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Dezember 2017 – Auf dem Weg

Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Monat: Dezember 2017

Feiertagsstimmung im Hirschberger Tal

Mit opulenten Festessen und rauschenden Bällen verwöhnen die Schlösser im Hirschberger Tal ihre Gäste zum Jahreswechsel. Auch die Termine für die großen Weihnachtsmärkte der Region stehen bereits fest. Wer sich zu den Festtagen ein besonderes Geschenk machen möchte, muss sich beeilen. Denn der Kurzurlaub in geschichtsträchtigen Gemäuern wird immer beliebter.

In Staniszów (Stonsdorf) laden Agata und Wacław Dzida zu einem rauschenden Silvesterball im historischen Ballsaal ihres Barockschlosses ein. Gäste erwartet an diesem Abend ein erlesenes Vier-Gänge-Menü, Tanzmusik sowie ein Neujahrskonzert. Den Jahreswechsel läutet ein Höhenfeuerwerk im englischen Landschaftsgarten ein. Ein fünftägiges Sonderpaket enthält neben dem Silvesterball noch einige weitere Leckerbissen. Wer lieber Heiligabend im exquisiten Ambiente verbringen möchte, der kann im Schlosshotel im Rahmen eines Arrangements ein traditionelles polnisches Weihnachtsessen mit zwölf Speisen und Weihnachtskonzert erleben.

Adventsmarkt in Lomnitz. Foto: Schloss

Adventsmarkt in Lomnitz. Foto: Schloss

Weihnachtliche Atmosphäre erwartet Besucher von Schloss und Gut in Łomnica (Lomnitz) bereits zum ersten Adventwochenende. Dann lädt Schlossherrin Elisabeth von Küster zum besinnlichen Adventsmarkt ein. An diesem und den beiden folgenden Wochenenden können Groß und Klein leckere Weihnachtsspezialitäten aus Polen und Deutschland kosten, sich im Bemalen von Weihnachtskugeln versuchen, ausgefallene Geschenke kaufen oder einfach nur beim Glühwein entspannen. Untermalt wird das Markttreiben von festlicher Musik und traditionellen Weihnachtsgesängen. Der Adventsmarkt auf Lomnitz hat sich zu einer der größten und bekanntesten Veranstaltungen dieser Art im Dreiländereck entwickelt. Verschiedene Reiseunternehmen bieten Kurztouren zum Lomnitzer Markt aus Deutschland an.

Ein sechstägiges Arrangement für die Festtage umfasst einen weihnachtlichen Kochkurs, einen Workshop im Christbaumkugelverzieren sowie ein feierliches polnisch-schlesisches Festtagsdinner am 24. Dezember. Hoch her geht es in Lomnitz zum Jahresausklang. Am 31. Dezember findet im Restaurant „Stara Stajnia“ (Alter Pferdestall) ein Silvesterball mit Live-Musik und exquisitem Buffet statt.
In festlicher Stimmung präsentiert sich die Altstadt von Jelenia Góra (Hirschberg) beim traditionellen Weihnachtsmarkt am 16. und 17. Dezember. Im rund eine Stunde entfernten Świdnica (Schweidnitz) findet vom 14. bis 22. das „Schweidnitzer Weihnachtssingen“ statt. Auf dem historischen Marktplatz warten rund 50 weihnachtliche Stände auf Besucher. Weihnachtskonzerte, Tanzvorführungen sowie eine große Parade der Engel bilden das kulturelle Rahmenprogramm. Die niederschlesische Hauptstadt Wrocław (Breslau) veranstaltet vom 17. November bis 22. Dezember einen der schönsten und größten Weihnachtsmärkte des ganzen Landes.

