Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Monat: Januar 2017

Auf den Spuren der Pilger durch Weilburg

(KS, im Februar 2017) Ob es denn in Weilburg wirklich Jakobspilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela, nach Rom oder nach Jerusalem habe, wurde jüngst gefragt. Ja, natürlich, lautet die Antwort. Weilburg hatte schon im frühen Mittelalter eine herausragende Bedeutung und liegt in exponierter Lage an der Lahn. Selbstverständlich haben Pilger hier ihre Spuren hinterlassen, haben auf ihrem langen und beschwerlichen Weg die regionalen Wallfahrtsstätten besucht und Schutz, Übernachtung und Verpflegung in den Stiften und Klöstern erhalten. So, wie in Weilburg und den vielen anderen Orten entlang der Lahn, die ihre Tore für Pilger meistens weit offen hielten. Schließlich galt die Versorgung eines Pilgers als gottgefälliges Werk. Und die Obrigkeit stellte Pilger unter ihren ganz besonderen Schutz.

Begleiten Sie uns doch einmal auf dem Weg der Jakobspilger durch Weilburg. Der Lahn-Camino, als einer der ersten Jakobswege in Deutschland von Professor Heinrich Kanz aus Lahnstein initiiert und vom Taunusklub durchgehend markiert, verläuft auf rund 16 Kilometern durch Weilburg.

Beginnen wir mit unserer kleinen Pilgerreise in Braunfels. Das heutige Braunfels ist Luftkurort und die Altstadt hat sich ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt. Das romantische, weithin sichtbare Schloss dominiert die Stadtansicht. Doch verschiedene historische Handelsstraßen kreuzen sich im heutigen Braunfels. Dies legt den Schluss nahe, dass der Berg schon früh besiedelt war.

Um dem Lahn-Camino nach Weilburg zu folgen, wenden Sie sich vor dem Solmser Hof stehend nach links in die Weilburger Straße. Dieser folgen Sie immer geradeaus, den Schlossberg hinunter bis zur Landstrasse. Dort gehen Sie ein kurzes Stück nach links weiter, bis Sie auf der rechten Seite an eine Straße kommen. Der „Weihermühle“ folgen Sie stetig nach oben. Auf der rechten Seite passieren Sie die romantisch gelegene Weihermühle. Der Weg führt sanft nach oben aus dem Tal heraus, immer fast parallel zur Landstraße. Dies ist übrigens die einzige nennenswerte Steigung auf Ihrem Weg nach Weilburg.

Der Lahn-Camino führt bald weg von der Landstraße in den Wald hinein. Die Beschilderung ist, wie auf der gesamten Strecke, sehr gut mit der Jakobsmuschel und/oder dem L für Lahnhöhenweg. Deshalb sparen wir uns die Wegbeschreibung durch den Wald. Auf schönen breiten und fast schnurgeraden Wegen geht es immer weiter. Und vielleicht begegnen Ihnen ja galoppierende Kaltblüter. Ein schönes Schauspiel.

Nach wenigen Kilometern treten Sie aus dem Wald heraus und sehen vor sich Hirschhausen liegen. Der heutige Weilburger Ortsteil wird 1397 erstmalig urkundlich erwähnt. Interessant ist die achteckige Kirche aus dem Jahr 1763. Sie wurde von 27 Hirschhäuser Familien erbaut. Die Haupterwerbsquelle von Hirschhausen lag hauptsächlich im Eisenerzbau. Viele Orte erinnern daran mit Loren oder ähnlichen Erinnerungsstücken an zentralen Punkten.

Nachdem Sie die Treppenstufen von der Kirche zur Straße hinuntergestiegen sind, wenden Sie sich nach links. Bald schon geht der Fußweg in einen asphaltierten Wirtschaftsweg über, der Sie an der insgesamt 3800 m langen und bis zu 2 m hohen Tiergartenmauer entlang bis zum Parkplatz am Eingang des Tiergarten führt.

