Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Kategorie: Pilgerwanderführer Eifel-Camino

Jakobspilger im Kreis Mayen-Koblenz jetzt auf neuem Weg

RZ-Online Artikelarchiv vom 08.04.2008

 

Pastor Ludwig Müller segnete Infostele vor der Heiliggeist-Kapelle – "Eifel-Camino" ist in das europäische Wegenetz aufgenommen worden

MAYEN. Der neu gestaltete Jakobsweg ist von Präses Ludwig Müller am Samstag in Mayen eingesegnet worden. Der Jakobsweg verbindet auf einer Strecke von gut 40 Kilometern Namedy und den Heunenhof bei Bermel. Die St.-Matthias-Bruderschaft Mayen hat den Weg der Jakobspilger mit Pilgersteinen und Pilger-Informationsstelen markieren lassen. Insgesamt 100 Pilgersteine mit dem Symbol der Jakobsmuschel und 20 Pilger-Informations-stelen aus Basalt wurden aufgestellt.

Müller segnete im strömenden Regen die Pilger-Info-Stele vor der Heiliggeist-Kapelle. In ihr ist eine Kartusche eingemauert worden mit einer Urkunde, die auf den Tag datiert ist und auf der die Namen der Spender vermerkt sind.

"Wir haben bei allen eine große Unterstützung erfahren", freute sich Brudermeister Heinz Schäfer. Die Markierung des Weges begann mit der Anbringung eines großen Jakobsreliefs an der St.-Clemens-Kirche in Mayen. Mit der Verlegung vieler aus Messing hergestellter Kanalabdeckungen, die jeweils auf den Pilgerweg durch die Region aufmerksam machen, wurden weitere Bausteine für das gesamte Projekt gesetzt. "Der Weg durch den Landkreis Mayen-Koblenz ist nun markiert", so Schäfer. Ganz besonders freue sich die Matthias-Bruderschaft, dass der "Eifel-Camino" von der Jakobsgesellschaft in das europäische Wegenetz aufgenommen wurde. "Eine nahtlose Markierung bis nach Trier folgt, denn dies ist letztendlich das Ziel, zumal der Pilgerweg der Matthias-Bruderschaft Mayen ab Kaisersesch mit dem Jakobsweg in Trier gleichlaufend ist", betonte Schäfer. Es sei überaus beeindruckend, was die Matthias-Bruderschaft seit ihrer Wiederbegründung bis heute an den Tag gelegt habe, sagte Bürgermeisterin Veronika Fischer und ergänzte: "Wir dürfen sehr gespannt sein auf das weitere Wirken der Matthias-Bruderschaft."

Bernhard Mauel, der Erste Kreisbeigeordnete, berichtete von seinen Erfahrungen als Jakobspilger. Brudermeister Heinz Schäfer führe ihn immer wieder in humoriger Art und Weise an neue "Projekte" heran, getreu dem Motto: "Bernhard, hast du mal eine Stunde Zeit, ich habe eine Idee."

Die Idee, den Jakobsweg im Landkreis Mayen-Koblenz mit Pilgersteinen zu markieren, ist den "Mayener Jakobuspilgern" auf ihrem Weg zum Apostelgrab in Santiago de Compostela in Spanien gekommen. Dort sind entlang dem Camino Pilgersteine aus Granit aufgestellt worden. Vor gut drei Jahren habe die Matthias-Bruderschaft herausgefunden, dass im frühen Mittelalter bereits Pilger auf dem Weg nach Spanien Wege in unserer Region genutzt haben. Angeregt durch viele Hinweise sei er vor etwa zweieinhalb Jahren an die anliegenden Städte und Gemeinden herangetreten und habe das Projekt vorgestellt.

Wolfgang Steffen, der Vizepräsident der St.-Jakobus- Gesellschaft Rheinland-Pfalz- Saarland, unterstrich, dass sich die Welt auf dem Jakobsweg begegne. Die Jakobusgesellschaft engagiert sich für die Wiederbelebung alter Jakobspilgerwege und die Erschließung von Wegen, die heute begangen werden können.

Der Vizepräsident schloss seine Ansprache mit den Worten "Auf, dem Ziel entgegen!"   Elvira Bell

Hinweis: Dieser Artikel stammt aus unserem Archiv.
Die darin enthaltenen Informationen könnten inzwischen überholt sein

Der „Eifel-Camino“ – Jakobsweg im Kreis Mayen-Koblenz

Wochenspiegel, 12.04.2008

 


Freude bei Bernhard Mauel, Dr. Alexander Saftig, Heinz Schäfer, Ludwig Müller und Peter Schaaf. Foto: Kruft

11.04.2008

Wie gut, dass die festliche Einweihung der Pilgerroute im Kreis Mayen-Koblenz (überwiegend) im Saale stattfand.
Mayen (jut).   „Wir wünschen uns, dass viele Pilger auch unsere reizvolle Heimat besuchen werden“, hofft Brudermeister Heinz Schäfer. Denn die Voraussetzungen sind bestens. Durchgängig, von Namedy bis zum Heunenhof bei Monreal, weist die Muschel den Pilgern den Weg. Der Kreis Cochem-Zell wird die Markeirung fortführen. Ziel ist die nahlose Fortführung bis nach Trier.

Schäfer sicherte der anwesenden Bürgermeisterin der  VG Maifeld, Anette Moesta zu, dass im Bereich des Maifeldes alternative Jakobsweg- Routen ausgewiesen werden sollen.

Vor der Heilig-Geist-Kapelle fand die Einsegnung durch Pfarrer Müller statt.

© 2017 Auf dem Weg

Theme von Anders NorénHoch ↑