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Niederlande – Seite 2 – Auf dem Weg

Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Kategorie: Niederlande (Seite 2 von 3)

Start der Tulpensaison in den Niederlanden

Tulpen im Detail mit Windrad, Foto: Tourisme Flevoland

Tulpen im Detail mit Windrad, Foto: Tourisme Flevoland

Start der Tulpensaison: Ab heute kann man die niederländischen Tulpen circa 100 Tage bis Anfang Mai bestaunen. Verkaufshöhepunkte in diesem Zeitraum sind der Weltfrauentag (8. März) und Ostern (1./2. April). 2018 überstieg die Tulpenproduktion in den Niederlanden zum ersten Mal die Zwei-Milliarden-Grenze, zu Beginn des Jahres 2018 waren über die Blumenauktion Royal FloraHolland bereits knapp 130 Millionen Tulpen verkauft. Die bekannte Schnitttulpenzucht im niederländischen Zierpflanzensektor gilt als die innovativste Art der Blumenzucht.

Die Tulpe als Frühjahrsbote – Start der Tulpensaison

Meteorologisch gesehen beginnt am 1. März der Frühling. Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf, die Tage werden länger, die Blumen beginnen zu blühen, allen voran die Tulpe. Der Startschuss für die diesjährige Tulpensaison fiel bereits am 20. Januar in Amsterdam vor dem Königspalast. Ein Pflückgarten aus 200.000 Tulpen verwandelte den Dam-Platz in ein Blütenmeer. Das Spektakel zur Eröffnung des Nationalen Tulpenjahres fand bereits zum siebten Mal statt. Initiatorin war wie jedes Jahr die Stiftung Tulpen Promotion Niederlande (TPN), der 500 niederländische Züchter angehören. Die Tulpensaison dauert circa 100 Tage bis Anfang Mai; Verkaufshöhepunkte in diesem Zeitraum sind der Weltfrauentag (8. März) und Ostern (1./2. April). Auch hierzulande sind Tulpen ausgesprochen beliebt, was Deutschland zu einem der bedeutendsten Märkte für die Niederlande macht.

Tulpen sind hip – und nachhaltig
Die Beliebtheit der Tulpe wächst stetig, gerade auch in der jüngeren Bevölkerung. 2018 überstieg die Tulpenproduktion in den Niederlanden zum ersten Mal die Zwei-Milliarden-Grenze, zu Beginn des Jahres 2018 waren über die Blumenauktion Royal FloraHolland bereits knapp 130 Millionen Tulpen verkauft. Neben der hohen Qualität und dem umfangreichen Sortiment ist insbesondere der nachhaltige Anbau der Pflanze für den steigenden Absatz verantwortlich. Schnitttulpen werden überwiegend in Wasser gezogen und nicht in der Erde. Diese Anbaumethode erlaubt die Wiederverwertung des Wassers. Die Züchter fangen Regenwasser auf, welches in einem geschlossenen Kreislauf während des gesamten Zuchtprozesses genutzt wird. Der Energieverbrauch während der Produktion ist ausgesprochen niedrig und nimmt beständig weiter ab. Viele Züchter investieren in energiesparende Techniken wie mehrstöckige Produktionsflächen oder LED-Licht. Damit gilt die Schnitttulpenzucht im niederländischen Zierpflanzensektor als die innovativste Art der Blumenzucht.

Flevoland: Tulpenfelder so weit das Auge reicht
Zu den bekanntesten Tulpenregionen der Niederlande zählen der „Bollenstreek“ zwischen Haarlem und Leiden sowie die Provinz Flevoland. Im Rahmen eines gewaltigen Landgewinnungsprojektes, dessen Startschuss vor 100 Jahren fiel, entstand aus der Zuiderzee, dem heutigen IJsselmeer, der größte Polder der Welt: Flevoland. Für die Blumenzucht eignet sich der ehemalige Meeresboden hervorragend, und heute ist Flevoland eines der größten Anbaugebiete der Niederlande für Tulpenzwiebeln. Neben den Feierlichkeiten zur Verabschiedung des Zuiderzee-Gesetzes vor 100 Jahren, ohne dass es die Provinz nicht gegeben hätte, dreht sich in Flevoland alles um die Tulpe. Ein Höhepunkt der diesjährigen Saison ist die 120 Kilometer lange „Tulpenroute“ durch den Noordoostpolder der Provinz, vorbei an blühenden Tulpenfeldern und hübschen Polderdörfern (21. April–ca. 6. Mai) – laut „National Geographic“ eine der schönsten Autorouten der Welt. Die „Tulpenroute Flevoland“ vereint vom 14. April bis circa 5. Mai zwei Wander- sowie je vier Auto- und Fahrradrouten kreuz und quer durch die Provinz. Weitere Highlights sind das „Tulpenerlebnisfeld“ mit mehr als 500 verschiedenen Sorten und großem „Selfie-Garten“ (15. April–7. Mai) sowie der riesige Pflückgarten in Marknesse.

Noordwijk: Blumenbadeort Europas
Auch im südholländischen Noordwijk im Herzen des „Bollenstreek“ dreht sich alles um die Frühblüher. Der „Bollenstreek“ gilt als die Blumenzwiebelregion schlechthin, fanden doch hier die ersten Tulpen im 17. Jahrhundert in Europa ihr Zuhause. Eines der wichtigsten Ereignisse der Saison im Küstenort Noordwijk ist der „Bloemencorso“, der am 21. April von Noordwijk über den Frühlingspark Keukenhof nach Haarlem führt. Das Schmücken der Paradewagen mit Hunderten Tulpen, Narzissen, Hyacinthen & Co. ist große Kunst – und Besucher sind herzlichen willkommen (18.–20. April, Sassenheim). Am Abend des 20. April ziehen die mit Fackeln beleuchteten Paradewagen durch Noordwijkerhout und am darauffolgenden Sonntag sind einige der Wagen sowie aufwendig mit Blumen geschmückte Oldtimer beim „Schönsten Stau der Niederlande“ („De mooiste file van Nederland“) in Noordwijk direkt am Meer zu sehen. Weitere Höhepunkte rund um die Tulpe sind das Blumenfestival (8.–12. August) und die Blumenparade (11./12. August). Und wer sich die Farbenpracht von oben ansehen möchte – auch das ist kein Problem: Mit dem Helikopter geht es über den „Bollenstreek“ (31. März sowie 7., 14., 21. und 28. April).

Themenjahr „Blumenromantik“ im Keukenhof
Der benachbarte Keukenhof bei Lisse stellt seine Pflanzungen 2018 ganz unter das Motto „Blumenromantik“. Am 22. März öffnet der 32 Hektar große Frühjahrspark für acht Wochen seine Tore. Wenn er am 13. Mai schließt, werden wieder mehr als eine Million Menschen hier die

Frühjahrsblüher Tulpe, Narzisse & Co. bewundert haben. Alle Zwiebeln sind jetzt schon gepflanzt – insgesamt circa sieben Millionen – und die ersten Blüten bereits zu sehen. Zuletzt wurden die Blumenzwiebeln für den „Palastgarten“ gesetzt; er ist einer der Höhepunkte des Themenjahres. Vorbild für den streng symmetrisch entworfenen Garten ist der überregional bekannte Park des ehemaligen Königsschlosses Het Loo. Weitere Highlights sind das 250 Quadratmeter große Blumenmosaik mit rund 50.000 verschiedenfarbigen Tulpen, Krokussen und Traubenhyazinthen, die mehr als 20 unterschiedlichen Blumen-shows und die sieben Inspirationsgärten mit Ideen für Hobbygärtner, darunter der „Hipstergarten“, der orientalische Romantikgarten und der „Holiday Romance Garden“ mit vielen romantischen Eckchen … Begrüßen Sie mit uns den Frühling!

Der Keukenhof ist vom 22. März bis zum 13. Mai tgl. 8–19.30 Uhr geöffnet (Kassenschluss 18 Uhr; Erw. 16 €, Kinder unter 3 Jahren frei, Kinder von 4–11 Jahren 8 €; Stationsweg 166 A, 2161 AM Lisse).

