Auf dem Weg

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Autor: weilburgernachrichten (Seite 1 von 59)

Ratgeber: Quick-Up-Pool – Schwimmspaß für jedermann / von Karl-Josef Schäfer

Den Traum vom eigenen Swimming-Pool kann sich jetzt jeder Gartenbesitzer erfüllen. Hier ein paar Tipps für die Anschaffung.

Noch vor wenigen Jahren war ein Pool im Garten für Otto Normalverbraucher unerschwinglich. Heute etablieren sich die Aufstellpools auf deutschen Grundstücken. Das geflieste Schwimmbad ist auch heute noch nur mit einem gewaltigen Aufwand zu realisieren. Das beginnt mit der Information des Bauamtes der Stadt oder Gemeinde. Ein Schwimmbadaushub erfordert eine rege Bautätigkeit auf dem Grundstück. Die Wände müssen in mehreren Schichten aufgebaut werden, schließlich werden sie gefliest. Umwälzpumpe und Gegenstromanlage sind nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt. Leicht kommen da Summen im fünfstelligen Eurobereich zusammen. Die Hersteller der Aufstell-Schwimmbäder versprechen dagegen preiswerten Sommerspaß nach einem kinderleichten Aufbau.

Die Anschaffung ist günstig und der Aufbau leicht. Trotzdem sollten Sie einige Punkte beachten.

Welches Aufstellbecken sollte es denn sein?

Seit mehr als 30 Jahren werden Aufstellpools mit einer festen Kunststoff- oder Stahlwand angeboten. Vorteil dieser Variante ist die gute Haltbarkeit. Eine Nutzung des Pools über Jahre hinweg ist dadurch möglich. Ein weiterer Vorteil ist die Ganzjahrestauglichkeit. Der Swimming-Pool kann im Winter draußen bleiben. Gerade bei wenig Platz im Reihenhauskeller ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium. Nachteil ist der Preis. Manchmal kann es angeraten sein, das Becken teilweise in den Boden einzulassen. Dadurch erhöhen Sie die Stabilität. Sie müssen aber Erde ausheben.

In den letzten vier/fünf Jahren tauchten die ersten sogenannten Quick-Up-Pools im Handel auf. Sie bestehen aus verstärktem Kunststoff mit einem Luftring. Durch die besondere Form stellen diese Becken sich beim Befüllen mit Wasser auf. Vorteil ist der günstige Preis und der schnelle, einfache Aufbau. Nachteil ist, dass Sie diesen Swimming-Pool nach Beendigung der Saison wieder abbauen und einlagern müssen. Das Becken ist niemals wieder so klein zusammenzupacken, wie es aus der Verpackung kam. Trotzdem sind die Quick-Up-Pools für den Gartenbesitzer die erste Wahl.

Beide Aufstellbecken sind in unterschiedlichen Bauformen erhältlich. Die beliebteste Form ist der Rundpool. Es sind auch ovale Becken oder solche in Form einer 8 zu kaufen. Für welchen Sie sich entscheiden ist dem persönlichen Geschmack, dem Geldbeutel und dem Platzangebot vorbehalten.

Wer soll den Pool denn eigentlich nutzen?

Ist überhaupt der Platz für einen großen Pool vorhanden? Quick-Up-Rundpools sind ab einem Durchmesser von 2,44 m und 0,76 m Höhe zu erhalten. Das ist aber dann auch nicht mehr als ein Planschbecken. Zum Schwimmenlernen eignet sich ein Becken mit 305 oder 366 cm Durchmesser schon eher. Die Kleinen haben hier eine sichere 76 cm Stehhöhe. Aber für Mama und Papa oder die Poolparty ist das auch noch nichts. Eher etwas, um darin zu liegen und zu relaxen. Erst bei dem größten Rund-Modell mit 549×132 cm geht der Schwimmspaß für alle so richtig los. Ab einer Größe von 300 cm Durchmesser sind auch Komplettsets im Handel erhältlich. Diese enthalten eine Unterleg-, eine Abdeckplane und eine Kartuschen-Filterpumpe. Hinzu kommt noch die Einstiegsleiter. Damit können Sie gleich so richtig genießen.

