Auf dem Weg

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Autor: KS (Seite 1 von 11)

NatursportPlaner erleichtert Wegemanagement – Digitale Besucherlenkung

Wer glaubt, dass bei der Planung und Markierung von Wanderwegen Papierkarte und Bleistift die vorherrschenden Arbeitsmittel sind, hat sich getäuscht. Auch hier hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten.

 

„Ohne Online-Wege-Tools wäre die Restrukturierung eines landesweiten Wanderwegenetzes unmöglich, schon allein weil dabei sehr viele Akteure mitreden wollen“, sagt Claude Halsdorf vom Wirtschaftsministerium in Luxemburg. Die Rede ist vom NatursportPlaner. Diese Online-Software zur Planung und Pflege von Wanderwegen hat die Deutsche Wanderverband (DWV) Service GmbH entwickelt und bediente sich dabei der Erfahrungen des Deutschen Wanderverbandes, dessen zentrales Arbeitsfeld seit über 135 Jahren die Planung und Pflege von Wanderwegenetzen für den Wandertourismus ist.

 

In Luxemburg wird mithilfe des Programmes NatursportPlaner gerade ein komplett neues und zeitgemäßes Wanderwegenetz erarbeitet. Dabei müssen zunächst attraktive Wegstrecken gefunden werden, um diese dann zu verknüpfen und mit einer modernen Besucherlenkung auszustatten, die – ergänzend zur klassischen Markierung am Baum und den Wegweisern in der Landschaft – auch digital funktionieren soll. Erik Neumeyer, Prokurist der DWV Service GmbH, die Luxemburg bei der Entwicklung des Wegenetzes zusammen mit Partnern unterstützt: „Wie bei all diesen Projekten müssen auch in Luxemburg viele Akteure zusammen arbeiten, damit eine Region am Ende attraktiv für Wanderer ist und die entsprechenden Gäste auch wirklich kommen.“

 

Um diese Abstimmungsprozesse zu vereinfachen, setze die DWV Service GmbH bei ihren Beratungsprojekten auf das Online-Wegemanagement-System NatursportPlaner. Mit dem leicht zu bedienenden Geoinformationssystem greifen alle beteiligten Akteure online in die Planungen ein oder sind zumindest immer über den aktuellen Stand der Planungen informiert. Außerdem können eingearbeitete Inhalte später für räumliche Analysen genutzt werden. Wie das funktioniert, zeigt ein Beispiel aus dem Teutoburger Wald. Ronald Claaßen ist Leiter des dortigen Projektes „Zukunftsfit Wandern“, welches die DWV Service GmbH ebenfalls betreut, um den Wandertourismus dort anzukurbeln. Auch Claaßen schätzt die Qualitäten des NatursportPlaners „Dank des Systems konnten wir eine digitale Karte, auf der unsere Wandergastgeber verzeichnet sind, sehr leicht übertragen auf den digitalen Kartenplan unserer neu entwickelten Wanderwege. So war schnell klar, an welchen Wegeabschnitten es Versorgungslücken gibt, die wir im nächsten Schritt mit alternativen Verpflegungsangeboten schließen möchten.“

 

Dass der NatursportPlaner auch ideal ist, um mehrere Natursportarten unter einen Hut zu bringen, zeigt ein Beispiel aus Nordhessen. Im dortigen Naturpark Habichtswald kommt der NatursportPlaner ebenfalls zum Einsatz, um das Wanderwegenetz neu zu konzipieren. Bei der Planung des neuen Wegekonzepts werden auch die aktuellen Moutainbike-Hotspots beachtet, damit sowohl Wanderer als auch Radfahrer sich wohlfühlen. „Werden digital Engstellen oder andere potenzielle Konfliktbereiche identifiziert, können wir bereits bei der Planung des neuen Wanderwegenetzes reagieren und diese Stellen entschärfen“, so Dieter Hankel, Vorsitzender des Hessisch-Waldeckischen Gebirgsvereins Kassel. Dafür arbeiten die Naturparkverwaltung und der regionale Wanderverein im System Hand in Hand zusammen. Planungen sind für alle Beteiligten sofort erkennbar und können entsprechend schnell kommentiert werden.  Neumeyer: „Gerade in Gebieten, die landschaftlich eine Einheit bilden aber von mehreren Tourismusorganisationen verwaltet werden, gestalten sich solche Planungs- und Abstimmungsprozesse oft sehr komplex. Der NatursportPlaner vernetzt alle Beteiligten und entschärft Planungskonflikte bevor sie entstehen. Dies macht den Managementprozess sehr effizient.“ Weiterer Vorteil: Der für die Planungen angesammelte digitale Datenbestand dient als Basis für die spätere Vermarktung der jeweiligen Region. Ohne weiteren Aufwand profitiert der Wandergast so zum Beispiel von GPX-Tracks, deren Erstellung für die Verantwortlichen sonst viel Aufwand bedeuten würde.