Der gesamte Tierpark umfasst 93 Hektar mit drei Teichen, die ca. 1,7 ha Wasserfläche haben. Nachdem der herrschaftliche Tierpark ab 1816 nur noch forstwirtschaftlich genutzt wurde, entschloss sich die Hessische Forstverwaltung 1969 zur erneuten Anlage eines Wildgeheges, das dann 1979 eröffnet wurde.

Doch wir verlassen den markierten Lahn-Camino und den Lahnhöhenweg und folgen in Hirschhausen einer kleinen, leicht zu übersehenen Muschelmarkierung. Auf dem Postweg geht es durch die Felder zur ehemaligen Wallfahrtsstätte Pfannstiel. Ortwin Keiner aus Drommershausen hat sich um die Markierungen gekümmert und investiert viel Zeit und Mühen in die Erforschung der Wallfahrtsstätte.

Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurde in der Gemarkung Panstyl zwischen Hirschhausen und Weilburg an einem Baum das wundertätige Bild der Jungfrau Maria gefunden. Schnell entwickelte sich ein reger Wallfahrtsbetrieb, die Gläubigen kamen selbst aus dem entfernten Frankfurt nach Weilburg. Sicher haben auch viele Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela die Gelegenheit genutzt, die Mutter Gottes um ihren Beistand auf der langen und gefährlichen Pilgerfahrt zu bitten.

Es bildete sich ein kleiner Konvent, es wurde eine kleine Kirche gebaut, die den Namen „Unserer lieben Frau und St. Johannes“ erhielt. Die Betreuung übertrug Graf Philipp II. von Nassau-Weilburg dem Johanniter-Orden, der ein Drittel der reichen Einnahmen für sich behalten durfte. Zwei Drittel der Spenden verblieben bei der Wallfahrtsstätte. Der Konvent wuchs, Wirtschaftsgebäude und Unterkünfte für die zahlreichen Pilger konnten entstehen.

Philipp III. von Nassau-Weilburg führte in seiner Grafschaft 1526 die Reformation ein, mit der Reformation ging das Pilgerwesen in ganz Nordeuropa deutlich zurück. Der schwedische König ließ sogar die Pilgerreise bei Strafe verbieten. Graf Philipp nahm der Wallfahrtsstätte zunächst die Einnahmen und verwendete diese für die Weilburger Schlosskirche. Als die Kirche dann baufällig wurde, verfügte er 1550 den Abriss.

Die Grundmauern der Kirche haben sich zum Teil bis heute erhalten. Ein neuer Altar wurde errichtet und 2009 wurde ein Johanniterkreuz aufgestellt. Jährlich findet ein ökumenischer Gottesdienst am Pfannstiel statt.

Weiter geht es durch den Weilburger Stadtwald und durch die Felder Richtung Windhof.

Durch einen Hohlweg, der von intensiver Nutzung des Weges zeugt, kommen Sie durch den ehemaligen, heute kaum noch zu erkennenden Park, auf den Windhof zu. Das Jagdschloss wurde Im 18. Jhdt. von Graf Johannes Ernst auf den Taunushöhen erbaut und zeugt von der prunkvollen Geschichte Weilburgs. Seit 1927 wird das Lustschloss als Schullandheim und heute als Wohnheim für die Studierenden der Staatlichen Technik-Akademie genutzt. Eine Besichtigung ist leider nicht möglich.

An der Straße geht es nach rechts und Sie folgen einfach der Muschelmarkierung hinunter zur Innenstadt. An der Frankfurter Straße geht es noch einmal nach rechts und Sie können die Weilburger Altstadt mit dem Landtor vor sich sehen. Der Lahn-Camino biegt hinter der katholischen Kirche und dem alten Friedhof mit der Heilig-Grab-Kapelle nach links ab. Davor ist der alte Friedhof und der Kalvarienberg. Es ist die markanteste Spur eines Pilgers in Weilburg.

