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Kategorie: Niederlande (Seite 1 von 2)

Das Zweirad wird 200: Holland feiert Jubiläumsjahr mit lekker-radeln-Kampagne

Landal Greenpark de Lommerbergen, gefotografeerd door Maarten Husiman Fotografie.

Als Karl Freiherr von Drais 1817 die weltweit erste Laufmaschine auf zwei Rädern entwarf, legte der Mannheimer damit den Grundstein für das heutige Fahrrad – und das wohl liebste Fortbewegungsmittel der Niederländer. Denn 200 Jahre nach Drais` Erfindung ist nicht etwa Deutschland, sondern das westliche Nachbarland die weltweit führende Radfahrnation. Das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) ehrt den „Holland-Klassiker“ 2017 mit der Kampagne „lekker radeln“ und stellt dabei Genuss-Radrouten ins Rampenlicht.

 

In den Niederlanden gibt es mit circa 22,3 Millionen Exemplaren mehr Fahrräder als Einwohner. Durchschnittlich steigt ein Niederländer 300-mal pro Jahr aufs Rad und legt damit insgesamt 900 Kilometer zurück.  Würde man alle Fahrradwege des Landes zusammenlegen, ergäbe das eine Wegstrecke von 35.000 Kilometern.  Bei diesen Zahlen wundert es kaum, dass die Niederlande international als „Fahrradland“ bekannt sind. Breite, Wege, flache Landschaften und gut ausgeschilderte Routen bieten ideale Bedingungen. Und überall locken kulturelle und kulinarische „Leckerbissen“ auf den Sattel, wie die Webseite www.lekkerradeln.de zeigt.

 

Genuss-Touren quer durchs Land

Ob Sterne-Restaurant oder Bauerncafé, Düne oder Picknickwiese, Schloss oder Naturgebiet: Die Webseite des NBTC bietet Inspiration für Radtouren sowie Sehenswürdigkeiten und regionale Köstlichkeiten am Wegesrand. Dabei wird schnell deutlich, dass die Vokabel „lekker“ mehr ist als eine Bewertung für Speisen. Niederländer verwenden das Wort auch, wenn sie sich wohlfühlen oder etwas schön finden. Touren durch Flevolands Tulpenfelder oder entlang historischer Hansestädte werden ebenso vorgestellt wie Strecken, die zu den Käsemärkten in Nordholland oder den besten Feinschmecker-Lokalen in Leiden führen. Daneben bietet die Webseite einen Routenplaner, mit dem sich Radreisen individuell ausarbeiten lassen. Ein nummeriertes Knotenpunktsystem, das sich durch die gesamten Niederlande zieht, weist während der Tour den Weg – und ist nützliches Hilfsmittel, wenn die Route spontan verlängert oder abgekürzt werden soll.

 

200 Jahre Fahrrad – 200 Kilometer „lekker radeln“

Vom 5. bis 7. Mai 2017 feiert das NBTC den Geburtstag des liebsten fahrbaren Untersatzes der Niederländer mit einer großen Fahrradstaffel. Deutsche Journalisten und Blogger sowie Gewinner einer Leseraktion und NBTC-Partner werden insgesamt 4 x 200 Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegen. Unterwegs lernen sie die vielseitigen Radfahr- und Genussmöglichkeiten der Niederlande kennen. Ausgangspunkt für alle Teilnehmer ist der Landal-Ferienpark Miggelenberg am Fuße des Nationalparks De Hoge Veluwe. Von hier aus geht es in alle vier Himmelsrichtungen. Während eine der 200 Kilometer-Touren über die Obstbauregion Betuwe bis in das historische Zentrum der Universitätsstadt Leiden und an die Küste führt, geht es für andere Teilnehmer in die grüne Provinz Overijssel mit ihren vielen pittoresken Ortschaften. Wieder andere Radfahrer nehmen sich mit Groningen die nördlichste Region der Niederlande vor oder fahren in Flevoland am IJsselmeer entlang bis nach Holland boven Amsterdam.

 

Weitere Informationen zur Kampagne auf www.lekkerradeln.de.

Escher im Palast Den Haag: Ausstellung zeigt erstmals Fotografien des genialen Grafikers

M.C. Escher, Metamorphosis III, detail Atrani 1939-40, 1967-68_Quelle Sa...

M.C. Escher, Metamorphosis III, detail Atrani 1939-40, 1967-68_Quelle Sa…

Das Bild als Rätsel für den Betrachter: Führt die Treppe aufwärts oder abwärts? Herrscht Tag oder Nacht? Optische Illusionen wie diese sind das Markenzeichen des niederländischen Grafikers Maurits Cornelis Escher (1898-1972). Er war einer der genialsten Konstrukteure unmöglicher Welten. Mit seinen weltbekannten Grafiken stellt er auf faszinierende Weise die Grenze zwischen Illusion und Realität in Frage und treibt den Betrachter an den Rand der Verzweiflung. In dem ihm gewidmeten Museum „Escher im Palast“ in Den Haag (Niederländisch: Escher in het Paleis) können Kunstinteressierte ab dem 4. Februar 2017 eine ganz besondere Ausstellung bewundern, in der unter dem Titel „Escher, Close up“ eine Auswahl privater Fotografien des weltberühmten Grafikers präsentiert wird. Die Ausstellung widmet sich dem Einfluss dieser Aufnahmen auf seine grafische Arbeit und gestattet unerwartete Einblicke in sein Privatleben. So kommt der Besuch der Ausstellung einem Blick hinter die Kulissen gleich.

 

Mit den Augen eines Voyeurs …

Die privaten Fotos stammen größtenteils von Escher selbst. Beim Betrachten der Aufnahmen schaut man wie ein Voyeur auf die Welt, auf den Alltag, wie er es tat – was mit ein Grund ist, warum der Grafiker diese Fotos nie ausstellen ließ. Marcel Westerdiep, Direktor von Escher im Palast, ist glücklich, die Bilder nun zeigen zu können: „Wir haben all seine Alben durchforstet und viele Fotos seinen Werken zuordnen können – das war sehr interessant.“ Es sind auch Schnappschüsse zu sehen, die Escher etwa von seinen Kindern gemacht hat. „Das Spannende daran ist, dass man auch bei den privaten Fotos den ganz eigenen Escher-Blick auf die Dinge erkennt und verfolgen kann, wie er gearbeitet hat.“

 

Nur ein Schnappschuss? Oder viel mehr?

