Der erste Winterwandertag des DWV im hessischen Willingen war auch ohne Schnee ein Erfolg, Foto: Foto: Markus Balkow

Der erste Winterwandertag des DWV im hessischen Willingen war auch ohne Schnee ein Erfolg, Foto: Foto: Markus Balkow

Viele Besucher, tolles Programm, gute Atmosphäre – aber kein Schnee: So etwa lautet das Résumé des Deutschen Wanderverbandes zum 1. Deutschen Winterwandertag in Willingen. Allein die geführten Wanderungen zogen über 1.000 Teilnehmer in ihren Bann. Auf den fehlenden Schnee fanden die Ausrichter der Veranstaltung sofort die passende Antwort. 

Auch wenn während des 1. Deutschen Winterwandertages in Willingen kaum eine Schneeflocke zu sehen war: Die Besucher der Großveranstaltung haben ihren Aufenthalt in Willingen keine Minute bereut. Dafür sorgte das attraktive Programm der Gemeinde Willingen und des Upländer Gebirgsvereins als Ausrichter des Wandertages. Die aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland vom 19. bis zum 23. Januar in das Sauerland gereisten Menschen gerieten zuweilen fast in Freizeitstress, um möglichst keines der unter der großen Überschrift

„Gesundheit und Freude“ stattfindenden Angebote zu versäumen.

 

Allein an den vom Deutschen Wanderverband (DWV) als Veranstalter des Wandertages zum Probieren angebotenen drei Gesundheitswanderungen nahmen rund 150 Aktive teil. Diese Wanderungen kombinieren kurze Wanderungen mit ausgewählten Übungen aus der Physiotherapie und Informationen rund um das Thema Gesundheit. DWV-Vizepräsident Werner Mohr: „Menschen aus dem Erzgebirge, aus dem Schwarzwald, aus Hamburg und sogar aus den Niederlanden hatten offenbar viel Spaß an diesen Wanderungen. Die meisten haben die Touren außerdem in ihren Wander-Fitness-Pässen dokumentiert.“ Das ist wichtig, denn nur dann punkten Wanderungen für das Deutsche Wanderabzeichen. Und das ist Thema des Aktionsjahres, das der DWV in Willingen unter dem Motto „Sei aktiv und gehe mit!“ offiziell eröffnet hat.

 

Regen Zuspruch fanden im Sauerland auch alle Wanderungen, in denen die 14 Wanderführer des Upländer Gebirgsvereins ihren Gästen die Umgebung Willingens zeigten. Die Führer zählten insgesamt genau 1.014 Teilnehmer. Für viele Besucher ein Höhepunkt war die Fackelwanderung (s. Foto) am 20. Januar: Nach einer Seilbahnfahrt auf den Ettelsberg begrüßte die Wanderer dort vor Nebel verhangener Kulisse ein stimmungsvolles Alphornkonzert. Dazu beleuchteten Schwedenfeuer die entzückten Gesichter. Anschließend setzte sich eine rund einen Kilometer lange menschliche Lichterkette durch die mit Raureif bedeckte Landschaft Richtung Tal in Bewegung.

 

Willingens Bürgermeister Thomas Trachte: „Allein für diese Wanderung hat sich der Aufwand gelohnt. Wir haben über 150 Fackeln an die Wanderer verteilt. Das war ein einmaliges Bild.“ Ginge es nach dem Bürgermeister, könnte der 2. Deutsche Winterwandertag gleich wieder nach Willingen gehen: „Auch wenn der Schnee ausgeblieben ist. Das war eine gute Werbung für unsere Gemeinde.“

 

Auf den Schneemangel haben die Organisatoren übrigens sofort die richtigen Antworten gefunden. Statt einer Schneeschuhwanderung wurden kurzfristig Geocaching und Führungen durch das Besucherbergwerk Willingen in das Programm gehoben, aus dem Langlaufkurs wurde ein Nordic-Walking-Technikkurs und die Pferdeschlittenfahrten wurden durch die Pferdekutsche ersetzt. Den Besuchern hat es gefallen. DWV-Vize Mohr: „Das war hervorragend organisiert – eine rundum gelungene Veranstaltung.“ Während der Abschlussveranstaltung wünschten sich viele Menschen weitere Deutsche Winterwandertage. Dem Deutschen Wanderverband liegen bereits mehrere Bewerbungen für einen 2. Deutschen Winterwandertag vor, eine Entscheidung dazu durch den DWV-Vorstand gibt es aber erst Ende Februar.