Bei dem Kalvarienberg handelt es sich um eine Kreuzigungsgruppe, gestaltet im Stil des 15. und 16. Jhdts. Gemeinsam mit der Heilig-Grab-Kapelle bildet sie eine religiöse und bauliche Einheit entsprechend dem Jerusalemer Vorbild. Wahrscheinlich errichtet unter Graf Johann Ludwig, der 1496 von einer Pilgerfahrt nach Jerusalem wohlbehalten zurückkam und den Kalvarienberg in Auftrag gab. Die eingemeißelte Datierung 1505 auf dem Türsturz der Kapelle zeugt davon. Von dort führt eine lange Treppe hinab zur Lahn.

Wir jedoch bleiben auf der Frankfurter Straße und gehen auf das klassizistische Landtor zu. Es wurde von 1759 bis 1768 unter Fürst Karl Christian von Nassau-Weilburg errichtet.

Davor steht am König-Konrad-Denkmal eine Granitstele mit einer goldfarbenen Jakobsmuschel aus Santiago de Compostela. Eine Muschel gilt seit jeher als Zeichen der Pilgerschaft – nach Santiago de Compostela, nach Rom, nach Jerusalem oder auch nach Trier zum einzigen Apostelgrab nördlich der Alpen oder nach Köln zum Schrein der Heiligen Drei Könige. Die Jakobsstele wurde auf Initiative von Bürgermeister Hans-Peter Schick errichtet. Er brachte auch die Muschel aus Santiago de Compostela mit. Die Stele erinnert an die vielen, vielen Fremden, Pilger und Flüchtlinge, die damals wie heute in Weilburg willkommen sind und Schutz, Unterkunft und eine warme Mahlzeit erhalten.

Links hinter dem Landtor steht das alte Zuchthaus, später zur katholischen Pfarrkirche der wiedererstarkten katholischen Gemeinde umgebaut. Heute wird das Gebäude säkular genutzt.

Gleich auf der rechten Seite sehen Sie eine Treppe, die Sie nach oben in den Schlossgarten und zunächst zur unteren Orangerie führt. Zwei große Freitreppen führen weiter auf die obere Terrasse mit dem Lindensaal. Am Ende des Lindenboskett erwartet Sie rechter Hand ein freier Blick über die Lahn und auf die Westerwald-Seite Weilburgs. Linker Hand erblicken Sie die Obere Orangerie. Ein Durchgang (Schild beachten) führt Sie durch das Hochschloss in den schönsten Renaissance-Schlosshof Deutschlands.

Sie befinden sich jetzt im ältesten Teil des Gesamtkomplexes, der zwischen 1533 und 1572 im Renaissancestil erbaut und bis heute nahezu unverändert blieb. Hier finden in jedem Jahr die weit über hessische Grenzen hinaus bekannten Weilburger Schlosskonzerte statt.

Wenn Sie aus dem Renaissancehof heraustreten und an der alten Wache vorbei gehen, erreichen Sie linker Hand nach wenigen Schritten die Schlosskirche. Die heutige Kirche wurde unter Johann-Ernst von Nassau-Weilburg in den Jahren 1707 und 1708 gebaut. Durch einen besonderen Gang wurde sie mit dem Schloss verbunden. Die Fürstengruft unter einer Steinplatte vor dem Altar mit dem Wappen der Nassauer und Luxemburger ist im Besitz des Hauses Luxemburg und nur am Todestag von Herzog Adolph von Nassau am 17. November der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Schlosskirche selbst ist ein barocker Hallenbau. An dieser Stelle standen schon Vorgängerkirchen, die den Pilgern als Zufluchtsstätte gedient haben mögen. Die Konradiner gründeten ein Chorherrenstift mit einer kleinen Kirche. Sie wurde St. Walpurgis geweiht und diente bis 1397. Dann musste diese Stiftskirche einem neuen Bau, der St. Andreas-Kirche weichen. Bald darauf wurde angebaut, die St. Martins-Kirche diente bis zum Abbruch der Doppelkirche der Herrschaft und der Stadt. Noch heute zeugt der mächtige Turm der Schlosskirche von dieser Zeit.