Preiswertes Sommervergnügen

Die Preise für Komplettsets sind in den vergangenen Jahren ständig gesunken. Dies ist besonders den Importen aus China zu verdanken. Beim Discounter, im Baumarkt oder auf den großen Online-Marktplätzen werden sie angeboten. Achten Sie darauf, einen Pool und Zubehör der großen Hersteller zu kaufen. Dort können Sie sich der Qualität einigermaßen sicher sein. Der Pool wird nicht bei erster Gelegenheit auseinanderreißen. Die gängigste Größe 366×76 cm ist inkl. Pumpe und Reparaturset schon ab 59,95 Euro zu erhalten. Das Becken fasst dann rund 5.000 Liter Wasser. Den größten derzeit erhältlichen Rundpool mit 549×132 cm gibt es bereits ab 729 Euro. (Internetabfrage am 1. Mai 2009). Dieser fasst ca. 22.000 Liter Wasser. Als Set enthält dieses Angebot noch Unterleg- und Abdeckplane, Filteranlage, Kescher, Bodensauger und Einstiegsleiter.

Wo sollte ein Pool eigentlich stehen?

Was Sie brauchen, ist eine ebene Stelle im Garten. Diese muss natürlich größer als der Pooldurchmesser sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Pool genügend Sonnenlicht zur Erwärmung bekommt. Ein paar Stunden am Vor- oder Nachmittag reichen nicht für eine angenehme Badetemperatur aus. Bäume sollten nicht in unmittelbarer Nähe stehen. Natürlich können Sie den Quick-Up-Pool im Herbst, bevor das Laub von den Bäumen fällt, wieder abbauen. Oder eine passende Abdeckplane anschaffen. Aber heruntergefallene Raupen oder die Hinterlassenschaften von Vögeln tragen nicht gerade zur Wasserhygiene bei. Eine Gartensteckdose sollte in unmittelbarer Nähe und ein Wasseranschluss mit dem Schlauch erreichbar sein. Achten Sie auf eine Absicherung mit einem FI-Personenschutzschalter.

Und jetzt: hinein!

Haben Sie alle Punkte beachtet? Dann steht dem Badespaß im eigenen Garten nichts mehr im Wege. Bleibt nur noch auf einen warmen Sommer zu hoffen. Für Sie gibt’s den. Ganz bestimmt!

Informationen

Aufstellpools gibt es als Stahlwandbecken und aus verstärktem Kunststoff. Aus Kunststoff sind sie leichter aufzubauen und zur Winterlagerung wieder abzubauen. Im Handel gibt es Quick-Up-Pools in unterschiedlichen Größen und Formen. Rundpools reichen bis zu einer Größe von 549×132 cm mit einem Fassungsvermögen von 21.309 Liter. Die Set-Preise beginnen bei 59,95 Euro für den kleinsten Pool. 729 Euro kosten die größten Becken. Die Unterhaltskosten in den Saisonmonaten belaufen sich auf ca. 10 bis 50 Euro je Monat. Darin ist Erstbefüllung, Nachfüllen, Stromkosten für die Pumpe und Zusätze enthalten.

Foto Intex

Wochenendtipp: Geschichte Chinas zum Anfassen in Weilburg

 

Weilburg, die ehemalige nassauische Residenzstadt an der Lahn, hat nicht nur eine der schönsten Schlossanlagen Hessens zu bieten, sondern auch die größte permanente Tonkrieger-Ausstellung außerhalb Chinas.

Terrakotta-Armee lädt zum Besuch

In Weilburg an der Lahn, zwischen Limburg und Wetzlar gelegen, lebt chinesische Geschichte wieder auf. Inzwischen sind es 342 lebensgroße Terrakotta-Krieger, 24 Pferde, 6 Streitwagen und zwei bronzene Kaiser-Gespanne, die den Besucher in der größten ständigen Ausstellung außerhalb von China erwarten.

