Im August 2008 entdeckten meine Frau und ich an der Brücke zwischen Karden und Treis erstmalig
eine Jakobsmuschel als Wanderzeichen an der Mosel. Beim Verkehrsverein in Treis erfuhren wir
daraufhin, dass in den Monaten zuvor auf Privatinitiative ein Mosel-Camino abgesteckt worden war.

Als wir für diesen Sommer erneut einen Urlaub an der Mittelmosel planten, holte ich diese
Informationen wieder hervor. – Schnell fand ich heraus, dass es bereits in der 2. Auflage einen
Wanderführer für diesen Pilgerweg gab.

Mit diesem Büchlein von Karl-Josef Schäfer und Wolfgang Welter bereitete ich unsere Reise vor. Im
letzten Monat sind wir dann die Etappen drei und vier (Karden – Bullay – Traben-Trarbach)
abgewandert.

Dabei haben wir einige Informationen und Erfahrungen gesammelt, die nicht im Schäfer/Welter
enthalten sind:

Etappe 3:

1. Karden – Treis:: Für besonders Interessierte ist eine kunsthistorische Führung durch die
Stiftskirche St. Castor möglich. – Das Pfarrbüro befindet sich auf der anderen Moselseite (in Treis)
hinter der Kirche St. Johannes der Täufer.

2. Kloster Maria Engelport: Freundliche Aufnahme (Bewirtung) und Stempelung unserer
Pilgerpässe durch Bruder Otto (Klosterpforte=Klosterladen). Interesse verschiedener Angehöriger
des Oplatenordens (O.M.I.) und Besucher an unserer bisherigen Pilgererfahrung. – Das Patronatsund
Pfarrfest („Missionsfest“) am Wochenende 16./17.8. konnten wir leider nicht besuchen. –
2010 wird das Fest genau am Tag Maria Himmelfahrt (15.8.) stattfinden.
Der direkte Waldweg nach Beilstein (U8) war gesperrt. (Sturmschäden?) Für den steilen Umweg
über den „Bärenkopf“ werden wir durch entsprechende Aussicht belohnt.

3. (Ehemalige Kloster-)Kirche Beilstein: Den Pfarrstempel erhielten wir im Klostercafe (direkt
neben der Kirche, Telefon: 02673/16 74). Von hier Aussicht Mosel abwärts auf Schleusen-
Erweiterungsbau in Buttig-Fankel. – Den besten Kaffee in B. soll es im „Cafe Klapperburg“
geben, Bachstraße 33, Telefon 02673-14 17; berühmt auch für die Kaffeemühlen-Sammlung. –
Verraten hat uns das der Knecht vom Kloster Engelport.

4. Hinter Beilstein: Einen Stempel kann man auch an der Burgruine Metternich am Eingangskiosk
bekommen. – Dort Faltblatt zu Burg und Geschichte erhältlich. – Der jetzige Burgbesitzer ist Hr.
Herzer, den wir im Kiosk antrafen. – Auf dem Burggelände finden von Zeit zu Zeit auch
Ritterspiele statt.

5. Kapelle Lindenhäuschen: Wir haben die Etappe hier geteilt, um über Senheim mit dem ÖPNV
unser Quartier in Cochem zu erreichen.

Dies erwies sich – trotz Karte und Kompass – als schwierig, da die Wege teils zugewachsen, teils
von umgestürzten Bäumen blockiert waren.

In Senheim die Kirche St. Katherina besucht; Tafel mit Geschichte der Kirche im Vorraum. –
Weinmuseum: Telefon: 02673/4381. (Wer hier den Weg fortsetzt und das Judenwäldchen durchquert, muss bis Bullay durchhalten. Ein spätere Etappenteilung mit Abbruch in Grenderich ist nicht empfehlenswert, da dort kein ÖPNV-Anschluss.)

Anmerkung:

Wer die dritte Etappe mit einem Besuch von Cochem verbindet (ÖPNV-Anschluss nach/von
Karden, Beilstein, Senheim und Bullay), sollte sich dort die Kirche St. Martin und das Kloster
Ebernach anschauen.

St. Martin (02671-7417, ältester Teil au 15- Jh.): Festschrift „Oberlinger Orgel“ sowie Faltblatt zu
Geschichte und Ausstattung der Kirche am Schriftenstand. – Derzeit werden in einem Kirchenflügel neue
Fenster installiert. Vorab-Darstellung und Erläuterung auf Tafeln im Eingangsbereich.

Kloster Ebernach mit Klosterkirche Maria Himmelfahrt: In Seitenkapelle 600 Jahre altes Gnadenbild.
Dessen Geschichte und Erläuterung zu der Tarbernakelwand des Künstlers Klaus Balke (Auszug aus
Ebernacher Zeitung , Mai 2001) sowie die Kurzchronik des Klosters auf Tafeln im Kirchenvorraum.