Baumeister Rothweil hat mit der Schlosskirche einen fast quadratischen Raum mit guter Akustik und freier Sicht auf die Kanzel und den Altar geschaffen. Die Stadt- und Landbevölkerung fand ihren Platz Parterre, während der Hof in Logen Platz nahm. Die Herrscherloge befindet sich gegenüber dem Altar. Der Innenraum ist relativ sparsam ausgeschmückt, Gestaltungselemente sind fast ausschließlich die Seitenwände, die klassisch-schlichten Stukkaturen und die Logen des Hofes.

Von der Schlosskirche gehen Sie die paar Schritte wieder zurück zum Schlossplatz und folgen, links abbiegend, der Neugasse bis hinunter zum Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71. In der außergewöhnlich breiten Neugasse gehen Sie vorbei an schmucken Fachwerkhäusern. In der Mauerstraße nach links finden Sie rechter Hand den Komödienbau und linker Hand das im Jahr 1780 errichtete Gymnasium, dessen Vorläufer eine im Jahr 1540 durch Graf Phillipp III. gegründete Freischule war. Im weiteren Verlauf der Mauerstraße mit ihren klassizistischen Bauten sehen Sie noch das Rathaus und hinter der kleinen Biegung das Gesellschaftshaus.

Hinter dem Denkmal führt eine Treppe hinunter zur Lahn. Geradeaus sehen Sie den Ernst-Dienstbach-Steg, der bei den Weilburgern aber immer noch die „Kettenbrücke“ heißt. Diese rein aus Ketten bestehende, in Europa damals einzigartige Brücke, wurde 1784 für die Wasserversorgung des Schlosses errichtet. Hierüber führte die Wasserleitung, die aus einem Reservoir am darüberliegenden Kanapee gespeist wurde.

Wenden Sie sich nach links, folgen der Straße lahnabwärts und passieren das einmalige Weilburger Tunnenensemble: Straßentunnel, Schiffstunnel und Eisenbahntunnel. Auf dem Leinpfad geht es nun lahnaufwärts für etwa 1000 Metern. Dann führt der Weiltalweg nach links unter der Bahn durch, wendet sich nach rechts zur Straße.

Der kurze, aber steile Anstieg auf die Taunus-Höhen beginnt gleich gegenüber, direkt neben dem Mäuerchen. Obwohl dieser schmale Pfad schon bald in einen Waldweg übergeht, sollten Sie sich diesen Anstieg bei schlechtem Wetter oder nach mehreren Regentagen ersparen. Wenn Sie an der Strasse entlang zurückgehen und sich an der Guntersau (italienisches Restaurant) nach rechts wenden, gelangen Sie auf den gut ausgebauten Weiltalrad- und wanderweg, der Sie ohne Steigungen immer entlang der Weil direkt bis nach Freienfels führt.

Schöner ist jedoch der markierte Wanderweg oberhalb des Weiltales. Wenn Sie den steilen Anstieg geschafft haben, wenden Sie sich auf dem Waldweg nach links. Jetzt geht es in Windungen, immer dem Höhenzug folgend, in Richtung Freienfels. Hier oben werden Sie die Ruhe des Waldes genießen und an manchen Stellen auf die Weil und den begleitenden Weilwanderweg herunterblicken können.

 Wenn Sie aus dem Wald wieder heraustreten, liegt gleich der Weinbacher Ortsteil Freienfels vor Ihnen. Hier endet unsere kleine Wanderung auf den Spuren der Pilger in und um Weilburg.

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Wiener Impressionen

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Escher im Palast Den Haag: Ausstellung zeigt erstmals Fotografien des genialen Grafikers

M.C. Escher, Metamorphosis III, detail Atrani 1939-40, 1967-68_Quelle Sa...