Die Terrakotta-Armee des ersten chinesischen Kaisers

Der erste Kaiser von China, Quin Shi Huangdi, ließ im Jahr 221 v. Chr., unmittelbar nach seiner Krönung, mit den Arbeiten zu seinem gigantischen Grabmal beginnen. Vermutlich waren mehr als 700000 Arbeiter insgesamt 37 Jahre damit beschäftigt, die mächtige Grabanlage auf einer Fläche von 225 km² zu vollenden. Bewacht wurde sie von einer mehr als 7000 Mann starken Terrakotta-Armee. Keiner dieser Krieger gleicht dem anderen. Jeder ist einzigartig. Und bis heute ist den Wissenschaftlern ein Rätsel, wie die lebensgroßen Terrakotta-Figuren vor fast 2200 Jahren hergestellt werden konnten.

Geheimnis des Grabhügels

Noch verbirgt der ungeöffnete Grabhügel seine Geheimnisse. Zunächst sind die Archäologen damit beschäftigt, die unzähligen Terrakotta-Soldaten, die Gespanne und all die anderen archäologischen Kostbarkeiten auszugraben, zu sichern und zu restaurieren. Bis dahin haben wir nur die Aufzeichnungen eines chinesischen Historikers aus der Zeit um 100 v. Chr. Er schreibt, dass tausende von Perlen und Edelsteinen an der Decke den Sternenhimmel darstellen und auf dem Boden ein Panorama Chinas mit Flüssen dargestellt ist, in dem ständig Quecksilber fließt. Wir dürfen also gespannt sein.

Das 8. Weltwunder in Weilburg

 Beim Betreten der Ausstellungshalle steht der Besucher zunächst vor der Nachbildung eines Teils der chinesischen Mauer und nachdem die Treppen zur Empore überwunden sind, fällt der Blick über die Reihen der Grabwächter. Weilburg beherbergt seit drei Jahren die Ausstellung mit den Duplikaten von mehr als 300 dieser Terrakotta-Krieger. Und ist damit die größte ständige Ausstellung außerhalb von China, dessen Regierung die Originale des 8. Weltwunders nicht außer Landes gibt. Neu hinzu gekommen im April 2009 sind 42 Tonkrieger, die jetzt auch farbig gestaltet sind. Erst die Untersuchungen von deutschen und chinesischen Experten erlaubten es vor ein paar Jahren, die Originalfarbe zu erhalten und gaben damit die Möglichkeit zu einer exakten Rekonstruktion.

Ihr Wochenendausflug

An Samstagen und Sonntagen ist die Ausstellung von 10:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet, der Eintritt mit Führung beträgt für Erwachsene 7,50 Euro, für Schüler 5,50 Euro. Die Familienkarte kostet 22 Euro, Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Weilburg ist von Frankfurt kommend leicht über die Bundesstraße 456 zu erreichen, von Limburg oder Wetzlar nehmen Sie die Bundesstraße 49. In Weilburg ist die Tonkrieger-Ausstellung ausgeschildert.

Fotos © Tonkrieger-Ausstellungs GmbH

Seminarkritik: Schreiben was im Kopf steckt / von Karl-Josef Schäfer

 

Zwei Tage Schreibwerkstatt mit Lutz Rathenow

„Schreiben was im Kopf steckt“ ist der Titel einer zweitägigen Schreibwerkstatt mit dem Essayisten, Lyriker und liberal-Redakteur Lutz Rathenow für angehende Autoren.

An Schreibanfänger wendet sich ein Seminar der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. „20 Jahre Mauerfall – Schreibwerkstatt mit Lutz Rathenow – Schreiben, was im Kopf steckt“ nennt sich die Veranstaltung im Jahr 2009.

Zielgruppe

Die Schreibwerkstatt wendet sich ausdrücklich an angehende Autoren, die sich für Literatur und Journalismus interessieren. Die Bandbreite der Teilnehmer ist groß. Neben dem Studenten einer geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen sitzt auch die Unternehmensberaterin, der Rentner, Wiedereinsteiger oder Autor, der bereits erste Erfahrungen sammeln konnte.

Inhalte

Reagiert ein Teilnehmer eher visuell oder doch eher akustisch auf einen Text? Ein Kreativtest macht dies deutlich. Im weiteren Verlauf werden die verschiedenen Textformen angesprochen und geübt. Dabei ist der Bogen der Inhalte weit gespannt. Von der Lyrik, über die Minigeschichte, den journalistischen Prosaformen, der Autobiographie und dem Kommentar bis hin zum Drama werden Themen zumindest angerissen. Jeder Teilnehmer kann einen Text im Vorfeld einreichen, der entweder in der Gruppe oder mit dem Seminarleiter besprochen wird.

