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Geschichte - Kultur - Spiritualität

Kategorie: Niederlande (Seite 1 von 3)

Gondelfahrt Giethoorn: Zauberhafte Bootsparade durch die Kanäle

Zauberhafte Gondelfahrt in Giethoorn, Foto: Privat

Zauberhafte Gondelfahrt in Giethoorn, Foto: Privat

Jedes Jahr am letzten Samstag im August findet in der kleinen, autofreien Wasserstadt Giethoorn in der niederländischen Provinz Overijssel eine Gondelfahrt statt. Dieses Jahr fällt das Festival auf den 25. August 2018. Im Dunkeln fahren verschiedene geschmückte Gondeln mit bunten Kreaturen über die berühmten Kanäle von Giethoorn und schaffen eine zauberhafte Atmosphäre. Um 20 Uhr macht sich das erste Boot dieser Bootsparade auf den Weg. Wer mag, kann schon vorher die Stadt erkunden und weitere Programmunkte – etwa eine Kirmes oder einen Trödelmarkt – besuchen. Diejenigen, die es etwas ruhiger mögen, können bei einem Getränk auf einer der vielen Terrassen das rege Treiben beobachten. Die ganze Woche steht im Zeichen der Gondelfahrt und es finden verschiedene Veranstaltungen in Giethoorn statt. Zudem werden Häuser, Gärten und Brücken stimmungsvoll beleuchtet.

Das Wasserstädtchen Giethoorn steht mit seinen Kanälen für die besondere Beziehung der Niederlande zum Wasser: seit Jahrhunderten leben die Niederländer mit dem Wasser und kämpfen zugleich gegen Fluten und Überschwemmungen. Diese besondere Beziehung möchte das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) verdeutlichen und hat dazu eine Informationskampagne gestartet. Auf der Seite www.holland.com/wasserland finden Touristen Informationen über Sehenswürdigkeiten rund um das Wasserland Niederlande – von jahrhundertealten Windmühlen bis hin zu modernen Sperrwerken.

Weitere Informationen: http://www.gondelvaartgiethoorn.nl/ (Niederländisch), https://www.giethoorn.com/en/ (Englisch)

Nordbrabant – Europäische kulinarische Region 2018: Von Pop-up Restaurant bis Food-Festival

Brabant lädt zum Essen, Foto: Privat

Brabant lädt zum Essen, Foto: Privat

Die Provinz Nordbrabant trägt im Jahre 2018 den Titel „Europäische Region der Gastronomie“ und feiert dies mit einer Reihe von Veranstaltungen. Diese reichen von Initiativen für den Agrarsektor über ein Pop-up-Restaurant bis hin zu einem Meeresfrüchtefestival. Bei dem innovativen Programm „WeAreFood“ wird der Fokus auf die Ernährung in der Zukunft gelegt. In metaphorischen „Küchen“ erarbeiten verschiedene Initiatoren unter der Leitung eines „Chefkochs“ mögliche Lösungen zu zehn verschiedenen Themengebieten, wie beispielsweise gesundes Schulessen oder die Minderung von Nahrungsmittelabfällen. Mit dem Programm „Brabant celebrates food“ lädt die Region Besucher dazu ein, die Brabanter Essens- und Willkommenskultur kennen zu lernen. Im neuen Pop-up Restaurant GAST in `s-Hertogenbosch treten Michelin-Köche in einem Kochwettstreit gegeneinander an, das Jan Cunen Museum zeigt eine Ausstellung „Je bent wat je eet“ (Deutsch: „Du bist was du isst“) und auf Food-Festivals können die Besucher verschiedenste Leckereien probieren.

Weitere Informationen:
https://www.brabantcelebratesfood.com/de,
www.holland.com/kulinarik (allgemein über niederländische Küche)
ttps://www.visitbrabant.com/de;

