Auf dem Weg

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Kategorie: Pilgerwanderführer Via Jutlandica (Seite 1 von 5)

Der Jakobsweg von Flensburg nach Glückstadt/Elbe

 

Hier eine kritische Rückmeldung zur Via Jutlandica. Vielen herzlichen Dank dafür. Bitte wieder von unten nach oben lesen:

 

Lieber Herr Schäfer,

da ist mir ja ein Ding passiert, darum zuerst große Entschuldigung für die Namensverwechselung, Pardon.

Kritik ja, aber nicht vernichtend, schon garnicht gegen den inaltlichen Text Ihres Buches.

Meine Kritik bezieht sich auf Äußerlichkeiten. Ein Buch spricht mich auch optisch an und da spielt die "Fassade" doch eine erhebliche Rolle.

Man nimmt es in die Hand blättert und möchte sich auf der Rückseite des Einbandes/Deckels über den Inhalt informieren.

Hier begann für mich das Dilemma. Ein Druckbild in Miniaturschrift und einer ungenügend kontrastreichen Farbkombination. Hier der Einsatz einer

"optischen Lesehilfe", eine Lupe. Keine Chance, wir (nicht nur ich) konnten den Text nicht lesen, dies ist mein Problem und Krtikpunkt.

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass hier kein Einfluss auf die Gestaltung des Buches bein Verlag möglich ist.

Noch zu den Bildern, hier Nr.30, es ist wenig bis garnicht  aussagekräftig, grau in grau mit geringsten Abstufungen an der Horizontlinie 

Ein typischer Elbblick ??

Ich hoffe doch, Sie verstehen meine Anmerkungen richtig und können sie zuordnen., viel Erfolg weiterhin.

Doch noch einmal die Frage, was steht auf der Rückseite?

Allea Gute und Grüße von der Elbe.

 

—– Original Message —–

From: Karl-Josef Schäfer

To:

Sent: Wednesday, August 19, 2009 6:05 AM

Subject: Re: Der Jakobsweg von Flensburg nach Glückstadt/Elbe

Hallo, schönen guten Tag, Herr Röhrig, endlich einmal eine durch und durch vernichtende Kritik. Hat Ihnen denn der Inhalt gefallen? Und wer ist Herr Schröder, den Sie in Ihrer eMail ansprechen?

Ja, der Einband ist suboptimal. Leider habe ich da keinen Einfluss drauf, das kommt vom Verlag und die anderen Pilgerwanderführer sind in gleicher Aufmachung.

Über die Qualität der Fotos lässt sich auch nicht streiten. Da mögen Sie bitte einem Pilger verzeihen, der keine komplette Fotoausrüstung mitschleppen kann.

Diesen Satz verstehe ich nicht: "Auch besondere optische Hilfen führten zu keinem

Ergebnis Handelt es sich um Texte oder was gibt die Seite her ??" Könnten Sie mir auf die Sprünge helfen?

Schöne Grüße ins wunderschöne Hamburg, Ihr Karl-Josef Schäfer

From:

Sent: Monday, August 17, 2009 3:00 PM

To: via-jutlandica@xschaefer.de

Subject: Der Jakobsweg von Flensburg nach Glückstadt/Elbe

Hallo Autor, lieber Herr Schröder !!

Laut Vorspann, bitten Sie  um Tipps.

Es beginnt mit dem Finden des Buches im Regal, dies grenzt schon an ein kleines Wunder.

Ich halte die 2. Auflage in den Händen. Oder ist das Exemplar ein drastischer Fehldruck ?

Soweit bis hier. Aber: Wer das Layout für den Einband in der vorliegenden Form für 

das Buch gestaltet hat, muss wohl alles über Farbe, Kontrast und Schriftgrößet

ausser acht gelassen haben. Gemeint ist der Rücken und die Rückseite der Einbandes.

