Blick auf Burg Hohenstein, Foto: WIKIMEDIA, Klaus M., CC-BY-SA-3.0, Lizenztext im Impressum

Blick auf Burg Hohenstein, Foto: WIKIMEDIA, Klaus M., CC-BY-SA-3.0, Lizenztext im Impressum

Gleich über zwei Förderverträge für Sanierungsmaßnahmen an Burg Hohenstein in Kirchensittenbach kann sich Georg Maul vom Verschönerungsverein Hohenstein und Umgebung e.V. freuen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Mauerwerksinstandsetzung am Kapellenbau mit 20.000 Euro und die statische Instandsetzung des Langen Hauses mit 40.000 Euro. Die Dokumente erreichen den Förderverein in diesen Tagen. Burg Hohenstein, für dessen Mauerwerkssanierung die DSD bereits 2001 rund 76.000 Euro zur Verfügung gestellt hat, gehört zu den über 220 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Eine freudige Nachricht für Georg Maul vom Verschönerungsverein Hohenstein und Umgebung e.V. Gleich zwei Förderverträge der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) für Sanierungsmaßnahmen an Burg Hohenstein im Nürnberger Land sind auf dem Weg nach Kirchensittenbach. Der erste Vertrag über 40.000 Euro dient der statischen Instandsetzung des Langen Hauses, mit dem zweiten Vertrag über 20.000 Euro kann die Mauerwerksinstandsetzung am Kapellenbau fortgesetzt werden, für die die DSD bereits 2001 rund 76.000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Möglich ist die Förderung dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Denkmalstiftung seit 1991 ist. Für die Sanierungsmaßnahmen an der Burg stehen auch Mittel des Landes, des Landkreises und aus dem EU-Programm LEADER zur Verfügung.

Die Burganlage liegt weithin sichtbar auf einem Felssporn hoch über der Ortschaft Hohenstein. Sie zählt zu den markantesten Baudenkmalen des Landkreises. Die Wurzeln der Burg reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Besonders im 13. und 14. Jahrhundert spielte Burg Hohenstein eine hochbedeutende politische Rolle.

Zu den wichtigsten Bauten der Burg gehören neben den Wehr- und Umfassungsmauern die Oberburg mit Torbau, Bergfried, dem Zeughaus und dem breit gelagerten Wohntrakt, dem sogenannten „Neuen Bau“. Im Obergeschoss des hoch aufragenden Torbaus mit der Toranlage im Erdgeschoss liegt die gotische Kapelle. Eine weitere, etwas tiefer gelegene Toranlage und das benachbarte spätmittelalterliche Pfleghaus, das sogenannte „Lange Haus“, mit Durchgang bilden die Unterburg.

Die heute zu sehende Anlage zeigt Bausubstanz aus nahezu allen Jahrhunderten. Die Umfassungsmauern gehen im Wesentlichen noch in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück, der dreistöckige Kapellenbau wurde im 17. Jahrhundert umgebaut, der „Neue Bau“ ist ein Ersatz für die 1553 zerstörten Kemenaten, die oberen Geschosse wurden im 19. und 20. Jahrhundert verändert.

Die Burganlage ist Ziel und Anziehungspunkt für Heimatfreunde, Wanderer und geschichtlich Interessierte. Burg Hohenstein, für dessen Mauerwerkssanierung die DSD bereits 2001 rund 76.000 Euro zur Verfügung gestellt hat, gehört zu den über 220 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.