Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Monat: Oktober 2014 (Seite 2 von 8)

TOP 3 der Städteziele: Hamburg, Berlin und Stockholm

Für Besucher der Hansestadt Hamburg zählt eine Bootstour durch die Kanäle oder den Hafen zum Pflichtprogramm.

Für Besucher der Hansestadt Hamburg zählt eine Bootstour durch die Kanäle oder den Hafen zum Pflichtprogramm.

Der Wonnemonat Mai erfreut Urlauber in diesem Jahr besonders: Mit Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam laden gleich drei Feiertage zu einem verlängerten Wochenende für einen Kurzurlaub ein. Besonders im Trend liegen Städtereisen: „Viele nutzen die freien Tage zur kleinen Alltagsflucht und erkunden pulsierende Metropolen“, sagt TUI-Städteexperte Frank Stoll. Dabei urlauben die Bundesbürger bei einer Städtereise zunehmend länger.

„Wir beobachten, dass viele Gäste lieber einen kürzeren Haupturlaub machen und dafür zusätzlich ein bis zwei Kurzreisen einschieben“, bestätigt Stoll. Ziel vieler Kurzurlauber ist ein Tapetenwechsel. Gerade bei Städtereisen rücken kulturelle Events und Wissensvermittlung stärker in den Fokus. Neben Paaren nutzen immer mehr Familien den Städtetrip, um gemeinsam aktiv zu sein und etwas Neues zu erleben.

Ungeschlagen auf den ersten beiden Plätzen der TUI-Beliebtheitsskala: die zwei deutschen Metropolen Hamburg und Berlin. Sie sind gut mit der Bahn oder dem Auto erreichbar und deshalb für einen Urlaub mit Kindern besonders geeignet. Auf Platz drei liegt London, gefolgt von weiteren Klassikern wie Paris und Rom.

Gerade im Kommen sind Kopenhagen und Valencia. Kopenhagen liegt vor allem bei Design- und Lifestyle-Liebhabern im Trend. Die moderne und futuristische Architektur des Planetariums und der königlichen Bibliothek sowie das Stadtviertel Ørestad in Kombination mit maritimem Ambiente versprechen viel Abwechslung. Auch Valencia beeindruckt im Stadtviertel Ciudad de las Artes y Ciencias mit extravaganter Architektur des Architekten Santiago Calatrava, inklusive Opernhaus, Aquarium und Botanischem Garten. Zudem punktet die Mittelmeerstadt mit einem modernen Yachthafen, der für die weltberühmte Segelregatta America’s Cup angelegt wurde. Die Regatta fand 2007 und 2010 in Valencia statt.

Damit der Städtetrip möglichst unkompliziert und sorgenfrei wird, empfiehlt TUI-Experte Stoll: „Rundum-Sorglos-Pakete mit zahlreichen Zusatzleistungen stimmen den Urlaub auf die Bedürfnisse des Gastes ab.“ Für Abwechslung sorgen zubuchbare Erlebnis-Pakete. Davon profitieren vor allem Urlauber, die sich schon für eine Stadt entschieden haben, aber noch keine konkreten Pläne für den Aufenthalt haben. Stolls Geheimtipp für Familien: „In vielen Städten ist die Familien-Ralley der TUI sehr angesagt: Die ganze Familie löst als Team einen Kriminalfall und lernt die Stadt dabei mit Spaß und Spannung kennen.“

Achten sollten Städteurlauber auf günstige Wochenendraten und praktische Hotelservices, wie ein besonders spätes Checkout am Abreisetag. Einige Veranstalter bieten zudem Smartphone-Apps mit interaktivem Stadtführer und nützlichen Infos. Für Familien mit Kindern gibt es häufig spezielle Angebote für Hotel, Anreise und Freizeitgestaltung.

 

Reisetipps für die beliebtesten Städte – von den Experten auf TUI.com

Gut unterkommen in Hamburg

Zentral und komfortabel in der Hansestadt Hamburg? Ein Hotel mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis ist das „Junge Hotel“ in der Musicalmetropole. Fußläufig zum Bahnhof und der Innenstadt sowie mit Top-Ausstattung, ist das Haus bestens für einen Städteurlaub geeignet. Ein weiterer Pluspunkt ist das für ein Drei-Sterne-Hotel recht große und hochwertige Frühstücksbuffet, und auch das hoteleigene Restaurant ist empfehlenswert.