M.C. Escher, Metamorphosis III, detail Atrani 1939-40, 1967-68_Quelle Sa…

Das Bild als Rätsel für den Betrachter: Führt die Treppe aufwärts oder abwärts? Herrscht Tag oder Nacht? Optische Illusionen wie diese sind das Markenzeichen des niederländischen Grafikers Maurits Cornelis Escher (1898-1972). Er war einer der genialsten Konstrukteure unmöglicher Welten. Mit seinen weltbekannten Grafiken stellt er auf faszinierende Weise die Grenze zwischen Illusion und Realität in Frage und treibt den Betrachter an den Rand der Verzweiflung. In dem ihm gewidmeten Museum „Escher im Palast“ in Den Haag (Niederländisch: Escher in het Paleis) können Kunstinteressierte ab dem 4. Februar 2017 eine ganz besondere Ausstellung bewundern, in der unter dem Titel „Escher, Close up“ eine Auswahl privater Fotografien des weltberühmten Grafikers präsentiert wird. Die Ausstellung widmet sich dem Einfluss dieser Aufnahmen auf seine grafische Arbeit und gestattet unerwartete Einblicke in sein Privatleben. So kommt der Besuch der Ausstellung einem Blick hinter die Kulissen gleich.

 

Mit den Augen eines Voyeurs …

Die privaten Fotos stammen größtenteils von Escher selbst. Beim Betrachten der Aufnahmen schaut man wie ein Voyeur auf die Welt, auf den Alltag, wie er es tat – was mit ein Grund ist, warum der Grafiker diese Fotos nie ausstellen ließ. Marcel Westerdiep, Direktor von Escher im Palast, ist glücklich, die Bilder nun zeigen zu können: „Wir haben all seine Alben durchforstet und viele Fotos seinen Werken zuordnen können – das war sehr interessant.“ Es sind auch Schnappschüsse zu sehen, die Escher etwa von seinen Kindern gemacht hat. „Das Spannende daran ist, dass man auch bei den privaten Fotos den ganz eigenen Escher-Blick auf die Dinge erkennt und verfolgen kann, wie er gearbeitet hat.“

 

Nur ein Schnappschuss? Oder viel mehr?

Sein Blick auf die Welt lässt sich anhand des Foto seiner Frau Jetta auf einem Felsenvorsprung über dem Dorf Atrani nachvollziehen. Es ist zwar eine Aufnahme von ihr – doch ist es wirklich nur das Bild seiner Frau? Oder war Jetta vielmehr Teil einer Inszenierung Eschers? Das Dorf Atrani im Hintergrund jedenfalls taucht häufig in seinen Werken auf. In seinen Tagebüchern schreibt Escher, er wolle den Betrachtern die Erfahrung vom Sturz in die Tiefe vermitteln. „In jedem Fall stellt sich dieses Gefühl beim Betrachten von Jettas Foto ein“, erklärt Westerdiep. „Und man denkt: ,Puh, gut, dass sie nicht herabgestürzt ist’, so sehr steckt man im Foto.“

 

Interaktive Dauerausstellung im königlichen Palast

Das ganze Jahr über präsentiert das Museum „Escher im Palast“ seinen Besuchern im ehemaligen königlichen Winterpalast eine Dauerausstellung, die mit nahezu 150 Werken fast das gesamte Oeuvre aus weltberühmten Darstellungen und fantasievollen Zeichnungen umfasst. Höhepunkt der Dauerausstellung ist das sieben Meter lange Werk „Metamorphose III“ aus den Jahren 1967/68, das den Betrachter in seinen Bann zieht und eine Verbindung von Ewigkeit und Unendlichkeit darstellt.

Darüber hinaus können sich Besucher nicht nur von Eschers Werken bezaubern lassen, sondern auf der zweiten Etage des Museums in die Welt des „Meisters der Illusionen“ eintauchen. Hier befindet sich die interaktive Präsentation „Sehen wie Escher“. In dieser innovativen Ausstellung können Besucher einen Saal betreten, in dem sich scheinbar Wände bewegen oder in der magischen Kugel das Erscheinen und Verschwinden von Welten beobachten.