Einen märchenhaften musikalischen Jahresausklang bietet die Niederschlesische Philharmonie in Jelenia Góra ihren Gästen. Das Ensemble präsentiert am 29. Dezember eine Silvestergala im „venezianischen Stil“. Ensemble und Solisten des Hauses präsentieren bekannte Opernarien, Operettenlieder und Chansons. Die Bandbreite reicht von Giacomo Puccinis „O mio babino caro“ über Jacques Offenbachs „Barcarole“ bis hin zu Rudi Schurickes ?O mia bella Napoli“. Das ganze Konzert wird am 5. Januar nochmals wiederholt. Der Eintritt beträgt jeweils 80 Złoty (ca. 20 Euro).
Weitere Informationen zur Region unter www.talderschloesser.de

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Zwischen Glühwein und Riesenrad – Viele polnische Städte locken mit Weihnachtsmärkten

Mit Lichterschmuck und festlichen Märkten ziehen viele polnische Städte Besucher in der Vorweihnachtszeit an. Das Warschauer Nationalstadion verwandelt sich in eine Winterlandschaft, in Posen treten die besten Eisbildhauer gegeneinander an und Allenstein bekommt Besuch vom Weihnachtsmann aus Finnland samt Rentiergespann.

Weihnachtliches Warschau (Foto von 2017). Foto: it Warszawa / www.warsawtour.pl

Weihnachtliches Warschau (Foto von 2017). Foto: it Warszawa / www.warsawtour.pl

In Warszawa (Warschau) lädt ein Weihnachtsmarkt mit rund 60 festlich geschmückten Ständen vom 25. November bis 7. Januar in die historische Altstadt ein. Im Stadtteil Praga am anderen Weichselufer übernimmt Väterchen Frost vom 2. Dezember bis Anfang März die Herrschaft über das Nationalstadion. Winterspaß bieten zwei Eislaufbahnen, ein elf Meter hoher Rodelhügel, ein Curlingplatz und einem Weihnachtsdorf mit Drinks und Leckereien. Im unterirdischen Parkdeck eröffnet der größte Skatepark der Hauptstadt. Ein wahres Lichtmärchen können Besucher im Sommerschloss Wilanów erleben. Der ?Wintergarten des Königs“ schafft rund um das Barockschloss eine winterliche Atmosphäre mit weiß erleuchteten Themenskulpturen. Bunt und fantastisch ist der ?Zaubergarten des Königs“ gestaltet, der insbesondere die jüngsten Besucher mit Pflanzen-, Märchen und Tierskulpturen verzaubern will. An Wochenenden erzählen in den Abendstunden verschiedene 3D-Mappings Warschauer Märchen auf der Schlossfassade. Der Lichtergarten ist bis zum 25. Februar täglich von 16 bis 21 Uhr geöffnet. (www.warsawtour.pl)

 

Weihnachtsmarkt in Breslau. Foto: Krzysztof Szymoniak/www.wroclaw.pl

Weihnachtsmarkt in Breslau. Foto: Krzysztof Szymoniak/www.wroclaw.pl

Der Weihnachtsmarkt in der niederschlesischen Metropole Wrocław (Breslau) dehnt sich in diesem Jahr vom Marktplatz und den umliegenden Straßen der Altstadt auf den benachbarten plac Solny (Salzmarkt) aus. Besucher finden dort bis 22. Dezember traditionelle Spezialitäten aus verschiedenen polnischen Regionen, ukrainische Keramik, Weihnachtsdeko aus Holz und Naturkosmetik. Wagemutige können sich auf den Weg durch das Winterlabyrinth machen, und Kinder haben die Möglichkeit sich einen Wachsabdruck ihrer Hand als Kerze anfertigen zu lassen. Dekoratives aus Afrika und Südasien bieten die Stände auf dem Altstadtmarkt. Im Märchenwald warten Pinocchio, die Schneekönigin und andere lustige Märchenfiguren auf kleine Besucher. Der ?Bahnsteig des Geschmacks“ lädt zu einer kulinarischen Weltreise ein und die Breslauer Zwerge erwachen zum Leben. Neben einem musikalischen Rahmenprogramm können Gäste unter anderem die Elfenparade, den Nikolausumzug oder den Einzug der Sternsinger erleben. (www.jarmarkbozonarodzeniowy.com)

