Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Monat: März 2016

Die Algenbäcker der Bretagne

Algenofen im Finistere

Algenofen im Finistere

Der Tourist verhält den Schritt. Was mag dieses wohl zehn Meter lange, 60 Zentimeter breite und 40 Zentimeter tiefe Gebilde wohl bedeuten? Ist Gebilde überhaupt der richtige Name, die richtige Bezeichnung? Von Menschen vor vielen Jahren gemacht – das ist sicher. Mit flachen Steinen ist der Boden ausgelegt, flache Steine bilden die Seitenwände. Und manchmal befindet sich davor eine Steinplatte mit einer Gravur: „Four a  Goemon“ die gnädige Tourismusverantwortliche haben legen lassen.

Doch nicht einmal die deutsche Wikipedia, die alles zu wissen vorgibt, hat eine Antwort darauf. Und so bleibt nur die Spekulation. Gräber unserer steinzeitlichen Vorfahren? Dagegen spricht die Ausrichtung. Die Gräben zeigen nicht eindeutig in eine Himmelsrichtung oder zum Meer. Orientierungsfeuer für die Fischer? Aber so lang, so relativ flach und so schmal? Wäre es nicht einfacher gewesen, runde Feuerstellen zu diesem Zweck anzulegen? Ein Platz zur Zwischenlagerung von Muscheln und Fisch? Als Lösung auch nicht so prickelnd, dafür hätten sich doch Gestelle besser geeignet. Zumindest hätten diese einen besseren Schutz vor Tieren geboten.

Dass wir mit dieem Gedanken jedoch gar nicht mal so ganz verkehrt liegen, zeigt der Blick ins Internet. Die Gräben oder Kanäle sind lange nicht so alt, wie sie erscheinen. Die meisten von ihnen sind zur Zeit Ludwig XIV. entstanden, also mal gerade rund 400 Jahre alt. Es handelt sich um Algenbacköfen, genutzt, um aus den reichlichen Meeresalgen-Vorkommen an der bretonischen Küste Soda für die Glasherstellung und später Jod für medizinischen Zwecke herzustellen.

5 bis 6 Tonnen frischer Algen ergibt 10 kg Jod

5 bis 6 Tonnen frischer Algen ergibt 10 kg Jod

Eine mühselige Angelegenheit, denn fünf bis sechs Tonnen frische Algen ergeben eine knappe Tonne getrocknete Algen. Mit Reisig- und Ginsterfeuer werden daraus in den Öfen 200 Kilogramm Soda und daraus wiederum 10 Kilogramm Jod gewonnen. Aber nur, wenn das wechselhafte bretonische Wetter ein Einsehen hatte. Ein Regenschauer konnte die Arbeit von Tagen zunichte machen, denn erneute Nässe ließ die Algen verderben.

Praktisch ging das Algenbacken ganz einfach zu. Wenn der Ofen heiss war, wurden dünne Lagen trockener Algen eingefüllt. Offene Flammen wurden mit einer Lage frischen Seetangs erstickt. Die Temperatur erreichte bis zu 800 Grad Celsius und ließ einen grauen Brei entstehen. Die Algenbäcker hatten lange, eisenbewehrte Stöcke, mit denen der Algenbrei gerührt wurde. Schließlich entstanden Soda-Blöcke von cirka 50 Zentimetern Breite und Dicke. Ideal für die damals rasant wachsende Glasindustrie, die nicht genug Soda bekommen konnte. Soda sorgte dafür, dass der Siedepunkt des Quarzsandes heruntergesetzt wurde.

Soda aus gebackenen Algen blieb bis zum Ende des 18. Jahrhunderts selten und damit wertvoll. Ein einträgliches Geschäft für die Bretonen an der Küste des Finistere. Dort kannte man die Soda-Produktion schon seit dem 4. Jahrhundert. Die Römer nutzten das Soda, um ihre Haare zu bleichen. Später diente das Produkt auch zur Reinigung, besonders als Waschmittel und zur Herstellung von Seifen. Mit der Entdeckung des industriellen Soda durch Leblanc im Jahr 1790 begann der Abstieg der Produktion in der Bretagne. Doch bis zum 2. Weltkrieg wurde die Algenbäckerei fortgeführt. Jod ließ sich noch nicht industriell herstellen – und die Verwendung der gebrannten Algen als Dünger in der Landwirtschaft war auch nicht zu unterschätzen.

