Lieber Herr Welter,

Sie haben mir sehr geholfen. Es hat alles gut geklappt. Das Wetter war aber hart: Am Samstag stürisch-kalter Wind auf dem Hunsrüc, gleich hinter dem Schloss Stolzenfels hing die Markierung an einem Nagel nach unten. Wir gingen einen kurzen Weg falsch, sind zurück und haben die Markierung wieder richtig gestellt (natürlich nicht eingenagelt). Rosi hatte zu, die Reiterstube auch und den ersten Kaffee gab es erst in der Raststätte. Unterwegs war es zu kalt, um stehen zu bleiben. Dann bevor wir den kurzen Anstieg auf die Moselhöhe mit Blick zur Burg Thurant machten, kam um 4.00 Uhr nachmittags die Sonne und hat diese schöne Wallfahrtskirche richtig angestrahlt. Man spürt dort wirklich etwas. Wir wohnten bei Cafe Becker (sehr gut, aber kein Lunchpaket). Bei strahlendem Sonnenschein verließen wir den Ort am Sonntag und beim Anstieg hinter Hatzenport kam vom Hunsrück her eine hellgraue Wand: Schnee! Es war zwar nicht mehr so kalt, aber zugefrorene Pfützen waren unter Laub und Schnee kaum auszumachen. Aber dieser Tag war traumhaft. Total kaputt mit zittrigen Knien kamen wir um 17.30 Uhr in Karden an. Der Abstieg war bei Schnee schon heftig, da wir zuvor keine Pausen hatten (Burg Eltz noch zu). 

Man sollte unbedingt eine halbe Stunde vor Abfahrt des Zuges am Bahnhof sein, denn der Fahrkartenautomat war das letzte Abenteuer. 10 Minuten reichten nicht, um drei Karten zu ziehen. Ich stieg ohne in den Zug. Gott sei Dank hatte ein junger Mann (Libanese) im Abteil ein 5-Personen-Ticket und fuhr nach Saarbrücken, so dass wir uns entspannen konnten.

Jetzt wollen wir im März weitergehen.

Ganz herzlichen Dank

und freundliche Grüße

 

Und gerade kam noch ein Nachschlag, der die Erfahrungen meiner Frau und mir im Winter 2007 bestätigt:

Danke Herr Welter für die schnelle Antwort. Ich wollte Ihnen gerade schreiben, dass ich eben in der Wanderkarte nachgesehen habe, dass da nicht viel fehlen kann. Man könnte den Weg eigentlich sogar ohne Karte gehen, denn er ist super beschildert. (Grosses Kompliment an Wolfgang Welter – Anmerkung KS) Man kriegt als alter Peregrino ja auch ein Auge dafür, an allen Stellen die Muschel zu sehen. Mit dem Lunchpaket braucht Ihnen nichts leid zu tun, Das Frühstück war so super, so dass wir gut über die Runden kamen. … Wir waren zu dritt, sie (Frau Becker, Cafe Becker, Alken – Anmerkung KS) ist uns mit dem EZ-Preis "entgegengekommen". Jeder von uns musste 33,00 Euro zahlen. Sie hatte noch ein paar Gäste im Haus. Und sie sagte, sie bewundere jeden, der so einen Pilgermarsch mache. Es war für uns so aber okay.Zimmer habe ich jetzt immer noch keine in Alken für den 30.4., ich solle sie nochmal Ende der Woche anrufen, sie habe vielleicht noch ein paar Zimmer, müsse das aber erst abklären, dann soll ich nebenan Müllers anrufen, die noch zu haben bis 6. 2.. In Beilstein übernachten wir im Mai zweimal. Wegen Happy Mosel war überall voll. Erst überall Absage. Dann Anruf von Frau Lippmann,  mit Entgegenkommen auf zwei Nächte.. Auf diese Weise brauche ich in Karden nicht mehr zu suchen. Und wir können eine Weinprobe machen an eine Abend und noch eine Stadtrundführung.Ich habe schon mit dem Herrn ?? (wahrscheinlich Herr Vitz – Anmerkung KS) gesprochen.

So, ich will jetzt aber keinen Roman schreiben und danke nochmals.

Gute Nacht.