Wer soll das lesen können? Wirklich unzumutbar ! Auch besondere optische Hilfen führten zu keinem

Ergebnis Handelt es sich um Texte oder was gibt die Seite her ??

Ein weiterer Punkt: Mit den heutigen technischen Möglichkeiten (ohne großes Geld!), läßt sich auch mit s/w-Bildern 

eine gute Abbildung (Abbildung 30, Blick? über die Elbe) realisieren.

Mein Tipp für die Zukunft, hier sollt etwas geschehen

Mit freundlichen Grüßen

 

Hamburg

Via Jutlandica

 

Der Jakobsweg von Flensburg nach Glückstadt/Elbe – Ein Pilgerwanderführer für die Via Jutlandica

Auch im hohen Norden tut sich etwas (bitte unten anfangen zu lesen):

 

Hallo Ka-Jo,

das ist ja eine prompte Reaktion aus dem weit entfernten Schottland, aber Internet überwindet jegliche Entfernung.
Besten Dank für Deine Information. Wir werden dann einfach losmarschieren (24.9.09)

Schöne Tage im hohen Norden, liebe Grüße
Deine
Eberhard und Petra
Ps.: Ein Erlebnis- und Reisebericht wírd dann zur gegebenen Zeit erfolgen.

"Karl-Josef Schäfer" <kajo@xschaefer.de> schrieb:

Hallo, Eberhard, es ist kein Problem, ohne Karte zu gehen. Ich bin gerade in Schottland – aber wenn noch irgendwelche Fragen sind, stehe ich gerne zur Verfügung.

Ultreya, guten Weg, Dein Ka-Jo Schäfer

 

Sent: Friday, September 11, 2009 1:16 PM

To: Karl-Josef Schaefer

Subject: Via Jutlandica

Sehr geehrter Herr Schäfer,
wir wollen am 26. September ds. Js. in Krusau die Pilgerschaft antreten auf der Via Jutlandica,
mit Ihrem Wanderführer in der Tasche.
Ist die Ausschilderung so gut und ausreichend, dass man ohne Wanderkarten das Ziel erreicht?
Oder sind die von Ihnen angegebenen Karten des Landesvermessungsamts Schleswig-Holstein notwendig?
Über eine kurze Antwort würden wir uns freuen.
Mit freundlichen Grüßen

Rückmeldung zu Unterkünften an der Via Jutlandica

 

Vielen herzlichen Dank für diese Nachricht:

Sehr geehrter Herr Schäfer,

meine Mutter war so begeistert von meinen Erfahrungen vom Januar 2009, dass sie im Juni die Etappe Krusa-Stafstedt gelaufen ist. Sie gab mir einen weiteren Unterkunftstipp: Auf dem Stück von Rendsburg nach Hohenweststedt sind die Unterkünfte ja etwas rar gesäht. Sie fand aber in Spannan eine sehr schöne Unterkunft: Historisches Landhaus Spannan, Inh. Wilma Schirakow, Spannan 12, 24808 Spannan/Jevenstedt – an der B77, Telefon 04875 301, Telefax 04875 533, E-Mail info@spannan.de, Internet www.spannan.de.

Vielleicht können Sie diese Unterkunft ja in ihrem Pilgerführer berücksichtigen, dann wäre eine Etappe Rendburg-Spannan und die nächste Spannan-Hohenweststedt. Sonst hat man ja das Problem in Stafstedt mit der fehlenden Unterkunft.

Ich werde dann im Januar 2010 meinen Weg fortsetzen und sehen, wie weit ich von Rendsburg aus komme.

Nochmals vielen Dank für ihre tolle Arbeit.

Update zur Via Jutlandica – 9. Etappe Itzehoe – Glückstadt/Fähre, Seite 98

 

Nach diesem kleinen Abstecher geht es nun weiter in Richtung Glückstadt. Der heutige Weg führt immer mehr oder weniger an der Stör entlang, einige Störschleifen werden abgeschnitten. Da die Deiche i.d.R. bewirtschaftet werden, ist die unangenehme Alternative die Straße. Zwar ist der Verkehr naturgemäß nicht allzu dicht, die Enge der Straße und die unangepasste Geschwindigkeit der Pkws und Lieferwagen machen die Strecke zu einem teilweise gefährlichen Wegstück. Halten Sie sich ganz links, der Grasstreifen ist ganz gut begehbar.