Better Food in Brabant

In den Dünen schlafen: Eröffnung des nachhaltigen Dünenhotels „Tien Torens“

Duinhotel Tien Torens, Foto: Privat

Duinhotel Tien Torens, Foto: Privat

In Zoutelande in der niederländischen Provinz Zeeland gibt es ein neues Hotel – das nachhaltige Dünenhotel Tien Torens. Bei diesem futuristisch anmutenden Hotel steht neben Luxus und Komfort die Natur im Fokus. Das Haus wurde in die höchste Düne der Zoutelande gebaut und geht durch die Bepflanzung mit Helmgras nahtlos in die Düne über. Auch die Innengestaltung und die Balkone des pyramidenförmigen retro-futuristischen Hotels sind der Umgebung angepasst. Das Hotel verfügt über 19 Lodges, die zum Entspannen einladen. In der Lounge oder auf der Sonnenterrasse können Besucher ihr Frühstück und Getränke genießen. Die Nachhaltigkeit verliert bei alledem allerdings nicht an Bedeutung. Solarplatten, die Platzierung des Gebäudes in der Düne, sowie die Architektur ermöglichen maximale Energieausnutzung: im Winter wärmt die Sonne die Zimmer, im Sommer aber steht sie zu hoch, um die Zimmer aufzuheizen.

Duinhotel Tien Torens, Duinweg 36, 4374 EE Zoutelande.

Weitere Informationen:


Booking.com

Kulturhauptstadt Leeuwarden-Friesland 2018: Opera Spanga führt „Aida“ auf

Szenenfoto Aida, Foto: privat

Szenenfoto Aida, Foto: privat

Im Rahmen des Europäischen Kulturhauptstadt-Programmes 2018 wird in Leeuwarden ab dem 24. Juni die klassische Oper „Aida“ von Guiseppe Verdi durch das friesische Ensemble „Opera Spanga“ aufgeführt. Der Klassiker ist hochaktuell, da er von der Beziehung zwischen Krieg, Hass, Liebe und Vergebung erzählt. Eine Oper, die unsere Aufmerksamkeit auf Konfliktherde wie den Krieg in Syrien lenkt, und deren Nutzlosigkeit und Zerstörungskraft zeigt. Sie regt zum Nachdenken an und ruft auf emotionale Weise zum Frieden auf. Nicht ohne Grund ist das letzte Wort des Stückes „Pace“ (Friede).

Neben den Aufführungen organisiert die Opera Spanga auch ein Rahmenprogramm mit Ausstellungen, einem theater-digitalen Experiment mit dem Namen „The Lab for Hidden Humanity“ (dt.: Das Labor für versteckte Humanität) und Triumphmärschen.

„Aida“ Opera Spanga, Di. 24. Juni, ab 26. Juli bis 11. August jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag sowie Montag, 13. August, jeweils ab 20.30 Uhr, Opera Spanga, Spangahoekweg 47, 8482 KL Spanga.

Auf den Spuren von „De Stijl“: Eröffnung Doesburg-Haus in Drachten am 30. Juni

Doesburg-Haus in Drachten, Foto: Privat

Doesburg-Haus in Drachten, Foto: Privat

Im vergangenen Jahr feierten die Niederlande mit dem erfolgreichen Themenjahr „Von Mondrian bis Dutch Design“ das 100-jährige Bestehen der „De Stijl“-Kunstbewegung. Sie entstand im Jahr 1917 ursprünglich in Leiden mit der Gründung der Zeitschrift De Stijl durch Theo van Doesburg. Die Künstler, die sich der Bewegung angeschlossen haben, waren auf der Suche nach einer ‚völlig neuen Kunst‘, die auch die Gesellschaft modernisieren sollte. Piet Mondriaan ist für alle De-Stijl-Künstler das große Vorbild. Nach dem Themenjahr kann man weiterhin in den gesamten Niederlanden auf den Spuren von De Stijl wandeln.

Am 30. Juni eröffnet das Museum Dr8888 in Drachten (Provinz Friesland) nach aufwendiger Restaurierung das rekonstruierte Van Doesburg-Rinsema-Haus. Hinter diesem Haus steckt eine interessante Geschichte. Theo van Doesburg, der Gründer der berühmten „De Stijl“-Bewegung, besuchte häufig seinen Freund, den Dichter Evert Rinsema, in Drachten. Dort lernt er auch den Architekten C.R. de Boer kennen, welcher zu dieser Zeit an einer Wohnanlage für die Mittelschicht arbeitete. Er bat Van Doesburg um Rat bezüglich der Farbgebung der Häuser. Der schlug vor, die Fassaden weiß zu streichen und Akzente mit den markanten Farben gelb, rot und blau zu setzen – ganz im Sinne von De Stijl. Die ursprünglichen Entwürfe sind heute im Museum Dr8888 zu sehen. Nach rund zwei Jahren wurden die Farben allerdings wieder überstrichen, da der Anstrich in der Stadt für Aufsehen sorgte und dem Viertel den Namen „Papegaaienbuurt“ (Papageienviertel) einbrachte. Nun, 66 Jahre später, wird das Exterieur wieder nach dem Vorbild von Van Doesburg gestaltet und die Wohnung für Besucher geöffnet.