High Society: Rijksmuseum Amsterdam zeigt Porträts der Reichen und Mächtigen

Konservatorin Gwen Tauber arbeitet an Rembrandts Oopjen, Foto: David van Dam.

Konservatorin Gwen Tauber arbeitet an Rembrandts Oopjen, Foto: David van Dam.

Vom 8. März bis zum 3. Juni 2018 präsentiert das Rijksmuseum „High Society“. Rund 35 Porträts von mächtigen Fürsten, exzentrischen Aristokraten und reichen Bürgern in Lebensgröße, gemalt von den großen Meistern, darunter Cranach, Velázquez, Sargent, Munch und Manet. Im Mittelpunkt stehen Rembrandts Gemälde von Marten Soolmans und Oopjen Coppit, die aufwändig restauriert wurden und in diesem Zustand erstmals zu sehen sind.

Vom 8. März bis zum 3. Juni 2018 präsentiert das Rijksmuseum „High Society“. Rund 35 Porträts von mächtigen Fürsten, exzentrischen Aristokraten und reichen Bürgern in Lebensgröße, gemalt von den großen Meistern, darunter Cranach, Veronese, Velázquez, Reynolds, Gainsborough, Sargent, Munch und Manet. Im Mittelpunkt stehen Rembrandts Gemälde von Marten Soolmans und Oopjen Coppit. Die beiden außergewöhnlichen Hochzeitsporträts wurden restauriert und sind in diesem Zustand erstmals in der Ausstellung „High Society“ zu sehen. Dem Ganzkörperporträt, einer lebensgroßen Darstellung, die den Porträtierten stehend und von Kopf bis Fuß zeigt, wurde nie zuvor eine eigene Ausstellung gewidmet. Leihgaben für „High Society“ stammen aus Museen und Privatsammlungen aus aller Welt, darunter Paris, London, Florenz, Wien und Los Angeles.

Internationale Glanzstücke
Selten waren so viele Gemälde internationaler Künstler in einer einzigen Ausstellung im Rijksmuseum vereint. Die Werke reichen vom Anfang des 16. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Zu den Höhepunkten gehören die imposanten Porträts von Heinrich dem Frommen, Herzog von Sachsen, und Katharina, Herzogin von Mecklenburg von Lucas Cranach d. Ä. (1514), vom Ehepaar Iseppo da Porto und Livia da Porto Thiene mit ihren Kindern von Veronese (1555), von Don Pedro de Barberana y Aparregui von Velázquez (ca. 1631-33), das Porträt von Jane Fleming von Sir Joshua Reynolds (ca. 1778), das Porträt Der Künstler von Édouard Manet (1875) und Marten Soolmans und Oopjen Coppit von Rembrandt (1634).

Mode aus vier Jahrhunderten
Die meisten der Porträtierten sind reich und üppig herausgeputzt, wodurch die Ausstellung einen Einblick in die Mode aus vier Jahrhunderten bietet: von der eingeschnittenen Hose und dem Wams von 1514 bis hin zur Haute Couture des späten 19. Jahrhunderts. Manche der Porträtierten tragen auch Fantasiekleider nach antikem Vorbild. Einer trägt einen Kilt, ein anderer hat gar keine Hose an und einer hat sich fast nackt porträtieren lassen. Auffallend häufig werden die Porträtierten mit Hunden abgebildet, aber auch ein Löwe leistet einem der Herren Gesellschaft. Nur ein Paar hat sich mit seinen Kindern abbilden lassen. Auch die Hintergründe sind reich verziert, häufig mit Säulen oder Gardinen versehen. Manche zeigen Sommer- oder Winterlandschaften, andere Fantasielandschaften mit Palmen. Einer der Porträtierten wirft sich vor dem Colosseum in Rom in Pose.

Marten und Oopjen von Rembrandt
„High Society“ feiert den Kauf aus Privatbesitz von Rembrandts Hochzeitsporträts Marten Soolmans und Oopjen Coppit durch die Niederlande (Rijksmuseum) und Frankreich (Musée du Louvre) im Jahr 2016. Das Hochzeitspaar ist das einzige Paar, das Rembrandt je in Ganzkörperporträts gemalt hat (1634). In der Ausstellung werden beide Gemälde erstmals nach ihrer Anfang 2018 abgeschlossenen Restaurierung zu sehen sein. Die Ausstellung „High Society“ bildet den Auftakt zum Rembrandtjahr 2019 anlässlich des 350. Todestag dieses großen Künstlers.

Guilty Pleasures
Zeitgleich mit der Ausstellung „High Society“ ist in den benachbarten Räumen des Philipsflügels die Ausstellung „Guilty Pleasures “ zu sehen. Während die glamourösen Porträts der „High Society“ diese von ihrer besten Seite zeigen, offenbaren rund 80 Drucke und Zeichnungen aus der Sammlung des Rijksmuseums, was sich hinter geschlossenen Türen abspielte: Feste, Gelage, Glücksspiel und heimliche Besuche in Bordellen und Boudoirs.

Neues Wanderwegenetz in Zeeland: auf den Perlenrouten unterwegs

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Wer die Provinz Zeeland im Südwesten der Niederlande besucht, wird schnell feststellen, dass diese mehr als lange Sandstrände und charmante Dörfer zu bieten hat. Neben dem klassischen Badeurlaub wird auch der Aktivurlaub in der Provinz immer beliebter, wobei sich Zeeland nicht nur als Fünf-Sterne-Radprovinz etabliert hat, sondern auch für Wanderer stets interessanter wird. Mit den drei bis fünf Kilometer langen Perlenrouten („Parelroutes“) hat die Provinz vor Kurzem ein neues Routensystem entwickelt.

Die Perlen finden, Zeeland entdecken!

Zeeland ähnelt einer großen Auster mit vielen schönen Perlen – und die Perlenrouten erschließen die verborgenen Schätze am Wegesrand. Manchmal sind die Perlen so gut versteckt, dass sie nur zu finden sind, wenn man genau hinsieht und hinhört. Am Wegesrand verraten Hinweise, was zu tun ist.

Bei den Perlenrouten wird die Umgebung der Wanderwege mit einbezogen, alles kann eine Rolle spielen. Bei diesen interaktiven Spaziergängen werden Augen und Ohren, Hände und Füße benötigt, was die Wanderungen zu einem großen Spaß für die gesamte Familie werden lässt. Mal muss ein Auftrag erledigt, mal etwas gesucht werden – ganz wie auf einer Schnitzeljagd. Die Perlenrouten können über die Zeeland-App heruntergeladen werden, Filme geben Hinweise zu den Touren.

Viele kurze Routen und eine lange Wanderung

In Zeeland finden sich unterschiedliche Perlenrouten für jeden Geschmack, alle widmen sich aber der Geschichte der Provinz. Zum Teil nutzen sie das bereits bestehende zeeländische Wanderwegenetz, sie erschließen aber auch neue Wege. Alle Teilabschnitte ergeben zusammengenommen eine lange Route: den „Oesterpad“, den „Austernweg“.

Immer am Meer entlang

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Zeeland ist ein Land im Meer und blickt auf eine lange Vergangenheit am Wasser zurück. Der Kampf gegen die gefährlichen Seiten des Meeres gehört für die Zeeländer seit Jahrhunderten zum Alltag. Einen Tiefpunkt markierte die Flutkatastrophe im Jahr 1953, die die bislang größte in der Geschichte der Niederlande war. In der Nacht zum 1. Februar brachen zahlreiche Deiche und in großen Teilen der Provinz hieß es „Land unter“. Diesem furchtbaren Schicksalsschlag mit fast 900 Toten allein in Zeeland ist eine der Perlenrouten gewidmet, die „Watersnoodroute“ (Route zur Flutkatastrophe). Sie zeigt, wie die Zeeländer aus dieser Katastrophe gestärkt hervorgingen.

