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August 2018 – Auf dem Weg

Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Monat: August 2018

Sommer-Highlights der niederländischen Schlösser: Gärten, Skulpturen-Schau und ein neues Museum

Schloss Middachten, Quelle NBTC

Schloss Middachten, Quelle NBTC

Zahlreiche Schlösser der Niederlande erstrahlen im Sommer in besonderem Glanz. Hier stellen wir Ihnen die kommenden Veranstaltungs-Highlights in und um die Schlösser vor. Gartenliebhaber lassen sich von der Blumenpracht der Schlossgärten inspirieren, Kunstfreunde können sich über ein neues Museum direkt neben dem Blumenpark Keukenhof freuen, und in der ehemaligen Residenz des letzten deutschen Kaisers gibt es eine neue Skulpturen-Ausstellung.

Dass es in den Niederlanden über 700 Schlösser und Landgüter gibt, ist bis heute ein wohl gehütetes Geheimnis. Von historischen Festungen bis zu vornehmen Herrenhäusern ist alles dabei. Einige der Schlösser erzählen die Geschichte des niederländischen Königshauses, aber der Großteil war im Besitz von wohlhabenden Kaufleuten des Goldenen Zeitalters. Viele der Anwesen sind der Öffentlichkeit in Form von Museen, Hotels oder Restaurants und Cafés zugänglich. Einige der interessantesten kommenden Veranstaltungen in verschiedenen Schlössern stellt das Niederländische Büro für Tourismus & Conventions (NBTC) hier vor.

Gärten von Middachten

Gartenliebhaber können bis zum 30. September die Gärten von Schloss Middachten in De Steeg (Provinz Gelderland) besuchen. Ob für Garteninspirationen oder einfach zum Genießen der Blumenpracht – Besucher sind hier herzlich Willkommen. Die Tore stehen täglich außer samstags von 10.30 bis 16.30 Uhr offen. Jeden Sommer werden auch die Orangenbäume wieder aus der Orangerie geholt, die sich dann zu einem gemütlichen Teehaus verwandelt. Im Juli und August gibt es sonntags auch zwei Mal am Tag, um 13.30 und um 15 Uhr, Führungen durch das Schloss Middachten.

Schloss Middachten, Landgoed Middachten 3, 6994 JC De Steeg, Öffnungszeiten 13.05-30.09.2018/So.-Fr. 10.30-16.30 Uhr, Eintritt: Gärten 6 €, Gärten und Schloss 11 € (Kinder bis 12 Jahre gratis), kein Zuschlag bei Führungen. Weitere Informationen https://www.middachten.nl/

Paleis het Loo – teilweise auch während Renovierung geöffnet

Wegen Renovierung und Erweiterung des Schlosses Paleis het Loo ist dieses von 2018 bis 2020 nicht für Besucher zugänglich. Dafür sind allerdings die Gärten, Stallungen und Restaurants für Besucher geöffnet. Bis Ende September können Besucher das neue Gartenkonzept, welches nun neben Pflanzen aus dem 17. Jahrhundert auch Pflanzen aus späteren Jahrhunderten enthält, bewundern. Wer das Ganze aus der Vogelperspektive sehen möchte, kann vom Dach des Palastes den Überblick über die Gärten genießen. Trotz des Umbaus finden Schlosskonzerte und weitere Events statt, wie Royal Polo oder der Gartenmonat September, bei dem donnerstags und freitags Garten-Aktivitäten organisiert werden. Ab 2021 soll Palais het Loo wieder in neuem Glanz eröffnet werden.

Paleis het Loo, Amersfoortweg 1, 7315 JA Apeldoorn, Weitere Informationen: https://www.paleishetloo.de/

Ausstellung zum Thema „Widerstand“ in Haus Doorn

Im Museum Haus Doorn (Provinz Utrecht), der Residenz des letzten deutschen Kaisers, eröffnet am 24. August die neue Ausstellung „Verzet en Verdriet in beeld“ (dt.: Widerstand und Kummer in Bildern). In dieser Ausstellung steht die Verarbeitung und Verbildlichung von Kriegserfahrungen der beiden Weltkriege durch Bildhauer im Fokus. Zu sehen sind Werke aus deutschen und niederländischen Sammlungen, beispielsweise von Käthe Kollwitz, Mari Andriessen, John Radecker, Giacomo Manzù und Ossip Zadike. Mit dieser Ausstellung erinnert das Schlossmuseum auch daran, dass vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg endete.