Museum Dr8888, Museumsplein 2, 9203 DD Drachten. Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 11-17 Uhr

Weitere Informationen: https://www.museumdrachten.nl/museumwoning-vdrh/

(Niederländisch); www.holland.com/mondrian-bis-dutch-design

200 Jahre Badeort Scheveningen: Sandskulpturen-Weltmeisterschaft in Den Haag

200 Jahre Scheveningen, Foto: Privat

200 Jahre Scheveningen, Foto: Privat

Der älteste Badeort der Niederlande feiert runden Geburtstag: 200 Jahre wird Den Haag-Scheveningen 2018 alt. Anlass genug, ihn in diesem Jahr als Austragungsort der Sandskulpturen-Weltmeisterschaft zu präsentieren. Der alle drei Jahre stattfindende Wettbewerb wird erstmalig in den Niederlanden ausgetragen. Aus jeweils 40 Tonnen Spezialsand haben neun Sandskulpturen-Künstler aus Großbritannien, Irland, Japan, Mexico, den Niederlanden, Russland, Singapur, Tschechien und den USA ihre Kunstwerke modelliert. Bei den vier bis viereinhalb Meter hohen Skulpturen zum Thema „Meer, Sand und …” haben sich die Teilnehmer unter anderem von Van Gogh, Dalí und Picasso inspirieren lassen. Aber auch die sprichwörtliche niederländische Toleranz und neue Trends in Kunst und Wissenschaft bestimmten ihre Arbeit.

Den Wettbewerb um den besten Sandskulpturen-Künstler der Welt konnte der Brite Baldrick Buckle am 13. Juni mit der Skulptur „Der Weg ab Scheveningen” für sich entscheiden. Da das Gastland traditionell nicht am Wettbewerb teilnehmen darf, lief der niederländische Beitrag außer Konkurrenz. Maxim Gazendam aus Monster, der die Niederlande vertritt, widmete seine Sandskulptur dem Badeort Scheveningen. Der studierte Architekt gewann die letzte Sandskulpturen-Weltmeisterschaft im Jahr 2015.

Alle neun Skulpturen sind noch bis zum 19. August im historischen Zentrum von Den Haag auf dem Boulevard Lange Voorhout zu sehen (der Eintritt ist kostenlos). Der schöne, von Linden gesäumte Platz ist unter anderem über die fünf Kilometer lange Fahrradroute „Culture by Bike” zu erreichen, die Stadt und Strand verbindet und schöne Einblicke in die „Stadt am Meer” erlaubt.

Weitere Informationen: https://denhaag.com/de/feestaanzee, https://denhaag.com/de/routen/culture-by-bike,
www.holland.com/denhaag (Den Haag allgemein)

Start der Tulpensaison in den Niederlanden

Tulpen im Detail mit Windrad, Foto: Tourisme Flevoland

Tulpen im Detail mit Windrad, Foto: Tourisme Flevoland

Start der Tulpensaison: Ab heute kann man die niederländischen Tulpen circa 100 Tage bis Anfang Mai bestaunen. Verkaufshöhepunkte in diesem Zeitraum sind der Weltfrauentag (8. März) und Ostern (1./2. April). 2018 überstieg die Tulpenproduktion in den Niederlanden zum ersten Mal die Zwei-Milliarden-Grenze, zu Beginn des Jahres 2018 waren über die Blumenauktion Royal FloraHolland bereits knapp 130 Millionen Tulpen verkauft. Die bekannte Schnitttulpenzucht im niederländischen Zierpflanzensektor gilt als die innovativste Art der Blumenzucht.

