Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Monat: März 2013

Wo Wandern am schönsten ist – Jahresmagazin Wanderbares Deutschland 2013 erschienen

Das neue „Wanderbare Deutschland“ ist erschienen. Das Jahresmagazin zeigt seinen Leserinnen und Lesern auf 148 Seiten, wo das Wandern in Deutschland am schönsten ist. Reich bebildert stellt das Heft lebendig geschrieben neue und bekannte Qualitätswege vor. Dazu gibt es viele Tipps und Hintergrundinformationen. Berichte renommierter Autoren wie Ulrich Grober und ein Interview mit Prof. Heinz-Dieter Quack vom Europäischen Tourismusinstitut über die Zukunft des Wanderns bieten wertvollen Lesestoff. Dazu kommen Reportagen zu den starken Impulsen, die der Deutsche Wanderverband dem Thema Wandern gegeben hat. Dazu gehören die Förderung des Gesundheitswanderns ebenso wie die Stärkung des Ehrenamtes, in dem beispielsweise tausende Wegmarkierer für die optimale Orientierung der Wanderer tätig sind.

Für viele Menschen ist das Jahresmagazin „Wanderbares Deutschland“ zu einem beliebten und unverzichtbaren Sammelobjekt geworden. Lutz Bormann, Chefredakteur von „Wanderbares Deutschland 2013“: „Wir möchten dem Leser Orientierung für seine Wanderleidenschaft geben und ihn an den Deutschen Wanderverband mit seiner Angebotsfülle heranführen.“ Das ist Bormann mit dem neuen Heft wahrlich gelungen.

Bestelladresse: Das Jahresmagazin „Wanderbares Deutschland“ ist für 5,90 Euro bundesweit im Bahnhofsbuchhandel erhältlich, im Einzelvertrieb zzgl. 2,90 Euro Versandkosten beim Deutschen Wanderverband, Tel. 0561 / 938 73-0, E-Mail: info@wanderverband.de oder unter www.wanderbares-deutschland.de.

Český Krumlov in Südböhmen lädt ans andere Ufer ein

Blick auf Cesky Krumlov, © Stadt Český Krumlov / Foto: Ing. Libor Svacek

Blick auf Cesky Krumlov, © Stadt Český Krumlov / Foto: Ing. Libor Svacek

Nach dem 20jährigen Jubiläum der Eintragung in die  UNESCO- Liste, das in Český Krumlov in diesem Jahr im Dezember2012 gefeiert wurde, wartet auf die Stadt ein anderes großartiges Ereignis.  Im April 2013 fängt die  historisch  erste grenzüberschreitende Landesausstellung an, die Südböhmen und Oberösterreich verbindet. Český Krumlov stellt zu der gleichen Zeit seine andere, weniger bekannte Seite vor.

Jetzt wird intensiv an dem Wiederaufbau und an der Wiederbelebung des sogenannten „Dritten Mäanders“ gearbeitet, das Stadtviertel, welches die südlichen Terrassen, das Haus von Egon Schiele, die Synagoge und das Museum Fotoatelier Seidel bis zum Stadtpark umfasst. Das Stadtviertel Plešivec liegt südlich vom historischen Stadtkern auf dem linken Ufer des Flusses.

 „Es ist ein wunderschönes Gebiet, das noch vor zehn Jahren fast vergessen war. Wir bemühen uns, eine sinnvolle Nutzung für dieses Gebiet zu finden. Wir gehen von seinem Charakter aus- wie Perlen auf der Schnur werden die Orte mit schönen Geschichten und besonderer, vertraulicher Atmosphäre verbunden „ erklärt  Miroslav Reitinger, Direktor des Entwicklungsfonds von Český Krumlov (ČKRF), der die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Český Krumlov ist.

Auch dieses wird zum Beitrag von Český Krumlov zu der großen Landesaustellung, weil  die Stadt bedeutende Räume anbietet. In der neurekonstruierten Synagoge wird die Ausstellung  „4 Fotografen,  2 Länder, 1 Region“ veranstaltet, die die Werke von 4 Fotografen, die am Ende des 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des  20. Jahrhundert in  Český Krumlov, Vyšší Brod, Bad Leonfelden und in Freistadt wirkten,  vorstellt. Die Ausstellung wird auf  die Architektur, Sitten, Religion, Industriezweige und Geschichte der konkreten Familien, die in dieser Region lebten, orientiert.