Sein Blick auf die Welt lässt sich anhand des Foto seiner Frau Jetta auf einem Felsenvorsprung über dem Dorf Atrani nachvollziehen. Es ist zwar eine Aufnahme von ihr – doch ist es wirklich nur das Bild seiner Frau? Oder war Jetta vielmehr Teil einer Inszenierung Eschers? Das Dorf Atrani im Hintergrund jedenfalls taucht häufig in seinen Werken auf. In seinen Tagebüchern schreibt Escher, er wolle den Betrachtern die Erfahrung vom Sturz in die Tiefe vermitteln. „In jedem Fall stellt sich dieses Gefühl beim Betrachten von Jettas Foto ein“, erklärt Westerdiep. „Und man denkt: ,Puh, gut, dass sie nicht herabgestürzt ist’, so sehr steckt man im Foto.“

 

Interaktive Dauerausstellung im königlichen Palast

Das ganze Jahr über präsentiert das Museum „Escher im Palast“ seinen Besuchern im ehemaligen königlichen Winterpalast eine Dauerausstellung, die mit nahezu 150 Werken fast das gesamte Oeuvre aus weltberühmten Darstellungen und fantasievollen Zeichnungen umfasst. Höhepunkt der Dauerausstellung ist das sieben Meter lange Werk „Metamorphose III“ aus den Jahren 1967/68, das den Betrachter in seinen Bann zieht und eine Verbindung von Ewigkeit und Unendlichkeit darstellt.

Darüber hinaus können sich Besucher nicht nur von Eschers Werken bezaubern lassen, sondern auf der zweiten Etage des Museums in die Welt des „Meisters der Illusionen“ eintauchen. Hier befindet sich die interaktive Präsentation „Sehen wie Escher“. In dieser innovativen Ausstellung können Besucher einen Saal betreten, in dem sich scheinbar Wände bewegen oder in der magischen Kugel das Erscheinen und Verschwinden von Welten beobachten.

 

M. C. Escher: Escher, Close up, 4. Februar bis 14. Mai 2017, Escher im Palast, Lange Voohout 74, 2514 EH Den Haag, geöffnet dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr, Tel.: +31 (0)70 427 77 30

Preise: Erwachsene 9,50 Euro, Kinder 6,50 Euro

 

Initiative Kunst Holland

Escher im Palast ist einer der Partner der Initiative „Kunst Holland“. Dieser Initiative gehören 2017 acht Museen, das Königliches Concertgebouw in Amsterdam sowie das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) an: In Amsterdam sind dies das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum, in Den Haag neben dem Mauritshuis das Gemeentemuseum und Escher im Palast, in Den Bosch das Noordbrabants Museum, in Arnheim das Kröller-Müller-Museum sowie in Groningen das Groninger Museum.   

 

Mit dem Ziel, die Kunst- und Kulturgeschichte der Niederlande  zum Thema in Deutschland zu machen, gründete sich 2014 die Initiative „Kunst Holland“. Erstmalig in Europa haben sich Direktoren international bedeutender Museen und Marketing-Verantwortliche zusammengetan, um dem deutschen Nachbarn die hochkarätigen Kunstschätze und die interessanten Ausstellungsprogramme der Niederlande näherzubringen.

 

Start der offiziellen Tulpensaison in den Niederlanden

Tulpensaison eröffnet, Foto: Niedreländisches Büro für Tourismus

Tulpensaison eröffnet, Foto: Niedreländisches Büro für Tourismus

„Drei, zwei, eins  – los!“ Am 21. Januar fiel der Startschuss zur diesjährigen Tulpensaison auf dem Dam-Platz vor dem Königsschloss in Amsterdam. Rund 17.000 Menschen – Einheimische und Touristen aus aller Welt – versammelten sich in einem Pflückgarten aus gut 200.000 gelben, roten, weißen, orange-, lila- und rosafarbenen Tulpen, die zuvor in mehrstündiger Handarbeit vor der historischen Kulisse „ge- pflanzt“ worden waren, und stellten sich einen bunten Frühlingsstrauß zusammen. Initiatorin dieses bereits zum sechsten Mal stattfindenden Spektakels zur Eröffnung des Nationalen Tulpenjahres war die Stiftung Tulpen Promotion Niederlande (TPN), der gut 500 niederländische Tulpenzüchter angehören. TPN-Vorsitzender Arjan Smit zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden: „Der Nationale Tulpentag hat sich zu einer Veranstaltung von Weltrang entwickelt! Wir hätten uns für 2017 keinen besseren Start der Tulpensaison vorstellen können.“ Die letzte Blume des Pop-up-Gartens übrigens war gegen 16 Uhr gepflückt.

 

Ein Rekordjahr wird erwartet

In den Läden wird es den Frühjahrsblüher in mehr als 1000 verschiedenen Sorten und in Topqualität allerdings noch bis Ende April geben: von hellgelb bis dunkelviolett, lilienförmig bis gefranst und zweifarbig bis zu doppelter Blüte. Tulpen haben in den letzten Jahren weltweit deutlich an Beliebtheit zugenommen; im Jahr 2017 wird die Tulpenproduktion in den Niederlanden zum ersten Mal die 2-Milliarden-Marke übersteigen.  Verantwortlich dafür ist neben der hohen Qualität und dem erweiterten Sortiment auch der nachhaltige Anbau der Pflanze. Holländische Tulpen werden gegenwärtig nicht im Boden, sondern vor allem auf dem Wasser ohne chemische Mittel angebaut. Der Energieverbrauch bei der Produktion ist im Vergleich zu anderen Blumen sehr niedrig und nimmt nach wie vor jährlich ab.

 

Themenjahr „Dutch Design“ im Keukenhof

Rekordverdächtig zeigt sich auch der Keukenhof bei Lisse: Gut eine Million Menschen bewunderten hier 2016 die Frühjahrsblüher Tulpe, Narzisse & Co. Am 23. März 2017 wird der 32 ha große Frühjahrspark wieder für acht Wochen seine Tore öffnen. Im Rahmen des Themenjahres „Dutch Design“ stellt der Park seine Pflanzungen ganz unter dieses Motto. Den Höhepunkt des Themenjahres bildet ein 250 Quadratmeter großes Blumenmosaik, das auf ein Bild von Piet Mondrian zurückgeht. Namhafte Künstler wie Gerrit Rietveld, Theo van Doesburg und eben Mondrian haben den Grundstein für das niederländische Design gelegt. Und bis heute sind niederländische Designer Branchenführer in den Bereichen Architektur, Mode-, Grafik- und Produktdesign. Bereits im letzten Oktober setzen die Gärtner die gut 80.000 Zwiebeln für das Mosaik. Keukenhof-Chefdesigner Martin Elling entwarf das Bild, das sich aus verschiedenfarbigen Tulpen, Krokussen und Traubenhyazinthen zusammensetzt. Insgesamt werden im Keukenhof jährlich ca. 7 Millionen Blumenzwiebeln gepflanzt.

 

2017: ein historisches Jahr für den Keukenhof

Keukenhof-Direktor Bart Siemerink unterstrich die besondere Bedeutung des Jahres 2017 für den berühmtesten Frühlingspark der Welt: „Es wird in jeder Hinsicht ein historisches Jahr für uns. Erstmals seit der Gründung 1949 haben wir bedeutende Umbauten vorgenommen, die vor allem den Besuchern zugute kommen und den Park noch schöner und großzügiger werden lassen.“ Den mehr als 1 Mio. Besuchern aus gut 100 Ländern, die auch in diesem Jahr erwartet werden, steht ein komplett neuer Eingangsbereich mit mehreren Restaurants, Cafés, Toilettenanlagen, Souvenirshops, Boutiquen und Schließfächern zu Verfügung. Die Parkplätze wurden neu angelegt und die Gartenanlagen um 3 ha Schaufläche erweitert.

