Porträt Franz West, Foto: Markus Rössle, 2009

Porträt Franz West, Foto: Markus Rössle, 2009

Das permanente Hinterfragen der eigenen Rolle, eine ständige Neu-Kombination seiner eigenen Werke und eine große Portion Selbstironie zeichneten den österreichischen Künstler Franz West (1947-2012) aus. Ihm widmet das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main derzeit die große Retrospektive „Franz West. Wo ist mein Achter?“, die in Zusammenarbeit mit dem mumok Museum Moderner Kunst in Wien realisiert wurde und Anfang des Jahres bereits dort zu sehen war. Detaillierte Einblicke in die Entstehung der Ausstellung können die Besucher des Ausstellungsgespräches mit MMK Direktorin Dr. Susanne Gaensheimer und der Direktorin des mumok Museum Moderner Kunst, Karola Kraus, am Dienstag, 3. September um 19 Uhr gewinnen. Franz West hatte die Ausstellung in Wien kurz vor seinem Tod noch selbst initiiert und enthusiastisch mitentwickelt. Karola Kraus, die den Künstler bereits seit vielen Jahren persönlich kannte, wird mit Susanne Gaensheimer über ihre Zusammenarbeit mit ihm und einzelne Werke der Ausstellung im MMK sprechen.

Die große Überblicksschau „Franz West. Wo ist mein Achter?“ ist noch bis zum 13. Oktober 2013  im MMK zu sehen und zeigt erstmals nach dem Tod von Franz West eine Vielzahl seiner Skulpturen, Collagen und großformatigen Rauminstallationen.

Mit seiner ganz eigenen Arbeitsweise hat Franz West die traditionelle Unterscheidung zwischen Werk, Künstler und Betrachter aufgebrochen und die monumentale Überhöhung künstlerischer Arbeiten aufgelöst. Die Werke von Franz West sind grundsätzlich partizipativ angelegt. In der Ausstellung sind die Betrachter nicht länger auf ihre Rolle als Zuschauer beschränkt, sondern werden Teil des Kunstwerks: Einige Werke des Künstlers können benutzt oder angefasst, als Sitz- oder Liegefläche verwendet werden.

 

Eintritt Ausstellungsgespräch: 5 Euro