Auf dem Hauptmarkt von Kraków (Krakau) laden vom 24. November bis zum 26. Dezember rund 80 weihnachtliche Stände zu einem der ältesten Adventsmärkte des Landes ein. Zum Begleitprogramm gehören Sternsingerdarbietungen, eine Inszenierung der altpolnischen Totenfeier „Dziady“ und eine Weihnachtstafel mit den Honoratioren der Stadt. Einer der Höhepunkte ist der seit 1937 stattfindende Wettbewerb um die schönste Weihnachtskrippe. Bei der 75. Auflage des Wettbewerbs werden am 7. Dezember rund 160 Hobby- und Profikünstler ihre Kunstwerke auf dem Rynek präsentieren. Bis Februar können die preisgekrönten Krippen in einer Ausstellung in der Krakauer Altstadt besichtigt werden. Eine Alternative bietet der ?Weihnachtsmarkt der besonderen Dinge“ im Trendviertel Podgórze. Am 2. und 3. Dezember verkaufen Künstler aus dem Stadtteil und der Region ihre Arbeiten. Unter ihrer Anleitung finden auch Bastelworkshops für Groß und Klein statt. Dazu gibt es Leckereien aus dem polnischen Osten sowie Balkanspezialitäten. (www.krakow.travel)

Weihnachtsmarkt in Danzig. Foto: Maciej Nicgorski/www.gdansk.pl

Weihnachtsmarkt in Danzig. Foto: Maciej Nicgorski/www.gdansk.pl

Das historische Stadtzentrum von oben betrachten können Besucher der Ostseemetropole Gdańsk (Danzig). Möglich macht es ein 50 Meter hohes Riesenrad, das vom 3. bis 23. Dezember seine Runden über dem Targ Węglowy (Kohlenmarkt) dreht. Auf dem Platz verbreiten 100 Stände aus Polen, Litauen und Ungarn sowie 100 Weihnachtsbäume festliche Stimmung. Zu den Attraktionen gehören eine überdimensionale handgefertigte Weihnachtspyramide, ein Venezianisches Karussell und ein Nikolausschlitten mit lebendigen Rentieren. Im benachbarten Zeughaus präsentiert die Akademie der Schönen Künste hochwertige Geschenkideen aus Künstlerhand. Traditionell werden auf dem Długi Targ (Langer Markt) am 5. Dezember die Kerzen am großen Weihnachtsbaum entzündet. Ein weiterer jährlicher Höhepunkt ist die Wigilia, die Weihnachtsfeier die kurz vor Heiligabend auf dem Langen Markt stattfindet. An einer langen Tafel nehmen Bürger und Gäste der Stadt Platz, brechen gemeinsam Oblaten und tauschen gute Wünsche aus. (www.bozonarodzeniowy.gda.pl)

In Poznań (Posen), der Hauptstadt von Wielkopolska (Großpolen), findet der Jarmark Betlejem Poznańskie (Posener Betlehemsmarkt) gleich an zwei Orten statt. Vom 2. bis 22. Dezember laden rund 50 Aussteller zum weihnachtlichen Treiben auf den Alten Markt im Herzen der Altstadt ein. Bereits am 18. November beginnt der Weihnachtsmarkt auf dem plac Wolności in der historischen Neustadt mit dem ?Entzünden“ des Posener Weihnachtsbaumes. Beim Wettbewerb der besten Eisbildhauer am 9. und 10. Dezember kann sich neben den Profis auch der Nachwuchs im frostigen Skulpturenformen üben. Besucher können ihre Wunschpost dem Gwiazdor, dem Sternsinger, abgeben. Er ist in Großpolen traditionell für das Verteilen der Weihnachtsgeschenke zuständig. (www.poznan.travel)

Auf dem Marktplatz im oberschlesischen Katowice (Kattowitz) sorgen zahlreiche Marktstände sowie eine Eisbahn vom 24. November bis 23. Dezember für Festtagsstimmung. Etwas Besonderes ist der Weihnachtsmarkt im historischen Kattowitzer Bergarbeiterviertel Nikiszowiec (Nikischschacht). Vom 8. bis 10. Dezember präsentieren sich zwischen den charakteristischen Backsteinhäusern über 150 Aussteller mit Spezialitäten aus Oberschlesien und anderen polnischen Regionen. (www.slaskie.travel)