Unzählige Gräben und Kanäle finden sich noch heute an der bretonischen Küste im Finistere. Das westlichste, kontinentale Departement Frankreichs ist reich an geschichtlichen Geheimnissen – eines davon haben wir jetzt gelüftet.

„Wanderfans wollen mehr als pure Natur“ – Themen und Mehrwert gefragt: Gesundheit, Kultur, Kulinarik, Fotografie, Entspannung

Wandern ...

Wandern …

„Wandern plus Kultur, Kunst, Kulinarik, Fotografie, Entspannung. Der Wanderurlauber wird anspruchsvoller und will mehr als pure Natur. Mehrwert und Themen sind gefragt“, so Dagmar Kimmel aus der Geschäftsführung von Wikinger Reisen. Ute Dicks, Geschäftsführerin vom Deutschen Wanderverband (DWV), sieht vor allem die Kombination Wandern und Gesundheit als Trendthema: „Wir registrieren von Jahr zu Jahr eine größere Nachfrage für die DWV-Gesundheitswanderungen. Die Menschen achten stärker auf sich – auch und gerade im Urlaub.“

Wandern plus Gesundheit – das Thema liegt auf der Hand. Der Deutsche Wanderverband bildet gezielt Gesundheitswanderführer aus, die nachhaltig wirkende Übungen für Geist und Körper in die Wanderung integrieren, um Koordination, Kraft, Ausdauer und Entspannung zu verbessern. Wikinger Reisen, Marktführer für Wanderurlaub, hat schon über 30 Reiseleiter für seine Linie „natürlich gesund“ schulen und zertifizieren lassen.

Wandern plus Kultur – das Doppel aus Kunst, Literatur und Bewegung kommt ebenfalls an. „Unsere Gruppen erobern die Sierra de Guadarrama rund um Madrid und entdecken dazu die Museen del Prado, Reina Sofia und Thyssen-Bornemisza“, erklärt Kimmel. „Bewegte Studienreisen“ führen Wanderfans zu den Blauen Reitern nach Oberbayern, ins Museum Buchheim, ins Lenbachhaus und die Pinakothek am Starnberger See. Oder zur Kunstnacht „Nit de l‘Art“ nach Palma. In der Bretagne wandeln Aktivurlauber auf den Spuren des Kriminalautors Jean-Luc Bannalec. Unter dem Motto „Bretonische Vielfalt – mit Spürsinn genießen“ erleben sie den Küstenort Concarneau und andere Schauplätze rund um den Romanhelden und Kommissar Georges Dupin.

Wandern plus Kulinarik: Aktive Genießer lieben den Blick in fremde Küchen. Wandern plus Kulinarik ist ein weiterer starker Trend. Wikinger-Gruppen stehen nach ihren Touren im Veneto, in der Toskana oder auf Kreta gemeinsam am Herd. Und kochen sogar vegan: 2016 gibt es erstmals eine Wanderreise für Veganer ins Riesengebirge.

Wandern plus Fotografie: Viele fotografieren gern – aber nicht jeder ist mit seinen Bildern zufrieden. Foto-Wanderreisen mit erfahrenen Experten schulen den Blick und helfen bei der Motivauswahl. Etwa auf Mallorca oder in Marokko.

Wandern plus Relaxen – auch die Kombination aus Bewegung, Naturgenuss und Ruhe ist gefragt. Die neue Linie „aktiv und entspannt“ spricht Urlauber an, denen der Liegestuhl allein nicht ausreicht. Die aber gleichzeitig gern mal die Seele baumeln lassen. „Easy going“ – auch ein Aspekt von Wandern und mehr …

Lahnwanderweg: 2. Etappe Feudingen-Bad Laasphe

Lahnwanderweg: 1. Etappe – Lahnhof-Feudingen

Die erste Etappe des neuen Qualitätsweges „Lahnwanderweg“ von Netphen-Lahnhof bis nach Bad Laasphe-Feudingen. Anreise etwas schwierig, keine Busverbindung zum Einstieg. Taxi-Transfer von Feudingen teuer. — Achtung: Die Strecke ist zwar leicht, hat keine wesentlichen Steigungen und ist mit 13 km sehr kurz, sollte aber trotzdem besonders im Sommer nicht unterschätzt werden. Es geht überwiegend unter freiem Himmel, das heißt, die Sonne brennt an heißen Tagen ganz schön auf den Kopf.