Durch Städte und Dörfer

Andere Perlenrouten führen durch Städte und Dörfer, die in der abwechslungsreichen Geschichte Zeelands eine große Rolle spielten. So lassen die vielen Denkmäler und historischen Gebäude in Zierikzee die Vergangenheit des Ortes als reiche Handelsstadt lebendig werden. Die Perlenroute in Westkapelle wiederum erinnert an die strategsiche Bedeutung, die das Dorf in der Westspitze der Insel Walcheren in den Kriegsjahren 1944/45 spielte. Und in Domburg wandern die Besucher auf den Spuren von Künstlern wie Piet Mondrian und Jan Toroop, die das besondere zeeländische Licht Anfang des 20. Jahrhunderts in das Seebad zog.

In der Natur

Die zeeländischen Perlenrouten entführen Wanderer auch immer wieder in die Natur, etwa in die Zeepeduinen nahe der Gemeinde Westerschouwen. Diese Dünenlandschaft empfiehlt sich (nicht nur) für Familienausflüge, bei denen die Shetlandponys, die hier grasen, beobachtet werden können. Und auch der Nationalpark Oosterschelde ist eine Perle Zeelands. Beim Spaziergang an den Ufern dieses Meeresarms im Mündungsdelta von Rhein, Maas und Schelde macht man Bekanntschaft mit der einzigartigen Flora und Fauna der Oosterschelde.

Die Perlenschnur wird immer länger

Die Perlenrouten lassen sich über die Zeeland-App herunterladen. Die App wird ständig aktualisiert, auch neue Routen kommen hinzu. Also immer wieder mal reinschauen, um die neuen Perlen Zeelands zu entdecken.

Weitere Informationen

 www.vvvzeeland.nl/de/sehen-und-erleben/wandern/perlenrouten/

 www.vvvzeeland.nl/de/bedienung/zeeland-app/

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Van Gogh lebt – Ausstellung „Loving Vincent” in Den Bosch

Van Gogh in Öl, aber diesmal auf der Kinoleinwand. Quelle: Loving Vincent

Van Gogh in Öl, aber diesmal auf der Kinoleinwand. Quelle: Loving Vincent

Es ist eine Premiere für das Noordbrabants Museum in Den Bosch – und für die Museumswelt – wenn am 14. Oktober die neue Van-Gogh-Ausstellung startet. Diese zeigt nämlich nicht die berühmten „Sonnenblumen“ oder „Kartoffelesser“, sondern Bilder, Fotos und Videos aus dem Animationsfilm „Loving Vincent”, dem ersten komplett in Ölfarben animierten Film.

Geliebter Vincent


Im Film „Loving Vincent“ geht Armand Roulin, der Sohn von Van Goghs Postboten, den Umständen von Van Goghs Tod auf die Spur. Etwa 100 bekannte Meisterwerke von Vincent van Gogh wurden von einem 125-köpfigen Team für den Film verarbeitet. Heraus kamen 1.400 Animationen im Stil von Van Gogh. Es kostete Regisseur Dorota Kobilea und Produzenten Hugh Welchman sechs Jahre, das aufwändige Projekt zu realisieren. Unter der Leitung Kobileas blieb das Künstlerteam dem ursprünglichen Stil des Künstlers so treu wie möglich. Van Gogh schrieb in seinem letzten Brief: “Wel, de waarheid is, dat we niet anders kunnen spreken dan door middel van onze schilderijen” (Übers.: “Nun ja, die Wahrheit ist, dass wir nicht anders sprechen können, als mithilfe unserer Werke”). Am 28. Dezember kommt der Film in die deutschen Kinos, in Den Bosch kann man bereits ab 14. Oktober Ausstellung und Film kombiniert besuchen.

Von Leinwand zu Leinwand


Die Ausstellung zeigt anhand von Gemälden, Fotos und Videos detailliert die Entstehung des gemalten Animationsfilms, von der Entwicklung des Szenarios bis hin zu faszinierenden Details des Schöpfungsprozesses. Etwa 100 Werke werden verteilt auf sechs Museumsräume zu sehen sein. Es wird ebenfalls verdeutlicht, wie das Künstlerteam Lösungen fand, wenn Szenen Abweichungen vom originalen Gemälde Van Goghs verlangten. Beispielsweise im immer wieder auftretendem Fall, dass Van Goghs Gemälde nicht das passende Maß der Kinoleinwand aufwiesen.

Ein besonderes Element der Ausstellung ist die ‚Painting Animation Work Station‘. Jede Woche von Donnerstag bis Sonntag wird hier ein Künstler, der auch am Film mitarbeitete, neue Animationen in Öl kreieren. Verarbeitet werden dabei Werke aus der Brabant-Periode von Vincent van Gogh. Die Ausstellung „Loving Vincent“ ist vom 14. Oktober 2017 bis zum 28. Januar 2018 zu sehen. Tickets, sowie Kombitickets für Ausstellung und Kinobesuch in Den Bosch (englische Sprache), sind auf der Webseite des Museums erhältlich. Die Kombitickets kosten 16,50 Euro.

Van Gogh im Noordbrabants Museum


Das Noordbrabants Museum zeigt als einziges Museum im Süden der Niederlande originale Werke von Vincent van Gogh (1853-1890). Aktuell befinden sich zehn Werke von Vincent van Gogh in der Dauerausstellung des Museums. Dazu gehören alle Werke, die Van Gogh in Nuenen malte, wo er den größten Teil seines Lebens in den Niederlanden als Künstler arbeitete. Durch die Organisation von Van-Gogh-bezogenen Ausstellungen und Aktivitäten spielt das Museum innerhalb von Brabant eine zentrale Rolle für das kulturelle Erbgut der Provinz. Neben Den Bosch gibt es noch vier weitere Orte in Brabant, an denen man auf den Spuren Van Goghs wandeln kann.

Das Noordbrabants Museum ist einer der Partner der Initiative „Kunst Holland“, die das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) ins Leben gerufen hat. Dieser Initiative gehören 2017 außerdem das Rijksmuseum, Van Gogh Museum, Königliche Concertgebouw, Mauritshuis, Gemeentemuseum, Escher im Palast, Kröller-Müller-Museum und Groninger Museum an. Ziel ist es, den deutschen Nachbarn die hochkarätigen Kunstschätze und die interessanten Ausstellungsprogramme der Niederlande näherzubringen.

Weitere Informationen: www.holland.com/kunst;
http://www.hetnoordbrabantsmuseum.nl

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Niederländische Hansestädte: Neue Hanse-Radrouten für deutsche Touristen

Hansestadt Deventer. Foto: Hanzesteden Marketing

Hansestadt Deventer. Foto: Hanzesteden Marketing

Von Doesburg nach Deventer, von Hattem nach Hasselt, von Zutphen nach Zwolle: Im Osten der Niederlande, gleich hinter der deutsch-niederländischen Grenze, stehen Ausflüglern alle Möglichkeiten offen, einen Städtetrip mit einer Fahrradtour zu kombinieren. Gleich neun Hansestädte reihen sich im IJsseldelta aneinander. Speziell für deutsche Touristen haben die Städte nun fünf neue Radtouren entwickelt.

Von Hansestadt zu Hansestadt. Foto: Hanzesteden Marketing

Von Hansestadt zu Hansestadt. Foto: Hanzesteden Marketing

Große Nachfrage
„Wir verzeichneten in den vergangenen Jahren eine große Nachfrage nach Radrouten, die von Hansestadt zu Hansestadt führen“, erklärt Elizabeth Stoit vom Tourismusbüro Hanzesteden Marketing. Auch zuvor musste sich das Radwegenetz der Provinzen Gelderland und Overijssel, die in diesem Jahr beide als „5-Sterne-Fahrradprovinz“ zertifiziert wurden, nicht verstecken: Die Radfernwege LF3 Hanseroute und LF23 Zuiderzeeroute etwa verbinden alle Hansestädte und führen durch reizvolle Landschaften. Nachteil jedoch: Die Routen sind mehr als 100 Kilometer lang und eignen sich vor allem für Radurlaube.