 

M. C. Escher: Escher, Close up, 4. Februar bis 14. Mai 2017, Escher im Palast, Lange Voohout 74, 2514 EH Den Haag, geöffnet dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr, Tel.: +31 (0)70 427 77 30

Preise: Erwachsene 9,50 Euro, Kinder 6,50 Euro

 

Initiative Kunst Holland

Escher im Palast ist einer der Partner der Initiative „Kunst Holland“. Dieser Initiative gehören 2017 acht Museen, das Königliches Concertgebouw in Amsterdam sowie das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) an: In Amsterdam sind dies das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum, in Den Haag neben dem Mauritshuis das Gemeentemuseum und Escher im Palast, in Den Bosch das Noordbrabants Museum, in Arnheim das Kröller-Müller-Museum sowie in Groningen das Groninger Museum.   

 

Mit dem Ziel, die Kunst- und Kulturgeschichte der Niederlande  zum Thema in Deutschland zu machen, gründete sich 2014 die Initiative „Kunst Holland“. Erstmalig in Europa haben sich Direktoren international bedeutender Museen und Marketing-Verantwortliche zusammengetan, um dem deutschen Nachbarn die hochkarätigen Kunstschätze und die interessanten Ausstellungsprogramme der Niederlande näherzubringen.

 

Bretagne: Impressionen III

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Fuß-fit in den Frühling: Hansaplast Foot Expert baut Blasen- Pflaster Sortiment aus

Die neue Wandersaison kann kommen

Die neue Wandersaison kann kommen

Endlich, der Frühling rückt näher – die neuen Sport- und Wanderschuhe warten auf ihren Einsatz, die frisch geshoppten Pumps liegen bereit. Leider machen sich neue Schuhe an unseren Füßen schnell bemerkbar: eine Blase hier, eine unangenehme Druckstelle dort. Zum Glück stehen zuverlässige Helfer parat. Die Hansaplast Blasen-Pflaster – in transparenter Optik perfekt auch für offene Schuhe geeignet – lassen unsere Füße schön und gepflegt in die Sandalen-Saison starten. Passend zum Frühlingsbeginn gibt es im Foot Expert Sortiment von Deutschlands Pflastermarke Nr. 11 ein neues Design der bewährten Blasen-Pflaster sowie attraktive Neu- und Aktionsprodukte.
Neuer Look bei bewährter Qualität: Hansaplast Blasen-Pflaster groß und klein
Ein zuverlässiger Begleiter, der sicheren Schutz und sofortige Druck- und Schmerzlinderung bei Blasen an Fuß, Ferse oder Zeh bietet – bei vielen ist das etablierte Hansaplast Blasen-Pflaster kaum wegzudenken. Nun erfährt seine Verpackung ein umfassendes Design-Update: Die praktische Aufbewahrungsbox erstrahlt jetzt in schickem Blau und die Faltschachtel enthält ein integriertes Sichtfester. Die Hansaplast Blasen-Pflaster-Box im neuen Look ist ab März 2017 in gleich fünf verschiedenen trendigen Designs erhältlich. Die kleinen Pflaster gibt es zum Preis von ca. 5,65 Euro* (UVP) in der Apotheke, die großen Pflaster – für ca. 6,20 Euro* (UVP) – sind sowohl in der Apotheke  als auch im Einzelhandel und Drogeriemärkten erhältlich.
Für alle Fälle gewappnet – mit dem SOS Mix Pack
Schnelle Abhilfe bei schmerzenden Füßen bietet auch das neue Hansaplast SOS Mix Pack. Mit acht Blasen-Pflastern in unterschiedlichen Abmessungen hält es eine zuverlässige Lösung für die Versorgung von Blasen jeder Größe bereit – perfekt für unterwegs. Neben den beliebten kleinen und großen Blasen-Pflastern enthält das Kit ein neues, extragroßes XL Blasen-Pflaster für den wirksamen Schutz großflächiger Bereiche am Fuß, wie beispielsweise der Ferse.