Seminarablauf

Von Freitag, 17:00 Uhr bis Sonntag gegen 15:00 Uhr wird die Zeit intensiv genutzt. Übungen, Coaching und Erläuterungen gibt es im steten Wechsel. Einen breiten Raum nehmen Kreativitätsübungen und Lyrik ein: am ersten Tag bis 22 Uhr und am folgenden Vormittag bis zur ersten Pause.

Die Seminartage sind durch die vorgegebenen Essenszeiten klar strukturiert.

Die abendliche Lesung mit vielfältigen Texten aus dem jahrzehntelangen Schaffen des Seminarleiters ist Bestandteil und für manchen Teilnehmer ein Höhepunkt des Seminars.

Seminarleitung

Lutz Rathenow, Dissident und Kritiker des DDR-Regimes, ist 1952 in Jena geboren. Er lebt und arbeitet als freier Publizist in (Ost-) Berlin. Mehrfach wurde ihm vor der Wende die Ausreise aus der DDR nahegelegt. Rathenow lehnte das Angebot noch am 9. November 1989, dem Tag des Mauerfalls, ab. Das Veröffentlichungsverbot in der ehemaligen DDR umging er gemeinsam mit einem westdeutschen Verlag. Gute Kontakte zu akkreditierten, westdeutschen Journalisten halfen dabei, seinen Lebensunterhalt zu sichern.

Aus der Zusammenarbeit mit dem Fotografen Harald Hauswald entstanden eindrucksvolle Bildbände. Das 1986 im Westen erschienene und in der DDR verbotene Buch „Ost-Berlin“ erlangte Kultstatus.

In seinen Essays, (Kinder-) Büchern, Kommentaren, Glossen und anderen Beiträgen greift Rathenow immer wieder die deutsche Ost-West-Problematik auf. Er erzählt anschaulich das Leben in der DDR vor dem Mauerfall.

Die Vielfältigkeit seines Schaffens erlaubt ihm, flexibel, spontan und häufig unerwartet humorvoll durch die Schreibwerkstatt zu führen. Er bietet immer wieder Einzelgespräche und -coaching außerhalb der Seminarzeiten an. Dieses Angebot wird von den Teilnehmern dankbar angenommen. Die Gestaltung ist kurzweilig und dennoch straff. Mit Beispielen aus seinem eigenen und dem Werk von Kollegen reichert Rathenow die Inhalte an, bewertet gelegentlich seine eigenen Texte durchaus kritisch.

Tagungsort

Die Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach wurde 1967 eröffnet und mittlerweile modernisiert. Der Eingangsbereich vermittelt eine angenehme Atmosphäre, die zweckmäßig eingerichteten Zimmer mit großem Schreibtisch sind hell und sauber.

Das Personal ist sehr freundlich, hilfsbereit und zeigt, besonders bei den Mahlzeiten, eine unaufdringliche Präsenz.

Die Mahlzeiten in Büffetform sind sehr schmackhaft, die Auswahl ist reichlich. Ein vegetarisches Essen steht jeweils zum Mittag- und Abendessen zur Verfügung. Auf spezielle Diätwünsche geht das Personal gerne nach Möglichkeiten ein.

Im gesamten Komplex gibt es die Möglichkeit, sich über das kostenlose W-LAN mit dem Internet zu verbinden. Daneben stehen mehrere PC und Drucker in der Halle und in einem Seminarraum zur Verfügung der Gäste.

In der Cafeteria können sich die Gäste mit kostenlosem Wasser, Tee und Kaffee versorgen. Eine Bar im Keller dient dem Tagesausklang und dem Kennenlernen.

Der großzügige Außenbereich mit wunderbarem Blick ins Oberbergische ist aufwendig gestaltet und bietet Rückzugsmöglichkeiten zur Entspannung.

Kosten

Der Tagungsbeitrag beträgt 95 Euro (Schüler, Studenten, Auszubildende und Arbeitslose 70 Euro) inklusive Übernachtung und Vollverpflegung. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist problemlos.