Update zur Via Jutlandica – 2. Etappe Handewitt – Oeversee, Seite 39 und 40

 

Im Deutsch-Dänischen Krieg (1.2. – 30.10.1864) kam es am 6. Februar 1864 bei Oeversee zu einem Gefecht zwischen den mit den Preußen verbündeten Österreichern und den Dänen. Das 6. k. u. k. Armeekorps aus Graz siegte über die im Rückzug befindlichen Dänen. In den Abend- und Nachtstunden kamen Bewohner aus dem 10 km entfernt lie­gen­den Flensburg und schafften die Verwundeten in den am Ochsenweg liegenden ‚Krug’.

In Oeversee erinnern verschiedene Denkmäler, besonders jedoch das Österreicher-Denkmal außerhalb des Ortes an der L 317, gleich gegenüber das Denkmal für die gefallenen dänischen Soldaten und der Grazer Platz an die denkwürdige Schlacht. Etwas weiter in Richtung Flensburg steht das Denkmal für die deutschen Soldaten. Im österreichischen Graz gibt es auch heute die Oeversee-Gasse und das Oeversee-Gymnasium. Die Flensburger Bürger geden­ken alljährlich mit dem Oeversee-Marsch der Auseinan­der­set­zung.

Update zur Via Jutlandica – 2. Etappe Handewitt – Oeversee, Seite 37 und 38

 

Nach Verlassen des Forstes überqueren Sie die Straße, die nach links unter der A 7 hindurch und an den alten Zollhäusern vorbei in die Gartenstadt Flensburg-Weiche führt. Wenn Sie die 1. Tagesetappe bis hierhin ausgedehnt haben sollten, erreichen Sie bald die Flensburger Stadtbusse für eine mögliche Rückfahrt.

Auf dem heutigen Weg biegen Sie an der Straße nach rechts ab und folgen der guten Markierung des Jakobsweges für etwa 1000 m. Danach biegen Sie zweimal nach links ab, gehen in Richtung der Bahngleise, überqueren diese und wenden sich dahinter nach rechts. Es geht dann unter der B 200 hindurch und immer zwischen Bahnstrecke und Autobahn auf dem Margeretenweg bis nach Barderup.

Bei dieser kleinen Ortschaft, erstmals urkundlich 1472 erwähnt,  handelt es sich um eine Oeversee-Aussiedlung.  Sie überqueren hier die Autobahn A 7, und vorbei am Sophienhof gelangen Sie zum Sankelmarker See. An die­sem in der letzten Eiszeit entstandenen See liegt die Europäische Akademie Sankelmark, eine Erwachsenenbildungs-Einrichtung, die weit über die Grenzen von Schleswig-Holstein hinaus bekannt ist. Sie bietet Seminare und Tagungen zu politischen und kulturellen Themen der Region Sønderjylland/Schleswig, des Landes Schleswig-Holstein und der Bundesrepublik Deutschland an.

Update zur Via Jutlandica – 4. Etappe Schleswig – Kropp, Seite 67 und 68

 

Von der Brücke aus haben Sie noch einmal einen schönen Blick auf Haithabu und auch auf Schleswig mit dem dominierenden Dom. Auf der anderen Seite treffen Sie zunächst auf einen Hohlweg. Ein Beweis, dass die Engstelle oder Furt zwischen den Nooren den Bewohnern der Umgebung schon lange zum Aus­tausch von Waren und Gütern diente. Rechts geht es hinauf, um dann, immer am Ufer des Noors bleibend, bis nach Selk zu führen. Teilweise führt der Weg über Stege, die es einem ermöglichen, auch sumpfiges Gelände überwinden zu können.