Mengerskirchen: IVV-Wanderung 30 Kilometer – August 2012

Sehr schöne Streckenführung der Wanderfreunde Mengerskirchen 1990 e.V., sehr ruhig, sehr viel Naturwege, sehr gute Organisation und rundrum nette Menschen.

Vielen Dank für die Organisation!

 

Limburg: Permanenter IVV-Wanderweg 20 Kilometer – Teil 1

Viel Asphalt, viel Autobahnrauschen – zumindest auf der ersten Hälfte. Trotzdem vielen Dank an die Dietkirchener für ihre Mühen.

Aktionswochen „Gelenkschonend Wandern“ – Gelenkschonende Wanderungen und Vorträge zum Thema in ganz Deutschland

Gelenkschonende Wanderung, Foto: Voltaren

Gelenkschonende Wanderung, Foto: Voltaren

Von März bis Mai 2016 finden wieder die Aktionswochen „Gelenkschonend Wandern“ des Deutschen Wanderverbands (DWV) in Kooperation mit Voltaren®* statt. Im Rahmen der Initiative bieten DWV zertifizierte Gesundheitswanderführer gelenkschonende Wanderungen in ganz Deutschland an. Außerdem erfahren Interessierte im Vortrag „Gelenkschonend Wandern – so geht’s“ alles Wissenswerte rund um die Sportart.

 

Menschen mit Gelenkschmerzen fällt es oft schwer, sportlich weiter aktiv zu bleiben. Dabei kann Bewegung den Beschwerden nicht nur vorbeugen, sondern akute Schmerzen sogar lindern. Wichtig ist jedoch die richtige Bewegungsart: Wandern gilt als Paradebeispiel für einen moderaten Ausdauersport, der sich für Menschen mit Gelenkbeschwerden besonders eignet. Was eine gelenkschonende Wanderung ausmacht und worauf man zusätzlich achten sollte, erfahren alle Interessierten während der Aktionswochen der Initiative „Gelenkschonend Wandern“ des DWV in Kooperation mit Voltaren®*.

 

Gelenkschonende Wanderungen von März bis Mai 2016

Eine gelenkschonende Gesundheitswanderung dauert circa 90 bis 120 Minuten und umfasst verschiedene Elemente, wie Bewegungsübungen, Schrittechniken und praktische Tipps zum Thema Gelenkschonung. Durchgeführt werden die Wanderungen von speziell fortgebildeten Gesundheitswanderführern. Die gelenkschonenden Wanderungen richten sich dabei an Wanderbegeisterte, die Gelenkschmerzen vorbeugen möchten und Betroffene, die trotz Beschwerden aktiv bleiben möchten.

 

Vortrag „Gelenkschonend Wandern – so geht’s“

Zu Gast bei Mitgliedsvereinen des DWV geben erfahrene Physiotherapeuten einen Einblick, worauf es beim gelenkschonenden Wandern ankommt. Sie erklären dabei, wie Gelenkschmerzen entstehen, wie man diesen mit Bewegung vorbeugen kann und warum sich vor allem Wandern als gelenkschonender Sport bewährt hat. Zusätzlich bereiten Bewegungsübungen auf die nächste Wanderung vor.

 

Der Deutsche Wanderverband und das Voltaren®* Gelenk + Aktiv Programm

Ziel der Kooperation zwischen dem DWV und Voltaren®* ist es, Menschen trotz Gelenkschmerzen zum Wandern und damit allgemein zu Bewegung zu motivieren. Die Aktionswochen „Gelenkschonend Wandern“ stehen dabei im Fokus der Zusammenarbeit.

Weitere Infos über die Initiative gibt es auf http://www.voltaren.de/bewegung/wandern.

© 2017 Auf dem Weg

Theme von Anders NorénHoch ↑