftige Generationen und damit zur regenerativen Energien. Zugleich betont der DWV in seinem Papier die identitätsstiftende und ästhetische Bedeutung von Landschafen. Sie seien zu bewahren und zu einem zentralen Schutzgut des Naturschutzes zu machen.

 

Wie das gehen soll, beschreibt das DWV-Positionspapier, welches in den Reihen der Verantwortlichen für den Naturschutz im Verband sowie dem DWV-Vorstand erarbeitet wurde. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß: „Wichtig ist uns, Landschaft in unserem Positionspapier sowohl in ihrer ästhetischen als auch ihrer identitätsstiftenden Dimension als schutzwürdiges Gut herauszustellen.“

 

Konkret fordert das Positionspapier, bei Überlegungen zur Energie-Versorgung Energie-Einsparung und Energie-Effizienz einen höheren Stellenwert zu geben als im Moment. Helmut Seitel, DWV-Verbandsfachwart für den Naturschutz und maßgeblich an der Erarbeitung des Papiers beteiligt: „Das wird zwar immer wieder gefordert, hat sich bislang aber zu wenig durchgesetzt.“

 

Deswegen fordert das DWV-Positionspapier, dass es sich für alle in der Energiewirtschaft Beteiligten wirtschaftlich lohnen soll, wenig Energie zu verbrauchen. Im Sinne einer angestrebten Nachhaltigkeit bedürfen Energie-Erzeugung und Energie-Verbrauch laut DWV zudem einer intelligenten auch zeitlichen Steuerung.

 

Um unnötige landschaftszerschneidende Energietrassen und andere Infrastrukturmaßnahmen zu vermeiden, sei Energie darüber hinaus verbrauchernah zu produzieren. Eine solche Regionalisierung schaffe Wertschöpfung vor Ort und die direkte Möglichkeit der Bürgerbeteiligung in Form von Energiegenossenschaften, so das Papier.

 

Bei der Suche nach Standorten zur Energiegewinnung und der Entwicklung von Kriterien für die Landschaftsbewertung will der DWV eine breite Beteiligung der Bevölkerung. Im Sinne einer „umfassenden Nachhaltigkeit“ sollen Wandervereine dabei den Schutz der Natur, die Bewahrung der Landschaft und die nachhaltige Nutzung der Umwelt im Auge haben. Eine politisch übergeordnete Aufgabe von Landesplanung und Raumordnung sei es, Pläne auf regionaler und örtlicher Ebene zusammenzuführen.

 

Hinsichtlich erneuerbarer Energien nimmt das Positionspapier konkret folgendermaßen Stellung: Bei Biomasse als Energielieferant ist die Verwendung von Reststoffen in jedem Fall zu unterstützen. Der Anbau von Energiepflanzen ist dagegen kritisch, da er oft landschaftsverändernd, ökologisch fraglich, problematisch unter Artenschutzgesichtspunkten und in Konkurrenz zur Herstellung von Nahrungsmitteln steht. Auch die Verwendung von Holz muss immer nachhaltig sein. Die Ganzbaumnutzung, Senkung der Umtriebszeiten und großflächige Kurzumtriebsplantagen sind deswegen abzulehnen. Demgegenüber soll die Nutzung der Geothermie weiter erforscht und ausgebaut werden. Ebenso ist das Potenzial von Solar- und Photovoltaikanlagen als Dachflächenanlage vollständig auszuschöpfen. Freilandphotovoltaikanlagen und Solarparks in der freien Landschaft werden wegen des Flächenverbrauchs abgelehnt.

 

Gerade bei der Planung von Windkraftanlagen seien Schutzgebiete möglichst auszuschließen, in Nationalparken und Naturschutzgebieten seien sie tabu. Schließlich seien Landschaften mit landschaftsprägenden Bereichen von hohem Rang und Seltenheit als Landschaften landesweiter Bedeutung zu definieren und ebenfalls als Ausschlussflächen für Windkraftanlagen festzulegen.

 

Eine Kurz- sowie eine Langfassung des Positionspapiers stehen im Internet unter www.wanderverband.de (Fachbereiche/Naturschutz) zum Herunterladen bereit.

