Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Kategorie: Pilgerwanderführer Via Jutlandica (Seite 2 von 5)

unterwegs, rundbrief nr. 65, april 2008

 

Karl-Josef Schäfer, Der Jakobsweg von Flensburg nach
Glückstadt/Elbe – Ein Pilgerwanderführer für die Via
Jutlandica. 120 S., SW-Fotos, kt. BoD Norderstedt 2008.
€ 9,95

Der Autor, bekannt durch seine Pilgerwanderführer an Lahn und
Mosel, beschreibt hier die 190 km im hohen Norden
Deutschlands auf seine gewohnte Art: Kurzüberblick über die
Etappe, Tagesimpuls, Sagen aus der Gegend, Wegbeschreibung
und zu jedem Ort einen Kasten mit Adressen zur Information
und Übernachtung. Wünschenswert wäre zumindest eine
Kartenskizze mit dem Verlauf des Weges. Veränderungen sind
einsehbar unter >www.xschaefer.de<. Jetzt darf man auf baldige
Fortsetzung der Beschreibung des weiteren Weges Richtung Osnabrück hoffen.

Via Jutlandica – 2. Tag von Flensburg nach Süderschmedeby (Entwurf)

Via Jutlandica – Prolog: Von Krusau nach Flensburg (Entwurf)

Via Jutlandica Update 28.02.2008

 

Da erhalte ich gestern von Fred Hasselbach aus Borgstedt/Rendsburg eine E-Mail mit wichtigen Hinweisen zum Pilgerwanderführer:

(In Oeversee) "gegenüber dem Österreicher Denkmal befindet sich ein Denkmal für die gefallenen dänischen und etwas weiter in Richtung Flensburg das für die deutschen Gefallenen."

Vielen Dank für den Hinweis und die beiden Fotos!

Via Jutlandica ab sofort lieferbar:

 

Seit heute ist der neue Pilgerwanderführer

 

Der Jakobsweg von Flensburg nach Glückstadt/Elbe

Ein Pilgerwanderführer für die Via Jutlandica

ISBN 978-3-8334-9129-0, Paperback, 120 Seiten, € 9,95

 

bei BoD direkt (www.bod.de) und bei Libri (www.libri.de) verfügbar. Erfahrungsgemäss werden amazon.de und die anderen grossen Online-Buchhändler in den nächsten Tagen folgen.

Hier der Klappentext:

Auf neun Tagesetappen begleitet Sie Karl-Josef Schäfer diesmal auf dem deutschen Teil der Via Jutlandica – des Jütländischen Jakobswegs -, der von Krusau an der deutsch-dänischen Grenze bis zum Fähranleger bei Glückstadt/Elbe führt.

Obwohl einem zum Stichwort ‚Schleswig-Holstein‘ eher Fahrräder denn Füße als Fortbewegungsmittel einfallen, ist diese Pilgerwanderung auf dem ‚Ochsenweg‘, einem uralten Handels- und Heerweg, zu jeder Jahreszeit ein ganz besonderer Genuss.

Auf den Spuren der Wikinger, von Kaufleuten und Armeen – sowie natürlich vieler Jakobspilger – führt der Weg durch eine der landschaftlich reizvollsten und historisch interessantesten Gegenden Deutschlands.

In bewährter Art und Weise erweist sich auch dieser Pilgerwanderführer als informativer Begleiter mit ausführlicher Wegebeschreibung. Neben einer Vielzahl nützlicher Adressen und Hinweisen auf erschwingliche Unterkunftsmöglichkeiten gibt er reichlich Tipps für Besichtigungen und erklärt manchen geschichtlichen Hintergrund. Spirituelle Impulse und Sagen aus dem direkten Umkreis runden das Büchlein ab.

Ultreia, vorwärts, das wünscht Ihnen für Ihren Jakobsweg der Autor.

Der Schleswig-Camino ist fertig!

 

Das war’s. Der Pilgerwanderführer für die Via Jutlandica von der dänischen Grenze bis zur Elbe ist fertig. Die Struktur steht, die Tagesetappen sind geschrieben – das Feintuning kann beginnen.

Von heute an in ca. 10 – 12 Wochen (d.h. Mitte April) ist der 3. Band der Pilgerwanderführer-Reihe im Buchhandel unter dem Titel

Der Jakobsweg von Flensburg nach Glückstadt/Elbe
Ein Pilgerwanderführer für die deutsche Via Jutlandica
ISBN 9783833491290

erhältlich. Der Buchhandelspreis steht noch nicht fest, wird aber wohl wieder 9,95 Euro betragen.

