Auf dem Weg

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Kategorie: Pilgerwanderführer Mosel-Camino Updates (Seite 1 von 8)

Mosel-Camino zwischen Bummkopf und Starkenburg

 

Gerade erreicht uns folgende wichtige Meldung. Vielen Dank an den aufmerksamen Pilger.

 

Hallo,

letzte Woche bin ich auf dem Mosel-Camino zwischen Bullay und Traben-Trarbach unterwegs gewesen. Leider musste ich feststellen, dass nahezu alle Camino-Wegweiser zwischen Bummkopf und Starkenburg zerstört oder ganz entfernt wurden. Seltsamerweise waren alle anderen Weg-Symbole, z.B. die des Moselhöhenwegs, intakt. Kann es sein, dass die Moselgemeinde Enkirch ein Problem mit Jakobspilgern hat? Wenn das so wäre, sollte der Camino vielleicht diesem Ort umgehen.

Ansonsten kann ich nur ein großes Lob an die vielen Freiwilligen aussprechen, die die gesamte Wegstecke in hervorragender Weise markiert haben.

Viele Grüße

Pilgern an der Mosel

 

RZ-Online Artikelarchiv vom 30.09.2009

Pilgern an der Mosel
Vortrag im Stadthaus – Meditation inklusive

TRABEN-TRARBACH. "Jakobswege in Deutschland – Traben-Trarbach und der wa(h)re Jakob" heißt der Vortrag, der am Dienstag, 20. Oktober, 19 Uhr, im Stadthaus "Alter Bahnhof" in Traben-Trarbach zu hören ist. Karl-Josef Schäfer, Autor der Pilgerwanderführer-Reihe auf deutschen Jakobswegen, lädt die Besucher für 90 Minuten ein, ihn ein Stück auf dem Mosel-Camino von Stolzenfels bis Trier zu begleiten.

Hin und wieder hält er während der Veranstaltung gemeinsam mit seinen Zuhörern auch für eine Meditation inne. Eintrittskarten kosten 5 Euro. Es gibt sie bei der Tourist-Information, Tel. 06541/839 80.

Nochmal Mosel-Camino

 

Der Pfarrer von Osann-Monzel teilt uns eine Aktualisierung mit:

 

Hinweis zu MoselCamino 2007, S.110

statt

pfarramt.osann (at) freenet.de

muss es richtig heißen:

pfarramt.osann (at) web.de

MfG

Thomas Schneider

Thomas Schneider,Pfr.
Bernkasteler Str. 52
54518 Osann-Monzel

Und hier der Bericht vom Mosel-Camino

 

Bitte beachten Sie, dass die Urheberrechte und das geistige Eigentum beim Autor liegen. Einen Kontakt stelle ich gerne her.

 

Der Mosel-Camino
von Koblenz nach Trier

Seit Sommer 2008 ist der Pilgerweg nach Santiago de Copostela auf der ca. 180 km langen Teilstrecke von Koblenz-Stolzenfels nach Trier als sogenannter "Mosel-Camino" ausgeschildert. Die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund, mit ihren als Pfeil gedachten zusammen laufenden Rippen, weist dem Pilger die Wegrichtung.

Mit diesem Lückenschluss entlang der Mosel besteht nun die Möglichkeit, in Ost-West-Richtung über den Elisabethpfad II (Eisenach-Marburg) und den Lahn-Camino (Marburg-Lahnstein) zunächst nach Trier zum Grab des Apostels Matthias und dann weiter nach Santiago de Compostela zum Grab des Apostels Jakobus zu pilgern.