Schwimmende Parkanlage aus Plastikmüll: Eröffnung des ersten Recycled Park in Rotterdam

Schwimmende Parkanlage eröffnet, Foto: Privat

Schwimmende Parkanlage eröffnet, Foto: Privat

Der weltweit erste Recycling-Park wurde am 4. Juli in Rotterdam eröffnet. Dabei handelt es sich um eine schwimmende Anlage, die aus achteckigen Bausteinen besteht. Diese werden aus Plastikmüll produziert, welcher aus der Nieuwe Maas gefiltert wird. Dafür haben die Initiatoren WHIM architecture und die Recycled Island Foundation gemeinsam mit weiteren Organisationen „Müllfallen“ entwickelt. Drei dieser Sammelstellen sind mittlerweile im Rotterdamer Hafen und auf dem Fluss im Einsatz. Darüber hinaus werden im Zuge dieses Projektes auch Müllsammelaktionen veranstaltet. Es wird versucht, alle Sorten Plastik in diesen Bausteinen zu verarbeiten. Sie werden sowohl oberhalb als auch unterhalb der Wasseroberfläche bepflanzt, wodurch in Rotterdam zusätzliche Grünflächen (auf dem Wasser) entstehen und Fischen Orte zum laichen geboten werden. Gleichzeitig wird verhindert, dass Plastikmüll in die Nordsee fließt. Somit wird gegen die Plastikproblematik in den Ozeanen angekämpft.

Weitere Informationen unter: http://recycledpark.com/introduction.html; www.rotterdam.info;  www.holland.com/rotterdam (zu Rotterdam im Allgemeinen)

Maastricht wird zum Freiluftrestaurant: Zum 37. Mal findet „`t Preuvenemint“ statt

Freiluftrestaurant Maastricht, Foto: Privat

Freiluftrestaurant Maastricht, Foto: Privat

Der Vrijthof-Platz in der niederländischen Stadt Maastricht in der Provinz Limburg verwandelt sich vom 23. bis zum 26. August erneut in das größte Freiluftrestaurant der Niederlande. Bereits seit 1981 findet jährlich das „`t Preuvenemint“ statt. Der Name, bestehend aus den Maastrichter Wörtern „preuve“ (probieren) und „evenemint“ (Event) verrät bereits, dass Besucher sich an den rund 30 Ständen von kulinarischen Köstlichkeiten von Stockbrot bis zu exklusiven Leckereien überraschen lassen können. Neben den vielen Gastronomieständen wird auf dem zentral gelegenen Vrijthof-Platz zu Fuße der Servatiusbasilika auch Live-Musik gespielt. Das eigens für dieses Event entwickelte Geld, die „Preuvenlappen“, wird von Studenten der Akademie für Bildende Kunst Maastricht designt.

Öffnungszeiten: Donnerstag 18-1 Uhr, Freitag 16-2 Uhr, Samstag 14-2 Uhr, Sonntag 12-24 Uhr.