Der Keukenhof ist in diesem Jahr vom 23. März bis zum 21. Mai täglich von 8 bis 19.30 Uhr geöffnet (Kassenschluss um 18 Uhr; Erwachsene 16 €, Kinder unter drei Jahren frei, Kinder von vier bis 11 Jahren 8 €; Adresse: Stationsweg 166 A, 2161 AM Lisse).

 

Noordwijk: Sport- und Blumenbadeort Europas

Im benachbarten südholländischen Blumenbadeort Noordwijk dreht sich neben Tulpen & Co. in diesem Jahr alles um den Sport. Das Seebad darf ein Jahr lang den Titel „European City of Sport“ tragen, den die „European Capitals and Cities of Sport Federation“ vergeben hat. Der in direkter Nähe zu Amsterdam und Haarlem gelegene Küstenort punktet daher in diesem Jahr mit zahlreichen Sport-veranstaltungen zum Mitmachen und Zuschauen für die ganze Familie. Etwa dem Zandvoort–Noordwijk–Scheveningen-Marathon am 19. März, der KiteBoard Open vom 3. bis 5. Juni oder der Welt- und Europameisterschaft der Hobie Cats, bei der in der letzten Juliwoche mehr als 200 Katamarane an den Start gehen.

Natürlich bietet Noordwijk als Blumenbadeort, der im Herzen des  „Bollenstreek“, der niederländischen Blumenzwiebelregion schlechthin, liegt, auch im Jahr 2017 ein buntes, vielfältiges Programm rund um die Tulpe. Highlights sind u. a. die Blumenparade (22.–23. April), die Internationale Historische Tulpenrallye (13. Mai), das Blumenfestival (um den 10. August) und der Blumencorso mit seinen prachtvoll geschmückten Paradewagen (12./13. August).

Die Niederlande in der Weihnachtszeit: Zirkusse, Eisbahnen und Märkte auf dem Wasser

Winterwelt in Groningen, FGoto: NBTC

Winterwelt in Groningen, FGoto: NBTC

In den Niederlanden fängt die Weihnachtszeit schon Mitte November an. Diese beginnt mit der Ankunft des Nikolaus, der auf Holländisch Sinterklaas heißt. Der Glaube der Kinder ist, dass Sinterklaas jedes Jahr mit einem Dampfboot und zahlreichen Helfern, die in den Niederlanden Zwarte Piet heißen, aus dem fernen Spanien anreist, um Kinder zu beschenken – und wenn nötig, sie zu tadeln oder gar mit zurück nach Spanien zu nehmen. Der Zwarte Piet kann mit dem deutschen Knecht Ruprecht verglichen werden.  

 

Sinterklaas

Nach seiner Ankunft mit dem Schiff in Maassluis, in der niederländischen Stadt in Südholland, reist Sinterklaas bis zum
5. Dezember durch das ganze Land. Sinterklaas besucht die Kinder immer ein bisschen früher als sein deutsches Pendant: Der eigentliche Nikolaus-Tag findet nicht wie in Deutschland am 6., sondern am Abend des 5. Dezember statt. Mit der Ankunft von Sinterklaas wird traditionell die Weihnachtssaison in den Niederlanden eröffnet. Stimmungsvolle Weihnachtsmärkte in vielen Städten, fantasievolle Festivals, beleuchtete Städte und adventliche Ausstellungen locken Besucher aller Altersklassen an. In den Niederlanden ist das Sinterklaasfest immer noch wichtiger als das Weihnachtsfest am 24. Dezember.

 

Authentischer Weihnachtsmarkt

In der Gemeinde Dordrecht in der niederländischen Provinz Südholland findet man den größten Adventsmarkt Hollands, welcher besonders für seine stimmungsvolle Atmosphäre bekannt ist. Auf einer Strecke von insgesamt 2,5 Kilometern führt der Weihnachtsmarkt vom 16. bis 18. Dezember Besucher durch das historische Stadtzentrum Dordrechts. Mit rund 300 Marktbuden und einer Eisbahn bietet der Weihnachtsmarkt ein umfangreiches Angebot. Chöre, Bands und Orchester sorgen auf zwei Bühnen für Unterhaltung.

Weitere Informationen: http://www.kerstmarktdordrecht.nl/deutsch; http://www.vvvdordrecht.nl/de/home; www.holland.com  

 

Winter in Utrecht

Von November bis Januar finden über 100 verschiedene Winteraktivitäten in Utrecht statt. Das „Knüss Winterfest“ verwandelt Utrecht mit Märkten und vielfältigen Aktivitäten vom 9. bis 11. Dezember in ein Winterparadies. Man kann auf einer großen Bahn eislaufen, sich im Biergarten mit einem heißen Glühwein aufwärmen oder einen typischen Weihnachtsmarkt in der Twijnstraat erleben. Geboten wird ferner der beliebte Markt mit Produkten aus der Region, der Markt „Vol van smaak“ mit Fair Trade-Gerichten oder der „Zelfgemaakte Markt“ mit handgemachten Waren. Zudem sind auf allen Plätzen Wunschbäume ausgestellt, an die man Wunschzettel hängen kann.

Weitere Informationen:

http://www.besuch-utrecht.de/aktivitaten/1918169077/knuss-winterfest;

 

Royal Christmas Fair

Im Zentrum von Den Haag kehrt zum dritten Mal der königliche Weihnachtsmarkt zurück. Besucher können sich vom 15. bis 23. Dezember bei Glühwein und Weihnachtslichtern auf Weihnachten einstimmen. Geschichtenerzähler, Kinderchöre und Theatergruppen gestalten das Programm des stimmungsvollen Weihnachtsmarktes.

Weitere Informationen:

http://royalchristmasfair.nl/ (Niederländisch)

 

Schwimmender Weihnachtsmarkt

Den einzigen schwimmenden Weihnachtsmarkt der Niederlande kann man unter dem Namen „Winter Wonder Weken“ zwischen dem 16. und 28. Dezember in Leiden besuchen. Auf dem Wasser des „Nieuwe Rijn“ schwimmen Hütten, in denen man Weihnachtsgeschenke kaufen kann.

Weitere Informationen: http://www.visitleiden.nl/de

 

Gouda bei Kerzenschein

Für weihnachtliche Stimmung sorgt ein Besuch der Stadt Gouda bei Kerzenschein. Das berühmte gotische Stadthaus und die Gebäude rund um den Markt der südholländischen Stadt erstrahlen am Freitag, 16. Dezember, in warmem Schein: beim Kerzenabend werden tausende Lichter für festliche Atmosphäre sorgen. In dieser märchenhaften Umgebung werden unter dem Tannenbaum gemeinsam mit verschiedenen Chören Weihnachtslieder gesungen.