Hansestadt Zutphen. Foto: Hanzesteden Marketing

Hansestadt Zutphen. Foto: Hanzesteden Marketing

Ein Rundkurs durch die Hansestädte
„Uns ist aufgefallen, dass gerade der kurze Streckenabschnitt Kampen-Zwolle sehr beliebt ist“, so Stoit. „Daher haben wir an neuen Routen gebastelt, die man als Rundweg fahren kann. So haben die deutschen Touristen weitere attraktive Strecken zur Auswahl, um an einem Tag von A nach B und wieder zurück nach A zu radeln.“ Das neue Angebot sieht beispielsweise die Route Deventer-Zutphen-Deventer bzw. Zutphen-Deventer-Zutphen vor, die mit 40 Kilometern Länge bequem als Tagestour in Angriff genommen werden kann. Die Hanseradrouten orientieren sich am Knotenpunktsystem, welches das niederländische Radwegenetz sehr übersichtlich gestaltet. Nummerierte Knotenpunkte und eine gut sichtbare Beschilderung zwischen ihnen sorgen für ein entspanntes Fahren auf zwei Rädern. Das Schönste: es geht nicht nur durch die mittelalterlichen Städtchen, sondern immer auch am Wasser entlang. Die kürzeste Rundstrecke zwischen Hasselt und Zwolle ist 30 Kilometer lang, die längste zwischen Harderwijk und Elburg beträgt 68 Kilometer. Das neue Angebot ist so beliebt, dass nun über eine niederländische Ausgabe der Broschüre nachgedacht wird.

Ruhmreiche Vergangenheit, moderne Gegenwart
Die neun Hansestädte Doesburg, Zutphen, Deventer, Hattem, Zwolle, Hasselt, Kampen, Elburg und Harderwijk zeugen von einer prunkvollen Vergangenheit, in der der Handel blühte und kleine Siedlungen zu wohlhabenden Ortschaften aufstiegen. Heute locken sie dank ihrer historischen Innenstädte, modernen Geschäfte, hippen Lokale und vielfältigen Kulturszenen viele Besucher an.

Die Broschüre ist in den Tourist-Infos in den Hansestädten sowie im Online-Shop zum Preis von zwei Euro erhältlich: https://shop-das-andere-holland.de/neu-im-shop/funf-hanseradtouren.

Weitere Infos unter www.holland-hanse.de 

Das Zweirad wird 200: Holland feiert Jubiläumsjahr mit lekker-radeln-Kampagne

Landal Greenpark de Lommerbergen, gefotografeerd door Maarten Husiman Fotografie.

Als Karl Freiherr von Drais 1817 die weltweit erste Laufmaschine auf zwei Rädern entwarf, legte der Mannheimer damit den Grundstein für das heutige Fahrrad – und das wohl liebste Fortbewegungsmittel der Niederländer. Denn 200 Jahre nach Drais` Erfindung ist nicht etwa Deutschland, sondern das westliche Nachbarland die weltweit führende Radfahrnation. Das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) ehrt den „Holland-Klassiker“ 2017 mit der Kampagne „lekker radeln“ und stellt dabei Genuss-Radrouten ins Rampenlicht.

 

In den Niederlanden gibt es mit circa 22,3 Millionen Exemplaren mehr Fahrräder als Einwohner. Durchschnittlich steigt ein Niederländer 300-mal pro Jahr aufs Rad und legt damit insgesamt 900 Kilometer zurück.  Würde man alle Fahrradwege des Landes zusammenlegen, ergäbe das eine Wegstrecke von 35.000 Kilometern.  Bei diesen Zahlen wundert es kaum, dass die Niederlande international als „Fahrradland“ bekannt sind. Breite, Wege, flache Landschaften und gut ausgeschilderte Routen bieten ideale Bedingungen. Und überall locken kulturelle und kulinarische „Leckerbissen“ auf den Sattel, wie die Webseite www.lekkerradeln.de zeigt.

 

Genuss-Touren quer durchs Land

Ob Sterne-Restaurant oder Bauerncafé, Düne oder Picknickwiese, Schloss oder Naturgebiet: Die Webseite des NBTC bietet Inspiration für Radtouren sowie Sehenswürdigkeiten und regionale Köstlichkeiten am Wegesrand. Dabei wird schnell deutlich, dass die Vokabel „lekker“ mehr ist als eine Bewertung für Speisen. Niederländer verwenden das Wort auch, wenn sie sich wohlfühlen oder etwas schön finden. Touren durch Flevolands Tulpenfelder oder entlang historischer Hansestädte werden ebenso vorgestellt wie Strecken, die zu den Käsemärkten in Nordholland oder den besten Feinschmecker-Lokalen in Leiden führen. Daneben bietet die Webseite einen Routenplaner, mit dem sich Radreisen individuell ausarbeiten lassen. Ein nummeriertes Knotenpunktsystem, das sich durch die gesamten Niederlande zieht, weist während der Tour den Weg – und ist nützliches Hilfsmittel, wenn die Route spontan verlängert oder abgekürzt werden soll.

 

200 Jahre Fahrrad – 200 Kilometer „lekker radeln“

Vom 5. bis 7. Mai 2017 feiert das NBTC den Geburtstag des liebsten fahrbaren Untersatzes der Niederländer mit einer großen Fahrradstaffel. Deutsche Journalisten und Blogger sowie Gewinner einer Leseraktion und NBTC-Partner werden insgesamt 4 x 200 Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegen. Unterwegs lernen sie die vielseitigen Radfahr- und Genussmöglichkeiten der Niederlande kennen. Ausgangspunkt für alle Teilnehmer ist der Landal-Ferienpark Miggelenberg am Fuße des Nationalparks De Hoge Veluwe. Von hier aus geht es in alle vier Himmelsrichtungen. Während eine der 200 Kilometer-Touren über die Obstbauregion Betuwe bis in das historische Zentrum der Universitätsstadt Leiden und an die Küste führt, geht es für andere Teilnehmer in die grüne Provinz Overijssel mit ihren vielen pittoresken Ortschaften. Wieder andere Radfahrer nehmen sich mit Groningen die nördlichste Region der Niederlande vor oder fahren in Flevoland am IJsselmeer entlang bis nach Holland boven Amsterdam.

 

Weitere Informationen zur Kampagne auf www.lekkerradeln.de.

Escher im Palast Den Haag: Ausstellung zeigt erstmals Fotografien des genialen Grafikers

M.C. Escher, Metamorphosis III, detail Atrani 1939-40, 1967-68_Quelle Sa...

M.C. Escher, Metamorphosis III, detail Atrani 1939-40, 1967-68_Quelle Sa…

Das Bild als Rätsel für den Betrachter: Führt die Treppe aufwärts oder abwärts? Herrscht Tag oder Nacht? Optische Illusionen wie diese sind das Markenzeichen des niederländischen Grafikers Maurits Cornelis Escher (1898-1972). Er war einer der genialsten Konstrukteure unmöglicher Welten. Mit seinen weltbekannten Grafiken stellt er auf faszinierende Weise die Grenze zwischen Illusion und Realität in Frage und treibt den Betrachter an den Rand der Verzweiflung. In dem ihm gewidmeten Museum „Escher im Palast“ in Den Haag (Niederländisch: Escher in het Paleis) können Kunstinteressierte ab dem 4. Februar 2017 eine ganz besondere Ausstellung bewundern, in der unter dem Titel „Escher, Close up“ eine Auswahl privater Fotografien des weltberühmten Grafikers präsentiert wird. Die Ausstellung widmet sich dem Einfluss dieser Aufnahmen auf seine grafische Arbeit und gestattet unerwartete Einblicke in sein Privatleben. So kommt der Besuch der Ausstellung einem Blick hinter die Kulissen gleich.