Weitere Informationen: https://www.besuchemaastricht.de/veranstaltungskalender/3764377101/t-preuvenemint,
https://preuvenemint.nl/ (Niederländisch)

Ausstellung auf Kasteel de Haar: Filme und Stars waren hier zu Besuch

Kasteel de Haar, Foto: Privat

Kasteel de Haar, Foto: Privat

Schloss de Haar ist das größte und zugleich luxuriöseste Schloss der gesamten Niederlande. Auch zählt es zu den wichtigsten historischen Anwesen in ganz Europa. Die Familie Van Zuylen van Nijevelt hatte für die Dauer von mehr als einem Jahrhundert das Privileg De Haar bewohnen zu dürfen. Davon haben vor allem Thierry und seine Frau Gabriëlle Gebrauch gemacht. Gemeinsam haben die beiden Glamour und Stil in De Haar eingeführt. Über die Jahre gehörten unter anderem Yves Saint Laurent, Brigitte Bardot, Roger Moore und Joan Collins zu ihren regelmäßigen Gästen, die sich allesamt auf Schloss de Haar haben feiern lassen. Diese Stars aus dem Film- und Showgeschäft sind es auch, die eine wichtige Rolle in der neuen Ausstellung „Filme und Stars auf De Haar“ (bis  31. Oktober 2018) spielen. Die Niederlande zählen rund 700 Schlösser, Landsitze und Landgüter. Dies ist bis heute ein wohl gehütetes Geheimnis. Das Niederländische Büro für Tourismus und Convention (NBTC) rückt mit der Storyline »Schlösser und Landgüter« die schönsten Museen, Hotels, Landschaften und Routen ins Rampenlicht.

Weitere Informationen auf: www.holland.com/schlosser und https://www.holland.com/de/tourist/reiseziele/provinzen/sudholland/schloss-de-haar.htm, https://www.kasteeldehaar.nl/tentoonstelling-films-sterren/ (Niederländisch) https://www.kasteeldehaar.nl/deutsch/

Gondelfahrt Giethoorn: Zauberhafte Bootsparade durch die Kanäle

Zauberhafte Gondelfahrt in Giethoorn, Foto: Privat

Zauberhafte Gondelfahrt in Giethoorn, Foto: Privat

Jedes Jahr am letzten Samstag im August findet in der kleinen, autofreien Wasserstadt Giethoorn in der niederländischen Provinz Overijssel eine Gondelfahrt statt. Dieses Jahr fällt das Festival auf den 25. August 2018. Im Dunkeln fahren verschiedene geschmückte Gondeln mit bunten Kreaturen über die berühmten Kanäle von Giethoorn und schaffen eine zauberhafte Atmosphäre. Um 20 Uhr macht sich das erste Boot dieser Bootsparade auf den Weg. Wer mag, kann schon vorher die Stadt erkunden und weitere Programmunkte – etwa eine Kirmes oder einen Trödelmarkt – besuchen. Diejenigen, die es etwas ruhiger mögen, können bei einem Getränk auf einer der vielen Terrassen das rege Treiben beobachten. Die ganze Woche steht im Zeichen der Gondelfahrt und es finden verschiedene Veranstaltungen in Giethoorn statt. Zudem werden Häuser, Gärten und Brücken stimmungsvoll beleuchtet.

Das Wasserstädtchen Giethoorn steht mit seinen Kanälen für die besondere Beziehung der Niederlande zum Wasser: seit Jahrhunderten leben die Niederländer mit dem Wasser und kämpfen zugleich gegen Fluten und Überschwemmungen. Diese besondere Beziehung möchte das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) verdeutlichen und hat dazu eine Informationskampagne gestartet. Auf der Seite www.holland.com/wasserland finden Touristen Informationen über Sehenswürdigkeiten rund um das Wasserland Niederlande – von jahrhundertealten Windmühlen bis hin zu modernen Sperrwerken.

Weitere Informationen: http://www.gondelvaartgiethoorn.nl/ (Niederländisch), https://www.giethoorn.com/en/ (Englisch)

Zum Hostienbacken ins Museum – Kindertag am 31. Juli im Garten und Hof des Diözesanmuseums

Flinderleinschläger, Paternosterer und Beutler, das sind alles Berufe aus dem Mittelalter, die die Kinder beim Kindertag des Diözesanmuseums kennenlernen und ausprobieren können. Am 31. Juli 2018, von 11 bis 14 Uhr, werden im Hof des Museums und dem Mariengarten unter dem Motto „Wir wollen fleißige Handwerker sein“ Beutel genäht, Hostien gebacken und Rosenkränze gebastelt. Ins Museum zum Anfassen und Mitmachen sind alle Vorschul- und Grundschulkinder eingeladen.