Gesichter der Wegearbeit – Professor Dr. Klaus Töpfer übernimmt Schirmherrschaft über DWV-Ehrenamtskampagne

Zum 130. Geburtstag des Deutschen Wanderverbandes am 14. Mai hat Professor Dr. Klaus Töpfer die Schirmherrschaft über die DWV-Ehrenamtskampagne „Zeichen setzen – 130 Jahre engagiert für Wegearbeit“ übernommen. Töpfer: „Der Arbeit der Ehrenamtlichen hilft, Menschen verantwortungsvoll durch unserer Natur zu lenken. Diese Besucherlenkung ermöglicht biologische Vielfalt und ist nachhaltig. Die Schirmherrschaft habe ich gerne übernommen.“

Hinter der Kampagne „Zeichen setzen – 130 Jahre engagiert für Wanderwege“ steckt die Idee, den rund 20.000 oft im Verborgenen arbeitenden ehrenamtlichen Wegezeichnern in Deutschland ein Gesicht zu geben. Sie kümmern sich um etwa 200.000 Kilometer Wanderwege und sind dafür jedes Jahr 350.000 Stunden unterwegs. Doch kaum jemand nimmt Notiz davon. Das soll sich mit Hilfe des ehemaligen Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ändern. Töpfer, der von 1998 bis 2006 Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi war, ist dem Deutschen Wanderverband schon länger wegen dessen Engagements im Naturschutz verbunden. „Dazu habe ich großen Respekt vor der ehrenamtlich geleisteten Arbeit der vielen Tausend Menschen in Deutschland“, begründet er seine Schirmherrschaft über die Kampagne.

Der Deutsche Wanderverband (DWV) gründete sich am 14.Mai 1883 in Fulda, als sich 15 Wandervereine zum „Verband Deutscher Touristen-Vereine“ zusammenschlossen. In den 130 Jahren seines Bestehens ist der Verband von damals rund 10.700 Mitgliedern auf heute rund 600.000 Mitglieder angewachsen, die unter seinem Dach organisiert sind.

Der DWV vertritt nicht nur die Interessen von Wanderern sondern ist auch ein großer gemeinnützig anerkannter Naturschutzverband. Bereits im Jahr 1896 forderte der DWV den Schutz der Natur „vor gewerblichen Verunzierungen“. Während des Deutschen Wandertages in Hagen im Jahr 1900 wurde der Naturschutz verbindlich zur Aufgabe des Verbandes erklärt.

Die Kampagne „Zeichen setzen – 130 Jahre engagiert für Wanderwege“ ehrt die vielen Tausend ehrenamtlich arbeitenden Menschen. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß „Letztlich dient `Zeichen setzen` dem Zweck, die Arbeit der Ehrenamtlichen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und ihnen so die Anerkennung zu verschaffen, die sie verdienen.“ Gleichzeitig unterstütze das Projekt den Naturschutz. Ohne die Wegearbeit der in den Wandervereinen organisierten Menschen sei Besucherlenkung und damit ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzes gar nicht möglich.

Um diese Wegearbeit auch künftig sicher zu stellen, will der DWV laut Rauchfuß mit der Kampagne neue Wegemarkierer für diese Arbeit gewinnen und Ausbildungslehrgänge bezahlen, welche die hohe Qualität der Wegearbeit künftig sichern.

Der Deutsche Wanderverband hat außerdem eine neue Homepage eingerichtet, um die Gesichter der Wegearbeit stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Unter www.zeichen-setzen-pro-ehrenamt.de bekommen Interessierte jede Menge Material zum Thema. Neben dem offiziellen Kampagnenlogo, stellt der Verband hier verschiedene Flyer, Fotos, Texte und einen ausgearbeiteten Vortrag zum Thema bereit. Zudem gibt es ein Spendenkonto (Deutsche Wanderverband, KTO 201 805 681, BLZ 508 635 13, Volksbank Odenwald eG, Stichwort „Zeichen setzen“), dass besonders bei der Qualifizierung von Nachwuchskräften helfen soll. Nicht zuletzt veranstaltet der Deutsche Wanderverband gemeinsam mit der Messe Düsseldorf den bundesweiten Wettbewerb „Gesichter der Wegearbeit“. Im Rahmen dieses Wettbewerbs werden Anfang September während der Messe TourNatur in Düsseldorf drei besonders gelungene Beispiele für die Wegearbeit ausgezeichnet. Die Preise wird am 8. September um 11.00 Uhr Klaus Töpfer übergeben.