Die Route:

Koblenz-Stolzenfels – Waldesch – Hünenfeld – Naßheck – Dreifaltigkeitskirche Bleidenberg (Gemarkung Oberfell) – Alken (1. Etappe = ca. 23 km) – Löf – Hatzenport – Lasserg – Burg Eltz – Treis-Karden (2.Etappe = ca. 19 km) – Kloster Engelport – Beilstein – Kapelle Lindenhäuschen (Gemarkung Grenderich) – Bullay (3. Etappe = ca. 26 km) – Marienburg -Zell-Kaimt – Zell – Bummkopf – Enkirch – Starkenburg – Traben-Trarbach (4. Etappe = ca. 25 km)- Bernkastel-Kues – Lieser – (Osann-)Monzel (5. Etappe = ca. 24 km) – Minheimer Schutzhütte – Klausen – Krames – Klüsserath (6. Etappe = ca. 21 km) – Ensch – Schweich (7. Etappe = ca. 19 km) – Trier-Quint -Trier-Ehrang – Trier-Biewer – Trier (St. Matthias) (8. Etappe = ca. 22 km).

Literatur:    Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier
    von  Karl-Josef Schäfer und Wolfgang Welter
    ISBN-13: 978-3833498886; 2007
    Empfehlung: 8 Etappen

„Unser“ Mosel-Camino, von dem mir im September 2008 in Santiago de Compostela ein Ehepaar aus Hachenburg/Westerwald, berichtet hatte.

Etappe 1: von Stolzenfels  nach Wierschem

20.7.09    Stolzenfels bis Waldesch:     → wunderschöner Pilgerweg (Merkurtempel…)

Waldesch bis Naßheck    →Weg parallel zur Bundesstraße nutzen

Naßheck    → wird von der Hunsrückhöhenstraße aus kommend durch Naßheck gegangen, kurz vor dem Ortsende nach links, um die Autobahn-Fußgänger-Brücke nutzen zu können.

Naßheck bis Burg Thurant    → wunderschöner Pilgerweg; auf die Wegweiser achten! Irreführende Beschilderung!

Alken, Löf, Hatzenport…    → vom Hunsrück geht es über die Moselbrücke in die Eifel
→ interessante Wasserstandsanzeiger; die Hochwasser nehmen auch an der Mosel in den letzten Jahren deutlich zu…
→ sehr schöner Aufstieg nach Lasserg; alternativ den Weinbergsweg entlang der Bahnstrecke nach Moselkern nutzen.
In Lasserg gibt´s keine Einkaufsmöglichkeit und auch keine Unterkunft. Eine freundliche ältere Dame hat uns aber eine Flasche Wasser und etwas Saft gereicht für ein Vater unser… In den kleinen Ortschaften lohnen sich offensichtlich finanziell weder kleine Geschäfte noch Gasthäuser noch ein eigener Pfarrer… Trotzdem wäre eine Anlaufstelle für Pilger äußerst wichtig….., wenn Pilger in diesen Ortschaften willkommen sein sollen.  Nach dem wunderschönen Aufstieg ist der Pilger durstig und müde….

Lasserg nach Wierschem    → die erste Gasstätte in Wierschem hatte geschlossen. Der Landgasthof Neuhof (Fam. Wolff; 02605/569) am Ortsende hat uns trotz Ruhetag Übernachtung und Frühstück bereit gestellt. Sehr ruhig; gutes Frühstück! Nette Familie!

Etappe 2: von Wierschem zum Kloster Engelport

21.7.09    Wierschem zur Burg Eltz    → direkt hinter dem Landgasthof Neuhof in den Wald und am Ende des Waldes rechts halten, vorbei an einem sehr idyllischen alten Bauernhof, der sich hervorragend für ein Altenheim direkt am Camino eignen würde (die Menschen hätten hier Ruhe, aber auch den direkten Draht zur Bevölkerung, da hier der Weg zur Burg Eltz vorbei führt).

Burg Eltz    → wohl die einzige –sehenswerte – Burg in Deutschland, die trotz der Errichtung einer Trutzburg nie zerstört worden ist. Herrlicher Pilgerweg bis Karden, der gut markiert ist.