(empfohlen von Andreas Gründinger, Mitarbeiter im TUI ReiseCenter Passau)

 

Der Reichstag in Berlins Mitte ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.

Der Reichstag in Berlins Mitte ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.

Freiluft-Kunst in Berlin

Die weltweit längste Freiluftgalerie können Berlin-Urlauber an der East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain bewundern. Das bekannteste der zahlreichen Kunstwerke ist der „Bruderkuss“ mit Breschnew und Honecker von dem russischen Maler Dmitri Vrubel. Da das denkmalgeschützte Mauerstück im Laufe der Zeit zunehmend marode wurde, unterstützte eine Künstlerinitiative 2009 die Sanierung. Im März 2013 hat ein Bauinvestor einen kleinen Teil der Mauer entfernt, was zu großem Protest in der Bevölkerung geführt hat. Der größte Teil der Galerie, in der sich einst 118 Künstler aus 21 Ländern verewigten, steht noch und ist ein Muss für jeden Berlin-Fan.

(empfohlen von Daniela Friedrich, Inhaberin, FIRST Reisebüro Daniela Friedrich, Hamm)

 

Oldtimer-Feeling in London

London ohne die alten roten Routemaster-Doppeldeckerbusse? Schwer vorstellbar! Und doch sind die Busse inzwischen selten geworden. Strenge Umwelt- und Sicherheitsbestimmungen haben die klassischen Busse fast gänzlich aus dem Stadtbild getilgt. Nur gut, dass London an vielen Traditionen festhält. Denn zum Kulturgut der Stadt gehören auch die Doppeldecker. Noch heute fahren die roten Oldtimer zeitweise zusätzlich auf zwei regulären Buslinien: Linie 9 vom Trafalgar Square nach High Street Kensington und Linie 15 vom Trafalgar Square zum Tower Hill. Die Busse fahren tagsüber zwischen 10 und 18 Uhr etwa alle 15 bis 20 Minuten ab.

Wiedereröffnung des Noordbrabants Museum: Fünf Ausstellungen zeigen ein vielfältiges Repertoire

Marina Viši: „Magla” 2012, Site-specific Drahtkunst, Fotografie: Peter Cox

Marina Viši: „Magla” 2012, Site-specific Drahtkunst, Fotografie: Peter Cox

Nach einer zweijährigen Renovierung öffnet das Noordbrabants Museum am 25. Mai seine Türen mit einer komplett erneuerten ständigen Sammlung sowie mit nicht weniger als vier Eröffnungskollektionen: Von der großen Ausstellung „The Moonlight Garden“ mit Werken des zeitgenössischen Künstlers Marc Mulders  über Zeichnungen des Kirchenmalers Pieter Saenredam, gegenwärtigem Design von Kiki van Eijk, Joost van Bleiswijk und der regionalen Newcomerin Marina Višić.

 

Im Fokus des Noordbrabants Museum steht das kulturelle Erbgut der südlichen niederländischen Provinz. Das bestehende Gebäude wurde renoviert, restauriert und ausgestattet mit neuer Kommunikations-, Sicherheits- und Klimatechnik. Auch der monumentale Garten sowie die benachbarten Höfe wurden umgestaltet. Zusammen mit dem Stedelijk Museum ’s-Hertogenbosch bildet es nun das „Museumsquartier“ mit einem erweiterten Ausstellungsrepertoire. Eindrucksvolle Präsentationen der ständigen Sammlung, mit Tausenden bekannten Objekten und Kunstwerken, spiegeln den Reichtum der Brabanter Kunst, Geschichte und Kultur wider. Vielseitigkeit und künstlerische Qualität stehen hier im Fokus. Zu sehen sind Präsentationen rund um die Römer, Kunst zwischen 1500 und 1800 sowie Kunst nach 1800. Die Geschichte der Provinz Brabant ist ab
20. September 2013 im neuen Brabantsaal zu sehen.

 

Die Moonlight Garden. 30 Jahre Marc Mulders

25. Mai bis 22. September 2013

Seit Jahren gehört Marc Mulders (Tilburg, 1958) mit seinen Arbeiten, die stets ein großes Publikum anziehen, zu den bedeutendsten Künstlern der Niederlande. Das Noordbrabants Museum zeigt in dieser Eröffnungsausstellung 80 Werke aus all seinen Genres: von seinen frühesten Ölgemälden bis hin zu neuesten Teppich-Designs – und so ergibt sich ein vielschichtiges Bild Mulders‘ bisheriger Karriere. Der Titel der Ausstellung, „The Moonlight Garden“, bezieht sich auf den Mondscheingarten am indischen Taj Mahal, während der Begriff „Garten“ die jüngsten Arbeiten von Marc Mulders in Öl und auf Glas bestimmt. Zum ersten Mal zu sehen ist das Herzstück der Ausstellung: Der Fensterrahmen „Moonlight Garden“, der danach einen besonderen Platz in einem denkmalgeschützten Haus in ’s-Hertogenbosch erhält.

