10 Jahre erfolgreiche Schwangerschaftskonfliktberatung Frauenwürde e.V.

Jubiläumsveranstaltung 16. August 2008 in Frankfurt/Main

Mit einem Festakt in der Frankfurter Frauenfriedenskirche blickt Frauenwürde e.V., der aus der KirchenVolksBewegung hervorgegangene Verein zur Förderung von Schwangerschaftskonfliktberatung in Trägerschaft katholischer Frauen und Männer, am 16. August 2008 auf sein zehnjähriges erfolgreiches Wirken zurück. Mit dem Thema „Sex + Chat + Rap. Jugendsexualität zwischen Traum und Albtraum“ wendet sich Frauenwürde e.V. an diesem Tag der Zukunft zu.
Der Festakt beginnt um 14 Uhr mit einem Impulsreferat von Professorin Dr. Regina Ammicht Quinn, Frankfurt/Main. In der anschließenden Podiumsdiskussion werden Beraterinnen aus ihrer Arbeit berichten. Ein Auftritt von Tanzgruppen des KSJ Mädchenkulturzentrums Mafalda wird das Nachmittagsprogramm auflockern. Zum Abschluss des Tages lädt das Theaterstück „Gretchen Reloaded“ von und mit Sonni Maier um 19 Uhr zur Auseinandersetzung mit dem aktuellen und brisanten Thema des Kindsmordes ein. Die Veranstaltung ist in der Frauenfriedenskirche, Zeppelinallee 101 in Frankfurt/Main.
Anmeldung und weitere Informationen:
Annegret Laakmann, Tel. 02364-5588 oder 0175-9509814, E-Mail: laakmann (at) frauenwuerde.de
Hintergrund:

Am 14. August 1998 gründeten Frauen und Männer aus der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche in Mainz den Verein Frauenwürde, um den Aufbau von Beratungsstellen vorzubereiten. Denn bereits im Frühsommer 1998 zeichnete sich ab, dass – trotz heftigen Ringens der Deutschen Bischofskonferenz mit Rom um einen Kompromiss – zumindest einige Bischöfe das staatliche Beratungssystem verlassen wollten.
Um der „Klarheit und Entschiedenheit des Zeugnisses der Kirche willen“ hatte Papst Johannes Paul II. Anfang 1998 an die deutschen Bischöfe die „dringende Bitte“ gerichtet, ihre Beteiligung an der staatlichen Schwangerschaftskonfliktberatung „zu überdenken“. Damit stürzte er die katholische Kirche in Deutschland in einen langen Streit mit Rom und in eine tiefe Krise. Deutsche Katholikinnen und Katholiken und mit ihnen viele Theologinnen und Theologen verlangten vehement den Verbleib im staatlichen System, um Frauen in Entscheidungsnöten nicht im Stich zu lassen.
Schon im Jahr 2000, dem Beginn des erzwungenen Ausstiegs der katholischen Schwangerenberatungsstellen aus der Konfliktberatung, nahm die erste Frauenwürde-Beratungsstelle ihre Arbeit im sauerländischen Olpe auf. Mittlerweile betreibt Frauenwürde e.V. mit öffentlichen Zuschüssen, mit Hilfe von örtlichen Trägervereinen und der Unterstützung von privaten Spenderinnen und Spendern sechs Beratungsstellen zur Schwangerschaftskonfliktberatung in NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen.
Bis heute wurden in diesen Beratungsstellen Tausende von Gesprächen mit Frauen und Paaren geführt, die durch einen Schwangerschaft in Not und/oder in Konfliktsituationen geraten sind. Auch Sozialberatungen werden von den kompetenten Beraterinnenteams angeboten. Ein weiteres Arbeitsfeld sind Präventionsberatungen und -veranstaltungen, hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen in Schulen und Gruppen.

Aufruf zur Unterstützung:
Damit die wichtige Arbeit auch weiter geleistet werden kann, bittet Frauenwürde e.V. um Unterstützung durch Mitgliedschaft im Bundesverein Frauenwürde e.V. oder in einem der örtlichen Trägervereine. Spendenkonto des Bundesvereins Frauenwürde e.V. Konto Nr. 43760 bei der Sparkasse Vest Recklinghausen (BLZ 426 501 50). Der Verein ist vom Finanzamt Hanau als mildtätig anerkannt.

Weitere Informationen: www.frauenwuerde.de
Annegret Laakmann, Tel. 02364-5588 oder 0175-9509814, E-Mail: laakmann (at) frauenwuerde.de