Fazit

Zwei Tage Seminar mit Lutz Rathenow haben, unabhängig vom Seminarthema, ihren eigenen Reiz. Als Seminarleiter stellt Rathenow sein Wissen und sein Können uneingeschränkt den Teilnehmern zur Verfügung. Er bietet auch an, Texte nach der Veranstaltung zu redigieren und zu bewerten. Die Auswahl der von ihm vorgestellten Texte ist auf die Zielgruppe abgestimmt.

Mancher angehende Autor mag sich eine klarere Bewertung seiner Texte wünschen. Kritik wurde geschickt umgangen, ließ sich eher an den teilweise sehr feinen Abstufungen des Lobes erkennen.

Die Lesung am Abend des zweiten Werkstatttages gibt einen Überblick über die vielen Facetten seines publizistischen Wirkens. Dabei bleibt sich Rathenow als Erzähler treu. So stellt er sich schon zu Beginn des Seminares vor.

Die langen Arbeitszeiten und die Lesung stellen die Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmer auf eine harte Probe. Rathenow versteht es jedoch, die Inhalte immer wieder interessant zu gestalten.

Der Titel der Ausschreibung ist hingegen irreführend. Wer in der Schreibwerkstatt „20 Jahre Mauerfall“ erwartet, wird enttäuscht. Dies bezieht sich ausschließlich auf die Lesung des Seminarleiters. Vielleicht sollte der Veranstalter für eilige Leser die Überschrift überarbeiten.

Insgesamt ist die Veranstaltung, dank der Präsenz Lutz Rathenows, uneingeschränkt empfehlenswert. Die Konzeption lässt auch Teilnehmer zu, die mehr als nur rudimentäre Erfahrungen im Schreiben haben. Die Theodor-Heuss-Akademie bietet ein ideales Lernumfeld.

Foto © Karl-Josef Schäfer, 2009

Hallo Welt!

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Jakobsweg von Fulda nach Frankfurt – 1. Etappe Fulda – Flieden (ca. 20 km)

 

 

1. Etappe: Fulda – Propstei Johannesberg (ca. 6 km) – Harmerz (ca. 1,5 km) – Neuhof (ca. 8,5 km) – Flieden (ca. 5 km)

Schwierigkeitsgrad: leicht

Zeitbedarf: ca. 5 Stunden ohne Besichtigungen und Pausen

Besichtigungen: Fulda (Dom, Stadtschloss, Benediktinerinnenkloster, Barockviertel), Propstei Johannesberg, Flieden (Pfarrkirche St. Goar)

Tagesimpuls:

Ewiger Gott, Zuflucht und Hilfe all deiner Kinder,
wir preisen dich für alles, was du uns gegeben hast,
für alles, was du für uns getan hast,
für alles, was du für uns bist.
In unserer Schwäche bist du unsere Kraft;
in unserer Finsternis bist du unser Licht;
in unserm Kummer bist du unser Trost und unser Friede.
Wir können deine Gnade nicht messen,
wir können deine Liebe nicht loten:
Sei gesegnet für all deinen Segen.
Lass uns so leben, als seien wir bei dir,
und die Dinge lieben, die du liebst,
und dir in unserem täglichen Leben dienen
durch Jesus Christus, unseren Herrn.

(Ein Gebet des Heiligen Bonifatius (652-754), Apostel der Deutschen)

Legende:  Legenden erzählen häufig Geschichten aus dem Leben von frommen Frauen und Männern. Sie waren für die Menschen in früheren Zeiten das anschauliche Beispiel eines heiligmäßigen Lebens. Uns regen sie heute oft zum Schmunzeln an.

Gar nicht zum Schmunzeln ist die Legende, die Sie heute, am ersten Tag Ihres Jakobsweges von Fulda nach Frankfurt, mit auf den Weg bekommen.  Sie ist 1235 erstmals in Fulda auf deutschem Boden aufgetaucht, war aber in ganz Europa verbreitet und überstand die Französische Revolution und die Aufklärung. Die Brüder Grimm haben die Legende für das Jahr 1267 in Pforzheim aufgeschrieben und in “Deutsche Sagen, Band 1, Nr. 354” veröffentlicht. Die schreckliche und unwahre Legende ist heute genauso aktuell wie im Hochmittelalter. Sie sollte uns allen Mahnung sein, die Rechte von Minderheiten zu schützen. Wir müssen ganz entschieden den Artikel 3, Absatz 3 unseres Grundgesetzes verteidigen: “Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.”