 

Saenredam in Den Bosch

25. Mai bis 21. Juli 2013

Der Haarlemer Künstler Pieter Saenredam (1597-1665) ist weltweit berühmt für seine präzisen Zeichnungen und Gemälde von Kirchen, Gebäuden und Denkmälern. In dieser kleinen, aber feinen Eröffnungsausstellung sind 13 seiner Arbeiten zu sehen, die 1632 in ’s-Hertogenbosch entstanden. Einen Monat lang war Saenredam derzeit bei seinem Großneffen, dem Pfarrer Johannes Junius, zu Gast, und skizzierte dort in kurzer Zeit eine Reihe von Zeichnungen – darunter detaillierte Stadtansichten und Kircheninterieurs.

 

Joost van Bleiswijk: „No screw no glue: wall cabinet“ Fotografie: Frank Tielemans

Joost van Bleiswijk: „No screw no glue: wall cabinet“
Fotografie: Frank Tielemans

Co-evolution. Kiki van Eijk und Joost van Bleiswijk

25. Mai bis 18. August 2013

Das Designerduo Kiki van Eijk (1978) und Joost van Bleiswijk (1976) stammt aus der renommierten Design Academy Eindhoven. Seit 2001 arbeiten sie als selbstständige Designer in einer gemeinsamen Werkstatt. 80 Meisterwerke aus den ersten zehn Jahren ihrer beachtlichen Karriere sind nun zusammengeführt – von Möbeln über freie Arbeiten. Die Ausstellung ist der Beginn einer mehrjährigen Serie in Brabant, um zeitgenössisches Design der Provinz in den Mittelpunkt zu rücken.

 

Brabants Neue: Marina Višic

25. Mai bis 14. Juli 2013

Unter dem Titel „Brabants Neue“ bietet das Noordbrabants Museum jungen Künstlern aus Nord-Brabant eine Plattform für ihre Arbeiten. Derzeit macht die Künstler Marina Visic (1987) durch abstrakte und monumentale Werke von Tausenden von farbigen Fäden auf sich aufmerksam.

 

Öffnungszeiten

Het Noordbrabants Museum, Verwersstraat 41, ’s-Hertogenbosch

 

Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr

 

Mehr Informationen: www.holland.com;

www.hetnoordbrabantsmuseum.nl

Beten mit den Füßen: Lahnwanderweg 19. Etappe von Bad Ems nach Niederlahnstein (Entwurf)

Gesichter der Wegearbeit – Professor Dr. Klaus Töpfer übernimmt Schirmherrschaft über DWV-Ehrenamtskampagne

Zum 130. Geburtstag des Deutschen Wanderverbandes am 14. Mai hat Professor Dr. Klaus Töpfer die Schirmherrschaft über die DWV-Ehrenamtskampagne „Zeichen setzen – 130 Jahre engagiert für Wegearbeit“ übernommen. Töpfer: „Der Arbeit der Ehrenamtlichen hilft, Menschen verantwortungsvoll durch unserer Natur zu lenken. Diese Besucherlenkung ermöglicht biologische Vielfalt und ist nachhaltig. Die Schirmherrschaft habe ich gerne übernommen.“

Hinter der Kampagne „Zeichen setzen – 130 Jahre engagiert für Wanderwege“ steckt die Idee, den rund 20.000 oft im Verborgenen arbeitenden ehrenamtlichen Wegezeichnern in Deutschland ein Gesicht zu geben. Sie kümmern sich um etwa 200.000 Kilometer Wanderwege und sind dafür jedes Jahr 350.000 Stunden unterwegs. Doch kaum jemand nimmt Notiz davon. Das soll sich mit Hilfe des ehemaligen Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ändern. Töpfer, der von 1998 bis 2006 Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi war, ist dem Deutschen Wanderverband schon länger wegen dessen Engagements im Naturschutz verbunden. „Dazu habe ich großen Respekt vor der ehrenamtlich geleisteten Arbeit der vielen Tausend Menschen in Deutschland“, begründet er seine Schirmherrschaft über die Kampagne.