 

Mit den Augen eines Voyeurs …

Die privaten Fotos stammen größtenteils von Escher selbst. Beim Betrachten der Aufnahmen schaut man wie ein Voyeur auf die Welt, auf den Alltag, wie er es tat – was mit ein Grund ist, warum der Grafiker diese Fotos nie ausstellen ließ. Marcel Westerdiep, Direktor von Escher im Palast, ist glücklich, die Bilder nun zeigen zu können: „Wir haben all seine Alben durchforstet und viele Fotos seinen Werken zuordnen können – das war sehr interessant.“ Es sind auch Schnappschüsse zu sehen, die Escher etwa von seinen Kindern gemacht hat. „Das Spannende daran ist, dass man auch bei den privaten Fotos den ganz eigenen Escher-Blick auf die Dinge erkennt und verfolgen kann, wie er gearbeitet hat.“

 

Nur ein Schnappschuss? Oder viel mehr?

Sein Blick auf die Welt lässt sich anhand des Foto seiner Frau Jetta auf einem Felsenvorsprung über dem Dorf Atrani nachvollziehen. Es ist zwar eine Aufnahme von ihr – doch ist es wirklich nur das Bild seiner Frau? Oder war Jetta vielmehr Teil einer Inszenierung Eschers? Das Dorf Atrani im Hintergrund jedenfalls taucht häufig in seinen Werken auf. In seinen Tagebüchern schreibt Escher, er wolle den Betrachtern die Erfahrung vom Sturz in die Tiefe vermitteln. „In jedem Fall stellt sich dieses Gefühl beim Betrachten von Jettas Foto ein“, erklärt Westerdiep. „Und man denkt: ,Puh, gut, dass sie nicht herabgestürzt ist’, so sehr steckt man im Foto.“

 

Interaktive Dauerausstellung im königlichen Palast

Das ganze Jahr über präsentiert das Museum „Escher im Palast“ seinen Besuchern im ehemaligen königlichen Winterpalast eine Dauerausstellung, die mit nahezu 150 Werken fast das gesamte Oeuvre aus weltberühmten Darstellungen und fantasievollen Zeichnungen umfasst. Höhepunkt der Dauerausstellung ist das sieben Meter lange Werk „Metamorphose III“ aus den Jahren 1967/68, das den Betrachter in seinen Bann zieht und eine Verbindung von Ewigkeit und Unendlichkeit darstellt.

Darüber hinaus können sich Besucher nicht nur von Eschers Werken bezaubern lassen, sondern auf der zweiten Etage des Museums in die Welt des „Meisters der Illusionen“ eintauchen. Hier befindet sich die interaktive Präsentation „Sehen wie Escher“. In dieser innovativen Ausstellung können Besucher einen Saal betreten, in dem sich scheinbar Wände bewegen oder in der magischen Kugel das Erscheinen und Verschwinden von Welten beobachten.

 

M. C. Escher: Escher, Close up, 4. Februar bis 14. Mai 2017, Escher im Palast, Lange Voohout 74, 2514 EH Den Haag, geöffnet dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr, Tel.: +31 (0)70 427 77 30

Preise: Erwachsene 9,50 Euro, Kinder 6,50 Euro

 

Initiative Kunst Holland

Escher im Palast ist einer der Partner der Initiative „Kunst Holland“. Dieser Initiative gehören 2017 acht Museen, das Königliches Concertgebouw in Amsterdam sowie das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) an: In Amsterdam sind dies das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum, in Den Haag neben dem Mauritshuis das Gemeentemuseum und Escher im Palast, in Den Bosch das Noordbrabants Museum, in Arnheim das Kröller-Müller-Museum sowie in Groningen das Groninger Museum.   

 

Mit dem Ziel, die Kunst- und Kulturgeschichte der Niederlande  zum Thema in Deutschland zu machen, gründete sich 2014 die Initiative „Kunst Holland“. Erstmalig in Europa haben sich Direktoren international bedeutender Museen und Marketing-Verantwortliche zusammengetan, um dem deutschen Nachbarn die hochkarätigen Kunstschätze und die interessanten Ausstellungsprogramme der Niederlande näherzubringen.

 

Start der offiziellen Tulpensaison in den Niederlanden

Tulpensaison eröffnet, Foto: Niedreländisches Büro für Tourismus

Tulpensaison eröffnet, Foto: Niedreländisches Büro für Tourismus

„Drei, zwei, eins  – los!“ Am 21. Januar fiel der Startschuss zur diesjährigen Tulpensaison auf dem Dam-Platz vor dem Königsschloss in Amsterdam. Rund 17.000 Menschen – Einheimische und Touristen aus aller Welt – versammelten sich in einem Pflückgarten aus gut 200.000 gelben, roten, weißen, orange-, lila- und rosafarbenen Tulpen, die zuvor in mehrstündiger Handarbeit vor der historischen Kulisse „ge- pflanzt“ worden waren, und stellten sich einen bunten Frühlingsstrauß zusammen. Initiatorin dieses bereits zum sechsten Mal stattfindenden Spektakels zur Eröffnung des Nationalen Tulpenjahres war die Stiftung Tulpen Promotion Niederlande (TPN), der gut 500 niederländische Tulpenzüchter angehören. TPN-Vorsitzender Arjan Smit zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden: „Der Nationale Tulpentag hat sich zu einer Veranstaltung von Weltrang entwickelt! Wir hätten uns für 2017 keinen besseren Start der Tulpensaison vorstellen können.“ Die letzte Blume des Pop-up-Gartens übrigens war gegen 16 Uhr gepflückt.

 

Ein Rekordjahr wird erwartet

In den Läden wird es den Frühjahrsblüher in mehr als 1000 verschiedenen Sorten und in Topqualität allerdings noch bis Ende April geben: von hellgelb bis dunkelviolett, lilienförmig bis gefranst und zweifarbig bis zu doppelter Blüte. Tulpen haben in den letzten Jahren weltweit deutlich an Beliebtheit zugenommen; im Jahr 2017 wird die Tulpenproduktion in den Niederlanden zum ersten Mal die 2-Milliarden-Marke übersteigen.  Verantwortlich dafür ist neben der hohen Qualität und dem erweiterten Sortiment auch der nachhaltige Anbau der Pflanze. Holländische Tulpen werden gegenwärtig nicht im Boden, sondern vor allem auf dem Wasser ohne chemische Mittel angebaut. Der Energieverbrauch bei der Produktion ist im Vergleich zu anderen Blumen sehr niedrig und nimmt nach wie vor jährlich ab.

 

Themenjahr „Dutch Design“ im Keukenhof

Rekordverdächtig zeigt sich auch der Keukenhof bei Lisse: Gut eine Million Menschen bewunderten hier 2016 die Frühjahrsblüher Tulpe, Narzisse & Co. Am 23. März 2017 wird der 32 ha große Frühjahrspark wieder für acht Wochen seine Tore öffnen. Im Rahmen des Themenjahres „Dutch Design“ stellt der Park seine Pflanzungen ganz unter dieses Motto. Den Höhepunkt des Themenjahres bildet ein 250 Quadratmeter großes Blumenmosaik, das auf ein Bild von Piet Mondrian zurückgeht. Namhafte Künstler wie Gerrit Rietveld, Theo van Doesburg und eben Mondrian haben den Grundstein für das niederländische Design gelegt. Und bis heute sind niederländische Designer Branchenführer in den Bereichen Architektur, Mode-, Grafik- und Produktdesign. Bereits im letzten Oktober setzen die Gärtner die gut 80.000 Zwiebeln für das Mosaik. Keukenhof-Chefdesigner Martin Elling entwarf das Bild, das sich aus verschiedenfarbigen Tulpen, Krokussen und Traubenhyazinthen zusammensetzt. Insgesamt werden im Keukenhof jährlich ca. 7 Millionen Blumenzwiebeln gepflanzt.