Auch diesmal sind wieder im hinteren Teil des Pilgerwanderführers einige Seiten für Werbung reserviert. Diese Anzeigen dienen der Finanzierung des Projektes und ich freue mich, wenn das eine oder andere Unternehmen oder die eine oder andere Touristen-Information Interesse an dem relativ preiswerten Werbeplatz zeigt.

Wenn nicht noch neue Ideen oder Informationen von Ihnen, liebe Leser, kommen, dann schliesse ich jetzt auch diese Kategorie ab. Alle weiteren Einträge erfolgen in der neuen Kategorie "Pilgerwanderführer Via Jutlandica Updates".

Bestellungen für den neuen Pilgerwanderführer können Sie mir schon heute per E-Mail übermitteln.

Vorwort – Danksagungen

 

Liebe Leser!

 

Auch diesmal wieder hat es mir viel Freude gemacht, diesen Pilger- und Wanderführer für Sie zusammenzustellen. Es ist bereits der 3. Band der Pilgerwanderführer-Reihe und er möchte Sie auf einem uralten Pilger- und Handelsweg, dem sogenannten Ochsenweg, begleiten und Ihnen einen praktischen Ratgeber an die Hand geben.

Bevor ich mich daran gemacht habe, für diesen Pilgerwanderführer auf der Via Jutlandica zu recherchieren, habe ich eigentlich mehr an Fahrräder als an Pilger gedacht. Dabei hat sich dann dieser Teil von Schleswig-Holstein von der dänischen Grenze bis an die Elbe als ein wunderschönes Wanderrevier entpuppt.

Ich freue mich, wenn Sie mir Rückmeldung geben und bitte um Ihre Mithilfe durch Verbesserungsvorschläge, Ergänzungen und Aktualisierungen.

Die gesammelten Leser-Beiträge und Updates können Sie kostenlos im Internet unter www.xschaefer.de abrufen.

Diesmal möchte ich mich bei allen denen bedanken, ohne die ein Pilgerwanderführer nicht entstehen kann.

Da sind zunächst einmal die Leser der zuvor herausgegebenen Bände, die mit ihren Rückmeldung helfen, den Aufbau und die Struktur der Büchlein zu verbessern. Vielen, vielen Dank – ohne Sie wären diese Bücher nicht denkbar. Dann sind es gerade für diesen Band Ute und Fred Hasselbach von der Deutschen Jakobusgesellschaft e.V., Region Norddeutschland, die mir Informationen zum Weg zur Verfügung gestellt haben und unermüdlich sachliche Fehler korrigierten. Für die übrige Korrektur, insbesondere meiner eigenwilligen "SZ-Regeln", schicke ich ein herzliches Dankeschön zu Wolfgang Welter nach Schweich, meinem Co-Autor für den Mosel-Camino und hoffentlich noch vieler weiterer Bände der Pilgerwanderführer-Reihe.

Last but absolutely not least ist da natürlich noch Gabi, die stark unter meinen aussergewöhnlichen Arbeitszeiten leiden und dann mal eben für ein paar Wochen auf mich verzichten muss, weil ich mal wieder auf dem Jakobsweg bin. Auch ihr ein liebes Dankeschön.

Ihnen auf dem Weg von der dänischen Grenze zur Elbe wünsche ich Ultreia und Buen Camino,

Ihr Karl-Josef Schäfer

Nachwort

 

Am 06. November 2007 habe ich auf dem Deich am Fähranleger bei Glückstadt gestanden und an der Insel vorbei zum anderen Ufer der Elbe geschaut.

Hier irgendwo, ganz in der Nähe der Störmündung, sind die ersten christlichen Missonare im heutigen Schleswig-Holstein an Land gegangen. Und hier irgendwo haben die mittelalterlichen Pilger aus dem hohen Norden die Elbe überquert, um dann weiter in Richtung Stade, Bremen und zum Rhein zu pilgern. Schliesslich sind sie irgendwann in Santiago de Compostela angekommen. Wie leicht haben wir es doch heute.

Ich habe wieder einmal in 9 Tagesetappen auf einem uralten Pilger- und Handelsweg ein Stück Deutschland entdeckt. Kulturell, historisch und ganz besonders spirituell. Ich habe mit den Füßen gebetet.

Ich freue mich, dass Sie mich diese neun Tage begleitet haben und wünsche Ihnen, dass sich Ihr Leben entschleunigt hat. Ja, mehr Ruhe, mehr Langsamkeit, mehr Besinnung auf Gott – das ist es, was unsere Zeit so dringend benötigt.

Es liegen noch mehr als 3000 km bis zum Grab des heiligen Jakobus d.Ä. vor Ihnen, vielleicht begleiten Sie mich ja auf der Via Baltica, auf dem Rhein-Camino oder auf dem Mosel-Camino noch einmal. Ich freue mich drauf.