Haus Doorn, Langbroekerweg 10, 3941 MT Doorn, Öffnungszeiten: Di.-Fr. 13-17 Uhr, Sa. und So. 12-17 Uhr, Weitere Informationen: http://www.huisdoorn.nl/de/

Eröffnung des Lisser Art Museums

Auf dem Landgut eröffnet im Sommer 2018 das Lisser Art Museum (LAM) in direkter Nachbarschaft des berühmten Tulpenparks Keukenhof. Das definitive Eröffnungsdatum steht noch nicht fest. Erste Testbesucher waren allerdings bereits von der Architektur des Gebäudes und der dort ausgestellten bildenden Kunst begeistert. Die Kunstwerke haben alle einen Bezug zu Nahrung, Konsum und Einkauf. Diese alltäglichen Themen sind seit vielen Jahrhunderten Inspiration für Künstler gewesen. Das Museum erzählt Geschichten, inspiriert und bringt Besucher auch das ein oder andere Mal zum Staunen.

Lisser Art Museum, Keukenhof 14, Lisse, Weitere Informationen: http://www.lamlisse.nl/museum-en (Englisch)

NatursportPlaner erleichtert Wegemanagement – Digitale Besucherlenkung

Wer glaubt, dass bei der Planung und Markierung von Wanderwegen Papierkarte und Bleistift die vorherrschenden Arbeitsmittel sind, hat sich getäuscht. Auch hier hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten.

 

„Ohne Online-Wege-Tools wäre die Restrukturierung eines landesweiten Wanderwegenetzes unmöglich, schon allein weil dabei sehr viele Akteure mitreden wollen“, sagt Claude Halsdorf vom Wirtschaftsministerium in Luxemburg. Die Rede ist vom NatursportPlaner. Diese Online-Software zur Planung und Pflege von Wanderwegen hat die Deutsche Wanderverband (DWV) Service GmbH entwickelt und bediente sich dabei der Erfahrungen des Deutschen Wanderverbandes, dessen zentrales Arbeitsfeld seit über 135 Jahren die Planung und Pflege von Wanderwegenetzen für den Wandertourismus ist.

 

In Luxemburg wird mithilfe des Programmes NatursportPlaner gerade ein komplett neues und zeitgemäßes Wanderwegenetz erarbeitet. Dabei müssen zunächst attraktive Wegstrecken gefunden werden, um diese dann zu verknüpfen und mit einer modernen Besucherlenkung auszustatten, die – ergänzend zur klassischen Markierung am Baum und den Wegweisern in der Landschaft – auch digital funktionieren soll. Erik Neumeyer, Prokurist der DWV Service GmbH, die Luxemburg bei der Entwicklung des Wegenetzes zusammen mit Partnern unterstützt: „Wie bei all diesen Projekten müssen auch in Luxemburg viele Akteure zusammen arbeiten, damit eine Region am Ende attraktiv für Wanderer ist und die entsprechenden Gäste auch wirklich kommen.“

 

Um diese Abstimmungsprozesse zu vereinfachen, setze die DWV Service GmbH bei ihren Beratungsprojekten auf das Online-Wegemanagement-System NatursportPlaner. Mit dem leicht zu bedienenden Geoinformationssystem greifen alle beteiligten Akteure online in die Planungen ein oder sind zumindest immer über den aktuellen Stand der Planungen informiert. Außerdem können eingearbeitete Inhalte später für räumliche Analysen genutzt werden. Wie das funktioniert, zeigt ein Beispiel aus dem Teutoburger Wald. Ronald Claaßen ist Leiter des dortigen Projektes „Zukunftsfit Wandern“, welches die DWV Service GmbH ebenfalls betreut, um den Wandertourismus dort anzukurbeln. Auch Claaßen schätzt die Qualitäten des NatursportPlaners „Dank des Systems konnten wir eine digitale Karte, auf der unsere Wandergastgeber verzeichnet sind, sehr leicht übertragen auf den digitalen Kartenplan unserer neu entwickelten Wanderwege. So war schnell klar, an welchen Wegeabschnitten es Versorgungslücken gibt, die wir im nächsten Schritt mit alternativen Verpflegungsangeboten schließen möchten.“