Weitere Informationen: http://www.goudabijkaarslicht.nl/bijlages/Deutsche_Info_GoudaKerzenlicht.pdf

 

Festliche Schlösser

In der niederländischen Provinz Gelderland bilden zwei Schlösser eine besonders romantische Kulisse für vorweihnachtliche Veranstaltungen. Das Wasserschloss Middachten in der Nähe von Arnheim zeigt sich vom 15. bis 20. Dezember von seiner prächtigsten Seite: das Gebäude selbst ist mit Weihnachtsdekorationen geschmückt. Der Chor der Englischen Kirche singt Christmas Carols, und auf einem Weihnachtsmarkt können Besucher handgemachte Geschenke erwerben.

Einen Eindruck von den Weihnachtsfeiern der königlichen Familie in den vergangenen 300 Jahren erhalten Besucher vom 17. Dezember 2016 bis 8. Januar 2017 in der früheren königlichen Residenz Paleis Het Loo bei Apeldoorn. Die festlichen Tafeln sind mit feinstem Damast und funkelndem Kristall, hauchzartem Zuckerwerk und kandierten Früchten gedeckt. Die im gesamten Schloss aufgestellten Weihnachtsbäume sind in verschiedenen Stilen geschmückt – mit dem originalen Weihnachtsschmuck der verschiedenen Regenten und Regentinnen.

Im Schloss Keukenhof hält der traditionelle Weihnachtsmarkt jedes Jahr am Wochenende nach Sinterklaas Einzug. Während der weltberühmte Blumengarten zu der Zeit noch geschlossen ist, öffnet das benachbarte Schloss für die Weihnachtszeit seine Türen. Vom 8. bis 11. Dezember und vom 16. bis 18. Dezember erfährt man unter dem Motto „375 Jahre Weihnachten auf Schloss Keukenhof“ wie der Adel auf dem Schloss Weihnachten gefeiert hat. Zum zweiten Mal findet das „Castlefest Winter Editie“ am 17. und 18. Dezember statt. Bei diesem Fest steht alles im Zeichen der Epoche Mittelalter. Dort werden diverse spirituelle Workshops für Jung und Alt angeboten.

Weitere Informationen: http://www.kasteelkeukenhof.nl/wilkommen; http://www.middachten.nl/middachten-castle-and-gardens/; https://www.paleishetloo.nl/de/#2016-11-01; http://www.regionarnheimnimwegen.de/;  

www.holland.com

 

Advent in den Hansestädten

In der niederländischen Hansestadt Zwolle gibt es zwischen dem 1. und 22. Dezember viele verschiedene kleine Weihnachtsmärkte und Veranstaltungen. Zum ersten Mal lädt die Stadt für den 17. Dezember zu einem kleinen, inspirierenden Weihnachtsevent im Zentrum ein, mit einer großen Krippe und verschiedenen Bühnenauftritten. Auch in diesem Jahr gibt es den üblichen verkaufsoffenen Sonntag am 18. Dezember. An diesem Tag haben die meisten Hansestädte einen verkaufsoffenen Sonntag.

In Deventer steht auch in diesem Dezember wieder alles im Zeichen Charles Dickens‘: Im historischen Stadtkern erwachen am Samstag und Sonntag, 17. und 18. Dezember, während des alljährlichen „Charles Dickens Festivals“ rund 950 Figuren aus den berühmten Büchern des britischen Schriftstellers Charles Dickens zum Leben. Zu bestaunen sind sie jeweils von 11 bis 17 Uhr. Das Fest wird jährlich von mehr als 150.000 Literaturfreunden besucht, weshalb am Eingang mit Wartezeiten zu rechnen ist. Der Eintritt ist frei. Zudem gibt es am 18. Dezember unter den Titel „Deventer Weihnachtsstadt“ frei zugängliche Konzerte in der Großen Kirche (Grote Kerkhof) und der Broederenkerk.

Wem es in Deventer etwas zu trubelig ist, kann am 17. und 18. Dezember nach Kampen fahren: hier wird das Weihnachtsfest in Oud Kampen veranstaltet. Auch hier kann man die Figuren aus den Büchern von Charles Dickens in festlicher Atmosphäre in den Straßen treffen. Die Veranstaltung ist aber wesentlich kleiner als in Deventer und auch noch unbekannter. 

Weitere Informationen: http://www.holland-hanse.de/

http://www.dickensfestijn.nl/deutsch; www.holland.com

 

Magisches Maastricht

Im Dezember verwandelt sich Maastricht in eine zauberhafte Weihnachtsstadt. Vom 2. Dezember 2016 bis zum 1. Januar 2017 führt eine Lichtroute die Besucher zu zahlreichen „magischen“ Orten und Cafés in Maastricht. Zudem kann man den Weihnachtszauber auf der Eisbahn oder auf dem Riesenrad genießen. Tänzer, Theatergruppen und Musiker sorgen für eine besondere Stimmung.

Weitere Informationen: http://www.vvvmaastricht.nl/en/magical-maastricht.html  

 

Winter wie Anno dazumal

Einen typisch niederländischen Winter können Besucher im „Nederlands Openluchtmuseum“ in Arnheim erleben. Vom 3. Dezember 2016 bis 15. Januar 2017 ist der Winter in dem Freilichtmuseum zu Hause. Hier kann man erfahren und  erleben, wie die Niederländer die Winter in den vergangenen Jahrhunderten erlebt haben: wie sie im Winter ihrer Arbeit nachgegangen sind, welche Schwierigkeiten es in den damals rauen Wintern gab, wie sie sich die kalte Zeit gemütlich gemacht  und wie sie ihre Freizeit verbracht haben. Zudem können Besucher Eislaufen gehen, Schlitten fahren oder Wintergeschichten lauschen.

Weitere Informationen: http://www.openluchtmuseum.nl/ontdek-het-museum/winter/;

http://www.regionarnheimnimwegen.de/

 

Schneelandschaft im Eisenbahnmuseum

Jedes Jahr während der Weihnachtsferien verwandelt sich das Eisenbahnmuseum in Utrecht in eine Winterlandschaft. So befinden sich vom 24. Dezember 2016 bis 8. Januar 2017 zwischen den Zügen eine riesige Eisfläche, hunderte Weihnachtsbäume, tausende Lichter und ein antikes Karussell.

Weitere Informationen: www.spoorwegmuseum.nl (Niederländisch); www.visit-utrecht.com (Englisch); www.holland.com 

 

Eislaufen mit Blick aufs Meer

Als Winterlandschaft präsentiert sich auch der Badeort Scheveningen. Vor dem Kurhaushotel wird eine 600 Quadratmeter große Eislaufbahn aufgebaut, auf der man von morgens bis abends eislaufen kann. Die umliegenden Restaurants bieten beheizte Terrassen, damit man auch im Winter draußen sitzen kann. Zwischen 3. Dezember 2015 und 15. Januar 2015 lädt eine Eislaufbahn auf der Strandpromenade direkt vor dem Pier zum Schlittschuhfahren ein – Eislaufen mit Blick aufs Meer! Zudem ist auf dem Boulevard eine 30 Meter lange Rutschbahn aufgebaut.