Der Deutsche Wanderverband (DWV) gründete sich am 14.Mai 1883 in Fulda, als sich 15 Wandervereine zum „Verband Deutscher Touristen-Vereine“ zusammenschlossen. In den 130 Jahren seines Bestehens ist der Verband von damals rund 10.700 Mitgliedern auf heute rund 600.000 Mitglieder angewachsen, die unter seinem Dach organisiert sind.

Der DWV vertritt nicht nur die Interessen von Wanderern sondern ist auch ein großer gemeinnützig anerkannter Naturschutzverband. Bereits im Jahr 1896 forderte der DWV den Schutz der Natur „vor gewerblichen Verunzierungen“. Während des Deutschen Wandertages in Hagen im Jahr 1900 wurde der Naturschutz verbindlich zur Aufgabe des Verbandes erklärt.

Die Kampagne „Zeichen setzen – 130 Jahre engagiert für Wanderwege“ ehrt die vielen Tausend ehrenamtlich arbeitenden Menschen. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß „Letztlich dient `Zeichen setzen` dem Zweck, die Arbeit der Ehrenamtlichen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und ihnen so die Anerkennung zu verschaffen, die sie verdienen.“ Gleichzeitig unterstütze das Projekt den Naturschutz. Ohne die Wegearbeit der in den Wandervereinen organisierten Menschen sei Besucherlenkung und damit ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzes gar nicht möglich.

Um diese Wegearbeit auch künftig sicher zu stellen, will der DWV laut Rauchfuß mit der Kampagne neue Wegemarkierer für diese Arbeit gewinnen und Ausbildungslehrgänge bezahlen, welche die hohe Qualität der Wegearbeit künftig sichern.

Der Deutsche Wanderverband hat außerdem eine neue Homepage eingerichtet, um die Gesichter der Wegearbeit stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Unter www.zeichen-setzen-pro-ehrenamt.de bekommen Interessierte jede Menge Material zum Thema. Neben dem offiziellen Kampagnenlogo, stellt der Verband hier verschiedene Flyer, Fotos, Texte und einen ausgearbeiteten Vortrag zum Thema bereit. Zudem gibt es ein Spendenkonto (Deutsche Wanderverband, KTO 201 805 681, BLZ 508 635 13, Volksbank Odenwald eG, Stichwort „Zeichen setzen“), dass besonders bei der Qualifizierung von Nachwuchskräften helfen soll. Nicht zuletzt veranstaltet der Deutsche Wanderverband gemeinsam mit der Messe Düsseldorf den bundesweiten Wettbewerb „Gesichter der Wegearbeit“. Im Rahmen dieses Wettbewerbs werden Anfang September während der Messe TourNatur in Düsseldorf drei besonders gelungene Beispiele für die Wegearbeit ausgezeichnet. Die Preise wird am 8. September um 11.00 Uhr Klaus Töpfer übergeben.

Seminarkritik: Schreiben was im Kopf steckt / von Karl-Josef Schäfer

 

Zwei Tage Schreibwerkstatt mit Lutz Rathenow

„Schreiben was im Kopf steckt“ ist der Titel einer zweitägigen Schreibwerkstatt mit dem Essayisten, Lyriker und liberal-Redakteur Lutz Rathenow für angehende Autoren.

An Schreibanfänger wendet sich ein Seminar der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. „20 Jahre Mauerfall – Schreibwerkstatt mit Lutz Rathenow – Schreiben, was im Kopf steckt“ nennt sich die Veranstaltung im Jahr 2009.

Zielgruppe

Die Schreibwerkstatt wendet sich ausdrücklich an angehende Autoren, die sich für Literatur und Journalismus interessieren. Die Bandbreite der Teilnehmer ist groß. Neben dem Studenten einer geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen sitzt auch die Unternehmensberaterin, der Rentner, Wiedereinsteiger oder Autor, der bereits erste Erfahrungen sammeln konnte.

Inhalte

Reagiert ein Teilnehmer eher visuell oder doch eher akustisch auf einen Text? Ein Kreativtest macht dies deutlich. Im weiteren Verlauf werden die verschiedenen Textformen angesprochen und geübt. Dabei ist der Bogen der Inhalte weit gespannt. Von der Lyrik, über die Minigeschichte, den journalistischen Prosaformen, der Autobiographie und dem Kommentar bis hin zum Drama werden Themen zumindest angerissen. Jeder Teilnehmer kann einen Text im Vorfeld einreichen, der entweder in der Gruppe oder mit dem Seminarleiter besprochen wird.