1235 kamen in Fulda fünf Kinder durch einen schrecklichen Brand am Heiligabend ums Leben. Gegen die jüdische Gemeinde wurde der Vorwurf erhoben, zwei der unschuldigen Kinder gemordet zu haben. Das Blut der zwei Kinder solle in Säcke abgefüllt worden sein, damit es später als Heilmittel Verwendung finde. Die alten Akten machen die ganze Judengemeinde zu Mittätern. Durch zufällig in Fulda anwesende Kreuzfahrer, die sich auf dem Weg ins Heilige Land befanden, wurde grausame Rache geübt. Am 28. Dezember 1235 verbrannten sie 34 Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu Fulda.

 

Fulda

Allgemeines: Fulda liegt in Osthessen und ist Kreisstadt des Landkreises Fulda. Die Stadt hat etwa 64.000 Einwohner.

Anlaufstellen: Dompfarrei Christus Erlöser Fulda, Hinterburg 2, 36039 Fulda, Fon 0661-73370, E-Mail info@dompfarrei-fulda.de; Evangelische Kirchengemeinde Fulda Christuskirche, Heinrichstraße 4, 36037 Fulda, Fon 0661-72408, E-Mail pfarramt2.fulda-christuskirche@ekkw.de; DITIB (Türkisch-Islamische Union), Ohmstraße 18-20, Fon 0661-9019357; Touristeninformation, Bonifatiusplatz 1, 36037 Fulda, Fon 0661-1021814, www.tourismus-fulda.de, E-Mail tourismus@fulda.de

Übernachtung: DJH-Fulda, Schirrmannstraße 31, 36041 Fulda-Neuenberg, Ü/F im MBZ 22,50 p.P.; Hotel-Gasthof Metzgerei Harth, Frankfurter Straße 137, 36043 Fulda-Kohlhaus, Fon 0661-42794, E-Mail info@hotel-harth.de, ÜF im DZ 43 Euro; Pension Wenzel, Heinrichstr. 38-40, 36037 Fulda (Nähe Bahnhof), Fon 0661-75335, ÜF im DZ 48 Euro

Geschichte: Natürlich gibt es auch in Fulda Spuren einer steinzeitlichen Besiedlung von vor 7000 Jahren. Das ist bei der besonderen Lage an der Fulda, der wechselvollen Geschichte und den Völkerwanderungen gar nicht anders zu erwarten. Besonders interessant ist es aber die nur 20 km entfernte wohl keltische Milseburg, die wahrscheinlich sogar Julius Cäsar als “Melokabos” in seinem De Bello Gallico eine Erwähnung wert war. Ein Steinwall von 1300 m Länge umfasste ein Gelände von 33 Hektar.

Die Entwicklung von Fulda begann im Jahre 744 durch Sturmius, dem ersten Abt des Klosters Fulda. Hier, an einer Fulda-Furt, hatte der fränkische Hausmeier Karlmann dem Bonifatius Land für eine Klostergründung geschenkt. Vier Meilen rund um das zukünftige Kloster. Von hier aus sollte die Umgebung missioniert werden. Eine wichtige Aufgabe, wollten die Karolinger so doch die räuberischen Sachsen in den Griff bekommen.

Wir sind Kirche-Newsletter: ÖKT / Pfingstbrief 2010 / Rücktritt Mixa / Robinson-Buch

 

Wir sind Kirche-Pfingstbrief 2010
"Hoffen auf ein neues Pfingsten – gerade jetzt!
Notwendige Reformen in der Kirche – gerade jetzt!"