Komplettiert wird das SOS Mix Pack durch Hansaplast Druckstopp: Das transparente Schutzpolster ist ideal zur Vorbeugung von Blasen und hilft bei der schnellen Linderung bei schmerzhaften Druckstellen. Dabei lässt es sich passgenau ganz nach Bedarf zuschneiden. Das neue SOS Mix Pack ist in einer umweltfreundlichen Faltschachtel erhältlich. Damit kommt Hansaplast insbesondere dem Wunsch von Kunden entgegen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist. Laut einer repräsentativen Online-Verbraucherstudie der STI-Group2 legt bereits jeder Zweite Wert auf eine nachhaltige Verpackung.  Das Hansaplast Blasen-Pfl aster SOS Mix Pack ist ab März 2017 zum Preis von ca. 6,95 Euro* (UVP) in der Apotheke erhältlich.
Dankeschön für Vielverwender: Blasen-Pflaster Nachfüllpack mit Gratispflaster
Verwender des großen Blasen-Pflasters, die die Aufbewahrungsbox schon zu Hause haben, können jetzt auf den erneuten Kauf einer Plastikbox verzichten und die Pflaster ganz einfach nachfüllen. Mit dem praktischen
Nachfüllpack in der Faltschachtel geht Hansaplast weiter auf das steigende Bewusstsein der Verbraucher in puncto Nachhaltigkeit ein.
Mit insgesamt sechs großen Blasen-Pflastern enthält das Nachfüllpack ein Pflaster gratis. Ab März 2017 und nur für kurze Zeit ist das Aktionsprodukt zum Preis von ca. 6,20 Euro* (UVP) in der Apotheke erhältlich.
Mit dem neuen SOS Mix Pack und dem Blasen-Pflaster Nachfüllpack ergänzt Hansaplast sein Foot Expert Sortiment für die Bedürfnisse strapazierter Füße – so kann der Frühling kommen!

Bretagne: Impressionen II

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Start der offiziellen Tulpensaison in den Niederlanden

Tulpensaison eröffnet, Foto: Niedreländisches Büro für Tourismus

Tulpensaison eröffnet, Foto: Niedreländisches Büro für Tourismus

„Drei, zwei, eins  – los!“ Am 21. Januar fiel der Startschuss zur diesjährigen Tulpensaison auf dem Dam-Platz vor dem Königsschloss in Amsterdam. Rund 17.000 Menschen – Einheimische und Touristen aus aller Welt – versammelten sich in einem Pflückgarten aus gut 200.000 gelben, roten, weißen, orange-, lila- und rosafarbenen Tulpen, die zuvor in mehrstündiger Handarbeit vor der historischen Kulisse „ge- pflanzt“ worden waren, und stellten sich einen bunten Frühlingsstrauß zusammen. Initiatorin dieses bereits zum sechsten Mal stattfindenden Spektakels zur Eröffnung des Nationalen Tulpenjahres war die Stiftung Tulpen Promotion Niederlande (TPN), der gut 500 niederländische Tulpenzüchter angehören. TPN-Vorsitzender Arjan Smit zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden: „Der Nationale Tulpentag hat sich zu einer Veranstaltung von Weltrang entwickelt! Wir hätten uns für 2017 keinen besseren Start der Tulpensaison vorstellen können.“ Die letzte Blume des Pop-up-Gartens übrigens war gegen 16 Uhr gepflückt.

 

Ein Rekordjahr wird erwartet

In den Läden wird es den Frühjahrsblüher in mehr als 1000 verschiedenen Sorten und in Topqualität allerdings noch bis Ende April geben: von hellgelb bis dunkelviolett, lilienförmig bis gefranst und zweifarbig bis zu doppelter Blüte. Tulpen haben in den letzten Jahren weltweit deutlich an Beliebtheit zugenommen; im Jahr 2017 wird die Tulpenproduktion in den Niederlanden zum ersten Mal die 2-Milliarden-Marke übersteigen.  Verantwortlich dafür ist neben der hohen Qualität und dem erweiterten Sortiment auch der nachhaltige Anbau der Pflanze. Holländische Tulpen werden gegenwärtig nicht im Boden, sondern vor allem auf dem Wasser ohne chemische Mittel angebaut. Der Energieverbrauch bei der Produktion ist im Vergleich zu anderen Blumen sehr niedrig und nimmt nach wie vor jährlich ab.