Bis dahin wünsche ich Ihnen mit dem ältesten erhaltenen Pilgerführer für den Jakobsweg, dem Codex Calixtinus aus dem 12. Jh.

Ultreia, ultreia et suseia, deus adjuva nos.

Was soviel bedeutet wie: Vorwärts, vorwärts und aufwärts, Gott begleitet uns.

Ihr

Karl-Josef Schäfer

 

 

 

Diaspora? Diaspora!

 

From: Karl-Josef Schäfer

To: pfarrer@xy.de

Sent: Monday, December 31, 2007 5:55 AM

Subject: Pfarrbüro Öffnungszeiten?

Hallo, schönen guten Tag, ich schreibe gerade an einem Pilgerwanderführer für den Jakobsweg von Flensburg nach Glückstadt und möchte gerne unter "Ansprechpartner" das Pfarrbüro in XY aufführen (www.xschaefer.de). Gibt es regelmässige Öffnungszeiten, heisst, ist es sinnvoll, XY zu nennen oder soll ich die Kontaktdaten von YX übernehmen?

Einen guten Rutsch und Gottes Segen für 2008, Ihr Karl-Josef Schäfer

 

Antwort (hier wird sich noch richtig Gedanken gemacht, ich wollte, der Jakobsweg würde tatsächlich so "überrannt" werden):

 

Sehr geehrter Herr Schäfer,

es ist sehr freundlich, dass Sie uns aufnehmen wollen. Allerdings wohne ich nicht in XY, und ich kann auch nicht aus dem Stand sagen, ob wir überhaupt in der Lage sind, die Erwartungen nach Kontakt etc. zu erfüllen, die durch eine Adressenangabe evtl. geweckt werden.

So ist unser Gemeindebüro nur zweimal in der Woche geöffnet, und das vormittags. Wen trifft ein Pilger, der Nachmittags kommt oder vielleicht sogar übernachten will?

Was stellen Sie sich vor, müssten wir in YX tun, wenn ein Pilger oder eine Gruppe im Sommer von unterwegs anruft und fragt, ob eine Übernachtung in XY möglich ist? Ob da etwas geht, müsste bei uns ja erst in der Gemeinde besprochen werden. Und das braucht sicherlich ein wenig Zeit.

Übrigens sehe ich mich auch in YX nicht einfach so in der Lage, einen Anlaufkontakt zu garantieren. Durch das grosse Gebiet der Gemeinde, sind wir viel unterwegs. Auch hier ist das Büro nur vormittags geöffnet und die Sekretärin hat in ihrer Arbeitszeit bereits zu tun. Es gibt hier immerhin ein Altenheim und Schwestern.

Auch ist die Kirche in der Regel tagsüber geöffnet. Aber keiner hat hier Zeit, nur so auf Gäste zu warten.

Es ist ja nicht böser Wille, wenn wir unsere Möglichkeiten zur Gastfreundschaft begrenzt sehen. Sie müssten uns jedoch einmal aus ihrer Erfahrung sagen, womit etwa wir denn rechnen sollten. Was avisieren Sie eigentlich Ihren Lesern als service der Kirchengemeinden vor Ort?

Wenn wir das wissen, dann müssen wir überlegen, ob und mit welchen Personen wir das leisten können. Es wäre ja auch für uns schön, wenn da etwas ginge; aber enttäuschte Erwartungen wären schlecht. 

Erst einmal verbleibe ich

mit freundlichen Grüssen,

Ihr

, Pfr

Prolog und 1. Etappe Krusau – Niehuus/Grenze – Handewitt ca. 17 km

1. Tag Krusau (DK) – Gendarmenpfad – Niehuus/Grenze (5 km) – Niehuus (1 km) – Harrislee (2,5 km) – Handewitt (8,5 km) = ca. 17 km

Schwierigkeit: leicht

Zeitbedarf: 4 Stunden ohne Besichtigungen und Pausen

Impuls für den Tag: „Wir sind alle Pilger, die auf verschiedenen Wegen einem gemeinsamen Treffpunkt zuwandern.“ Antoine de Saint-Exupery

Sage: König Waldemar

Nicht weit von Bau (dänisch Bov) an der Krusau stand vorzeiten das alte Jagdschloss Waldemarstoft, das der dänische König Waldemar im Sommer und Herbst bewohnte, um seinem Lieblingsvergnügen, der Jagd, nachzugehen.