Mit dem Pfingstbrief 2010 (www.wir-sind-kirche.de/files/1147_Pfingstbrief%202010.pdf) ruft die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche in der wohl größten Krise der römisch-katholischen Kirche seit der Reformation alle Gläubigen dazu auf, in der Kirche aufzutreten statt auszutreten. Wir alles sollten von den im Kirchenrecht vorgesehenen vorgesehenen Möglichkeiten zur Meinungsäußerung Gebrauch zu machen und gerade jetzt Strukturreformen einfordern, so wie dies Hans Küng in seinem offenen Brief an die Bischöfe in aller Welt (www.wir-sind-kirche.de/index.php?id=393&id_entry=2539) getan hat.

 
Verteilen Sie den Wir sind Kirche-Pfingstbrief 2010 in Ihrem Umfeld entweder als Email oder in gedruckter Form (2 Seiten DIN A4)!
Wir sind Kirche auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag München 2010

Besuchen Sie unsere Veranstaltungen, Gottesdienst sowie die Menschenkette beim 2. ÖKT und weisen Sie bitte auch andere darauf hin!
Falls Sie nicht nach München kommen können, schauen Sie bitte auf unsere Webseite. Auch die Medien werden ausführlich über den ÖKT berichten. www.wir-sind-kirche.de/index.php?id=520

Zur Annahme des Rücktrittsgesuches von Bischof Dr. Walter Mixa

Wir sind Kirche-Pressemitteilung vom 8.5.2010
www.wir-sind-kirche.de/index.php?id=128&id_entry=2606

"Donnerstagsgebet" für eine Reform der Katholischen Kirche
Bitte unterstützen Sie diese Gebetsinitiative der Hammelburger Gruppe "Kirche in Bewegung"!
Mehr Informationen, Gebetstexte, Unterschriftensammlung und organisatorische Hinweise:
www.KircheInBewegung.net

NEUERSCHEINUNG: Bischof Geoffrey Robinson: "Macht, Sexualität und die katholische Kirche"
Am 11. Mai erscheint die deutsche Übersetzung des Buches des australischen Weihbischofs im Buchhandel.
Hans Küng: »Ein Buch – in der gegenwärtigen Krise von trauriger Aktualität!«
Hrsg. von Publik-Forum und Wir sind Kirche. ISBN: 978-3-88095-196-9, 272 S., 16,80 €.
www.publik-forum.de/shop/Default.asp?id=9702&titel=Macht%2C+Sexualit%E4t+und+die+katholische+Kirche&k1=13&k1n=Publik%2DForum+Edition&k2=0
Bestellbar bei buchshop@publik-forum.de

BITTE UNTERSTÜTZEN SIE UNSERE DERZEIT BESONDERS WICHTIGE ARBEIT AUCH DURCH IHRE SPENDE!
Dies ist ganz einfach OHNE Online-Banking auch per Email möglich.
www.wir-sind-kirche.de/?id=209
Wir danken für jede (steuerabzugsfähige) Spende!

Der Jakobsweg von Fulda nach Frankfurt

 

OVL für Top50-Hessen 1. Etappe Fulda nach Flieden

OVL für Top50-Hessen 2. Etappe Flieden nach Steinau an der Straße

Jakobsstele am Lahn-Camino in Weilburg

 

Guten Tag, Weilburg! Am König-Konrad-Platz, nicht weit vom Denkmal für den ersten deutschen König entfernt, wurde in dieser Woche eine Jakobsstele aufgestellt. Es handelt sich um eine Basaltsäule mit einer Jakobsmuschel aus dem spanischen Santiago de Compostela, dem Ort, an dem sich nach der Überlieferung des Grab des Apostels Jakobus d.Ä. befindet. Seit über 1 000 Jahren machen sich Gläubige und Nichtgläubige auf den Weg, um den heiligen Jakobus um Fürsprache zu bitten.

Die private Initiative wurde von Bürgermeister Hans-Peter Schick gerne aufgegriffen und unterstützt. Er hat bei einem Besuch am Jakobsgrab in Santiago de Compostela im Jahr 2009 die schöne Jakobsmuschel mitgebracht. Die Aufstellung der Basaltsäule mit der Jakobsmuschel hat der städtische Bauhof übernommen.

Längst schon ist die Jakobsmuschel, das Symbol für die Pilgerreise zum Jakobusgrab, nicht mehr nur für Jakobspilger ein Erkennungszeichen. Sie ist auch auf anderen heimischen Pilgerpfaden zu finden. Auf dem Elisabethpfad oder dem Bonifatiusweb zum Beispiel.