Die Tulpe als Frühjahrsbote – Start der Tulpensaison

Meteorologisch gesehen beginnt am 1. März der Frühling. Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf, die Tage werden länger, die Blumen beginnen zu blühen, allen voran die Tulpe. Der Startschuss für die diesjährige Tulpensaison fiel bereits am 20. Januar in Amsterdam vor dem Königspalast. Ein Pflückgarten aus 200.000 Tulpen verwandelte den Dam-Platz in ein Blütenmeer. Das Spektakel zur Eröffnung des Nationalen Tulpenjahres fand bereits zum siebten Mal statt. Initiatorin war wie jedes Jahr die Stiftung Tulpen Promotion Niederlande (TPN), der 500 niederländische Züchter angehören. Die Tulpensaison dauert circa 100 Tage bis Anfang Mai; Verkaufshöhepunkte in diesem Zeitraum sind der Weltfrauentag (8. März) und Ostern (1./2. April). Auch hierzulande sind Tulpen ausgesprochen beliebt, was Deutschland zu einem der bedeutendsten Märkte für die Niederlande macht.

Tulpen sind hip – und nachhaltig
Die Beliebtheit der Tulpe wächst stetig, gerade auch in der jüngeren Bevölkerung. 2018 überstieg die Tulpenproduktion in den Niederlanden zum ersten Mal die Zwei-Milliarden-Grenze, zu Beginn des Jahres 2018 waren über die Blumenauktion Royal FloraHolland bereits knapp 130 Millionen Tulpen verkauft. Neben der hohen Qualität und dem umfangreichen Sortiment ist insbesondere der nachhaltige Anbau der Pflanze für den steigenden Absatz verantwortlich. Schnitttulpen werden überwiegend in Wasser gezogen und nicht in der Erde. Diese Anbaumethode erlaubt die Wiederverwertung des Wassers. Die Züchter fangen Regenwasser auf, welches in einem geschlossenen Kreislauf während des gesamten Zuchtprozesses genutzt wird. Der Energieverbrauch während der Produktion ist ausgesprochen niedrig und nimmt beständig weiter ab. Viele Züchter investieren in energiesparende Techniken wie mehrstöckige Produktionsflächen oder LED-Licht. Damit gilt die Schnitttulpenzucht im niederländischen Zierpflanzensektor als die innovativste Art der Blumenzucht.

Flevoland: Tulpenfelder so weit das Auge reicht
Zu den bekanntesten Tulpenregionen der Niederlande zählen der „Bollenstreek“ zwischen Haarlem und Leiden sowie die Provinz Flevoland. Im Rahmen eines gewaltigen Landgewinnungsprojektes, dessen Startschuss vor 100 Jahren fiel, entstand aus der Zuiderzee, dem heutigen IJsselmeer, der größte Polder der Welt: Flevoland. Für die Blumenzucht eignet sich der ehemalige Meeresboden hervorragend, und heute ist Flevoland eines der größten Anbaugebiete der Niederlande für Tulpenzwiebeln. Neben den Feierlichkeiten zur Verabschiedung des Zuiderzee-Gesetzes vor 100 Jahren, ohne dass es die Provinz nicht gegeben hätte, dreht sich in Flevoland alles um die Tulpe. Ein Höhepunkt der diesjährigen Saison ist die 120 Kilometer lange „Tulpenroute“ durch den Noordoostpolder der Provinz, vorbei an blühenden Tulpenfeldern und hübschen Polderdörfern (21. April–ca. 6. Mai) – laut „National Geographic“ eine der schönsten Autorouten der Welt. Die „Tulpenroute Flevoland“ vereint vom 14. April bis circa 5. Mai zwei Wander- sowie je vier Auto- und Fahrradrouten kreuz und quer durch die Provinz. Weitere Highlights sind das „Tulpenerlebnisfeld“ mit mehr als 500 verschiedenen Sorten und großem „Selfie-Garten“ (15. April–7. Mai) sowie der riesige Pflückgarten in Marknesse.