Einmal ritt der König frühmorgens mit vielen Jägern und Hunden in den Wald. Die Jagd ward gut, aber je größer die Beute war, desto stärker ward in Waldemar die Lust. Der Tag verging, die Sonne neigte sich, und noch immer ließ er nicht ab. Als endlich tiefe Nacht eintrat und die Jagd eingestellt werden musste, rief der König aus: „Oh, wenn ich doch ewig jagen könnte!“ Da erscholl eine Stimme aus der Luft: „Dein Wunsch sei Dir gewährt, König Waldemar, von Stund an wirst du ewig jagen.“ Bald darauf starb der König, und von seinem Todestage an reitet er in jeder Nacht auf einem Schimmel, umgeben von seinen Jägern und seinen Hunden, durch die Luft im wilden Jagen dahin. In den Johannisnächten allein ist er hörbar, doch an Herbsttagen hört man ihn auch im Flensburger Stadtgraben ziehen. Dann tönt die Luft von Hörnerklang und Hundegebell, von Pfeifen und Rufen wider, als ob eine ganze Jagd im Anzuge wäre. Man sagt dann: „Da zieht König Wollmer!“

(In: Müllenhoff, Karl – Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg. Kiel 1845)

 

Harrislee

Allgemeines: Harrislee liegt im Landkreis Schleswig-Flensburg und hatte am 31.12.2006 eine Einwohnerzahl von 11354.

Anlaufstellen: Kath. Pfarramt St. Marien Schmerzhafte Mutter, Vor der Koppe 2, 24995 Harrislee, Telefon 0461-1440910, E-Mail kath-kirche-fl@foni.net; Pastorat Harrislee, Musbeker Weg 1b, 24995 Harrislee, Telefon 0461-71110, E-Mail kirchengemeinde-harrislee@versanet.de; Dänische Kirchengemeinde, Berghof 10, 24955 Harrislee, Telefon 0461-71334; Gemeinde Harrislee, Tourismus, Süderstraße 101, 24955 Harrislee, Telefon 0461-706-101, E-Mail standesamt@gemeinde-harrislee.de

Übernachtung: Niehuuser Annenhof, Niehuuser Straße 25, 24955 Harrislee/Niehuus, Telefon 0461-71162, E-Mail info@niehuuser-annenhof.de, Ü im Doppelzimmer 45 Euro; DJH Flensburg, Fichtestraße 16, 24943 Flensburg, Telefon 0461-37742, E-Mail jhflensburg@djh-nordmark.de, ÜF für 2 Personen ab 29,20 Euro; Backpacker’s Inn, Schleswiger Straße 10, 24941 Flensburg, Telefon 0461-9090833, E-Mail info@backpackers-inn.de, Ü für 2 Personen ab 38 Euro; Etap-Hotel Flensburg City, Suederhofenden 14 (am ZOB), 24937 Flensburg, Telefon 0461-4808920, Ü-DZ ab 33 Euro; Pilgerunterkunft www.via-jutlandica.de

Unsere Pilgerwanderung auf der Via Jutlandica bis nach Glückstadt beginnt in Krusau, dem dänischen Grenzort, am gleichnamigen Flüsschen gelegen. Sie erreichen die Grenze von Flensburg-Bahnhof aus mit dem Bus Nr. 1, vorbei an der Ortschaft Kupfermühle. Hier hat schon um 1600 der dänische König Christian IV. ein Hammerwerk errichten lassen, das wenig später abbrannte und dann als Kupfermühle neu erbaut wurde. 1962 kam nach mehr als 300jähriger Geschichte das Aus für die Kupfermühle, die lange Zeit eines der größten Unternehmungen in der Gegend war. Heute erinnert ein Museum in den schön renovierten Gebäuden an diese große Zeit.

Seit den Schengener Verträgen werden die Grenz- und Zoll-Abwicklungsgebäude nicht mehr benötigt, und direkt hinter der Grenze steigen Sie aus dem Bus. Gehen Sie noch ein Stückchen die Straße hinauf in Richtung der Tankstelle und biegen an der davor gelegenen Straße links ab. Ein großes Schild zeigt in Richtung ‚Gendarmstien‘, und schon bald erkennen Sie die erste Markierung des wohl schönsten dänischen Wanderweges. Der Gendarmenpfad, mit einem blauen Gendarmen auf weißem Grund markiert, führt rund 74 km lang von Padborg bis nach Höruphav und entstand ursprünglich durch das Kontrollieren der deutsch-dänischen Grenze durch dänische Gendarmen. Erst 1956 erfolgte dies durch motorisierte Fahrzeuge und der Pfad geriet in Vergessenheit, bis er seit 1988  als Wanderweg wieder eingerichtet wird.