Weitere Informationen: http://www.cooleventscheveningen.nl/

(Niederländisch); https://denhaag.com/de

 

Eislaufbahnen

Im Winter gibt es in vielen Städten der eislaufbegeisterten Niederlande Eisbahnen. Diese sind in der Regel zwischen November und Januar geöffnet.

Weitere Informationen: http://www.holland.com/us/tourism/article/5-iceskating-rinks-in-the-city.htm

 

Niederländisches Eisskulpturen-Festival

Skulpturen aus Eis und Schnee sind vom 10. Dezember 2016 bis 5. Februar 2017 in der Boulevard Arena in Amsterdam in allen erdenklichen Formen ausgestellt. Dieses Jahr werden die Skulpturen passend zu dem Thema „Musik Inspires“ (Musik inspiriert) geformt. Zum Aufwärmen gibt es winterliche warme Speisen und Getränke sowie täglich einen Auftritt von Live-Musikern.

Weitere Informationen: http://www.ijsbeelden.nl/ (Niederländisch)

 

Manege frei für den Weihnachtszirkus

Der „Zirkus Ahoy“ präsentiert sich vom 24. bis 30. Dezember in Rotterdam. Der Weihnachtszirkus ist seit 45 Jahren eine charmante Tradition zum festlichen Jahresende. Das Programm reicht von Akrobatik und Clowns bis hin zu Kunststücken auf dem Trapez im Theater.

Weitere Informationen: www.kerstcircus.nl (Niederländisch); https://en.rotterdam.info// (Englisch); www.holland.com 

 

Vom 24. Dezember 2016 bis 5. Januar 2017 präsentiert auch Utrecht die siebte Auflage seines Wintercircus, der aus einer Mischung aus Romantik, Spektakel und Humor besteht. Auch in diesem Jahr versprechen die Veranstalter einen unvergesslichen Nachmittag mit einzigartigen Zirkusnummern. Zum 2,5 stündigen Programm tragen eine bunte Parade der Akrobaten, Clowns, Tiere und andere Künstler bei. Auch in Den Haag findet auf dem Malieveld vom 24. Dezember 2016 bis 8. Januar 2017 ein großer Weihnachtszirkus statt. Artisten aus der ganzen Welt kommen zusammen, um Stunts vorzuführen und die Besucher zum Bangen und Lachen zu bringen.

 

Weitere Informationen: http://www.wintercircusutrecht.nl/

(Niederländisch); http://www.visit-utrecht.com/ (Englisch); http://www.kerstcircusdenhaag.nl/(Niederländisch); http://denhaag.com/de; www.holland.com 

Amsterdam Light Festival

Das Amsterdam Light Festival erleuchtet die Amsterdamer Innenstadt und die Grachten vom 1. Dezember 2016 bis zum 22. Januar 2017. Künstler, Designer und Architekten aus aller Welt verwandeln Amsterdam jeweils von 17 bis 22 Uhr in eine leuchtende Großstadt. Es gibt zwei Routen: die Bootroute „Water Color“ und die Laufroute „Illuminade“.

Weitere Informationen: https://www.amsterdamlightfestival.com/en/

(Englisch); http://www.iamsterdam.com/de; www.holland.com 

 

 

Termin-Übersicht

 

Amsterdam Light Festival                       1.12.2016 – 22.1.2017

 

Apeldoorn, Paleis Het Loo                      17.12.2016 – 8.1.2017

 

Arnheim, Wasserschloss Middachten        15.12. – 20.12.2016

 

Arnheim, Freilichtmuseum                      3.12.2016 – 15.1.2017

 

Boulevard Arena Amsterdam                  10.12.2016 – 5.2.2017

 

Dordrecht                                           16.12.2016 – 18.12.2016

 

Deventer, Charles Dickens Festival          17.12.2016 – 18.12.2016

 

Den Haag, Royal Christmas Fair              15.12.2016 – 23.12.2016

 

Den Haag, Maliveld Zirkus                     24.12.2016 – 8.1.2017

 

Gouda bei Kerzenschein                         16.12.2016

 

Groningen, Winterwelvaart                     16.-18.12.2016

 

Kampen                                              17.-18.12.2016

 

Leiden, Winter Wonder Weken                16.-28.12.2016

 

Maastricht                                           2.12.2016-1.1.2017

 

Rotterdam, Ahoy Zirkus                         24.-30.12.2016

 

Schloss Keukenhof                               8.- 11.12.2016 &

16.-18.12.2016

 

Scheveningen                                      3.12.2016-15.1.2017

 

Utrecht, Eisenbahnmuseum                    24.12.2016-8.1.2017

 

Utrecht, Knüss                                     9.12.2016–11.12.2016

 

Utrecht, Zirkus                                     24.12.2016-5.1.2017

 

Zwolle                                                1.-22.12.2016

Ausgezeichnet! Das Wattenmeer ist das schönste Naturgebiet der Niederlande

Das niederländische Wattenmeer ist beliebtestes Naturgebiet, Foto: Fotocredits: Wattenmeer und Hoge Veluwe © NBTC, Hollandse Duinen © Staatsbosbeheer

Das niederländische Wattenmeer ist beliebtestes Naturgebiet, Foto: Fotocredits: Wattenmeer und Hoge Veluwe © NBTC, Hollandse Duinen © Staatsbosbeheer

Seit dem 31. Oktober steht offiziell fest: Das niederländische Wattenmeer ist das »Schönste Naturgebiet der Niederlande«. Bei einer landesweiten Abstimmung machte der nieder-ländische Teil des Wattenmeeres das Rennen vor dem Nationalpark De Hoge Veluwe bei Arnhem und dem südholländischen Nationalpark Hollandse Duinen (Holländi-sche Dünen). Von den abgegebenen knapp 88.000 Stimmen entfielen rund 15.000 auf das Watt – das waren mit Abstand die meisten!

 

Vom 10. bis zum 31. Oktober um 13 Uhr war die niederländische Öffentlichkeit aufgefordert, für ihren Favoriten abzustimmen. Zu den 13 nominierten Naturgebieten gehörten unter anderem der National-park Oosterschelde in Zeeland, das friesische Süßwasser-Sumpfgebiet Weerribben-Wieden und die karibische Vulkaninsel Saba. Mit dieser Wahl möchte das Kabinett die niederländische Natur für in- und ausländische Besucher attraktiver machen. Jeder Gewinner erhält vom Wirtschaftsministerium einen Betrag in Höhe von 300.000 Euro.