Noordwijk: Blumenbadeort Europas
Auch im südholländischen Noordwijk im Herzen des „Bollenstreek“ dreht sich alles um die Frühblüher. Der „Bollenstreek“ gilt als die Blumenzwiebelregion schlechthin, fanden doch hier die ersten Tulpen im 17. Jahrhundert in Europa ihr Zuhause. Eines der wichtigsten Ereignisse der Saison im Küstenort Noordwijk ist der „Bloemencorso“, der am 21. April von Noordwijk über den Frühlingspark Keukenhof nach Haarlem führt. Das Schmücken der Paradewagen mit Hunderten Tulpen, Narzissen, Hyacinthen & Co. ist große Kunst – und Besucher sind herzlichen willkommen (18.–20. April, Sassenheim). Am Abend des 20. April ziehen die mit Fackeln beleuchteten Paradewagen durch Noordwijkerhout und am darauffolgenden Sonntag sind einige der Wagen sowie aufwendig mit Blumen geschmückte Oldtimer beim „Schönsten Stau der Niederlande“ („De mooiste file van Nederland“) in Noordwijk direkt am Meer zu sehen. Weitere Höhepunkte rund um die Tulpe sind das Blumenfestival (8.–12. August) und die Blumenparade (11./12. August). Und wer sich die Farbenpracht von oben ansehen möchte – auch das ist kein Problem: Mit dem Helikopter geht es über den „Bollenstreek“ (31. März sowie 7., 14., 21. und 28. April).

Themenjahr „Blumenromantik“ im Keukenhof
Der benachbarte Keukenhof bei Lisse stellt seine Pflanzungen 2018 ganz unter das Motto „Blumenromantik“. Am 22. März öffnet der 32 Hektar große Frühjahrspark für acht Wochen seine Tore. Wenn er am 13. Mai schließt, werden wieder mehr als eine Million Menschen hier die

Frühjahrsblüher Tulpe, Narzisse & Co. bewundert haben. Alle Zwiebeln sind jetzt schon gepflanzt – insgesamt circa sieben Millionen – und die ersten Blüten bereits zu sehen. Zuletzt wurden die Blumenzwiebeln für den „Palastgarten“ gesetzt; er ist einer der Höhepunkte des Themenjahres. Vorbild für den streng symmetrisch entworfenen Garten ist der überregional bekannte Park des ehemaligen Königsschlosses Het Loo. Weitere Highlights sind das 250 Quadratmeter große Blumenmosaik mit rund 50.000 verschiedenfarbigen Tulpen, Krokussen und Traubenhyazinthen, die mehr als 20 unterschiedlichen Blumen-shows und die sieben Inspirationsgärten mit Ideen für Hobbygärtner, darunter der „Hipstergarten“, der orientalische Romantikgarten und der „Holiday Romance Garden“ mit vielen romantischen Eckchen … Begrüßen Sie mit uns den Frühling!

Der Keukenhof ist vom 22. März bis zum 13. Mai tgl. 8–19.30 Uhr geöffnet (Kassenschluss 18 Uhr; Erw. 16 €, Kinder unter 3 Jahren frei, Kinder von 4–11 Jahren 8 €; Stationsweg 166 A, 2161 AM Lisse).

High Society: Rijksmuseum Amsterdam zeigt Porträts der Reichen und Mächtigen

Konservatorin Gwen Tauber arbeitet an Rembrandts Oopjen, Foto: David van Dam.

Konservatorin Gwen Tauber arbeitet an Rembrandts Oopjen, Foto: David van Dam.

Vom 8. März bis zum 3. Juni 2018 präsentiert das Rijksmuseum „High Society“. Rund 35 Porträts von mächtigen Fürsten, exzentrischen Aristokraten und reichen Bürgern in Lebensgröße, gemalt von den großen Meistern, darunter Cranach, Velázquez, Sargent, Munch und Manet. Im Mittelpunkt stehen Rembrandts Gemälde von Marten Soolmans und Oopjen Coppit, die aufwändig restauriert wurden und in diesem Zustand erstmals zu sehen sind.

Vom 8. März bis zum 3. Juni 2018 präsentiert das Rijksmuseum „High Society“. Rund 35 Porträts von mächtigen Fürsten, exzentrischen Aristokraten und reichen Bürgern in Lebensgröße, gemalt von den großen Meistern, darunter Cranach, Veronese, Velázquez, Reynolds, Gainsborough, Sargent, Munch und Manet. Im Mittelpunkt stehen Rembrandts Gemälde von Marten Soolmans und Oopjen Coppit. Die beiden außergewöhnlichen Hochzeitsporträts wurden restauriert und sind in diesem Zustand erstmals in der Ausstellung „High Society“ zu sehen. Dem Ganzkörperporträt, einer lebensgroßen Darstellung, die den Porträtierten stehend und von Kopf bis Fuß zeigt, wurde nie zuvor eine eigene Ausstellung gewidmet. Leihgaben für „High Society“ stammen aus Museen und Privatsammlungen aus aller Welt, darunter Paris, London, Florenz, Wien und Los Angeles.