Karden nach Treis    → hier geht´s wieder über die Mosel. Diesmal von der Eifel in den Hunsrück! In Treis gibt´s ein schönes kleines Schwimmbad, das zu einer kleinen Rast einlädt.
Treis zum Kloster Engelport    → wunderschöner Pilgerweg durchs Flaumbachtal. Hier wurde 1945 der letzte Lachs (Salm) gefangen. Die verbleibende Weckstrecke wird hier einige male in Stunden angegeben, was früher üblich und heute nostalgisch wertvoll, aufgrund der unterschiedlichen individuellen Pilgergeschwindigkeit  aber irreführend ist.

Kloster Engelport    → sehr idyllisch gelegenes Kloster, dessen Ursprünge bis ins 11. Jhr. zurückreichen. Gute Unterkunft und der Gelegenheit an den Messen sowie am Abendessen und Frühstück teilzunehmen. Bruder Josef „betreut“ einen gepflegten –sehenswerten – Kräuter-Garten. Aber auch das Kloster selbst hat seine Sehenswürdigkeiten. Ein alter Steinsarg im Hof, eine Grotte, geschnitzte Innentreppe….
→ bis Ende der 50er Jahre wurde hier noch Strom aus Wasserkraft erzeugt..; vielleicht wird das kleine Wasserkraftwerk im Zuge des immer wichtiger werdenden nachhaltigen Wirtschaftens wieder in Betrieb genommen; regionale Unterstützung gibt es bestimmt….

Etappe 3: vom Kloster Engelport zur Marienburg

22.7.09    Engelport – Beilstein    → wunderschöner Pilgerweg durch den Wald
→ Wegweiser nicht eindeutig; umgestürzte Bäume lagen auf dem Pilger-Weg
→ Frau Petra Arens, Kellnerin im Kloster-Café hat uns gleich als Pilger erkannt und den Stempel des Kath. Pfarramtes mitgebracht. Wunderschöne Aussicht auf die Mosel. Die Wegmarkierung nach Grenderich genau beachten; hier haben wir uns verlaufen, da offensichtlich einige Markierungen gefehlt hatten…

Grenderich    → schöner Ort auf dem Plateau, der nicht auf Pilger eingestellt ist. Die Dorfschänke öffnet erst um 17 Uhr; keine Einkaufsmöglichkeit; Getränke-Großhändler am Ortsende (nahe Sportplatz); der Pfarrer betreut 18 Gemeinden… unglaublich!!! Wegmarkierung ab dem Sportplatz fehlt. Wir sind deshalb nicht in Bullay sondern in Zell angekommen, um von dort zurück über die Brücke von Bullay nach Alf zur Marienburg zu gelangen.

Marienburg    → gute Unterkunft; Abendessen und Frühstück ebenfalls.
→ wunderschöne Aussicht auf die Moselschleife(n)

Etappe 4: von der Marienburg nach Kesten

23.7.09    Kaimt    → Abstieg ist bis zum Wald eindeutig; dann vorbei an mehreren Weggabelungen, die nicht markiert sind; die Benutzung der Bundesstraße ist recht gefährlich und nicht zu empfehlen!
Fußgänger-Brücke nach Zell    → schöne Foto-Motive von der Brücke aus…

Notenau, Enkirch

Traben-Trarbach    → Von Zell aus „über den Berg…“; von Zell aus könnte auch ein Schiff nach Traben-Trarbach genommen werden….

Bernkastel-Kues    → wir sind von Traben-Trarbach mit dem Schiff nach Ürzig und dem Kloster Machern, weil ein Onkel während des III. Reiches in Ürzig eine Gastwirtschaft hatte. In Kues haben wir einen eindrucksvollen Mosel-Wasserstands-Anzeiger fotografiert.