Vorbei geht es an Selk in Richtung Hahnenkrug. An der alten Selker Mühle gibt es eine Besonderheit, die bei Pilgern und Wanderern immer wieder zu Erstaunen führt. Hier nämlich bringt Sie der Pilgerweg über das Gelände der ehemaligen Mühle und durch eine Tür zu einem Angelsee. Wo findet man es sonst, dass mitten auf einem Wanderweg eine Tür geöffnet werden muss?

Bei Hahnenkrug überqueren Sie die A 7. Immer an der Straße entlang, führt Sie der Jakobsweg durch Lottorf und Boklund bis nach Kropp, dem heutigen Etappenziel.

Abbildung 18 – Kropp Kirche

Kropp wird im Jahr 1285 im dänischen Krongutsverzeichnis unter König Erich Klipping erwähnt. Der Name Kropp (Kropf) bezieht sich wohl auf die Erhebung, auf welcher der Ort liegt. Heute wird der Ort im Wesentlichen durch die seit 1879 bestehenden diakonischen Einrichtungen und die Bundeswehr bestimmt. Die Dorfkirche, eines der Wahrzei­chen von Kropp, stammt aus dem Jahr 1250.

Rückmeldung zur Via Jutlandica vom 03.08.2008

 

Sehr geehrter Herr Schäfer,

Als Jakobspilgerin habe ich mich über Ihr Buch sehr gefreut und auch sofort begonnen auf den von Ihnen beschriebenen Wegen in Norddeutschland zu wandern.

Dazu muss ich sagen, dass ich in Glückstadt an der Elbe wohne und die Gegend recht gut kenne. Daher möchte ich Sie auf einige Unstimmigkeiten aufmerksam machen.

Die 2. Etappe Handewitt Süderschmedeby ( Seite 36 -42 ) ist sehr schlecht markiert, besonders die Strecke aus dem Hansewitter Forst in die Gartenstadt  Weiche und dann fehlt die Markierung für den Einstieg auf den von Ihnen als Margeritenweg bezeichneten Weg parallel zur Bahnlinie. Verfehlt man nämlich diesen Einstieg muss man entlang der Bundesstraße laufen, was lebensgefährlich ist.

Außerdem wäre es hilfreich, wenn Sie angeben, dass man ca.1 km aus Oeversee hinausgehen muss, um das Österreicher – Denkmal zu sehen.

Für die 4.Etappe Schleswig – Kropp erwähnen Sie nicht, dass man über das Privatgelände der alten Selker Mühle und am Fischteich entlang zum Hohlweg wandern muss. Auf diesem Teilstück fehlen für den Einstieg auch Markierungen.

Ich habe noch zwei wichtige Anmerkungen:

Die Pensionsinhaber hatten keine Ahnung, dass sie in Ihrem Buch erwähnt wurden, sodass sie mich um Ihre E-Mailadresse gebeten haben.

Und ganz wichtig! man kann nicht auf dem Stördeich von Itzehoe nach Glückstadt gehen. er befindet sich in Privatbesitz und ist  vielerorts durch Stromzäune in Parzellen abgetrennt, weil Schafe und Vieh darauf weiden.
Neben der Kirche in Neuendorf ist auch die in Borsfleth ( das ist der Ort vor Ivenfleeth) von geschichtlicher Bedeutung. Es gibt sogar eine Dorfchronik.

Und zum Schluss möchte ich Ihnen sagen, dass die Wegmarkierung unterhalb der Störbrücke sinnlos ist, denn man kann an dieser Stelle nicht auf den Deich. Dort laufen  zur Zeit Zuchtbullen herum.

Ich hatte trotzdem viel Freude nach Ihrer Beschreibung zu wandern. Ich war mit zwei Hunden unterwegs und habe bei den von Ihnen angeführten Adressen Unterkunft gefunden.