Erste Infoveranstaltung zu Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“ schnell ausgebucht – Qualitätssprung für den Wandertourismus

Qualitätswege, Qualitätsgastgeber und nun Qualitätsregionen „Wanderbares Deutschland“: Zu viel des Guten? „Nein“, sagt Liane Jordan, beim Deutschen Wanderverband für die Qualitätsregionen zuständig, „so gibt es für jeden Anspruch das passende Angebot“.

 

Am vergangenen Dienstag hat Jordan zusammen mit dem stellvertretenen Geschäftsführer des Deutschen Wanderverbandes (DWV), Erik Neumeyer, in Kassel eine Informationsveranstaltung zur neuen Qualitätsoffensive des DWV organisiert. Wie innovativ die neue Zertifizierung ist, wird schon beim Blick auf die Qualitätskriterien deutlich. Qualitätsregionen müssen nicht nur spannende Wege bieten. Auch die Tourist-Informationen und die Verkehrsanbindung kommen auf den Prüfstand. Nicht zuletzt schreiben die Kriterien vor, dass alle Naturschutzbelage berücksichtig sind und die Orientierung makellos funktioniert. Um dies alles langfristig zu garantieren, sind eine nachhaltige Betreuung und das Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Akteure unerlässlich. Beides wird durch die neue Qualitätsoffensive des Wanderverbandes unterstützt.

Für die Zertifizierung hat der DWV zusammen mit seinen Partnern insgesamt 44 Qualitätskriterien entwickelt, die anhand von sechs Modellregionen ihren Praxistest durchlaufen haben. Neumeyer: „Es hat sich nicht nur gezeigt, dass die Regionen einen Qualitätssprung gemacht haben. Die für so ein Projekt nötigen intensiven Kooperationen unterschiedlicher Partner haben auch die Strukturen gewachsener Tourismusregionen nochmals gestärkt. So stelle ich mir eine wirklich gelungene nachhaltige Regionalentwicklung vor.“

Die bereits seit mehr als zehn Jahren bestehende Zertifizierung von einzelnen Wegen wird es natürlich weiter geben. Auch das Logo der Qualitätsgastgeber „Wanderbares Deutschland“ wird Wanderern weiterhin zeigen, in welchen Häusern eine qualifizierte Beratung, Wanderkarten und ein Service rund um die Ausrüstung garantiert sind. Es werden künftig wohl eher noch mehr als die derzeit bundesweit 1.200 Qualitätsgastgeber, denn eine weitere Voraussetzung für die Auszeichnung als Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“, sind wanderfreundliche Unterkünfte in der jeweiligen Region.

Neumeyer begründet die jüngste DWV-Qualitätsoffensive so: „Auf der einen Seite verlangen Gäste beim Wandern zunehmend Qualität, auf der anderen Seite wächst die Zahl derer, die als Reiseziel eine feste Unterkunft bevorzugen, von der aus sie verschiedene Wege in der Region erkunden.“ Jordan: „Und dank unserer Zertifizierungen erkennt jeder sofort, in welcher Region er flächendeckend Qualität bekommt.“

In Kassel wurde während der Diskussion der 44 Qualitätskriterien deutlich, dass der Prozess hin zu einer Qualitätsregion in vielen Gebieten schon allein ein Qualitätssprung für den Wandertourismus ist. Besonders ländlichen Räumen eröffnet die Zertifizierung als Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“ damit viele Chancen: Die für das Qualitätssiegel erworbenen Qualitäten könnten für diese Regionen zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Jordan: „Das wird ähnlich sein wie bei den Qualitätswegen, die Experten zufolge von Besuchern wesentlich stärker nachgefragt werden als nicht zertifizierte Wege.“