Im Mittelalter lebten schätzungsweise 40 Millionen Menschen in ganz Europa. Davon waren, so vermuten wir heute, stets 30 – 40 Prozent auf einer Pilgerreise. Gläubige, Nichtgläubige, Abenteurer, Kreuzfahrer, die ebenfalls zu den Pilgern gerechnet wurden, machten sich auf den Weg. Viele von ihnen pilgerten nach Santiago de Compostela. Aus Villmar wissen wir, dass eine Pilgergruppe 1491 auf dem Rückweg Station in Trier machte.

Schon früh werden die Pilger auch in Weilburg Station gemacht haben. Die frommen Pilger suchten sich Wege entlang der Flussläufe und auf sogenannten Altstraßen, die zum Teil schon in keltischer Zeit bestanden und die Möglichkeit boten, Unterkunft, Verpflegung und vielleicht sogar Versorgung im Krankheitsfall zu erhalten. Schon im Jahr 912 wurde in Weilburg, nahe dem Schloss, ein Benediktiner-Chorherrenstift mit einer kleinen St. Walpurgis Stiftskirche gegründet. Hier fanden die Pilger eine Möglichkeit der Versorgung. Die Wallfahrtsstätte Pfannstiel in der Gemarkung Drommershausen ist seit 1364 nachgewiesen. Es war der Gottesmutter Maria geweiht, die hier besonders verehrt wurde.

Auch wenn wir heute keine Almosenbriefe wie in Andernach am Rhein oder anderen Orten mehr vorliegen haben, so ist doch anzunehmen, dass das heutige Weilburg schon seit dem frühen Mittelalter Anziehungspunkt für Pilger aus der näheren und weiteren Umgebung war. Sie waren auf dem gefährlichen Weg nach Dietkirchen, nach Koblenz, nach Trier und auch ins rund 2 700 Kilometer entfernte Santiago de Compostela.

Am Landtor, dem prächtigen Eingang in das alte Weilburg, begrüßt nun die Jakobsstele den modernen Pilger auf den Spuren der Menschen, die seit mehr als 1 000 Jahren auf dem Weg sind. Zum heiligen Jakobus, zu Gott und zu sich selbst.

Pilgerstempel für Pilger auf dem Lahn-Camino sind in der Touristen-Information in der Mauerstraße und frei zugänglich auch am Erbstollen 2 (neben dem Bauhof) zu erhalten.

Mosel-Camino zwischen Bummkopf und Starkenburg

 

Gerade erreicht uns folgende wichtige Meldung. Vielen Dank an den aufmerksamen Pilger.

 

Hallo,

letzte Woche bin ich auf dem Mosel-Camino zwischen Bullay und Traben-Trarbach unterwegs gewesen. Leider musste ich feststellen, dass nahezu alle Camino-Wegweiser zwischen Bummkopf und Starkenburg zerstört oder ganz entfernt wurden. Seltsamerweise waren alle anderen Weg-Symbole, z.B. die des Moselhöhenwegs, intakt. Kann es sein, dass die Moselgemeinde Enkirch ein Problem mit Jakobspilgern hat? Wenn das so wäre, sollte der Camino vielleicht diesem Ort umgehen.

Ansonsten kann ich nur ein großes Lob an die vielen Freiwilligen aussprechen, die die gesamte Wegstecke in hervorragender Weise markiert haben.

Viele Grüße

Zeit Online: Ja, wo laufen sie denn?

 

Wie im Mittelalter ziehen wieder Pilgerströme durch Europa – Betrachtungen zu einem Gruppenerlebnis zwischen Sinnsuche und Kommerz

Martin Luther war mit dem »Geläuff« so wenig einverstanden wie mit dem Ablasshandel oder dem Zölibat. Pilgerfahrten, so schien ihm, führten nicht näher zu Gott, sondern zu dubiosen Zielen. Was sollte die lange Reise nach Santiago de Compostela bringen? »Lauf nicht dahin«, predigte der Reformator, »man weiß nicht, ob Sankt Jakob oder ein toter Hund da liegt.«

Weiterlesen: http://www.zeit.de/2010/14/Pilgern?page=1

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