Internationale Glanzstücke
Selten waren so viele Gemälde internationaler Künstler in einer einzigen Ausstellung im Rijksmuseum vereint. Die Werke reichen vom Anfang des 16. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Zu den Höhepunkten gehören die imposanten Porträts von Heinrich dem Frommen, Herzog von Sachsen, und Katharina, Herzogin von Mecklenburg von Lucas Cranach d. Ä. (1514), vom Ehepaar Iseppo da Porto und Livia da Porto Thiene mit ihren Kindern von Veronese (1555), von Don Pedro de Barberana y Aparregui von Velázquez (ca. 1631-33), das Porträt von Jane Fleming von Sir Joshua Reynolds (ca. 1778), das Porträt Der Künstler von Édouard Manet (1875) und Marten Soolmans und Oopjen Coppit von Rembrandt (1634).

Mode aus vier Jahrhunderten
Die meisten der Porträtierten sind reich und üppig herausgeputzt, wodurch die Ausstellung einen Einblick in die Mode aus vier Jahrhunderten bietet: von der eingeschnittenen Hose und dem Wams von 1514 bis hin zur Haute Couture des späten 19. Jahrhunderts. Manche der Porträtierten tragen auch Fantasiekleider nach antikem Vorbild. Einer trägt einen Kilt, ein anderer hat gar keine Hose an und einer hat sich fast nackt porträtieren lassen. Auffallend häufig werden die Porträtierten mit Hunden abgebildet, aber auch ein Löwe leistet einem der Herren Gesellschaft. Nur ein Paar hat sich mit seinen Kindern abbilden lassen. Auch die Hintergründe sind reich verziert, häufig mit Säulen oder Gardinen versehen. Manche zeigen Sommer- oder Winterlandschaften, andere Fantasielandschaften mit Palmen. Einer der Porträtierten wirft sich vor dem Colosseum in Rom in Pose.

Marten und Oopjen von Rembrandt
„High Society“ feiert den Kauf aus Privatbesitz von Rembrandts Hochzeitsporträts Marten Soolmans und Oopjen Coppit durch die Niederlande (Rijksmuseum) und Frankreich (Musée du Louvre) im Jahr 2016. Das Hochzeitspaar ist das einzige Paar, das Rembrandt je in Ganzkörperporträts gemalt hat (1634). In der Ausstellung werden beide Gemälde erstmals nach ihrer Anfang 2018 abgeschlossenen Restaurierung zu sehen sein. Die Ausstellung „High Society“ bildet den Auftakt zum Rembrandtjahr 2019 anlässlich des 350. Todestag dieses großen Künstlers.

Guilty Pleasures
Zeitgleich mit der Ausstellung „High Society“ ist in den benachbarten Räumen des Philipsflügels die Ausstellung „Guilty Pleasures “ zu sehen. Während die glamourösen Porträts der „High Society“ diese von ihrer besten Seite zeigen, offenbaren rund 80 Drucke und Zeichnungen aus der Sammlung des Rijksmuseums, was sich hinter geschlossenen Türen abspielte: Feste, Gelage, Glücksspiel und heimliche Besuche in Bordellen und Boudoirs.

Neues Wanderwegenetz in Zeeland: auf den Perlenrouten unterwegs

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Wer die Provinz Zeeland im Südwesten der Niederlande besucht, wird schnell feststellen, dass diese mehr als lange Sandstrände und charmante Dörfer zu bieten hat. Neben dem klassischen Badeurlaub wird auch der Aktivurlaub in der Provinz immer beliebter, wobei sich Zeeland nicht nur als Fünf-Sterne-Radprovinz etabliert hat, sondern auch für Wanderer stets interessanter wird. Mit den drei bis fünf Kilometer langen Perlenrouten („Parelroutes“) hat die Provinz vor Kurzem ein neues Routensystem entwickelt.

Die Perlen finden, Zeeland entdecken!