Kesten    → Der Weg über Lieser ist recht angenehm zu laufen.
→ Vor Kesten ist eine alte römische Kelteranlage zu sehen.
→ Monzel und Kesten sind vom Weinbergsweg aus zu sehen, leider gibt es keine entsprechenden Hinweise
→ Kesten ist ein sehr schöner kleiner Weinort, den wir bevorzugt hatten, weil uns ein Gewitter überraschte.
→ Äußerst nette Aufnahme im Weingut Peter Junk, das gleichzeitig Touristen-Info-Stelle ist (06535/523)

Etappe 5: von Kesten nach Trier

24.7.09    Monzel    → von Kesten geht´s den Berg rauf nach Monzel; Herr Junk sagte uns, dass wir es von Kesten nach Trier an einem Tag schaffen würden… Die Wegmarkierung aus Monzel heraus ist nicht eindeutig… Achtung!

Klausen    → schöner besinnlicher Ort, in dem ein großes Kloster zum Verkauf steht. Gut organisiertes Pfarramt

Klüsserath    → verlassen des Waldes in die Weinberge; Wegweiser nach rechts und dann erreicht der Pilger eine Weggabelung ohne einen entsprechenden Hinweis….. An manschen Stellen könnten zur besseren Orientierung gelbe Pfeile auf den Teerweg oder an eine Weinbergsmauer… gespritzt werden…
→ Touristen-Information öffnet erst um 15 Uhr; Gastwirtschaft in der Nähe schließt um 14 Uhr; gutes Essen am Camping-Platz.

Trier    → die letzten 13 km sind wir mit dem Bus gefahren, da die Strecke nicht sonderlich einladend gewesen ist. Dafür sind wir dann vom Bahnhof in die Altstadt. Bahnhof und Theodor-Heuss-Allee bis zur Porta Nigra sind wohl ein kleiner „Brennpunkt“ in Trier.

→ Stempel von der Touristen-Info, der Jakobus-Bruderschaft und dem Dom haben wir erhalten.
→ Trier ist die älteste Stadt Deutschlands; der Heilige Rock und das Grab des Apostels Matthias sind hier!

Da wir einige zusätzliche Sehenswürdigkeiten angelaufen sind, sind wir gut und gerne 200 km in gut 5 Tagen gepilgert. Mein Neffe Matthias war abends dann doch froh, als wir einen der letzten Züge nach Kobern-Gondorf genommen haben, wo wir von seinem Vater abgeholt wurden.

Zwei junge Damen aus Luxemburg haben wohl beobachtet, als wir unser Ticket (Rheinland-Pfalz-Ticket der Bahn für bis zu 5 Personen) gekauft haben. Im Zug haben Sie uns dann angesprochen, ob sie auf unserem Ticket mitreisen dürften, was wir zugelassen haben. Die beiden waren noch keine 16 Jahre alt und auf dem Weg zum Punker Treffen bei Rostock. In Warenmünde haben wir die beiden dann sowohl am Kirchplatz vor dem Edeka Neuhof als auch an der Strandpromenade wiedergetroffen.

Habe sehr viele Menschen kennengelernt, die spätestens ab dem magischen Alter von 50 Jahren einen sinnvollen Weg suchen, um über sich selbst und das „Danach“ nachzudenken und um die verbleibende eigene Lebens-Zeit sowie das selbsterworbene eigene kleinere oder größere Vermögen sinnvoll im Sinne der Schöpfung einzusetzen. Diese Menschen sind oftmals von unserem gelebten Wirtschaftssystem enttäuscht, in dem die sogenannte Elite „gefühlt“ eher eigene Interessen als die Interessen der Bevölkerung sowie der Natur/des Klimas verfolgt. Die Gemeinschaft ist aufgrund des zunehmenden individuellen  Egoismus  auf dem Weg, zu  zerbrechen… Vor diesem Hintergrund sind Initiativen wie

