Martin Kippenberger, NO NATI, 1987 DekaBank Kunstsammlung, © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Martin Kippenberger, NO NATI, 1987
DekaBank Kunstsammlung, © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Ein Dialog der Sammlungen des MMK und der DekaBank vom 30. Mai bis 9. September 2018

(Weilburg, im Mai 2018, KS) Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eröffnet am 30. Mai die Ausstellung „Soziale Fassaden“. Bis zum 9. September können Besucherinnen und Besucher erstmals im MMK 1 einen Dialog der Sammlungen des MMK und der DekaBank sehen. Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Deka erhält das MMK vier Hauptwerke aus der Sammlung der Bank als Schenkung. Diese umfasst raumgreifende Installationen von Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Michael Beutler und Tue Greenfort sowie eine Skulptur von Martin Kippenberger. Die Ausstellung „Soziale Fassaden“ zeigt darüber hinaus auch Arbeiten von Andy Hope 1930, Cerith Wyn Evans, Isa Genzken, Liam Gillick, Sarah Morris, Michael Pfrommer, Jeroen de Rijke/Willem de Rooij, Wilhelm Sasnal, Markus Sixay, Wolfgang Tillmans, Jonas Weichsel, Franz West und Heimo Zobernig.

MMK und Deka verbindet eine langjährige Partnerschaft beim Ausbau der Museumsammlung und als Gründungspartner des MMK 2. Neben ihrem Engagement für das MMK hat die DekaBank in den vergangenen 15 Jahren eine eigene Sammlung zeitgenössischer Kunst aufgebaut, in der sich vielschichtige Anknüpfungspunkte zur Sammlung des MMK finden. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sind in beiden Sammlungen mit umfangreichen Werkgruppen vertreten. Im Zuge der großzügigen Schenkung gibt es erstmals eine Ausstellung, die beide Sammlungen auf diese Bezüge hin untersucht und in eine direkte Gegenüberstellung führt.

Michael Pfrommer, Ohne Titel, 2015 DekaBank Kunstsammlung, Courtesy of the artist and Philipp Pflug Contemporary, Frankfurt, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Michael Pfrommer, Ohne Titel, 2015
DekaBank Kunstsammlung, Courtesy of the artist and Philipp Pflug Contemporary, Frankfurt, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Der Titel der Ausstellung „Soziale Fassaden“ ist einer Arbeit von Isa Genzken aus der Sammlung der DekaBank entlehnt. Er steht darüber hinaus auch für oft idealisierte gesellschaftspolitische und soziale Konstruktionen, die in den Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler als Trugbilder enthüllt werden. In Zeiten eines tiefgreifenden Wandels, der mit grenzübergreifenden Problemen wie Umweltverschmutzung, neuen zivilisatorischen Herausforderungen durch Urbanisierung und überholten kulturellen Idealbildern einhergeht, stellt die Ausstellung Fragen nach dem künstlerischen Umgang mit diesen Phänomenen. Die präsentierten Arbeiten legen offen, was hinter der Fassade des schier grenzenlosen Fortschrittsgedankens der Globalisierung passiert. So deckt etwa die Künstlerin Sarah Morris in ihrem Film „Beijing“ (2008), der während der perfekt inszenierten Olympischen Spiele entstanden ist, die tiefgreifenden Veränderungen der chinesischen Gesellschaft auf, die sich seit der Öffnung des Landes gen Westen abzeichnen. Dabei entwirft sie ein feinfühliges Porträt eines neokapitalistischen Staates in einer Phase zwischen extremer Selbststilisierung und Kontrollsucht.

Der Eintritt ins MMK 1 kostet 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Geöffnet ist das MMK 1 Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr. Montags ist das MMK geschlossen.

Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main
Telefon +49 69 212 30447
Fax +49 69 212 37882
E-Mail: mmk@stadt-frankfurt.de

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Warum nicht einen Tag in Frankfurt mit dem RMV planen? Die Tageskarte (Hin und Zurück) mit Umstieg in Wetzlar oder Gießen und am Frankfurter HBF kostet 23,80 Euro. Sie sind etwa 2 Stunden unterwegs.

U-Bahnlinie: U4, U5, Haltestelle Dom / Römer
Straßenbahn: 11, 12, Haltestelle Römer / Paulskirche
S-Bahnen (S1–S6): Haltestelle Konstablerwache
Von den Haltstellen Dom / Römer (U-Bahn) oder Römer / Paulskirche (Straßenbahn) sind es nur noch 3 Minuten Fußweg zum MMK.

Mit dem Auto:
A5 > Abfahrt Westkreuz Frankfurt > B648 > Dom / Römer folgen
A3, A66 > Abfahrt Offenbach / Kaiserlei > Dom / Römer folgen

Parkmöglichkeiten:
Parkhaus Dom / Römer, Domstraße 1, 60311 Frankfurt am Main
Parkhaus Konstabler, Töngesgasse 8, 60311 Frankfurt am Main