Landschaftlich war meine 5tägige Tour herrlich.Als schönste Teilstrecken erlebte ich den Weg durch das Noor und auf den Binnendünen des Ochsenweges.

Ich wünsche Ihnen weiterhin Bon camino! und viel Erfolg! Liebe Grüße von XY, Jakobspilgerin.

 

Ein Hinweis in eigener Sache: Ich freue mich über jede Rückmeldung und Korrektur der Pilgerwanderführer. Bitte schreiben Sie mir doch mit hinein, ob ich Ihren Namen veröffentlichen darf. Ohne Hinweis nehme ich grundsätzlich die Namen heraus. Vielen Dank!

Und hier ist meine Antwort auf die eMail:

Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung, liebe Frau XY!

Darf ich diese an Fred Hasselbach von der Norddeutschland-Sektion der Deutschen Jakobusgesellschaft weiterleiten? Er hat die "Via Jutlandica" mit viel persönlichem Einsatz initiiert und dann auch markiert. Sie finden Details auf der Internetseite www.via-jutlandica.de.

Es ist nun so, dass man irgendwann einmal so einen Tunnelblick beim Schreiben bekommt und dann nicht mehr weiss, ob es rechts oder links herum geht. Von daher würde ich mich gerne mit ihm austauschen und schauen, ob die Markierungen vielleicht tatsächlich fehlen oder von mir ganz einfach Fehler in der Beschreibung gemacht wurden.

Einer dieser Fälle ist die Selker Mühle. Bei "Krause" und bei allen anderen Autoren für den E 1 ist sie erwähnt – nur mir einfach durchgegangen. Wird aber in der nächsten Auflage korrigiert.

Genannte Pensionsbesitzer sind natürlich alle angeschrieben bzw. antelefoniert worden. Da ist das Gedächtnis dann wohl etwas kurz. In einem Fall wird jedoch völlig umgebaut (zumindest komplett 2008), dort gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit mehr – aber der Besitzer hatte zugesagt, die Pilger persönlich weiterzureichen, deshalb habe ich sie dringelassen.

Jaaa, Stördeich! Wie im Pilgerwanderführer beschrieben ist die Straße auch nicht besonders prickelnd. Zum Zeitpunkt meiner Begehung musste ich mehrfach beiseite springen und habe dann lieber den Weg auf der Deichkrone gewählt und mir schon einige böse Rückmeldungen der Besitzer bis heute eingefangen. Allerdings hatte ich es auch nur mit Schafen zu tun – wenn Grossvieh oben weidet oder eine Pilgerin mit Hund kommt, sieht es natürlich noch einmal anders aus. Da lasse ich mir für die nächste Auflage etwas einfallen.

Alle anderen Punkte habe ich im Skript schon korrigiert – herzlichen Dank im Namen aller Jakobspilger auf der Via Jutlandica.

Schöne Grüsse ins wunderschöne Glückstadt aus dem sonnigen Weilburg an der Lahn,

Ihr Karl-Josef Schäfer

Anhang 1 – Variante Flensburg Niehuus – Oeversee = ca. 20,5 km

 

 

 

Variante Flensburg: Niehuus – Flensburg (ZOB – 7 km) –  Jarplund-Weding-Hochholz (6,5 km) – Munkwolstrup (4 km) – Oeversee (3 km) = ca. 20,5 km

Wie schon beschrieben, teilt sich der Jakobsweg in Niehuus. Während der Hauptweg hinunter in Richtung See und dann weiter nach Handewitt führt, können Sie in Richtung Flensburg einfach den Markierungen der Pilgerroute Ochsenweg/Haervej (die Markierung mit der Jakobsmuschel wollte die Stadt Flensburg nicht und hat deshalb die Genehmigung nicht erteilt) geradeaus folgen. Sie pilgern eine wenig befahrene Straße, vorbei am Klueshof, durch die Flensburger Nordstadt und Neustadt und sind dann schließlich am Hafen.