→     GOGREEN-Programms der Deutschen Post AG
→    Null-Emissions-Landkreis Cochem – Zell (heute schon werden 100% des Stromverbrauchs des Landkreises aus eigenen Erneuerbaren Energien für die rund 65.000 BürgerInnen hergestellt) bis 2020 soll ein Null-Emissions-Landkreis entstehen
→ Wir bauen auf die Energie der Zukunft (www.verantwortung.aldi-sued.de); Aldi Süd hat bereits 729.358 m² Photo-Voltaik auf den Dächern seiner Filialen und Logistikzentren installiert!
→ Koblenz wird Solarstadt

äußerst wichtige – Mut machende – Leuchtturm-Projekte, die der jüngeren Generation Hoffnung auf eine lebens- und liebenswerte Zukunft geben. Es entsteht sehr sehr viel – unterstützen wir alle im Rahmen unserer Möglichkeiten ein nachhaltiges Denken und Handeln in Europa und auf der ganzen Welt.

Auf den Höhen von Eifel und Hunsrück haben wir viele Windkraftanlagen gesehen und in einigen Gemeinden sind bereits deutlich wahrnehmbare Kapazitäten an Photo-Voltaik (Strom-Erzeugung durch die Sonne u.a. in Lay, Alken, Lasserg, …) und Thermie (Warmwasser + Heizungsunterstützung durch die Sonne) entstanden… Auch Biogas scheint sich in der überwiegend landwirtschaftlich strukturierten Region durchzusetzen…

Die Erneuerbaren Energien sind neben der Energie-Einsparung und einer höheren Energie-Effizienz die tragende Säule unserer künftigen Energie-Beschaffung (Deutschland ist heute noch gut 70 % importlastig!!), zumal Deutschland international eine herausragende Spitzenposition, die von hochmotivierten Ingenieuren, begnadeten Tüftlern, vorausschauenden Politikern und Unternehmen erst ermöglicht worden ist, inne hat. Einige Banken (www.gls-bank.de; www.dkb-bank.de; www.umweltbank.de sowie zahlreiche Sparkassen und Raiffeisenbanken/Volksbanken) haben sich bereits sehr früh um den Aufbau der für die Finanzierung Erneuerbarer Energien nötigen Branchen-Kompetenz verdient gemacht. Aber auch Verbände wie der Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz (Schwerpunkt: Geothermie), haben sich für die Förderung der Erneuerbaren Energien eingesetzt.

Darüber hinaus werden Projekte in anderen Ländern (z.B. in Tansania durch die Fa. Prokon (www.prokon.net) gefördert, um aus der anspruchlosen Energiepflanze Jatropha Pflanzenöl alternativ zum Diesel als Kraftstoff auf unwirtschaftlichen Flächen herzustellen. Werden dort die vielen Kleinbauern nicht enteignet, sondern bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen unterstützt, so kann auch dort bescheidener Wohlstand entstehen und zur Energiesicherheit sowie etwas mehr Frieden auf dieser Welt beigetragen werden.

Empfehlungen:    → Tourismus-Informationen der Mosel-Regionen sollten untereinander stärker zusammenarbeiten
→ Gemeinden am Camino sollten eine am Tage stets erreichbare „Anlaufstelle“ haben (Handy-Nr. z.B. an der Kirche hinterlegen).
→ teilweise ist der Camino denkbar schlecht markiert; versch. Wegführungen
→ nahtlose Entfernungsangaben der einzelnen Stationen für den Camino (s. Conrad Stein Pilgerführer) aufnehmen
→ die meisten von uns angesprochenen Menschen in den verschiedenen Gemeinden haben noch nichts vom Mosel-Camino gehört
→ konnte keine zusammenhängende Landkarte erhalten (ganz tolle Wanderkarten über www.traumpfade.de, die genutzt werden könnten)
→ „leichten Pilger-Führer“ mit guter Karte anbieten
→ „in der Fläche“ sinkt das Dienstleistungsangebot rapide; in einigen Gemeinden gab es keine Einkaufsmöglichkeiten; Gasthäuser haben erst ab 17 Uhr geöffnet oder es gab keine (Lasserg)
→ Pfarrämter waren fast ausnahmslos geschlossen; die Stempel könnten entweder in der Kirche liegen oder in einem nahen Restaurant
→ Pilgerbrief zum Heiligen Rock (bzw. dem Dom), dem Grab des Apostels Matthias oder…. nach Trier anbieten