 

2017: ein historisches Jahr für den Keukenhof

Keukenhof-Direktor Bart Siemerink unterstrich die besondere Bedeutung des Jahres 2017 für den berühmtesten Frühlingspark der Welt: „Es wird in jeder Hinsicht ein historisches Jahr für uns. Erstmals seit der Gründung 1949 haben wir bedeutende Umbauten vorgenommen, die vor allem den Besuchern zugute kommen und den Park noch schöner und großzügiger werden lassen.“ Den mehr als 1 Mio. Besuchern aus gut 100 Ländern, die auch in diesem Jahr erwartet werden, steht ein komplett neuer Eingangsbereich mit mehreren Restaurants, Cafés, Toilettenanlagen, Souvenirshops, Boutiquen und Schließfächern zu Verfügung. Die Parkplätze wurden neu angelegt und die Gartenanlagen um 3 ha Schaufläche erweitert.

Der Keukenhof ist in diesem Jahr vom 23. März bis zum 21. Mai täglich von 8 bis 19.30 Uhr geöffnet (Kassenschluss um 18 Uhr; Erwachsene 16 €, Kinder unter drei Jahren frei, Kinder von vier bis 11 Jahren 8 €; Adresse: Stationsweg 166 A, 2161 AM Lisse).

 

Noordwijk: Sport- und Blumenbadeort Europas

Im benachbarten südholländischen Blumenbadeort Noordwijk dreht sich neben Tulpen & Co. in diesem Jahr alles um den Sport. Das Seebad darf ein Jahr lang den Titel „European City of Sport“ tragen, den die „European Capitals and Cities of Sport Federation“ vergeben hat. Der in direkter Nähe zu Amsterdam und Haarlem gelegene Küstenort punktet daher in diesem Jahr mit zahlreichen Sport-veranstaltungen zum Mitmachen und Zuschauen für die ganze Familie. Etwa dem Zandvoort–Noordwijk–Scheveningen-Marathon am 19. März, der KiteBoard Open vom 3. bis 5. Juni oder der Welt- und Europameisterschaft der Hobie Cats, bei der in der letzten Juliwoche mehr als 200 Katamarane an den Start gehen.

Natürlich bietet Noordwijk als Blumenbadeort, der im Herzen des  „Bollenstreek“, der niederländischen Blumenzwiebelregion schlechthin, liegt, auch im Jahr 2017 ein buntes, vielfältiges Programm rund um die Tulpe. Highlights sind u. a. die Blumenparade (22.–23. April), die Internationale Historische Tulpenrallye (13. Mai), das Blumenfestival (um den 10. August) und der Blumencorso mit seinen prachtvoll geschmückten Paradewagen (12./13. August).

Die Niederlande in der Weihnachtszeit: Zirkusse, Eisbahnen und Märkte auf dem Wasser

Winterwelt in Groningen, FGoto: NBTC

Winterwelt in Groningen, FGoto: NBTC

In den Niederlanden fängt die Weihnachtszeit schon Mitte November an. Diese beginnt mit der Ankunft des Nikolaus, der auf Holländisch Sinterklaas heißt. Der Glaube der Kinder ist, dass Sinterklaas jedes Jahr mit einem Dampfboot und zahlreichen Helfern, die in den Niederlanden Zwarte Piet heißen, aus dem fernen Spanien anreist, um Kinder zu beschenken – und wenn nötig, sie zu tadeln oder gar mit zurück nach Spanien zu nehmen. Der Zwarte Piet kann mit dem deutschen Knecht Ruprecht verglichen werden.  

 

Sinterklaas

Nach seiner Ankunft mit dem Schiff in Maassluis, in der niederländischen Stadt in Südholland, reist Sinterklaas bis zum
5. Dezember durch das ganze Land. Sinterklaas besucht die Kinder immer ein bisschen früher als sein deutsches Pendant: Der eigentliche Nikolaus-Tag findet nicht wie in Deutschland am 6., sondern am Abend des 5. Dezember statt. Mit der Ankunft von Sinterklaas wird traditionell die Weihnachtssaison in den Niederlanden eröffnet. Stimmungsvolle Weihnachtsmärkte in vielen Städten, fantasievolle Festivals, beleuchtete Städte und adventliche Ausstellungen locken Besucher aller Altersklassen an. In den Niederlanden ist das Sinterklaasfest immer noch wichtiger als das Weihnachtsfest am 24. Dezember.

 

Authentischer Weihnachtsmarkt

In der Gemeinde Dordrecht in der niederländischen Provinz Südholland findet man den größten Adventsmarkt Hollands, welcher besonders für seine stimmungsvolle Atmosphäre bekannt ist. Auf einer Strecke von insgesamt 2,5 Kilometern führt der Weihnachtsmarkt vom 16. bis 18. Dezember Besucher durch das historische Stadtzentrum Dordrechts. Mit rund 300 Marktbuden und einer Eisbahn bietet der Weihnachtsmarkt ein umfangreiches Angebot. Chöre, Bands und Orchester sorgen auf zwei Bühnen für Unterhaltung.

Weitere Informationen: http://www.kerstmarktdordrecht.nl/deutsch; http://www.vvvdordrecht.nl/de/home; www.holland.com  

 

Winter in Utrecht

Von November bis Januar finden über 100 verschiedene Winteraktivitäten in Utrecht statt. Das „Knüss Winterfest“ verwandelt Utrecht mit Märkten und vielfältigen Aktivitäten vom 9. bis 11. Dezember in ein Winterparadies. Man kann auf einer großen Bahn eislaufen, sich im Biergarten mit einem heißen Glühwein aufwärmen oder einen typischen Weihnachtsmarkt in der Twijnstraat erleben. Geboten wird ferner der beliebte Markt mit Produkten aus der Region, der Markt „Vol van smaak“ mit Fair Trade-Gerichten oder der „Zelfgemaakte Markt“ mit handgemachten Waren. Zudem sind auf allen Plätzen Wunschbäume ausgestellt, an die man Wunschzettel hängen kann.

Weitere Informationen:

http://www.besuch-utrecht.de/aktivitaten/1918169077/knuss-winterfest;

 

Royal Christmas Fair

Im Zentrum von Den Haag kehrt zum dritten Mal der königliche Weihnachtsmarkt zurück. Besucher können sich vom 15. bis 23. Dezember bei Glühwein und Weihnachtslichtern auf Weihnachten einstimmen. Geschichtenerzähler, Kinderchöre und Theatergruppen gestalten das Programm des stimmungsvollen Weihnachtsmarktes.

Weitere Informationen:

http://royalchristmasfair.nl/ (Niederländisch)

 

Schwimmender Weihnachtsmarkt

Den einzigen schwimmenden Weihnachtsmarkt der Niederlande kann man unter dem Namen „Winter Wonder Weken“ zwischen dem 16. und 28. Dezember in Leiden besuchen. Auf dem Wasser des „Nieuwe Rijn“ schwimmen Hütten, in denen man Weihnachtsgeschenke kaufen kann.

Weitere Informationen: http://www.visitleiden.nl/de

 

Gouda bei Kerzenschein

Für weihnachtliche Stimmung sorgt ein Besuch der Stadt Gouda bei Kerzenschein. Das berühmte gotische Stadthaus und die Gebäude rund um den Markt der südholländischen Stadt erstrahlen am Freitag, 16. Dezember, in warmem Schein: beim Kerzenabend werden tausende Lichter für festliche Atmosphäre sorgen. In dieser märchenhaften Umgebung werden unter dem Tannenbaum gemeinsam mit verschiedenen Chören Weihnachtslieder gesungen.

Weitere Informationen: http://www.goudabijkaarslicht.nl/bijlages/Deutsche_Info_GoudaKerzenlicht.pdf

 

Festliche Schlösser

In der niederländischen Provinz Gelderland bilden zwei Schlösser eine besonders romantische Kulisse für vorweihnachtliche Veranstaltungen. Das Wasserschloss Middachten in der Nähe von Arnheim zeigt sich vom 15. bis 20. Dezember von seiner prächtigsten Seite: das Gebäude selbst ist mit Weihnachtsdekorationen geschmückt. Der Chor der Englischen Kirche singt Christmas Carols, und auf einem Weihnachtsmarkt können Besucher handgemachte Geschenke erwerben.