 

„Wir wollen, dass die Kinder Spaß an Geschichte haben. Geschichte muss nicht langweilig sein, ganz im Gegenteil“, sagt Dominik Müller vom Diözesanmuseum. Neben den Mitmachangeboten gibt es auch Führungen für die Kinder im Museum. Dabei seien Schätze aus vielen Teilen der Welt zu sehen. „Gold und Edelsteine, das fasziniert die Kinder genauso wie auch die Erwachsenen“, erzählt Müller. Zum Kindertag im Diözesanmuseum gehöre zudem immer ein Abschluss-Highlight. Was genau das ist, will Müller aber noch nicht verraten. „Das wird eine Überraschung“, sagt er.

 

Wer beim Kindertag im Diözesanmuseum dabei sein will, kann sich bis zum 19. Juli per Mail unter diözesanmuseum@bistumlimburg.de oder telefonisch unter 06431 295 482 anmelden. Die Teilnahme kostet 3 Euro.

 

Nordbrabant – Europäische kulinarische Region 2018: Von Pop-up Restaurant bis Food-Festival

Brabant lädt zum Essen, Foto: Privat

Brabant lädt zum Essen, Foto: Privat

Die Provinz Nordbrabant trägt im Jahre 2018 den Titel „Europäische Region der Gastronomie“ und feiert dies mit einer Reihe von Veranstaltungen. Diese reichen von Initiativen für den Agrarsektor über ein Pop-up-Restaurant bis hin zu einem Meeresfrüchtefestival. Bei dem innovativen Programm „WeAreFood“ wird der Fokus auf die Ernährung in der Zukunft gelegt. In metaphorischen „Küchen“ erarbeiten verschiedene Initiatoren unter der Leitung eines „Chefkochs“ mögliche Lösungen zu zehn verschiedenen Themengebieten, wie beispielsweise gesundes Schulessen oder die Minderung von Nahrungsmittelabfällen. Mit dem Programm „Brabant celebrates food“ lädt die Region Besucher dazu ein, die Brabanter Essens- und Willkommenskultur kennen zu lernen. Im neuen Pop-up Restaurant GAST in `s-Hertogenbosch treten Michelin-Köche in einem Kochwettstreit gegeneinander an, das Jan Cunen Museum zeigt eine Ausstellung „Je bent wat je eet“ (Deutsch: „Du bist was du isst“) und auf Food-Festivals können die Besucher verschiedenste Leckereien probieren.

Weitere Informationen:
https://www.brabantcelebratesfood.com/de,
www.holland.com/kulinarik (allgemein über niederländische Küche)
ttps://www.visitbrabant.com/de;

Better Food in Brabant

In den Dünen schlafen: Eröffnung des nachhaltigen Dünenhotels „Tien Torens“

Duinhotel Tien Torens, Foto: Privat

Duinhotel Tien Torens, Foto: Privat

In Zoutelande in der niederländischen Provinz Zeeland gibt es ein neues Hotel – das nachhaltige Dünenhotel Tien Torens. Bei diesem futuristisch anmutenden Hotel steht neben Luxus und Komfort die Natur im Fokus. Das Haus wurde in die höchste Düne der Zoutelande gebaut und geht durch die Bepflanzung mit Helmgras nahtlos in die Düne über. Auch die Innengestaltung und die Balkone des pyramidenförmigen retro-futuristischen Hotels sind der Umgebung angepasst. Das Hotel verfügt über 19 Lodges, die zum Entspannen einladen. In der Lounge oder auf der Sonnenterrasse können Besucher ihr Frühstück und Getränke genießen. Die Nachhaltigkeit verliert bei alledem allerdings nicht an Bedeutung. Solarplatten, die Platzierung des Gebäudes in der Düne, sowie die Architektur ermöglichen maximale Energieausnutzung: im Winter wärmt die Sonne die Zimmer, im Sommer aber steht sie zu hoch, um die Zimmer aufzuheizen.

Duinhotel Tien Torens, Duinweg 36, 4374 EE Zoutelande.