Der Mosel-Camino ist ein Erlebnis……: für jeden! Je mehr Menschen unterschiedlichster Herkunft sich hier finden, miteinander reden und somit austauschen, um so eher setzen sich sehr gute Ansätze dauerhaft durch.

Mosel-Camino

Noch eine Zuschrift, die ich besonders gerne veröffentliche:

 

Mosel-Camino – Ein Jakobsweg von Kobelnz-Stolzenfels nach Trier – Buen Camino!

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

vom 20.7. bis zum 24.7. (abends Ankunft in Trier) bin ich mit meinem Neffen den Mosel-Camino gepilgert, nachdem ich im vergangenen Jahr von Pau/Frankreich über den Somport-Pass, Jaca, Puente la Reina, Logrono, bis Santiago de Compostela und von dort nach Muxia und Finesterre gepilgert bin.

Der Mosel-Camino – der erst vor gut einem Jahr unter Mithilfe vieler ehrenamtlich Tätiger ausgeschildert wurde – ist wunderschön und nur zu empfehlen; er sollte viel stärker in das Bewusstsein der Menschen in Europa gebracht werden!

Den Pilger-Führer für den Mosel-Camino auszuarbeiten und zu publizieren, war eine sehr gute Idee, die sehr viel Arbeit gemacht hat, die ihrer Anerkennung bedarf . Den Herren Schäfer und Welter sei Dank für die vielen interessanten Hinweise, Erläuterungen und die geschichtlichen Hintergründe. Für den "Durchzugspilger" nach Santiago de Compostela ist aber eine platz- und gewichtschonendere Ausgabe mit gutem Karten-Material erforderlich, wie es die Pilgerführer aus dem Conrad Stein Verlag zeigen.

Leider ist der Pilgerweg des Mosel-Camino an Weggabelungen oft recht schlecht gekennzeichnet, so dass sich der Pilger oftmals "verläuft". Irreführend sind die unterschiedlichen km-Angaben, wenn sich verschiedene Rundwege kreuzen. Dies ist z.B. vor Alken und bei Hatzenport der Fall. Eindeutige km-Angaben für Teilstrecken wären insbesondere für ältere PilgerInnen eine wichtige Orientierungshilfe. Die wenigsten "Einheimischen" (leider auch die Bedienungen in den Lokalitäten) kennen diesen Mosel-Camino und ich habe anläßlich meiner Vorbereitung keine vernünftige Wanderkarte des Mosel-Caminos im Internet oder einer Buchhandlung gefunden.

Für mich als Pilger ist es völlig unverständlich, warum es in etlichen Gemeinden oftmals weder eine Einkaufs- noch eine Unterkunftsmöglichkeit gibt. Wer z.B. den langen Weg nach Lasserg den Berg hoch gepilgert ist, um festzustellen, dass es in dieser Gemeinde weder ein kleines Geschäft noch eine offene Kirche oder eine Unterkunft gibt, ist dann doch sehr enttäuscht (vielleicht sollte man den Pilgern empfehlen, den Weinbergsweg entlang der Mosel nach Moselkern zu pilgern, was dann z.B. der Gemeinde Wierschem abträglich wäre). Die Gemeinde Grenderich ist auch so ein Beispiel (die Dorfschänke öffnet erst ab 17 Uhr; es gibt am Ende der Hauptstraße, direkt vor dem Sportplatz, aber etwas bei einem Getränke – Großhändler zum Trinken zu kaufen). Wäre es nicht möglich, in solchen Gemeinden eine Anlaufstelle für Pilger (ggfs. in Abstimmung unter den Kirchen, den Touristen-Info-Zentren, Gastwirtschaften… entsprechend den örtlichen Gegebenheiten) einzurichten? Dort könnten dann auch die (Kirchen-)Stempel für den Pilgerbrief bereitgehalten werden. Bestens geregelt war´s z.B. im Kloster Engelport oder in Beilstein oder in Kesten oder….