Die Qualitätsregionen „Wanderbares Deutschland“ werden besonders vom wachsenden Wandermarkt in Deutschland profitieren: Rund 40 Millionen Menschen wandern in Deutschland und unternehmen dabei rund 370 Millionen Tageswanderungen im Jahr. In den Orten, welche die Wanderer während der Wanderungen besuchen, geben sie jährlich knapp 7,5 Milliarden Euro aus. Dieser Markt bietet gerade für ländliche Räume ein enormes Entwicklungspotential. Das ist sicher ein Grund dafür, dass die Infoveranstaltung in Kassel schon kurz nach Bekanntgabe des Termins durch Vertreter von Landkreisen, Tourismusregionen und Naturparks ausgebucht war. Neumeyer: “Wir bereiten gerade die nächste Veranstaltung vor. Sie wird am 3. Juni wieder in Kassel stattfinden.“

Kompakt: Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“

Um als Qualitätsregion Wanderbares Deutschland zertifiziert zu werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Eine Qualitätsregion Wanderbares Deutschland ist eine Region, die

  • sich in der Wanderwegeinfrastruktur, der Beherbergung und dem Service dem Wandern verschrieben hat,
  • mindestens fünf Tage abwechslungsreichen Wanderurlaub ermöglicht,
  • vom Gast als abgeschlossene Region wahrgenommen wird und sich als solche vermarktet,
  • eine nachhaltige Pflege des wandertouristischen Angebots sicherstellt,
  • mit allen Partnern im Bereich Wandern strukturiert zusammenarbeitet (Großschutzgebiete, Wandervereine, Tourismusverantwortliche, Naturschutz etc.),
  • organisatorisch als Einheit auftritt.

Eine Wanderregion kann auch ein klar abgegrenztes, in sich selbständiges Teilgebiet einer großen touristischen Oberregion sein. Vor einer Zertifizierung muss dies dann mit der Oberregion abgestimmt sein.

 

Weitere Informationen und Anmeldung zur Infoveranstaltung Qualitätsregion Wanderbares Deutschland am 3. Juni:

Deutscher Wanderverband Service GmbH

Wilhelmshöher Allee 157–159

34121 Kassel

Tel: 0561-93873-19

Fax: 0561-93873-10

Mail: l.jordan@wanderverband.de

www.wanderverband.de

www.wanderbares-deutschland.de

Dívčí Kámen und eine mittelalterliche Liebesgeschichte

Dívčí Kámen

Dívčí Kámen

„Jobst von Rosenberg, einer der vier Söhne des Peter I. von Rosenberg, jagte eine Hirschkuh, die plötzlich bei einem hohen Felsplateau an den Ufern der Moldau verschwand. Statt ihrer tauchte auf dem Felsen ein weiss gekleidetes Mädel auf, an die Jobst sein Herz verlor. Jobst konnte die Jungfrau nicht für sich gewinnen, doch trug der adlige Herr seine Liebe bis zum Tod in seinem Herzen. Für die weisse Jungfrau baute er auf dem Felsen die gewaltige Festung und nannte sie Maid- oder Mädelstein.“

Dies ist eine der vielen Sagen und Legenden, die sich um die größte der Burgruinen in Böhmen ranken. Selbst die Ruinen zeugen noch von der 210 Meter langen und 45 Meter breiten Burg aus den Jahren 1350 bis 1360. Doch schon 1541 führte Peter V. von Rosenberg die Festung als Ruine, in die Landbücher ließ er als seinen Besitz die „eingestürzte Burg Meidštejn“ eintragen. Nur neun Kilometer liegt Dívčí Kámen von Cesky Krumlov, der Residenz der Rosenberger, entfernt.

Von den Rosenbergern ist immer wieder die Rede, wenn wir durch Südböhmen reisen. Rozemberg und natürlich Cesky Krumlov waren die prachtvollen Residenzen des mächtigen Adelsgeschlechtes. Auch Dívčí Kámen, die wohl größte Burganlage in Tschechien, ist eine Gründung der Rosenberger. Sie diente als Militär- und Verwaltungssitz für die ausgedehnten Besitztümer.

Die Militärfestung wurde im Zentrum einer uralten Kulturbesiedlung errichtet und zerstörte wahrscheinlich ein keltisches Heiligtum. Archäologische Untersuchungen bringen Funde aus der Bronzezeit zu Tage. Das nahe gelegene keltische Oppidum gehört zu den größten in Böhmen.

 

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