Auch in vielen anderen polnischen Städten finden in diesem Jahr vorweihnachtliche Märkte statt. Auf dem Schloss der pommerschen Herzöge in Szczecin (Stettin) wird am 9. und 10. Dezember eine lebendige Krippe inszeniert. Dazu gibt es einen Kunsthandwerkermarkt und Bastelworkshops. (www.zamek.szczecin.pl)

Vom 14. bis 17. Dezember findet der Jarmark Świąteczny in Olsztyn (Allenstein), der Hauptstadt von Ermland-Masuren, statt. Beliebt bei Jung und Alt ist der finnisch-samische Nikolaus aus Rovaniemi, der mitsamt Rentiermannschaft seine Zelte auf dem Markt aufschlagen wird. (www.visit.olsztyn.eu)

Die Renaissance-Stadt Kazimierz Dolny lädt am 16. und 17. zum Adventsmarkt ein. Die Veranstaltung auf dem Marktplatz ist gleichzeitig Teil der Messe regionaler Spezialitäten. (www.kazimierzdolny.pl)

In Białystok, der Hauptstadt von Podlachien, wird vom 15. bis 22. Dezember der Marktplatz rund um das barocke Rathaus zur stimmungsvollen Kulisse für ein buntes Markttreiben. Rund 30 Stände präsentieren Kulinarisches und Kunsthandwerkliches aus der Region und den östlichen Nachbarländern. (www.odkryj.bialystok.pl)

Zu den größten Veranstaltungen im Südwesten Polens gehört der Adventsmarkt im festlich dekorierten Schlosshotel von Łomnica (Lomnitz), eine Autostunde von Görlitz entfernt. An den drei ersten Adventswochenenden präsentieren sich auf dem Gutshof und in der Eventscheune Aussteller mit kunsthandwerklichen und kulinarischen Produkten. Große und kleine Besucher können in der Weihnachtskugelwerkstatt oder der Backstube selbst Hand anlegen und sich von den Klängen des Bläserensembles verzaubern lassen. (www.palac-lomnica.pl)

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Projekt „Natursport.Umwelt.Bewusst“ – Beirat stellt Weichen

Im Projekt „Natursport.Umwelt.Bewusst“ des Deutschen Wanderverbands (DWV) sind nach dem ersten Beiratstreffen gestern in Kassel die Weichen gestellt. Ziel des Projektes ist es, Kommunikationsstrategien zu entwickeln, mit denen nicht organisierte Natursportlerinnen und Natursportler erreicht werden, um Konflikte zwischen ihnen und anderen Naturnutzerinnen und Naturnutzern zu vermeiden. So soll ein Rahmen entstehen, der auch künftig die Entwicklung und Ausübung attraktiver Natursport-Aktivitäten ermöglicht und dabei dem Umweltschutz dient.

Im Einzelnen ist geplant, einen Dialogprozess zwischen allen beteiligten Nutzergruppen zu initiieren. Dafür sollen digitale Kommunikationskanäle der Natursporttreibenden identifiziert und erprobt werden. Ansätze zur Vermeidung von Nutzerkonflikten sollen gemeinsam mit allen Akteuren entwickelt werden und zwar unter der Maßgabe, sowohl für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes als auch für die Interessen anderer Nutzergruppen zu sensibilisieren.

Der Projektbeirat setzt sich zusammen aus 24 Vertretern von Verbänden und anderen Interessensgruppen. Neben den Akteuren verschiedener Natursportarten wie Wandern, Geocachen und Mountainbiken repräsentiert das Gremium Grundbesitzende, Parkverwaltungen, Naturschutz, Tourismus, Landwirtschaft sowie Jagd und Forst. Thematisiert wurden während der Sitzung in Kassel die bisherigen Möglichkeiten, mit Natursportreibenden in Kontakt zu treten. Mehr Aufschluss dazu soll eine geplante Befragung zum Kommunikationsverhalten von nicht organisierten Natursportlerinnen und Natursportlern bringen. Schließlich wurden die im Rahmen des Projektes geplanten Veranstaltungen vorbereitet.

Das DWV-Projekt „Natursport.Umwelt.Bewusst“ wird bis Juni 2019 gefördert durch das Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Infos: Jan Fillisch, Tel. 0561 / 9 38 73 -18, E-Mail: j.fillisch@wanderverband.de

 

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