Die uns begegneten Menschen waren überaus nett und hilfsbereit; sie haben es verdient, ein klein wenig mehr Wohlstand in diese Gemeinden zu bekommen. Hierzu hilft es aber nicht, nur einige "Traumpfade" auszuweisen, sondern der Strom der Pilger sollte für diese wunderschöne Mosel-Region gewonnen werden. Wer den Mosel-Camino einmal gepilgert ist, der wird wieder an die Mosel kommen….. zumal dort für jeden Erholungs- oder sportliche Aktivitäten suchenden alles geboten wird….

Eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen den Kirchen(-gemeinden), den Verbandsgemeinden und Kreisen würde – wie insbesondere auf dem Camino Frances in Spanien – etlichen Familien abseits der Haupt-Touristen-Zentren ein bescheidenes – eigenes – Einkommen sichern helfen.

Die EU würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Ausbau und die Instandhaltung des Mosel-Camino fördern. Hierzu ist es aber erforderlich, dass eine "Zentral-Stelle" Ansprechpartner der EU ist. Vielleicht wäre es in überregionaler Zusammenarbeit auch möglich, Mittel für den Ausbau eines Fahrrad-Caminos von Koblenz bis Trier zu bekommen. Auf dieser Strecke gibt es noch einige recht gefährliche Wegstrecken an der Mosel (z.B. von Moselweiß über Lay bis zur Dieblicher Brücke), auf denen äußerst sinnvoll auch für die dortige Bevölkerung Fahrradwege angelegt werden könnten.

Einige der Unterkünfte/Anlaufstellen könnten als ressourcenschonende Beispiele für ein nachhaltigeres Wirtschaften des Menschen ausgebaut und entsprechend dargestellt werden. Der Umweltbahnhof in Bullay ist ein solcher Ansatz! Aber auch der Kräutergarten von Bruder Josef im Kloster Engelport gibt dem aufmerksamen Pilger wichtige Anregungen für ein selbstbestimmteres, verantwortungsvolles Leben.

Eine Pilger-Urkunde in Trier wäre Ansporn, den gesamten Mosel-Camino zu pilgern und würde PilgerInnen, die sich einen der Jakobswege in Spanien nicht mehr zutrauen, eine sinnvolle Pilgerschaft im eigenen Land ermöglichen.

Habe dieser Mail einen Pilger-Kurz-Bericht über den Mosel Camino beigefügt, dem weitere Einzelheiten entnommen werden können.

In der Hoffnung, dass diese Mail die/den eine(n) oder andere(n) politisch Verantwortliche(n) mit Engagement für den Jakobsweg an der Mosel erreicht, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

P.S.: Es gehr mir nicht darum, besserwisserisch kleine Anlaufproblemchen zu beschreiben, sondern die sehr gute Idee, den Mosel-Camino einzurichten und die beginnende Popularität des Mosel-Camino sinnvoll zu beschleunigen.

Noch ein paar Hinweise zum Mosel-Camino

 

Hallo Herr Schäfer,

mein Mann und ich waren letzte Woche von Koblenz-Stolzenfels nach Trier auf dem Mosel-Camino unterwegs.
Zunächst möchten wir uns für das schöne Buch und die guten Anleitungen bedanken. Wir haben uns sehr gut zurecht gefunden.