Einen Eindruck von den Weihnachtsfeiern der königlichen Familie in den vergangenen 300 Jahren erhalten Besucher vom 17. Dezember 2016 bis 8. Januar 2017 in der früheren königlichen Residenz Paleis Het Loo bei Apeldoorn. Die festlichen Tafeln sind mit feinstem Damast und funkelndem Kristall, hauchzartem Zuckerwerk und kandierten Früchten gedeckt. Die im gesamten Schloss aufgestellten Weihnachtsbäume sind in verschiedenen Stilen geschmückt – mit dem originalen Weihnachtsschmuck der verschiedenen Regenten und Regentinnen.

Im Schloss Keukenhof hält der traditionelle Weihnachtsmarkt jedes Jahr am Wochenende nach Sinterklaas Einzug. Während der weltberühmte Blumengarten zu der Zeit noch geschlossen ist, öffnet das benachbarte Schloss für die Weihnachtszeit seine Türen. Vom 8. bis 11. Dezember und vom 16. bis 18. Dezember erfährt man unter dem Motto „375 Jahre Weihnachten auf Schloss Keukenhof“ wie der Adel auf dem Schloss Weihnachten gefeiert hat. Zum zweiten Mal findet das „Castlefest Winter Editie“ am 17. und 18. Dezember statt. Bei diesem Fest steht alles im Zeichen der Epoche Mittelalter. Dort werden diverse spirituelle Workshops für Jung und Alt angeboten.

Weitere Informationen: http://www.kasteelkeukenhof.nl/wilkommen; http://www.middachten.nl/middachten-castle-and-gardens/; https://www.paleishetloo.nl/de/#2016-11-01; http://www.regionarnheimnimwegen.de/;  

www.holland.com

 

Advent in den Hansestädten

In der niederländischen Hansestadt Zwolle gibt es zwischen dem 1. und 22. Dezember viele verschiedene kleine Weihnachtsmärkte und Veranstaltungen. Zum ersten Mal lädt die Stadt für den 17. Dezember zu einem kleinen, inspirierenden Weihnachtsevent im Zentrum ein, mit einer großen Krippe und verschiedenen Bühnenauftritten. Auch in diesem Jahr gibt es den üblichen verkaufsoffenen Sonntag am 18. Dezember. An diesem Tag haben die meisten Hansestädte einen verkaufsoffenen Sonntag.

In Deventer steht auch in diesem Dezember wieder alles im Zeichen Charles Dickens‘: Im historischen Stadtkern erwachen am Samstag und Sonntag, 17. und 18. Dezember, während des alljährlichen „Charles Dickens Festivals“ rund 950 Figuren aus den berühmten Büchern des britischen Schriftstellers Charles Dickens zum Leben. Zu bestaunen sind sie jeweils von 11 bis 17 Uhr. Das Fest wird jährlich von mehr als 150.000 Literaturfreunden besucht, weshalb am Eingang mit Wartezeiten zu rechnen ist. Der Eintritt ist frei. Zudem gibt es am 18. Dezember unter den Titel „Deventer Weihnachtsstadt“ frei zugängliche Konzerte in der Großen Kirche (Grote Kerkhof) und der Broederenkerk.

Wem es in Deventer etwas zu trubelig ist, kann am 17. und 18. Dezember nach Kampen fahren: hier wird das Weihnachtsfest in Oud Kampen veranstaltet. Auch hier kann man die Figuren aus den Büchern von Charles Dickens in festlicher Atmosphäre in den Straßen treffen. Die Veranstaltung ist aber wesentlich kleiner als in Deventer und auch noch unbekannter. 

Weitere Informationen: http://www.holland-hanse.de/

http://www.dickensfestijn.nl/deutsch; www.holland.com

 

Magisches Maastricht

Im Dezember verwandelt sich Maastricht in eine zauberhafte Weihnachtsstadt. Vom 2. Dezember 2016 bis zum 1. Januar 2017 führt eine Lichtroute die Besucher zu zahlreichen „magischen“ Orten und Cafés in Maastricht. Zudem kann man den Weihnachtszauber auf der Eisbahn oder auf dem Riesenrad genießen. Tänzer, Theatergruppen und Musiker sorgen für eine besondere Stimmung.

Weitere Informationen: http://www.vvvmaastricht.nl/en/magical-maastricht.html  

 

Winter wie Anno dazumal

Einen typisch niederländischen Winter können Besucher im „Nederlands Openluchtmuseum“ in Arnheim erleben. Vom 3. Dezember 2016 bis 15. Januar 2017 ist der Winter in dem Freilichtmuseum zu Hause. Hier kann man erfahren und  erleben, wie die Niederländer die Winter in den vergangenen Jahrhunderten erlebt haben: wie sie im Winter ihrer Arbeit nachgegangen sind, welche Schwierigkeiten es in den damals rauen Wintern gab, wie sie sich die kalte Zeit gemütlich gemacht  und wie sie ihre Freizeit verbracht haben. Zudem können Besucher Eislaufen gehen, Schlitten fahren oder Wintergeschichten lauschen.

Weitere Informationen: http://www.openluchtmuseum.nl/ontdek-het-museum/winter/;

http://www.regionarnheimnimwegen.de/

 

Schneelandschaft im Eisenbahnmuseum

Jedes Jahr während der Weihnachtsferien verwandelt sich das Eisenbahnmuseum in Utrecht in eine Winterlandschaft. So befinden sich vom 24. Dezember 2016 bis 8. Januar 2017 zwischen den Zügen eine riesige Eisfläche, hunderte Weihnachtsbäume, tausende Lichter und ein antikes Karussell.

Weitere Informationen: www.spoorwegmuseum.nl (Niederländisch); www.visit-utrecht.com (Englisch); www.holland.com 

 

Eislaufen mit Blick aufs Meer

Als Winterlandschaft präsentiert sich auch der Badeort Scheveningen. Vor dem Kurhaushotel wird eine 600 Quadratmeter große Eislaufbahn aufgebaut, auf der man von morgens bis abends eislaufen kann. Die umliegenden Restaurants bieten beheizte Terrassen, damit man auch im Winter draußen sitzen kann. Zwischen 3. Dezember 2015 und 15. Januar 2015 lädt eine Eislaufbahn auf der Strandpromenade direkt vor dem Pier zum Schlittschuhfahren ein – Eislaufen mit Blick aufs Meer! Zudem ist auf dem Boulevard eine 30 Meter lange Rutschbahn aufgebaut.

Weitere Informationen: http://www.cooleventscheveningen.nl/

(Niederländisch); https://denhaag.com/de

 

Eislaufbahnen

Im Winter gibt es in vielen Städten der eislaufbegeisterten Niederlande Eisbahnen. Diese sind in der Regel zwischen November und Januar geöffnet.

Weitere Informationen: http://www.holland.com/us/tourism/article/5-iceskating-rinks-in-the-city.htm

 

Niederländisches Eisskulpturen-Festival

Skulpturen aus Eis und Schnee sind vom 10. Dezember 2016 bis 5. Februar 2017 in der Boulevard Arena in Amsterdam in allen erdenklichen Formen ausgestellt. Dieses Jahr werden die Skulpturen passend zu dem Thema „Musik Inspires“ (Musik inspiriert) geformt. Zum Aufwärmen gibt es winterliche warme Speisen und Getränke sowie täglich einen Auftritt von Live-Musikern.

Weitere Informationen: http://www.ijsbeelden.nl/ (Niederländisch)

 

Manege frei für den Weihnachtszirkus

Der „Zirkus Ahoy“ präsentiert sich vom 24. bis 30. Dezember in Rotterdam. Der Weihnachtszirkus ist seit 45 Jahren eine charmante Tradition zum festlichen Jahresende. Das Programm reicht von Akrobatik und Clowns bis hin zu Kunststücken auf dem Trapez im Theater.