 

Das Wattenmeer – the place to be

Staatssekretär Martijn van Dam (Wirtschaftsministerium) und Professor Pieter van Vollenhoven (Meeresökologe) gaben das Ergebnis der Wahl am Abend des 31. Oktober bekannt. Die Naturgebiete müssten sich über die Grenzen hinaus zu nationalen Ikonen entwickeln, wie es Amsterdam, Hollands Tulpen und das Rijksmuseum bereits seien, so der Wunsch Van Dams. Lindeboom fügte schmunzelnd hinzu: „Die Zugvögel dieser Welt wissen schon seit Jahrhunderten, dass das Wattenmeer ,the place to be’ ist!“

 

Mit dieser Auszeichnung steht das holländische Wattenmeer – von der Festlandsküste bis zu den fünf Inseln – nun ganz oben auf der Liste von Naturgebieten der Weltklasse. Das Gebiet umfasst insgesamt 40 Prozent der Oberfläche der Niederlande. Mehr als sechs Millionen Vögel überwintern oder brüten hier jährlich. Sie nutzen das Watt als Zwischenstation zur Nahrungsaufnahme auf ihrem Zug gen Süden – für sie ist das Wattenmeer überlebensnotwendig. Und auch rund 15.000 Seehunden bietet es einen Schutzraum. Nicht umsonst nahm das UNESCO-Welterbekomitee das Watt vom dänischen Esbjerg bis zum holländischen Den Helder im Jahr 2009 in die Liste des Kultur- und Naturerbes auf.

 

Das Wattenmeer – eine beispiellose Wildnis

Das holländische Wattenmeer hat Besuchern viel zu bieten. Knapp drei Millionen ausländische Touristen – vor allem aus Nordrhein-Westfalen und Flandern – besuchten das größte Naturgebiet der Niederlande im vergangenen Jahr. Unter dem Einfluss von Ebbe und Flut verändern sich Natur und Landschaft beständig und dem Besucher präsentiert sich stets ein neues, attraktives Bild: Die außergewöhnliche Natur der Wadden ist weltweit einzigartig.

 

 

 

Das Preisgeld soll insbesondere in Maßnahmen zum Schutz der Natur, zur Naturerziehung beispielsweise für Schulen und zum Ausbau von Erholungsangeboten angelegt werden. Zusätzlich sind landesweite und internationale Marketingkampagnen geplant.

 

Das Wattenmeer – ein geschützter Raum für alle

Besucher des Wattenmeeres sollen für das Wattengebiet sensibilisiert werden, bestehende Konzepte ausgebaut und neue umgesetzt werden. Ein schönes Beispiel für ein naturnahes Projekt ist etwa „Ruhe für Vögel, Raum für Menschen“, in dessen Rahmen Vogelwärter mit Wattenmeer-Liebhabern (meist nicht frei zugängliche) Orte besuchen, an denen Vögel brüten und Seehunde ihre Ruheplätze haben. Geplant ist auch ein Film à la „Die neue Wildnis“ von Ruben Smit; der Naturfilmer und Ökologe arbeitet bereits mit Hochdruck am Wattenmeer-Thema.

 

„Der Preis birgt auch einen Auftrag für uns alle“, so Professor Han Lindeboom, „sorgt gut für die Natur, damit wir uns alle weiterhin an ihr erfreuen können.“

Zurück in der Heimat Friesland: Alma-Tademas Darstellungen antiker Szenen

Sir Lawrence Alma-Tadema, A Coign Of Vantage, 1895, Sammlung von Ann und Gordon Getty

Sir Lawrence Alma-Tadema, A Coign Of Vantage, 1895, Sammlung von Ann und Gordon Getty

Mehr als 80 Meisterwerke eines der erfolgreichsten Maler des 19. Jahrhunderts kommen im Herbst 2016 zurück in seine niederländische Heimat Friesland: Alma-Tademas Gemälde sind vom 1. Oktober 2016 bis zum 7. Februar Jahr 2017 unter dem Titel „Alma Tadema – Klassischer Charme“ im Friesischen Museum in Leeuwarden zu sehen. Sir Lawrence Alma-Tadema   (1836 – 1912) war der erste, der in seinen Bildern das antike Rom zum Leben erweckte. Seine Szenen waren so überzeugend, dass unser Bild der ägyptischen sowie der griechischen und römischen Antike stark von ihnen beeinflusst wurde. In Hollywood zum Beispiel dienten Alma-Tademas narrative Interpretationen als Grundlage für Filme über jene Epoche, von „Ben-Hur“ (1959) bis hin zu „Gladiator“ (2000).

Internationale Leihgaben

Das Friesische Museum in Leeuwarden hat für die Ausstellung Leihgaben aus den Sammlungen des Musée d‘ Orsay, der Tate Modern, des Prado und anderen Institutionen sowie aus privaten Sammlungen auf der ganzen Welt erhalten. Viele der mehr als 80 Gemälde in der Ausstellung sind zum ersten Mal seit Jahren in der Öffentlichkeit zu sehen. Die Kuratoren arbeiteten mit internationalen Alma-Tadema-Experten zusammen, um die Ausstellung zu konzipieren: Elizabeth Prettejohn, Leiterin der Kunstgeschichtsabteilung an der Universität von York; Peter Trippi aus New York, einem Experten in europäischer Malerei des 19. Jahrhunderts und Dr. Ivo Blom von der VU Universität Amsterdam. Die Schau mit dem begleitenden Film entstand in Zusammenarbeit mit dem EYE Filmmuseum in Amsterdam und dem Kino Slieker Film in Leeuwarden.

In Friesland geboren, in London zu Ruhm gelangt

Der in der niederländischen Provinz Friesland geborene Lourens Alma-Tadema studierte Malerei in Antwerpen und arbeitete in Brüssel, bis es ihn im Jahre 1870 nach London zog, wo er für den Rest seines Lebens gelebt und gearbeitet hat. In England entwickelte Alma-Tadema sich zu einem der erfolgreichsten und bedeutendsten Maler seiner Zeit und wurde Mitglied der Royal Academie of Arts. Es folgte die Einbürgerung, und aus Lourens wurde Lawrence Alma-Tadema. Er wurde 1899 anlässlich des 81. Geburtstags von Königin Victoria – sie schätzte Alma Tadema sehr – zum Ritter geschlagen und durfte sich „Sir“ nennen. Als er im Jahre 1912 starb, kam London für seine Beerdigung zum Stillstand und er wurde als Berühmtheit in der St. Pauls Kathedrale bestattet.

Faszination für klassische Antike

Alma-Tademas Faszination für die klassische Antike begann, während er in Rom und Pompeji auf Hochzeitsreise war. In seinen Bildern zeigt er Alltagszenen aus dem antiken Rom und erweckt damit die Geschichte zum Leben. Die Schilderungen der Antike waren so überzeugend, dass Filmregisseure seine Bilder als Vorlagen für epische Filme wie Ben-Hur (1959) oder Gladiator (2000) nahmen. Die Ausstellung zeigt, wie seine Arbeit die Filmindustrie beeinflusst hat – von Hollywoods Gründungsjahren bis zum 21. Jahrhundert.