In Ihrem Buch bitten Sie um Rückmeldungen. Uns ist folgendes aufgefallen:

Aufstieg von Monzel aus, scharfe Rechtskurve im Weinberg. Hier steht die Muschel auf der falschen Seite. Wenn man die Markierung auf dem Boden übersieht (verschmutzt) erkennt man die Muschel erst, wenn man zurück schaut. Unser Vermieter sagte, dass sich hier viele Wanderer verlaufen und zurück kommen, um nach dem Weg zu fragen.

Ebenfalls auf dieser Strecke, etwas weiter als die Sitzgruppe aus Holz nach dem Aufstieg: Hier schaut die Muschel in die falsche Richtung.

Unterwegs haben wir mehrere Markierungen gesehen, an denen die Muschel entfernt war. Aber an der Form konnte man erkennen, dass dort mal eine Muschel gewesen sein muss.

Seite 73, Bullay nach Traben-Trarbach:

wir waren die gesamte Strecke innerhalb der Zeitangaben oder sogar etwas schneller. Aber auf dieser Strecke haben wir mehr als 5 Stunden gebraucht. U.E. die Zeitangabe auf 6 Stunden erhöhen, damit man eine Richtschnur wie bei den anderen Touren hat und sich auf die Angaben verlassen kann. Am Tag vorher werden 7 Stunden angegeben, wir haben 6 Stunden gebraucht. An den anderen Tagen trafen die Angaben in etwa zu.

Seite 81 im Buch:

Bummkopf, auf dem Plateau, vor dem Transformatenhaus, der Weg zeigt nach links, weil er befahren ist. Geradeaus geht ein bewachsener Wiesenweg. Dieser führt zum Transformatenhaus. Dort ist eine Markierung. Kann man aber erst sehen, wenn man davor steht, wegen Bewuchs. Man geht automatisch dem befahrenen Weg nach. In dieser Kurve sollte u.E. eine Markierung für "geradeaus" sein.

Seite 138: 5. Zeile, hier ist wohl Marta gemeint und nicht Maria.

Wenn gewünscht, können wir auch Angaben über die Übernachtungen machen. Wir hätten eine neue Empfehlung und eine aus dem Buch würden wir streichen, da die Betten unmöglich waren. Duschen war eine Katastrophe! Bad war am anderen Ende des Hauses. Alles Altbau und schmuddelig. Der Preis dafür war überteuert. Der Nachbar verlangt für ein neues Zimmer mit Bad sogar noch 2 EUR weniger.

Wenn Sie weitere Details wissen möchten, können Sie sich gerne melden. Ich rufe Sie auch zurück.

Sollten Sie etwas von diesen Angaben im Internet veröffentlichen wollen, können Sie das gerne tun. Bitte nennen Sie aber nicht unseren Namen und Adresse.

Viele Grüße

Traben-Trarbach und der wa(h)re Jakob – Veranstaltungshinweis

 

“Jakobswege in Deutschland – Traben-Trarbach und der wa(h)re Jakob” ist der Titel eines Vortrages am

20. Oktober 2009
19:00 Uhr
Haus des Gastes, Traben-Trarbach

Herzliche Einladung von der Touristen-Information Traben-Trarbach und mir (:-))

Faltblatt zum Mosel-Camino

Mosel-Camino – wichtige Routenänderung

Es handelt sich um die letzte Etappe Schweich – Trier.

Auf Wunsch der Trierer Oberförsterin ist nun ein Stück im Bereich Trier-Ehrang/Wallenbachtal verlegt worden, so dass es sich nun schon früher mit dem Moselhöhenweg/Karl-Kaufmann-Weg ‚vereinigt‘.

 

Aus dem Cusanus-Stift in Bernkastel-Kues …

… erreichte Wolfgang Welter und mich folgende E-Mail zur Neuauflage des Pilgerwanderführers “Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier – Ein Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino”:

 

Lieber Herr Welter,

herzlichen Dank für den Pilgerführer, den Sie mir haben zukommen lassen. Er ist gut gelungen und findet hoffentlich viele Leser.

Herzliche Grüße, auch an Herrn Schäfer

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