 

Themenjahr „Dutch Design“ im Keukenhof

Rekordverdächtig zeigt sich auch der Keukenhof bei Lisse: Gut eine Million Menschen bewunderten hier 2016 die Frühjahrsblüher Tulpe, Narzisse & Co. Am 23. März 2017 wird der 32 ha große Frühjahrspark wieder für acht Wochen seine Tore öffnen. Im Rahmen des Themenjahres „Dutch Design“ stellt der Park seine Pflanzungen ganz unter dieses Motto. Den Höhepunkt des Themenjahres bildet ein 250 Quadratmeter großes Blumenmosaik, das auf ein Bild von Piet Mondrian zurückgeht. Namhafte Künstler wie Gerrit Rietveld, Theo van Doesburg und eben Mondrian haben den Grundstein für das niederländische Design gelegt. Und bis heute sind niederländische Designer Branchenführer in den Bereichen Architektur, Mode-, Grafik- und Produktdesign. Bereits im letzten Oktober setzen die Gärtner die gut 80.000 Zwiebeln für das Mosaik. Keukenhof-Chefdesigner Martin Elling entwarf das Bild, das sich aus verschiedenfarbigen Tulpen, Krokussen und Traubenhyazinthen zusammensetzt. Insgesamt werden im Keukenhof jährlich ca. 7 Millionen Blumenzwiebeln gepflanzt.

 

2017: ein historisches Jahr für den Keukenhof

Keukenhof-Direktor Bart Siemerink unterstrich die besondere Bedeutung des Jahres 2017 für den berühmtesten Frühlingspark der Welt: „Es wird in jeder Hinsicht ein historisches Jahr für uns. Erstmals seit der Gründung 1949 haben wir bedeutende Umbauten vorgenommen, die vor allem den Besuchern zugute kommen und den Park noch schöner und großzügiger werden lassen.“ Den mehr als 1 Mio. Besuchern aus gut 100 Ländern, die auch in diesem Jahr erwartet werden, steht ein komplett neuer Eingangsbereich mit mehreren Restaurants, Cafés, Toilettenanlagen, Souvenirshops, Boutiquen und Schließfächern zu Verfügung. Die Parkplätze wurden neu angelegt und die Gartenanlagen um 3 ha Schaufläche erweitert.

Der Keukenhof ist in diesem Jahr vom 23. März bis zum 21. Mai täglich von 8 bis 19.30 Uhr geöffnet (Kassenschluss um 18 Uhr; Erwachsene 16 €, Kinder unter drei Jahren frei, Kinder von vier bis 11 Jahren 8 €; Adresse: Stationsweg 166 A, 2161 AM Lisse).

 

Noordwijk: Sport- und Blumenbadeort Europas

Im benachbarten südholländischen Blumenbadeort Noordwijk dreht sich neben Tulpen & Co. in diesem Jahr alles um den Sport. Das Seebad darf ein Jahr lang den Titel „European City of Sport“ tragen, den die „European Capitals and Cities of Sport Federation“ vergeben hat. Der in direkter Nähe zu Amsterdam und Haarlem gelegene Küstenort punktet daher in diesem Jahr mit zahlreichen Sport-veranstaltungen zum Mitmachen und Zuschauen für die ganze Familie. Etwa dem Zandvoort–Noordwijk–Scheveningen-Marathon am 19. März, der KiteBoard Open vom 3. bis 5. Juni oder der Welt- und Europameisterschaft der Hobie Cats, bei der in der letzten Juliwoche mehr als 200 Katamarane an den Start gehen.

Natürlich bietet Noordwijk als Blumenbadeort, der im Herzen des  „Bollenstreek“, der niederländischen Blumenzwiebelregion schlechthin, liegt, auch im Jahr 2017 ein buntes, vielfältiges Programm rund um die Tulpe. Highlights sind u. a. die Blumenparade (22.–23. April), die Internationale Historische Tulpenrallye (13. Mai), das Blumenfestival (um den 10. August) und der Blumencorso mit seinen prachtvoll geschmückten Paradewagen (12./13. August).

Bretagne: Impressionen

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