Weitere Informationen:


Booking.com

Kulturhauptstadt Leeuwarden-Friesland 2018: Opera Spanga führt „Aida“ auf

Szenenfoto Aida, Foto: privat

Szenenfoto Aida, Foto: privat

Im Rahmen des Europäischen Kulturhauptstadt-Programmes 2018 wird in Leeuwarden ab dem 24. Juni die klassische Oper „Aida“ von Guiseppe Verdi durch das friesische Ensemble „Opera Spanga“ aufgeführt. Der Klassiker ist hochaktuell, da er von der Beziehung zwischen Krieg, Hass, Liebe und Vergebung erzählt. Eine Oper, die unsere Aufmerksamkeit auf Konfliktherde wie den Krieg in Syrien lenkt, und deren Nutzlosigkeit und Zerstörungskraft zeigt. Sie regt zum Nachdenken an und ruft auf emotionale Weise zum Frieden auf. Nicht ohne Grund ist das letzte Wort des Stückes „Pace“ (Friede).

Neben den Aufführungen organisiert die Opera Spanga auch ein Rahmenprogramm mit Ausstellungen, einem theater-digitalen Experiment mit dem Namen „The Lab for Hidden Humanity“ (dt.: Das Labor für versteckte Humanität) und Triumphmärschen.

„Aida“ Opera Spanga, Di. 24. Juni, ab 26. Juli bis 11. August jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag sowie Montag, 13. August, jeweils ab 20.30 Uhr, Opera Spanga, Spangahoekweg 47, 8482 KL Spanga.

Auf den Spuren von „De Stijl“: Eröffnung Doesburg-Haus in Drachten am 30. Juni

Doesburg-Haus in Drachten, Foto: Privat

Doesburg-Haus in Drachten, Foto: Privat

Im vergangenen Jahr feierten die Niederlande mit dem erfolgreichen Themenjahr „Von Mondrian bis Dutch Design“ das 100-jährige Bestehen der „De Stijl“-Kunstbewegung. Sie entstand im Jahr 1917 ursprünglich in Leiden mit der Gründung der Zeitschrift De Stijl durch Theo van Doesburg. Die Künstler, die sich der Bewegung angeschlossen haben, waren auf der Suche nach einer ‚völlig neuen Kunst‘, die auch die Gesellschaft modernisieren sollte. Piet Mondriaan ist für alle De-Stijl-Künstler das große Vorbild. Nach dem Themenjahr kann man weiterhin in den gesamten Niederlanden auf den Spuren von De Stijl wandeln.

Am 30. Juni eröffnet das Museum Dr8888 in Drachten (Provinz Friesland) nach aufwendiger Restaurierung das rekonstruierte Van Doesburg-Rinsema-Haus. Hinter diesem Haus steckt eine interessante Geschichte. Theo van Doesburg, der Gründer der berühmten „De Stijl“-Bewegung, besuchte häufig seinen Freund, den Dichter Evert Rinsema, in Drachten. Dort lernt er auch den Architekten C.R. de Boer kennen, welcher zu dieser Zeit an einer Wohnanlage für die Mittelschicht arbeitete. Er bat Van Doesburg um Rat bezüglich der Farbgebung der Häuser. Der schlug vor, die Fassaden weiß zu streichen und Akzente mit den markanten Farben gelb, rot und blau zu setzen – ganz im Sinne von De Stijl. Die ursprünglichen Entwürfe sind heute im Museum Dr8888 zu sehen. Nach rund zwei Jahren wurden die Farben allerdings wieder überstrichen, da der Anstrich in der Stadt für Aufsehen sorgte und dem Viertel den Namen „Papegaaienbuurt“ (Papageienviertel) einbrachte. Nun, 66 Jahre später, wird das Exterieur wieder nach dem Vorbild von Van Doesburg gestaltet und die Wohnung für Besucher geöffnet.

Museum Dr8888, Museumsplein 2, 9203 DD Drachten. Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 11-17 Uhr

Weitere Informationen: https://www.museumdrachten.nl/museumwoning-vdrh/

(Niederländisch); www.holland.com/mondrian-bis-dutch-design

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