Seminarablauf

Von Freitag, 17:00 Uhr bis Sonntag gegen 15:00 Uhr wird die Zeit intensiv genutzt. Übungen, Coaching und Erläuterungen gibt es im steten Wechsel. Einen breiten Raum nehmen Kreativitätsübungen und Lyrik ein: am ersten Tag bis 22 Uhr und am folgenden Vormittag bis zur ersten Pause.

Die Seminartage sind durch die vorgegebenen Essenszeiten klar strukturiert.

Die abendliche Lesung mit vielfältigen Texten aus dem jahrzehntelangen Schaffen des Seminarleiters ist Bestandteil und für manchen Teilnehmer ein Höhepunkt des Seminars.

Seminarleitung

Lutz Rathenow, Dissident und Kritiker des DDR-Regimes, ist 1952 in Jena geboren. Er lebt und arbeitet als freier Publizist in (Ost-) Berlin. Mehrfach wurde ihm vor der Wende die Ausreise aus der DDR nahegelegt. Rathenow lehnte das Angebot noch am 9. November 1989, dem Tag des Mauerfalls, ab. Das Veröffentlichungsverbot in der ehemaligen DDR umging er gemeinsam mit einem westdeutschen Verlag. Gute Kontakte zu akkreditierten, westdeutschen Journalisten halfen dabei, seinen Lebensunterhalt zu sichern.

Aus der Zusammenarbeit mit dem Fotografen Harald Hauswald entstanden eindrucksvolle Bildbände. Das 1986 im Westen erschienene und in der DDR verbotene Buch „Ost-Berlin“ erlangte Kultstatus.

In seinen Essays, (Kinder-) Büchern, Kommentaren, Glossen und anderen Beiträgen greift Rathenow immer wieder die deutsche Ost-West-Problematik auf. Er erzählt anschaulich das Leben in der DDR vor dem Mauerfall.

Die Vielfältigkeit seines Schaffens erlaubt ihm, flexibel, spontan und häufig unerwartet humorvoll durch die Schreibwerkstatt zu führen. Er bietet immer wieder Einzelgespräche und -coaching außerhalb der Seminarzeiten an. Dieses Angebot wird von den Teilnehmern dankbar angenommen. Die Gestaltung ist kurzweilig und dennoch straff. Mit Beispielen aus seinem eigenen und dem Werk von Kollegen reichert Rathenow die Inhalte an, bewertet gelegentlich seine eigenen Texte durchaus kritisch.

Tagungsort

Die Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach wurde 1967 eröffnet und mittlerweile modernisiert. Der Eingangsbereich vermittelt eine angenehme Atmosphäre, die zweckmäßig eingerichteten Zimmer mit großem Schreibtisch sind hell und sauber.

Das Personal ist sehr freundlich, hilfsbereit und zeigt, besonders bei den Mahlzeiten, eine unaufdringliche Präsenz.

Die Mahlzeiten in Büffetform sind sehr schmackhaft, die Auswahl ist reichlich. Ein vegetarisches Essen steht jeweils zum Mittag- und Abendessen zur Verfügung. Auf spezielle Diätwünsche geht das Personal gerne nach Möglichkeiten ein.

Im gesamten Komplex gibt es die Möglichkeit, sich über das kostenlose W-LAN mit dem Internet zu verbinden. Daneben stehen mehrere PC und Drucker in der Halle und in einem Seminarraum zur Verfügung der Gäste.

In der Cafeteria können sich die Gäste mit kostenlosem Wasser, Tee und Kaffee versorgen. Eine Bar im Keller dient dem Tagesausklang und dem Kennenlernen.

Der großzügige Außenbereich mit wunderbarem Blick ins Oberbergische ist aufwendig gestaltet und bietet Rückzugsmöglichkeiten zur Entspannung.

Kosten

Der Tagungsbeitrag beträgt 95 Euro (Schüler, Studenten, Auszubildende und Arbeitslose 70 Euro) inklusive Übernachtung und Vollverpflegung. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist problemlos.

Fazit

Zwei Tage Seminar mit Lutz Rathenow haben, unabhängig vom Seminarthema, ihren eigenen Reiz. Als Seminarleiter stellt Rathenow sein Wissen und sein Können uneingeschränkt den Teilnehmern zur Verfügung. Er bietet auch an, Texte nach der Veranstaltung zu redigieren und zu bewerten. Die Auswahl der von ihm vorgestellten Texte ist auf die Zielgruppe abgestimmt.