Ausstellung Teil der Europäischen Kulturhauptstadt 2018
Das Friesische Museum verfügt über die größte Sammlung der Werke von Alma-Tadema in den Niederlanden. Einige Gemälde stiftete der Künstler selbst, andere schenkten seine Töchter Laurence und Anna dem Museum. Das Ausstellungshaus ist daher das einzige in den Niederlanden, das die Entwicklung des Malers im Laufe seines Lebens zeigt. Im Jahr 2015 erwarb das Museum ein Schlüsselwerk von Alma-Tadema: „Eingang des Theaters“, das jahrzehntelang dem wohlhabenden Amerikaner William Vanderbilt gehörte. Mit jenem Gemälde hatte Alma-Tadema den amerikanischen Markt erobert und seinen internationalen Ruhm gefestigt.

Die Ausstellung „Alma-Tadema: Klassischer Charme” ist Teil des Programms zur Kulturhauptstadt 2018 Leeuwarden-Fryslân.

Informationen:

„Alma Tadema – Klassischer Charme“, Fries Museum
Wilhelminaplein 92, 8911 BS Leeuwarden, 1. Oktober 2016 bis 7. Februar 2017,  dienstags bis donnerstags von 11 bis 17 Uhr, http://www.friesmuseum.nl/?language=en

SONSBEEK ’16: transACTION: Internationale Ausstellung im Arnheimer Stadtzentrum

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Sonsbeek- art in progress_Louie Cordero

Sonsbeek- art in progress_Louie Cordero

ie elfte Ausgabe der internationalen Ausstellung zeitgenössischer Kunst SONSBEEK ’16 findet vom 4. Juni bis 18. September 2016 im Park, im Museum sowie an verschiedenen Orten der niederländischen Stadt Arnheim statt. Das Kuratorenkollektiv ruangrupa (Jakarta, Indonesien), das sich der Kunst und gesellschaftlichen Themen aus einem räumlichen und persönlichen Blickwinkel annähert, stellt SONSBEEK ’16 zusammen. Die ausgewählten Künstler zeichnen sich durch Arbeitsweisen aus, bei denen der Austausch zwischen Künstlern, Stadt, Bewohnern und Publikum im Mittelpunkt steht.

 

Stadt

Im Arnheimer Stadtzentrum wurden einige prominente Orte ausgewählt – für Wandmalereien, Kunstinstallationen und Aktionen von Michael Blum (Montreal, Kanada),Sebastian Diaz Morales (Amsterdam, Niederlande), Iswanto Hartono (Jakarta, Indonesien), Kuratorisk Aktion (Kopenhagen, Dänemark), Fintan Magee (Sydney, Australien), Naamloozz (Arnheim, Niederlande), Nnamari (Arnheim, Niederlande), Mark Salvatus (Manila, Philippinen & Osaka, Japan), Sivanski  (Arnheim, Niederlande) und Marishka Soekarna (Jakarta, Indonesien).

 

Die Zusammenarbeit mit örtlichen Kulturpartnern ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Arbeitsweise von ruangrupa. In diesem Jahr kommt es zu folgenden Kooperationen: Focus Film Theater mit Arkipel Film Festival (Jakarta, Indonesien),Code Rood mit Tranzit (Prag, Tschechien), Generale Oost mit Contact Gonzo/Arnhemse Meisjes (Osaka, Japan & Arnheim, Niederlande) und Motel Spatie mit Crater Invertido (Mexiko-Stad, Mexiko). Mixrice (Seoul, Süd-Korea) und Cut and Rescue (Jakarta, Indonesien) wurden zu einmonatigen Arbeits- und Forschungsaufenthalten nach Arnheim eingeladen und präsentieren ihre Resultate in Form von Kunstaktionen. Die Kunstakademie ArtEZ und das Museum Arnheim sind „Leading Partner“.

 

Park

 

Seit Mai werden im Park Sonsbeek farbenfrohe Installationen aufgebaut. Für die Dauer der Ausstellung bieten sie zugleich Aufenthaltsorte und Treffpunkte, die jedermann offenstehen und als Plattform für das Programm dienen. Die Künstler der neuen und eigens für diesen Ort geschaffenen Kunstwerke sind: Alphons ter Avest (Arnheim, Niederlande), Richard Bell (Brisbane, Australien), Maze de Boer (Amsterdam, Niederlande), Rosella Biscotti (Molfetta, Italien), Kevin van Braak (Arnheim, Niederlande), Cinema Caravan (Kanagawa, Japan), Louis Cardero (Manila, Philippinen), Jeroen Glissenaar (Arnheim, Niederlande), Shilpa Gupta (Mumbai, Indien), Jatiwangi Art Factory (Jatisura, Indonesien), Folkert de Jong (Amsterdam, Niederlande), KUNSTrePUBLIK (Berlin, Deutschland), Eko Prawoto (Yogjakarta, Indonesien), Slavs & Tartars (Berlin, Deutschland), Jan Rothuizen (Amsterdam, Niederlande) und Rob Voerman (Arnheim, Niederlande)

              

Museum

Das Museum Arnheim ist mit der Ausstellung transHISTORY Teil von SONSBEEK ’16. Ruangrupa interessiert sich für die Perspektive des Individuums, für persönliche Geschichten und alternative Sichtweisen der Geschichte der Kolonialisierung. Die Werke im Museum zeigen: Geschichte ist nicht statisch, sondern Teil des alltäglichen Lebens und des aktuellen Weltgeschehens – und als solche ständig in Bewegung. Eva Kotatkova (Prag, Tschechien) und Agung Kurniawan (Jakarta, Indonesien) schaffen für transHISTORY neue Arbeiten. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung Werke von Tiffany Chung (Ho Chi Minh Stadt, Vietnam), Zbiniew Libera (Warschau, Polen), Charles Lim (Singapur), Tabeya Lipi (Dhaka, Bangladesch), Otobong Nkanga (Kano, Nigeria), Jean Gabriel Periot (Les Lilas, Frankreich), Marco Paulo Rolla (São Paulo, Brasilien) sowie Roy Villevoye & Jan Dietvorst (Maastricht und Bergen op Zoom, Niederlande). Juul Sadée (Maastricht, Niederlande) schafft Arbeiten, die im Museum Bronbeek gezeigt werden.

 

ruru huis

Bereits im Juli 2015 quartierte sich ruangrupa im ruru huis im Arnheimer Stadtzentrum ein. Das ruru huis ist ein Arbeitsplatz und Treffpunkt unter Leitung von Sanne Oorthuizen (Amsterdam, Niederlande) und Reinaart Vanhoe (Rotterdam, Niederlande & Jakarta, Indonesien).