Flensburg

Allgemeines: Flensburg ist die nördlichste kreisfreie Stadt Deutschlands und hatte am 31.12.2006 eine Einwohnerzahl von 86630.

Ansprechpartner: Evangelisches Pfarrbüro St. Johannis, Johanniskirchhof 22, 24937 Flensburg, Telefon 0461-12771; Katholisches Pfarrbüro St. Marien Schmerzhafte Mutter, Nordergraben 36, 24937 Flens­burg, Telefon 0461-1440910, E-Mail kath-kirche-fl@foni.net; Flensburg Fjord Tourismus, Rathausstraße 1, 24937 Flensburg, Telefon 0461-9090920, E-Mail info@flensburg-tourismus.de

Übernachtung: DJH Flensburg, Fichtestraße 16, 24943 Flensburg, Telefon 0461-37742, E-Mail jhflensburg@djh-nordmark.de, ÜF für 2 Personen ab 29,20 Euro; Backpacker’s Inn, Schleswiger Straße 10, 24941 Flensburg, Telefon 0461-9090833, E-Mail info@backpackers-inn.de, Ü für 2 Personen ab 38 Euro; Etap-Hotel Flensburg City, Suederhofenden 14 (am ZOB), 24937 Flensburg, Telefon 0461-4808920, Ü-DZ ab 33 Euro; Pilgerunterkunft www.via-jutlandica.de

An der inneren Flensburger Förde entstanden Ende des 12. Jh. verschiedene Ortschaften. Die Gründe hierfür sind wohl im vorbeiführenden Ochsenweg, dem Angelboweg (Nordfriesland-Angeln), den großen Heringsvorkommen und nicht zuletzt auch in der vor Winden geschützten Lage zu sehen.

Zu Beginn des 13. Jh. wuchsen die Ortschaften langsam zusammen, 1248 wird Flensburg erstmalig er­wähnt und erhält 1284 die Stadtrechte. Obwohl Flensburg nicht Mitglied der Hanse war, bestanden enge Handelsbeziehungen zu deutschen und europäischen Städten. Wichtigstes Handelsgut waren in Salz ein­gelegte Heringe. Erst im 16. Jh. – nach der Reformation – öffnete sich das dänische Flensburg mehr und mehr der deutschen Sprache und Kultur, während jedoch das Umland dänisch geprägt blieb. Als die Hanse im 16. Jh. langsam niederging, galt Flensburg bis in die Wirren des 30jährigen Krieges hinein als eine der bedeutendsten Handelsstädte im skandinavischen Raum. Haupthandelsgüter waren neben den Heringen der Zucker und Walfischtran.

Im 18. und 19. Jh. kam es zu einem erneuten Aufschwung. Zunächst war die Haupthandelsware Rohr­zucker, der aus Dänisch-Westindien importiert und in Flensburg raffiniert wurde. Als sich Flensburg nicht mehr gegen die Metropolen Hamburg und Kopenhagen durchsetzen konnte, begann der Handel mit Rum. Früher waren über 20 Rumhandelshäuser in Flensburg angesiedelt, darunter so große Namen wie Han­sen, Pott, Asmussen u. a. Heute existiert nur noch ein Rumhaus A. H. Johannsen.

Am 3. Mai 1945 erlangte Flensburg kurzzeitig eine besondere Bedeutung. Die Marineschule Mürwik dien­te der geschäftsführenden Reichsregierung unter Großadmiral Karl Dönitz als Regierungssitz. Diese Epi­so­de wurde mit der Besetzung durch alliierte Truppen am 23. Mai 1945 beendet, die provisorische Reichs­regierung wurde festgenommen.

Als Autofahrer denkt man eigentlich heutzutage mehr an die Verkehrssünderkartei, die so richtig offiziell Verkehrszentralregister des Kraftfahrt-Bundesamtes heißt. Übrigens gibt es diese Kartei schon seit 1910, damals war sie noch in Berlin angesiedelt.