Zeeland ähnelt einer großen Auster mit vielen schönen Perlen – und die Perlenrouten erschließen die verborgenen Schätze am Wegesrand. Manchmal sind die Perlen so gut versteckt, dass sie nur zu finden sind, wenn man genau hinsieht und hinhört. Am Wegesrand verraten Hinweise, was zu tun ist.

Bei den Perlenrouten wird die Umgebung der Wanderwege mit einbezogen, alles kann eine Rolle spielen. Bei diesen interaktiven Spaziergängen werden Augen und Ohren, Hände und Füße benötigt, was die Wanderungen zu einem großen Spaß für die gesamte Familie werden lässt. Mal muss ein Auftrag erledigt, mal etwas gesucht werden – ganz wie auf einer Schnitzeljagd. Die Perlenrouten können über die Zeeland-App heruntergeladen werden, Filme geben Hinweise zu den Touren.

Viele kurze Routen und eine lange Wanderung

In Zeeland finden sich unterschiedliche Perlenrouten für jeden Geschmack, alle widmen sich aber der Geschichte der Provinz. Zum Teil nutzen sie das bereits bestehende zeeländische Wanderwegenetz, sie erschließen aber auch neue Wege. Alle Teilabschnitte ergeben zusammengenommen eine lange Route: den „Oesterpad“, den „Austernweg“.

Immer am Meer entlang

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Zeeland ist ein Land im Meer und blickt auf eine lange Vergangenheit am Wasser zurück. Der Kampf gegen die gefährlichen Seiten des Meeres gehört für die Zeeländer seit Jahrhunderten zum Alltag. Einen Tiefpunkt markierte die Flutkatastrophe im Jahr 1953, die die bislang größte in der Geschichte der Niederlande war. In der Nacht zum 1. Februar brachen zahlreiche Deiche und in großen Teilen der Provinz hieß es „Land unter“. Diesem furchtbaren Schicksalsschlag mit fast 900 Toten allein in Zeeland ist eine der Perlenrouten gewidmet, die „Watersnoodroute“ (Route zur Flutkatastrophe). Sie zeigt, wie die Zeeländer aus dieser Katastrophe gestärkt hervorgingen.

Durch Städte und Dörfer

Andere Perlenrouten führen durch Städte und Dörfer, die in der abwechslungsreichen Geschichte Zeelands eine große Rolle spielten. So lassen die vielen Denkmäler und historischen Gebäude in Zierikzee die Vergangenheit des Ortes als reiche Handelsstadt lebendig werden. Die Perlenroute in Westkapelle wiederum erinnert an die strategsiche Bedeutung, die das Dorf in der Westspitze der Insel Walcheren in den Kriegsjahren 1944/45 spielte. Und in Domburg wandern die Besucher auf den Spuren von Künstlern wie Piet Mondrian und Jan Toroop, die das besondere zeeländische Licht Anfang des 20. Jahrhunderts in das Seebad zog.

In der Natur

Die zeeländischen Perlenrouten entführen Wanderer auch immer wieder in die Natur, etwa in die Zeepeduinen nahe der Gemeinde Westerschouwen. Diese Dünenlandschaft empfiehlt sich (nicht nur) für Familienausflüge, bei denen die Shetlandponys, die hier grasen, beobachtet werden können. Und auch der Nationalpark Oosterschelde ist eine Perle Zeelands. Beim Spaziergang an den Ufern dieses Meeresarms im Mündungsdelta von Rhein, Maas und Schelde macht man Bekanntschaft mit der einzigartigen Flora und Fauna der Oosterschelde.

Die Perlenschnur wird immer länger

Die Perlenrouten lassen sich über die Zeeland-App herunterladen. Die App wird ständig aktualisiert, auch neue Routen kommen hinzu. Also immer wieder mal reinschauen, um die neuen Perlen Zeelands zu entdecken.

Weitere Informationen

 www.vvvzeeland.nl/de/sehen-und-erleben/wandern/perlenrouten/

 www.vvvzeeland.nl/de/bedienung/zeeland-app/

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Van Gogh lebt – Ausstellung „Loving Vincent” in Den Bosch

Van Gogh in Öl, aber diesmal auf der Kinoleinwand. Quelle: Loving Vincent

Van Gogh in Öl, aber diesmal auf der Kinoleinwand. Quelle: Loving Vincent

Es ist eine Premiere für das Noordbrabants Museum in Den Bosch – und für die Museumswelt – wenn am 14. Oktober die neue Van-Gogh-Ausstellung startet. Diese zeigt nämlich nicht die berühmten „Sonnenblumen“ oder „Kartoffelesser“, sondern Bilder, Fotos und Videos aus dem Animationsfilm „Loving Vincent”, dem ersten komplett in Ölfarben animierten Film.