 

Über ruangrupa

Ruangrupa wurde 2000 von einer Gruppe Künstlern in Jakarta gegründet. Das Kollektiv lässt sich von der Frage nach dem gemeinschaftlichen Recht auf die Stadt immer wieder neu faszinieren. Ruangrupa ist bekannt für seine umfangreichen Research-Projekte zum Thema (Groß-)Stadtentwicklung, bei denen öffentlicher Raum, Publikum und zeitgenössische Kunst miteinander in Verbindung gebracht werden. Die darin entwickelten spezifischen Beobachtungs- und Annäherungsmethoden hat das Kollektiv mithilfe künstlerischer Events bereits unter anderem in Jakarta (Indonesien), Istanbul (Türkei), Sydney (Australien) und São Paulo (Brasilien) angewandt. SONSBEEK ’16: transACTION wird von den sieben Kernmitgliedern der Gruppe ruangrupa zusammengestellt: Ade Darmawan, Ajeng Nurul Aini, Farid Rakun, Hafiz, Indra Ameng, Mirwan Andan und Reza Afisina.

 

             

Über SONSBEEK

Bereits mit der ersten Ausgabe im Jahre 1949 gelang es SONSBEEK, die Grenzen der internationalen zeitgenössischen Kunst zu erweitern. Mit zehn wegweisenden Ausstellungen zwischen 1949 und 2008 wurde seither die Kunst wie der öffentliche Raum immer wieder in ein neues Licht gerückt und so Pionierarbeit geleistet. Mit dem Kollektiv ruangrupa als Kurator bringt SONSBEEK auch in diesem Jahr die Kunst zu den Menschen. Mit SONSBEEK’16: transACTION startet zugleich eine Quadriennale: Die zwölfte Ausgabe von SONSBEEK findet 2020 statt.

Niederländische Kultur im „Geheimen Garten“: „Kunst Holland“ verzaubert Berliner Kunst-Elite

Gut besucht war der Auftakt der Initiative Kunst Holland im Secret Garden in Berlin, Foto: Harry Schnitger

Gut besucht war der Auftakt der Initiative Kunst Holland im Secret Garden in Berlin, Foto: Harry Schnitger

In den historischen Gemäuern des „Secret Garden“ in Berlin kam die Berliner Kunst-Elite kürzlich in den Genuss, „echt holländische“ Kunst aus erster Hand zu genießen. Die sechs Partner der in Europa einmaligen Initiative „Kunst Holland“ präsentierten eine persönliche Perspektive auf niederländische Künstler und ihre Werke. Holland als Kulturdestination vorzustellen, war Ziel des Abends. Es war außerdem das letzte Mal, dass der Ballsaal aus dem Jahre 1906 in seinem historischen Originalzustand vor der anstehenden Renovierung genutzt werden konnte.

 

Hochrangige Gäste, holländische Meisterwerke

In exklusiven Reden vermittelten die Direktoren des Rijksmuseums, des Van Gogh Museums, des Gemeentemuseums und des Museums Escher In Het Paleis den hohen internationalen Stellenwert holländischer Kunst. Einen Einblick in die Bedeutung der Kunst für den touristischen Sektor gaben Anouk Susan, Deutschland-Direktorin des Niederländischen Büros für Tourismus & Convention (NBTC), und Frans van der Avert, Direktor von Amsterdam Marketing. Der festlichen Abendveranstaltung wohnte auch die niederländische Botschafterin in Berlin, Monique van Daalen, bei. Zu den rund 80 Gästen zählten zudem zahlreiche Museumsdirektoren und Kunsthändler, wie Professor Dr. Michael Eissenhauer vom Berliner Staatsmuseum, Dr. Philipp Demandt von der Alten Nationalgalerie und Bendetta Roux vom großen Auktionshaus Christie’s. Namhafte Medienvertreter waren ebenfalls vor Ort, darunter Dr. Lisa Zeitz, Chefredakteurin der „Weltkunst“, mit deren Unterstützung die Veranstaltung im Secret Garden stattfand.

 

Initiative „Kunst Holland“ einmalig in Europa

Die vier an der Initiative „Kunst Holland“ teilnehmenden Museen in Amsterdam und Den Haag zeigen kunsthistorisch bedeutende Werke, welche die Ergänzung „echt Holland“ verdienen, da sie das echte holländische Leben reflektieren. So können Betrachter in „Die Vorsteher der Tuchmacherzunft“ (1662) von Rembrandt beispielsweise das traditionelle Unternehmertum der Niederländer wiedererkennen. „Victory Boogie Woogie“ (1944) von Piet Mondrian steht währenddessen für die moderne holländische Kreativität und Furchtlosigkeit.

 

Mit der in Europa einmaligen Initiative „Kunst Holland“ haben sich sechs starke Partner zusammengeschlossen: das Rijksmuseum, das Van Gogh Museum, das Gemeentemuseum Den Haag und Escher In Het Paleis in Den Haag sowie Amsterdam Marketing und das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC). Ziel der Initiative ist, Kunst und Kunstgeschichte der Niederlande in den nächsten drei Jahren zum Thema in Deutschland zu machen.

 

Weitere Informationen zu Kunst in den Niederlanden: www.holland.com/kunst und www.facebook.com/kunstholland

Webseite des NBTC: www.nbtc.nl

Maas-Metropole Rotterdam eröffnet „Markthal“: Überdachter Wochenmarkt ist architektonisches Glanzstück

Markthal Rotterdam Außenansicht- Bild Rotterdam Partners

Markthal Rotterdam Außenansicht- Bild Rotterdam Partners

Zu den berühmten Markthallen Europas in Barcelona, Valencia und Madrid gesellt sich ab 1. Oktober 2014 die neue „Markthal“ (Markthalle) in Rotterdam. Der imposante bogenformige Bau am Blaak Platz, welcher bereits vorher als Marktplatz diente, fügt sich als  architektonisches Glanzstück perfekt in die Architekturmetropole an der Maas ein, die durch Bauten von Berühmtheiten wie Rem Koolhaas geprägt ist. Die Markthal ist der erste komplett überdachte Lebensmittelmarkt der Niederlande.

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AUSSTELLUNG GEMEENTEMUSEUM: Mark Rothko in Den Haag

Mark Rothko, Phalanx of the Mind, 1945. National Gallery Washington_Quelle Gemeentemuseum_klein

Mark Rothko, Phalanx of the Mind, 1945. National Gallery Washington_Quelle Gemeentemuseum_klein

Von blühendem Rosa und jubelndem Gelb, bis zu Knallblau und düsterem Schwarz: vor den überdimensionalen Leinwänden von Mark Rothko (1903-1970) fühlt der Betrachter, wie er in Rothkos Welt hineingezogen wird. Die Farbfelder aus flimmernden Farbschichten haben eine beispiellose Intensität und stellen universelle Gefühle wie Angst, Ekstase, Tragik und Euphorie dar. Zum ersten Mal seit 40 Jahren sind die Werke des amerikanischen Malers in den Niederlanden zu sehen: Vom 20. September 2014 bis zum 1. März 2015 zeigt das Gemeentemuseum in Den Haag Bilder des Künstlers.

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