 

Dass der NatursportPlaner auch ideal ist, um mehrere Natursportarten unter einen Hut zu bringen, zeigt ein Beispiel aus Nordhessen. Im dortigen Naturpark Habichtswald kommt der NatursportPlaner ebenfalls zum Einsatz, um das Wanderwegenetz neu zu konzipieren. Bei der Planung des neuen Wegekonzepts werden auch die aktuellen Moutainbike-Hotspots beachtet, damit sowohl Wanderer als auch Radfahrer sich wohlfühlen. „Werden digital Engstellen oder andere potenzielle Konfliktbereiche identifiziert, können wir bereits bei der Planung des neuen Wanderwegenetzes reagieren und diese Stellen entschärfen“, so Dieter Hankel, Vorsitzender des Hessisch-Waldeckischen Gebirgsvereins Kassel. Dafür arbeiten die Naturparkverwaltung und der regionale Wanderverein im System Hand in Hand zusammen. Planungen sind für alle Beteiligten sofort erkennbar und können entsprechend schnell kommentiert werden.  Neumeyer: „Gerade in Gebieten, die landschaftlich eine Einheit bilden aber von mehreren Tourismusorganisationen verwaltet werden, gestalten sich solche Planungs- und Abstimmungsprozesse oft sehr komplex. Der NatursportPlaner vernetzt alle Beteiligten und entschärft Planungskonflikte bevor sie entstehen. Dies macht den Managementprozess sehr effizient.“ Weiterer Vorteil: Der für die Planungen angesammelte digitale Datenbestand dient als Basis für die spätere Vermarktung der jeweiligen Region. Ohne weiteren Aufwand profitiert der Wandergast so zum Beispiel von GPX-Tracks, deren Erstellung für die Verantwortlichen sonst viel Aufwand bedeuten würde.

Schwimmende Parkanlage aus Plastikmüll: Eröffnung des ersten Recycled Park in Rotterdam

Schwimmende Parkanlage eröffnet, Foto: Privat

Schwimmende Parkanlage eröffnet, Foto: Privat

Der weltweit erste Recycling-Park wurde am 4. Juli in Rotterdam eröffnet. Dabei handelt es sich um eine schwimmende Anlage, die aus achteckigen Bausteinen besteht. Diese werden aus Plastikmüll produziert, welcher aus der Nieuwe Maas gefiltert wird. Dafür haben die Initiatoren WHIM architecture und die Recycled Island Foundation gemeinsam mit weiteren Organisationen „Müllfallen“ entwickelt. Drei dieser Sammelstellen sind mittlerweile im Rotterdamer Hafen und auf dem Fluss im Einsatz. Darüber hinaus werden im Zuge dieses Projektes auch Müllsammelaktionen veranstaltet. Es wird versucht, alle Sorten Plastik in diesen Bausteinen zu verarbeiten. Sie werden sowohl oberhalb als auch unterhalb der Wasseroberfläche bepflanzt, wodurch in Rotterdam zusätzliche Grünflächen (auf dem Wasser) entstehen und Fischen Orte zum laichen geboten werden. Gleichzeitig wird verhindert, dass Plastikmüll in die Nordsee fließt. Somit wird gegen die Plastikproblematik in den Ozeanen angekämpft.

Weitere Informationen unter: http://recycledpark.com/introduction.html; www.rotterdam.info;  www.holland.com/rotterdam (zu Rotterdam im Allgemeinen)

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