Auf unserem Teilstück zwischen Krusau und Niehuus führt der Gendarmenpfad durch das Tunneltal der Krusau. Steil abfallende Hänge prägen das Bachtal. Die Einmaligkeit und Vielfalt an schützenswerten Lebensräumen und seltenen Tier- und Pfanzenarten führte zur Aufnahme des Gebietes in ein deutsch-dänisches Naturschutzprojekt. Wenn Sie mehr über dieses Interregio-Projekt wissen möchten: das Tunneltal der Krusau hat eine eigene Internet-Seite: www.krusau-tunneltal.de.

Bei Rönsdam verlassen Sie Dänemark wieder auf dem ‚Krummen Weg‘, und am Grenzbaum ist auch gleich die erste Jakobsmuschel-Markierung angebracht. Diese Markierung begleitet uns nun bis zum Fährkopf in Glückstadt an der Elbe.

Der ‚Krumme Weg‘ ist ein Verbindungsstück vom Ochsenweg bei Bov bis nach Flensburg. Er gehört zu den ältesten gepflasterten Wegen des Landes und ist auf dänischer Seite teilweise im Originalzustand erhalten. Auf deutscher Seite wurde ein Teilstück rekonstruiert.

Der Jakobsweg führt Sie an der Burg Niehuus vorbei. Von dem um 1345 errichteten „dat nige hus“ (hochdeutsch: das neue Haus) ist heute nur noch der Burghügel zu erkennen. Andeutungsweise sehen Sie auch noch Wälle und Gräben. Wahrscheinlich diente die Burg an der Krusau-Furt dem Schutz des ‚Krummen Weges‘ und als Zollstation.

Weiter führt der Weg in Richtung Harrislee, vorbei am Niehuuser See. Vorher zweigt die Variante ‚Flensburg‘ ab (siehe Anhang 1). Nach Flensburg folgen Sie den Markierungen geradeaus. Wenn Sie heute nach Handewitt gehen wollen, biegen Sie nach rechts ab. Im Niehuuser See wurde eine Knochenharpune aus der Zeit um 8000 v. Chr. gefunden, die zeigt, dass wir uns hier auf uraltem Siedlungsgebiet bewegen. Mehr als 170 historische Funde im Gemeindegebiet, darunter 16 Steingräber, zeigen die Bedeutung der Umgebung. Niehuus (1371) und Harrislee (1352) wurden im 14. Jh. erstmals urkundlich erwähnt.

In den Außenbezirken von Harrislee überqueren Sie die stark befahrene L 17, wenden sich nach links und gehen dann gegenüber vom ‚Autoland‘ nach rechts auf den Reitweg. Diesem folgen Sie bis zum Ende, begeben sich dann wieder nach rechts und kommen in den nördlichen Teil vom ‚Stiftungsland Schäferhaus‘.

1992 wurde der ehemalige Truppenübungsplatz Schäferhaus der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein übertragen und entwickelte sich seitdem zu einem der interessantesten Naturschutzgebiete im Norden. Durch die Ansiedlung von rund 100 Galloways (schottische Robustrinder) und ursprünglich 5 Koniks (verwilderte polnische Hauspferde) in diesem 292 ha großen Gebiet wird der Bewuchs niedrig gehalten und so eine halboffene Wiesenlandschaft (Savanne) erhalten, die sich hier nach der letzten Eiszeit entwickelte. An 16 Stationen kann der Besucher die Natur beobachten.

Noch einmal unter der A 7 hindurch, dann erreichen Sie Handewitt.

Handewitt

Allgemeines: Handewitt liegt im Landkreis Schleswig-Flensburg und hatte am 31.12.2006 eine Einwohnerzahl von 6135.

Anlaufstellen: Pastorat Handewitt, Westerstraße 8, 24983 Handewitt, Telefon 04608-224, E-Mail pastorat@kirche-handewitt.de; Fremdenverkehrsverein Handewitt und Umgebung, Osterstraße 12, 24983 Handewitt, Telefon 04608-6193

Übernachtung: Ilse Andresen, Osterstraße 12, 24983 Handewitt, Telefon 04608-6193, ÜF im DZ nach Absprache; Ursula Asmussen, Handewittbusch 16, 24983 Handewitt, Telefon 04608-482, ÜF im DZ nach Absprache; Pilgerunterkunft www.via-jutlandica.de

Erstmals wurde Handewitt 1231 als Hanaewith erwähnt. Das könnte z. B. ‚Wald, in dem Hähne sind‘ oder ‚Wald des Hani‘ bedeuten. Die Kirche wurde im 13. Jh. erbaut, wurde aber nach einem Unwetter 1883/84 im neugotischen Stil erneuert.

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