Weitere Informationen: www.kerstcircus.nl (Niederländisch); https://en.rotterdam.info// (Englisch); www.holland.com 

 

Vom 24. Dezember 2016 bis 5. Januar 2017 präsentiert auch Utrecht die siebte Auflage seines Wintercircus, der aus einer Mischung aus Romantik, Spektakel und Humor besteht. Auch in diesem Jahr versprechen die Veranstalter einen unvergesslichen Nachmittag mit einzigartigen Zirkusnummern. Zum 2,5 stündigen Programm tragen eine bunte Parade der Akrobaten, Clowns, Tiere und andere Künstler bei. Auch in Den Haag findet auf dem Malieveld vom 24. Dezember 2016 bis 8. Januar 2017 ein großer Weihnachtszirkus statt. Artisten aus der ganzen Welt kommen zusammen, um Stunts vorzuführen und die Besucher zum Bangen und Lachen zu bringen.

 

Weitere Informationen: http://www.wintercircusutrecht.nl/

(Niederländisch); http://www.visit-utrecht.com/ (Englisch); http://www.kerstcircusdenhaag.nl/(Niederländisch); http://denhaag.com/de; www.holland.com 

Amsterdam Light Festival

Das Amsterdam Light Festival erleuchtet die Amsterdamer Innenstadt und die Grachten vom 1. Dezember 2016 bis zum 22. Januar 2017. Künstler, Designer und Architekten aus aller Welt verwandeln Amsterdam jeweils von 17 bis 22 Uhr in eine leuchtende Großstadt. Es gibt zwei Routen: die Bootroute „Water Color“ und die Laufroute „Illuminade“.

Weitere Informationen: https://www.amsterdamlightfestival.com/en/

(Englisch); http://www.iamsterdam.com/de; www.holland.com 

 

 

Termin-Übersicht

 

Amsterdam Light Festival                       1.12.2016 – 22.1.2017

 

Apeldoorn, Paleis Het Loo                      17.12.2016 – 8.1.2017

 

Arnheim, Wasserschloss Middachten        15.12. – 20.12.2016

 

Arnheim, Freilichtmuseum                      3.12.2016 – 15.1.2017

 

Boulevard Arena Amsterdam                  10.12.2016 – 5.2.2017

 

Dordrecht                                           16.12.2016 – 18.12.2016

 

Deventer, Charles Dickens Festival          17.12.2016 – 18.12.2016

 

Den Haag, Royal Christmas Fair              15.12.2016 – 23.12.2016

 

Den Haag, Maliveld Zirkus                     24.12.2016 – 8.1.2017

 

Gouda bei Kerzenschein                         16.12.2016

 

Groningen, Winterwelvaart                     16.-18.12.2016

 

Kampen                                              17.-18.12.2016

 

Leiden, Winter Wonder Weken                16.-28.12.2016

 

Maastricht                                           2.12.2016-1.1.2017

 

Rotterdam, Ahoy Zirkus                         24.-30.12.2016

 

Schloss Keukenhof                               8.- 11.12.2016 &

16.-18.12.2016

 

Scheveningen                                      3.12.2016-15.1.2017

 

Utrecht, Eisenbahnmuseum                    24.12.2016-8.1.2017

 

Utrecht, Knüss                                     9.12.2016–11.12.2016

 

Utrecht, Zirkus                                     24.12.2016-5.1.2017

 

Zwolle                                                1.-22.12.2016

Ausgezeichnet! Das Wattenmeer ist das schönste Naturgebiet der Niederlande

Das niederländische Wattenmeer ist beliebtestes Naturgebiet, Foto: Fotocredits: Wattenmeer und Hoge Veluwe © NBTC, Hollandse Duinen © Staatsbosbeheer

Das niederländische Wattenmeer ist beliebtestes Naturgebiet, Foto: Fotocredits: Wattenmeer und Hoge Veluwe © NBTC, Hollandse Duinen © Staatsbosbeheer

Seit dem 31. Oktober steht offiziell fest: Das niederländische Wattenmeer ist das »Schönste Naturgebiet der Niederlande«. Bei einer landesweiten Abstimmung machte der nieder-ländische Teil des Wattenmeeres das Rennen vor dem Nationalpark De Hoge Veluwe bei Arnhem und dem südholländischen Nationalpark Hollandse Duinen (Holländi-sche Dünen). Von den abgegebenen knapp 88.000 Stimmen entfielen rund 15.000 auf das Watt – das waren mit Abstand die meisten!

 

Vom 10. bis zum 31. Oktober um 13 Uhr war die niederländische Öffentlichkeit aufgefordert, für ihren Favoriten abzustimmen. Zu den 13 nominierten Naturgebieten gehörten unter anderem der National-park Oosterschelde in Zeeland, das friesische Süßwasser-Sumpfgebiet Weerribben-Wieden und die karibische Vulkaninsel Saba. Mit dieser Wahl möchte das Kabinett die niederländische Natur für in- und ausländische Besucher attraktiver machen. Jeder Gewinner erhält vom Wirtschaftsministerium einen Betrag in Höhe von 300.000 Euro.

 

Das Wattenmeer – the place to be

Staatssekretär Martijn van Dam (Wirtschaftsministerium) und Professor Pieter van Vollenhoven (Meeresökologe) gaben das Ergebnis der Wahl am Abend des 31. Oktober bekannt. Die Naturgebiete müssten sich über die Grenzen hinaus zu nationalen Ikonen entwickeln, wie es Amsterdam, Hollands Tulpen und das Rijksmuseum bereits seien, so der Wunsch Van Dams. Lindeboom fügte schmunzelnd hinzu: „Die Zugvögel dieser Welt wissen schon seit Jahrhunderten, dass das Wattenmeer ,the place to be’ ist!“

 

Mit dieser Auszeichnung steht das holländische Wattenmeer – von der Festlandsküste bis zu den fünf Inseln – nun ganz oben auf der Liste von Naturgebieten der Weltklasse. Das Gebiet umfasst insgesamt 40 Prozent der Oberfläche der Niederlande. Mehr als sechs Millionen Vögel überwintern oder brüten hier jährlich. Sie nutzen das Watt als Zwischenstation zur Nahrungsaufnahme auf ihrem Zug gen Süden – für sie ist das Wattenmeer überlebensnotwendig. Und auch rund 15.000 Seehunden bietet es einen Schutzraum. Nicht umsonst nahm das UNESCO-Welterbekomitee das Watt vom dänischen Esbjerg bis zum holländischen Den Helder im Jahr 2009 in die Liste des Kultur- und Naturerbes auf.

 

Das Wattenmeer – eine beispiellose Wildnis

Das holländische Wattenmeer hat Besuchern viel zu bieten. Knapp drei Millionen ausländische Touristen – vor allem aus Nordrhein-Westfalen und Flandern – besuchten das größte Naturgebiet der Niederlande im vergangenen Jahr. Unter dem Einfluss von Ebbe und Flut verändern sich Natur und Landschaft beständig und dem Besucher präsentiert sich stets ein neues, attraktives Bild: Die außergewöhnliche Natur der Wadden ist weltweit einzigartig.

 

 

 

Das Preisgeld soll insbesondere in Maßnahmen zum Schutz der Natur, zur Naturerziehung beispielsweise für Schulen und zum Ausbau von Erholungsangeboten angelegt werden. Zusätzlich sind landesweite und internationale Marketingkampagnen geplant.

 

Das Wattenmeer – ein geschützter Raum für alle

Besucher des Wattenmeeres sollen für das Wattengebiet sensibilisiert werden, bestehende Konzepte ausgebaut und neue umgesetzt werden. Ein schönes Beispiel für ein naturnahes Projekt ist etwa „Ruhe für Vögel, Raum für Menschen“, in dessen Rahmen Vogelwärter mit Wattenmeer-Liebhabern (meist nicht frei zugängliche) Orte besuchen, an denen Vögel brüten und Seehunde ihre Ruheplätze haben. Geplant ist auch ein Film à la „Die neue Wildnis“ von Ruben Smit; der Naturfilmer und Ökologe arbeitet bereits mit Hochdruck am Wattenmeer-Thema.

 

„Der Preis birgt auch einen Auftrag für uns alle“, so Professor Han Lindeboom, „sorgt gut für die Natur, damit wir uns alle weiterhin an ihr erfreuen können.“

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