Geliebter Vincent


Im Film „Loving Vincent“ geht Armand Roulin, der Sohn von Van Goghs Postboten, den Umständen von Van Goghs Tod auf die Spur. Etwa 100 bekannte Meisterwerke von Vincent van Gogh wurden von einem 125-köpfigen Team für den Film verarbeitet. Heraus kamen 1.400 Animationen im Stil von Van Gogh. Es kostete Regisseur Dorota Kobilea und Produzenten Hugh Welchman sechs Jahre, das aufwändige Projekt zu realisieren. Unter der Leitung Kobileas blieb das Künstlerteam dem ursprünglichen Stil des Künstlers so treu wie möglich. Van Gogh schrieb in seinem letzten Brief: “Wel, de waarheid is, dat we niet anders kunnen spreken dan door middel van onze schilderijen” (Übers.: “Nun ja, die Wahrheit ist, dass wir nicht anders sprechen können, als mithilfe unserer Werke”). Am 28. Dezember kommt der Film in die deutschen Kinos, in Den Bosch kann man bereits ab 14. Oktober Ausstellung und Film kombiniert besuchen.

Von Leinwand zu Leinwand


Die Ausstellung zeigt anhand von Gemälden, Fotos und Videos detailliert die Entstehung des gemalten Animationsfilms, von der Entwicklung des Szenarios bis hin zu faszinierenden Details des Schöpfungsprozesses. Etwa 100 Werke werden verteilt auf sechs Museumsräume zu sehen sein. Es wird ebenfalls verdeutlicht, wie das Künstlerteam Lösungen fand, wenn Szenen Abweichungen vom originalen Gemälde Van Goghs verlangten. Beispielsweise im immer wieder auftretendem Fall, dass Van Goghs Gemälde nicht das passende Maß der Kinoleinwand aufwiesen.

Ein besonderes Element der Ausstellung ist die ‚Painting Animation Work Station‘. Jede Woche von Donnerstag bis Sonntag wird hier ein Künstler, der auch am Film mitarbeitete, neue Animationen in Öl kreieren. Verarbeitet werden dabei Werke aus der Brabant-Periode von Vincent van Gogh. Die Ausstellung „Loving Vincent“ ist vom 14. Oktober 2017 bis zum 28. Januar 2018 zu sehen. Tickets, sowie Kombitickets für Ausstellung und Kinobesuch in Den Bosch (englische Sprache), sind auf der Webseite des Museums erhältlich. Die Kombitickets kosten 16,50 Euro.

Van Gogh im Noordbrabants Museum


Das Noordbrabants Museum zeigt als einziges Museum im Süden der Niederlande originale Werke von Vincent van Gogh (1853-1890). Aktuell befinden sich zehn Werke von Vincent van Gogh in der Dauerausstellung des Museums. Dazu gehören alle Werke, die Van Gogh in Nuenen malte, wo er den größten Teil seines Lebens in den Niederlanden als Künstler arbeitete. Durch die Organisation von Van-Gogh-bezogenen Ausstellungen und Aktivitäten spielt das Museum innerhalb von Brabant eine zentrale Rolle für das kulturelle Erbgut der Provinz. Neben Den Bosch gibt es noch vier weitere Orte in Brabant, an denen man auf den Spuren Van Goghs wandeln kann.

Das Noordbrabants Museum ist einer der Partner der Initiative „Kunst Holland“, die das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) ins Leben gerufen hat. Dieser Initiative gehören 2017 außerdem das Rijksmuseum, Van Gogh Museum, Königliche Concertgebouw, Mauritshuis, Gemeentemuseum, Escher im Palast, Kröller-Müller-Museum und Groninger Museum an. Ziel ist es, den deutschen Nachbarn die hochkarätigen Kunstschätze und die interessanten Ausstellungsprogramme der Niederlande näherzubringen.

Weitere Informationen: www.holland.com/kunst;
http://www.hetnoordbrabantsmuseum.nl

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