Mancher angehende Autor mag sich eine klarere Bewertung seiner Texte wünschen. Kritik wurde geschickt umgangen, ließ sich eher an den teilweise sehr feinen Abstufungen des Lobes erkennen.

Die Lesung am Abend des zweiten Werkstatttages gibt einen Überblick über die vielen Facetten seines publizistischen Wirkens. Dabei bleibt sich Rathenow als Erzähler treu. So stellt er sich schon zu Beginn des Seminares vor.

Die langen Arbeitszeiten und die Lesung stellen die Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmer auf eine harte Probe. Rathenow versteht es jedoch, die Inhalte immer wieder interessant zu gestalten.

Der Titel der Ausschreibung ist hingegen irreführend. Wer in der Schreibwerkstatt „20 Jahre Mauerfall“ erwartet, wird enttäuscht. Dies bezieht sich ausschließlich auf die Lesung des Seminarleiters. Vielleicht sollte der Veranstalter für eilige Leser die Überschrift überarbeiten.

Insgesamt ist die Veranstaltung, dank der Präsenz Lutz Rathenows, uneingeschränkt empfehlenswert. Die Konzeption lässt auch Teilnehmer zu, die mehr als nur rudimentäre Erfahrungen im Schreiben haben. Die Theodor-Heuss-Akademie bietet ein ideales Lernumfeld.

Foto © Karl-Josef Schäfer, 2009

Christi Himmelfahrt 2013: Reiseverkehr in Hessen – Hessen Mobil erwartet erhöhtes Verkehrsaufkommen – Keine Tagesbaustellen auf Autobahnen am Hauptreisetag (8. Mai) ab 12 Uhr

Die Brückentage im Mai nutzen Verkehrsteilnehmer jedes Jahr für Kurztrips oder Tagesausflüge. Auf Hessens Straßen rollt daher vor allem am Tag vorm Feiertag mehr Verkehr als sonst. Für Christi Himmelfahrt (09.05.) erwartet Hessen Mobil daher am kommenden Mittwoch (08.05.) eine erhöhte Staugefahr auf hessischen Autobahnen.

Für einen entspannten Urlaubsstart informiert Hessen Mobil im Detail über zu erwartende Reisezeitverzögerungen:

Verkehrsprognose Hessen Himmelfahrt 2013

Verkehrsprognose Hessen Himmelfahrt 2013

Zum Start des verlängerten Himmelfahrt-Wochenendes am kommenden Mittwoch (08.05.) überlagern sich insbesondere im Rhein-Main-Gebiet sowie auf einigen Fernautobahnen ab nachmittags Berufs- und Reiseverkehr. Dies betrifft insbesondere die A5 und die A67 Richtung Basel im Bereich Bergstraße, die A5 Richtung Kassel zwischen Westkreuz Frankfurt und Gambacher Kreuz sowie zwischen Homberg/Ohm und Hattenbacher Dreieck. Ein ebenso hohes Verkehrsaufkommen erwartet Hessen Mobil auch auf der A3 Richtung Köln zwischen Wiesbadener Kreuz und Limburg-Nord sowie auf der A3 zwischen Frankfurt und Seligenstadt in beiden Fahrtrichtungen.

Zwei Baustellen auf der A5 können den Verkehr noch zusätzlich beeinträchtigen: die ein Kilometer lange Baustelle am Darmstädter Kreuz Richtung Basel zwischen Weiterstadt und Darmstädter Kreuz sowie die 1,8 Kilometer lange Baustelle am Gambacher Kreuz Richtung Kassel zwischen Butzbach und Fernwald. Um die Verkehrsbeeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, steht den Verkehrsteilnehmern auch innerhalb der Baustellen die normale Fahrstreifenanzahl zur Verfügung. Auf Tagesbaustellen verzichtet Hessen Mobil am Mittwoch (08.05.) ab 12.00 Uhr komplett. Diese werden erst in den verkehrsarmen Nachtstunden nach 22.00 Uhr durchgeführt.  