Das Projekt des dritten Mäanders bietet neue touristisch attraktive Ziele und zugleich auch ein ruhiges Gebiet zur Erholung der Stadtbesucher und Bewohner der Stadt an.  Seinen Erholungscharakter zeichnete die im vorigen Jahr fertiggemachte Rekonstruktion des Stadtparks vor, zur nächsten Oase wird auch der gehobene und bepflanzte Rosagarten.

Vom Rosagarten aus kann man Richtung Moldau nehmen und an dem Häuschen vorbeigehen, wo im Jahre 1911 Maler Egon Schiele lebte und wo er eine glückliche und inspirationsvolle Zeitperiode erlebte. Dann wurde er aus der Stadt von den  entrüsteten Stadtbürgern vertrieben. Idyllische Atmosphäre blieb im Häuschen erhalten, sodass ČKRF in der Zusammenarbeit mit  der Galerie Egon Schiele Art Centrum seine Rekonstruktion zu Ende bringt und möchte es in die Stelle verwandeln, wo man dem Aufenthalt des berühmten Künstlers gedenken kann. Man kann auch Kopien von Schieles Möbelstücken, Reproduktionen seiner Bilder und Ölgemälde sehen, die direkt in Český Krumlov oder die aufgrund der Inspiration durch Český Krumlov entstanden. Im Winter dient dann das Häuschen als Atelier für talentierte Künstler.

Die andere Richtung vom Rosagarten führt zur Synagoge, wo gerade rege gebaut wird.  Das Objekt wurde von der hiesigen Jüdischen Gemeinde 1909 gebaut und es gehört zu wenigen Synagogen, die den Krieg überstanden. Das Schicksal der Synagoge war aber auch unruhig, sie diente als christliche Kirche für amerikanische Soldaten, von 1945 bis 1968 wurde sie von der Tschechoslowakischen Hussitenkirche genutzt und dann wurde sie zu einem Lager.  Nun wird sie von der Prager jüdischen Gemeinde besitzt, der Entwicklungsfonds hat sie von der jüdischen Gemeinde gemietet. Die Synagoge wird rekonstruiert und es werden hier Ausstellungen, Konzerte und gesellschaftliche Veranstaltungen veranstaltet, es wird hier eine ständige Exposition errichtet, die der Geschichte der jüdischen Kommunität in der Region gewidmet werden soll.

Die dritte Perle auf der Schnur strahlt seit vier Jahren in der Linecká- Gasse- und Mitte Oktober kann man sie in voller Schönheit sehen.  Das Museum Fotoatelier Seidel hat gerade das große Digitalisierungsprojekt fertiggestellt, dank der Digitalisierung können die einzigartige Pracht der Region auch diejenigen sehen, die Český Krumlov nur  virtuell besuchen.

Die Datenbank auf  www.seidel.cz zeigt, dass dieses Fotoatelier ein Kulturdenkmal von Weltbedeutung ist. In dem Jugendstilhaus aus dem Jahr 1905 blieb die ursprüngliche fotografische Ausrüstung erhalten, es waren vor allem ca. 140 000 Glasplatten und Zelluloidbände mit Negativen.  Es handelt sich um eine einzigartige Sammlung, die erst jetzt digitalisiert wurde.  „Auf den Bildern aus dem  Fotoatelier Seidel gibt es Bewohner des Böhmerwaldes und ihre Häuser von 1884 bis 1952. Nachdem das Atelier geschlossen worden war, fotografierte František Seidel weiter das Leben in Český Krumlov bis Anfang  der 90.Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Auf den Bildern gibt es kleine Babies,  Kinder, Soldaten, alte Leute, Hochzeiten und Begräbnisse,“sagte  Manager des Projekts Petr Hudičák. In diesem Jahr wurden zwei repräsentative Bücher herausgegeben. Ein Fotobuch und ein Buch, das die Geschichte des Fotoateliers Seidel und der mit dem Atelier verbundenen Leute erkundet.

Die Landesausstellung  dauert vom April bis zum November 2013. Es werden Český Krumlov, Vyšší Brod, Bad Leonfelden und Freistadt zusammenarbeiten. Es  werden Expositionen veranstaltet, die das Leben beiderseits der Grenze, kulturelle und künstlerische Schätze, Entwicklung des Handels und der Wirtschaft vorstellen, und auch andere Elemente, die die Beziehungen zwischen Tschechien und Österreich beeinflussten. In Český  Krumlov können die Besucher das Regionalmuseum besuchen, sie können die „Ausstellung der Nichtrealisierten Projekte, die mit der Region Südböhmen und Oberösterreich verbunden sind, besuchen.

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