Die Altstadt von Flensburg ist sehr gut erhalten, viele Sehenswürdigkeiten warten auf Sie. Sie sollten tatsächlich auf Ihrem Jakobsweg ein wenig Zeit für die faszinierende Stadt einplanen. Die Touristen-Information am ZOB hält Vorschläge für Stadtrundgänge für Sie bereit.

Nicht verpassen sollten Sie jedoch die älteste Kirche der Stadt, die Johanniskirche aus dem 12. Jh. Sie finden diese romanische Hallenkirche am Rande der Altstadt. Das gotische Gewölbe ist mit der Darstellung des Garten Eden ausgemalt.

Auch die Marien- und die Nikolaikirche gehören zu den Hauptkirchen der Stadt. Während die St. Marienkirche eine besonders schöne und wertvolle Ausstattung hat, finden Sie in St. Nikolai die Renaissance-Orgel von Heinrich Ringeringk.

Im Quartett der Flensburger Hauptkirchen fehlt noch die Heiliggeistkirche, die dänische Hauptkirche direkt in der Flensburger Fußgängerzone. Sie ist 1386 als Kapelle des Heilig-Geist-Hospitals gebaut worden und war in späterer Zeit vor allem die Kirche der Schiffer.

Der Weg führt Sie nun durch den Stadtteil Sandberg in südlicher Richtung aus der Stadt hinaus. Über die Bahngleise und später über die viel befahrene K 26 geht es an Martinsstift vorbei und durch Hochholz. Auf gut markierten Wegen erreichen Sie Munkwolstrup, und von dort aus ist es nicht mehr weit zum Sankelmarker See.

Zwar wurde Munkwolstrup schon 1352 erstmals urkundlich erwähnt, das Besondere ist aber eines der größten archäologischen Denkmäler Europas, das bis zu 75 m lange Großsteingrab aus der Zeit von 3500 bis 2800 v. Chr. Diese jungsteinzeitliche Anlage wurde bis in das 19. Jh. hinein als Steinbruch genutzt, im Jahr 2003 wurde aber die Wiederherstellung abgeschlossen.

Ein paar Meter weiter überqueren Sie die Straße, passieren die Europäische Akademie und erreichen dann den Sankelmarker See.

Wenn Sie hier nicht der Markierung folgen, sondern der Straße in südlicher Richtung, sehen Sie nach ein paar Schritten auf der linken Seite das Denkmal für die Schlacht von Oeversee und kommen dann am Historischen Krug vorbei. Beschrieben sind diese Sehenswürdigkeiten in der 2. Etappe (Handewitt-Süderschmedeby). Dort ist auch eine Übernachtungsmöglichkeit in Oeversee-Frörup genannt. Da aber Frörup doch ein Stückchen vom Weg abliegt, sollten Sie die gute Busverbindung in Oeversee nutzen und entweder zurück nach Flensburg oder voraus nach Süderschmedeby fahren.

Jubiläums-Sondereinband für die Via Jutlandica

 

Da fragte vor einiger Zeit ein Pater aus Freiburg bei mir an: "Wie weit sind Sie mit Ihrer Beschreibung des Jakobsweges von Flensburg nach Glückstadt?" Er wolle gerne mit einer Mitschwester, die im März ihre goldene Profess feiere, auf der Via Jutlandica pilgern.

Da ich meinen Verlag kenne, wusste ich, es kann knapp werden. Und als der Pilger-Wanderführer fertig zur Abgabe war, habe ich ihm den PDF-File nach Freiburg geschickt.

Jetzt war die goldene Profess und Pater Norbert hat mir ein Foto der Jubilarin mit dem Jubiläums-Sonderband geschickt. Macht schon was her, oder?

Herzlichen Glückwunsch zur goldenen Profess nach Freiburg und Ihnen und Ihrer Mitschwester ein herzliches Ultreia, lieber Pater Norbert!

 

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