Ab Himmelfahrt (09.05.) bis zum darauf folgenden Samstag (11.05.) erwartet Hessen Mobil deutlich weniger Reiseverkehr. Erst am Sonntag (12.05.), wenn der Rückreiseverkehr startet, kann es auf Hessens Autobahnen wieder voller werden. Hessen Mobil rechnet allerdings nur mit einer leicht erhöhten Staugefahr. Dies betrifft die A4 zwischen Bad Hersfeld und dem Kirchheimer Dreieck sowie die A5 zwischen Hattenbacher Dreieck und der Tank- und Rastanlage Wetterau in Fahrtrichtung Frankfurt.

Quelle: Hessen Mobil

ITB Berlin setzt sich für Schutz von Kinderrechten ein

Gemeinsam mit der International Gay & Lesbian Travel Association (IGLTA) setzt die weltweit führende Reisemesse verstärkt ihr Engagement zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus fort.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind schätzungsweise 1,2 Millionen Kinder weltweit jedes Jahr Opfer von Menschenhandel. Seit der Unterzeichnung des Verhaltenskodex „Child-Protection Code“ im Jahr 2011 setzt sich die ITB Berlin als Sprachrohr gegen Kinderprostitution und Menschenhandel im Tourismus ein. Sie steht auch am 2. Mai 2013 Pate, wenn die International Gay & Lesbian Travel Association (IGLTA) anlässlich der Eröffnungssitzung seiner jährlichen Global Convention den „Code of Conduct against the Sexual Exploitation of Children in Tourism“ unterschreibt.

„Als weltweit führende Reisemesse und Trendsetter ist es Teil unserer Unternehmenskultur, soziale Verantwortung zu übernehmen. Mit unserem Einsatz wollen wir dazu beitragen, eine starke Botschaft zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern und für die Achtung der Menschenrechte innerhalb unserer Branche auszusenden“, erklärt Rika Jean-Francois, CSR Beauftragte der ITB Berlin und Vorstandsmitglied bei der IGLTA.

Die IGLTA ist die führende globale Organisation für LGBT-Reisende (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender). Der Verband vertritt unter anderem LGBT-freundliche Unterkünfte, Destinationen, Dienstleister, Reisebüros, Reiseveranstalter und Veranstaltungen. „Die internationale Reichweite von IGLTA und seinen Mitgliedern ist entscheidend, um Menschenhandel in allen Regionen der Welt zu bekämpfen“, sagt Carol Smolenski, Executive Director von ECPAT (End Child Prostitution, Pornography and Trafficking of Children) in den USA anlässlich der Unterzeichnung.

1998 wurde der „Child-Protection Code“ durch die internationale Kinderschutzorganisation ECPAT in Schweden in Kooperation mit skandinavischen Reiseveranstaltern und der UNWTO entwickelt. Bis heute haben mehr als 1.200 Reiseunternehmen, Touristikverbände und deren Dachorganisationen sowie Hotelketten in 42 Ländern das Dokument unterzeichnet.

Quelle: ITB, Berlin

Erste Infoveranstaltung zu Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“ schnell ausgebucht – Qualitätssprung für den Wandertourismus

Qualitätswege, Qualitätsgastgeber und nun Qualitätsregionen „Wanderbares Deutschland“: Zu viel des Guten? „Nein“, sagt Liane Jordan, beim Deutschen Wanderverband für die Qualitätsregionen zuständig, „so gibt es für jeden Anspruch das passende Angebot“.

 

Am vergangenen Dienstag hat Jordan zusammen mit dem stellvertretenen Geschäftsführer des Deutschen Wanderverbandes (DWV), Erik Neumeyer, in Kassel eine Informationsveranstaltung zur neuen Qualitätsoffensive des DWV organisiert. Wie innovativ die neue Zertifizierung ist, wird schon beim Blick auf die Qualitätskriterien deutlich. Qualitätsregionen müssen nicht nur spannende Wege bieten. Auch die Tourist-Informationen und die Verkehrsanbindung kommen auf den Prüfstand. Nicht zuletzt schreiben die Kriterien vor, dass alle Naturschutzbelage berücksichtig sind und die Orientierung makellos funktioniert. Um dies alles langfristig zu garantieren, sind eine nachhaltige Betreuung und das Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Akteure unerlässlich. Beides wird durch die neue Qualitätsoffensive des Wanderverbandes unterstützt.

Für die Zertifizierung hat der DWV zusammen mit seinen Partnern insgesamt 44 Qualitätskriterien entwickelt, die anhand von sechs Modellregionen ihren Praxistest durchlaufen haben. Neumeyer: „Es hat sich nicht nur gezeigt, dass die Regionen einen Qualitätssprung gemacht haben. Die für so ein Projekt nötigen intensiven Kooperationen unterschiedlicher Partner haben auch die Strukturen gewachsener Tourismusregionen nochmals gestärkt. So stelle ich mir eine wirklich gelungene nachhaltige Regionalentwicklung vor.“

Die bereits seit mehr als zehn Jahren bestehende Zertifizierung von einzelnen Wegen wird es natürlich weiter geben. Auch das Logo der Qualitätsgastgeber „Wanderbares Deutschland“ wird Wanderern weiterhin zeigen, in welchen Häusern eine qualifizierte Beratung, Wanderkarten und ein Service rund um die Ausrüstung garantiert sind. Es werden künftig wohl eher noch mehr als die derzeit bundesweit 1.200 Qualitätsgastgeber, denn eine weitere Voraussetzung für die Auszeichnung als Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“, sind wanderfreundliche Unterkünfte in der jeweiligen Region.

Neumeyer begründet die jüngste DWV-Qualitätsoffensive so: „Auf der einen Seite verlangen Gäste beim Wandern zunehmend Qualität, auf der anderen Seite wächst die Zahl derer, die als Reiseziel eine feste Unterkunft bevorzugen, von der aus sie verschiedene Wege in der Region erkunden.“ Jordan: „Und dank unserer Zertifizierungen erkennt jeder sofort, in welcher Region er flächendeckend Qualität bekommt.“

In Kassel wurde während der Diskussion der 44 Qualitätskriterien deutlich, dass der Prozess hin zu einer Qualitätsregion in vielen Gebieten schon allein ein Qualitätssprung für den Wandertourismus ist. Besonders ländlichen Räumen eröffnet die Zertifizierung als Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“ damit viele Chancen: Die für das Qualitätssiegel erworbenen Qualitäten könnten für diese Regionen zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Jordan: „Das wird ähnlich sein wie bei den Qualitätswegen, die Experten zufolge von Besuchern wesentlich stärker nachgefragt werden als nicht zertifizierte Wege.“

Die Qualitätsregionen „Wanderbares Deutschland“ werden besonders vom wachsenden Wandermarkt in Deutschland profitieren: Rund 40 Millionen Menschen wandern in Deutschland und unternehmen dabei rund 370 Millionen Tageswanderungen im Jahr. In den Orten, welche die Wanderer während der Wanderungen besuchen, geben sie jährlich knapp 7,5 Milliarden Euro aus. Dieser Markt bietet gerade für ländliche Räume ein enormes Entwicklungspotential. Das ist sicher ein Grund dafür, dass die Infoveranstaltung in Kassel schon kurz nach Bekanntgabe des Termins durch Vertreter von Landkreisen, Tourismusregionen und Naturparks ausgebucht war. Neumeyer: “Wir bereiten gerade die nächste Veranstaltung vor. Sie wird am 3. Juni wieder in Kassel stattfinden.“

Kompakt: Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“

Um als Qualitätsregion Wanderbares Deutschland zertifiziert zu werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Eine Qualitätsregion Wanderbares Deutschland ist eine Region, die

  • sich in der Wanderwegeinfrastruktur, der Beherbergung und dem Service dem Wandern verschrieben hat,
  • mindestens fünf Tage abwechslungsreichen Wanderurlaub ermöglicht,
  • vom Gast als abgeschlossene Region wahrgenommen wird und sich als solche vermarktet,
  • eine nachhaltige Pflege des wandertouristischen Angebots sicherstellt,
  • mit allen Partnern im Bereich Wandern strukturiert zusammenarbeitet (Großschutzgebiete, Wandervereine, Tourismusverantwortliche, Naturschutz etc.),
  • organisatorisch als Einheit auftritt.

Eine Wanderregion kann auch ein klar abgegrenztes, in sich selbständiges Teilgebiet einer großen touristischen Oberregion sein. Vor einer Zertifizierung muss dies dann mit der Oberregion abgestimmt sein.

 

Weitere Informationen und Anmeldung zur Infoveranstaltung Qualitätsregion Wanderbares Deutschland am 3. Juni:

Deutscher Wanderverband Service GmbH

Wilhelmshöher Allee 157–159

34121 Kassel

Tel: 0561-93873-19

Fax: 0561-93873-10

Mail: l.jordan@wanderverband.de

www.wanderverband.de

www.wanderbares-deutschland.de

Auf der Donau von Passau nach Wien (Entwurf)

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Vyssi Brod (Entwurf)

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