Auf dem Weg

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Wandern komplett

Die Jugend zieht es in die Berge. Bei den coolen Outfits, die Lucas (18), Insa (16), Nicolas (14) und Matias (9) präsentieren ist das kein Wunder. Sie zeigten anlässlich des Fototermins zur 14. TourNatur, die am 2. September in der Halle 6 des Düsseldorfer Messegeländes parallel zum CARAVAN SALON 2016 startet, dass Wandermode heutzutage einfach Spaß beim Tragen macht. Foto: TourNatur

Die Jugend zieht es in die Berge. Bei den coolen Outfits, die Lucas (18), Insa (16), Nicolas (14) und Matias (9) präsentieren ist das kein Wunder. Sie zeigten anlässlich des Fototermins zur 14. TourNatur, die am 2. September in der Halle 6 des Düsseldorfer Messegeländes parallel zum CARAVAN SALON 2016 startet, dass Wandermode heutzutage einfach Spaß beim Tragen macht. Foto: TourNatur

Zur diesjährigen Messe TourNatur präsentiert der Deutsche Wanderverband (DWV) als Partner der Messe Düsseldorf eine Vielzahl von Themen. Sowohl am Gemeinschaftsstand, an dem u.a. die Themen „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ und die neue Wander-Erlebnis-App im Fokus stehen werden, als auch mit mehreren Fachvorträgen.

 

Traditioneller Höhepunkt der Messe ist die Verleihung der Qualitätszertifikate „Wanderbares Deutschland“, in diesem Jahr am Freitag, 2. September, ab 11:15 Uhr. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß wird die Zertifikate zusammen mit Lis Nielsen, Präsidentin der Europäischen Wandervereinigung, auf der großen Bühne in Halle 6 überreichen. Neben 18 Wanderwegen, die das Zertifikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ bekommen, erhält eine Region das Zertifikat „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“. Ein Schwerpunktthema am DWV-Gemeinschaftsstand  sind ebenfalls die „Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland“. Außerdem wird es an allen drei Messetagen Workshops zur neuen DWV-Wander-Erlebnis-App zur biologischen Vielfalt geben. Damit lassen sich Naturräume spielerisch erkunden und Hotspots biologischer Vielfalt mit anderen teilen. Nicht zuletzt hilft die App, Kinder und Jugendliche fürs Draußensein zu begeistern.

 

An beiden Messetagen gibt es auf dem Rastplatz Vorträge zum Thema Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“. Ein weiterer Schwerpunkt auf der Bühne in diesem Jahr werden die Europäischen Qualitätswege, die „Leading Quality Trails“, sein. Die attraktiven Wege gibt es inzwischen von Schweden bis Griechenland. Außerdem wird Lis Nielsen, Präsidentin der Europäischen Wandervereinigung, den ersten Leading Quality Trail überhaupt, den Lechweg, mit der Urkunde für die alle drei Jahre nötige Nachzertifizierung auszeichnen.

Das DWV-Fachforum am Samstag behandelt zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr das Thema „Wandern für alle – Wie geht Barrierefreiheit im Wandertourismus?“. Als Referenten vorgesehen sind Vertreter von „Tourismus für Alle Deutschland e.V“ (NatKo) sowie der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH. Der DWV wird seine kurzen „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ mit dem Namen „komfortwandern“ vorstellen. Diese Wege sind für Wanderer konzipiert, die kurze, attraktive Strecken ohne physische Barrieren wie Stufen oder Schlaglöcher mit Ruhemöglichkeiten bevorzugen.

 

Die TourNatur in Düsseldorf hat sich zu einer der wichtigsten Wandermessen weltweit entwickelt. In diesem Jahr öffnet die Messe vom 2. bis 4. September in Halle 6 ihre Tore. Die Messe mit rund 275 Ausstellern widmet sich den Themen Ausrüstung, Beratung, Wanderregionen und Wanderwege. Dazu kommen eine spannende Mischung aus Aktionen sowie Sonderthemen und ein hochwertiges Fachprogramm. Im touristischen Bereich gibt es Informationen zu mehr als 5.000 Wanderdestinationen. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr ist ein riesiger Indoor-Klettersteig für die Besucher.

 

Die TourNatur ist von Freitag bis Sonntag täglich von 10.00 bis 18.00 geöffnet. Die Eintrittskarten gelten auch für den parallel stattfindenden CARAVAN SALON und kosten für Erwachsene 15 Euro (Online-Vorverkauf: 14 Euro). Kinder, Schüler und Studenten zahlen einen ermäßigten Eintrittspreis. Ermäßigungen gibt es außerdem als E-Ticket für Inhaber der DWV-Mitgliedskarte in Kombination mit dem unter www.wanderverband.de ausdruckbaren Messegutschein (10 Euro). E-Tickets gibt es auf www.tournatur.com. Alle Eintrittskarten beinhalten die kostenlose Hin- und Rückfahrt zum Messegelände mit allen VRR-Verkehrsmitteln am Tage des Messebesuches (DB 2.Kl., nur zuschlagfreie Züge).

 

Übrigens: Wer Lust hat, sein Messeerlebnis in Form eines Fotos mit nach Hause zu nehmen, sollte zum DWV-Stand kommen. Die dortige Fotobox steht allen Messebesuchern kostenlos offen.

DWV /TourNatur vom 2. bis 4. September präsentiert neue Wander –Erlebnis–App

Zur diesjährigen Messe TourNatur präsentiert der Deutsche Wanderverband seine neue Wander-Erlebnis-App zur biologischen Vielfalt. Damit lassen sich Naturräume spielerisch erkunden und Hotspots biologischer Vielfalt mit anderen teilen.
Mit der neu entwickelten Wander-Erlebnis-App des Deutschen Wanderverbandes (DWV) lassen sich spielerisch spannende Touren entlang der Hotspots biologischer Vielfalt gestalten. Die über GPS-Tracks aufgezeichneten Routen schärfen den Blick für bisher unbekannte oder noch unentdeckte Besonderheiten unterwegs. Eigene Wanderrouten können veröffentlicht und anderen Wanderern zugänglich gemacht werden. Mit jeder neuen Route wächst die Vielfalt der Touren zur biologischen Vielfalt.
Wer möchte, kann mit der App sogar zum Expeditionsleiter aufsteigen, was besonders für Schülerinnen und Schüler spannend ist, an die sich die App in erster Linie richtet. Mit jeder Wanderung und jeder Entdeckung eines Hotspots sammeln die Nutzer Punkte. Sind genug davon zusammen, geht’s als Expeditionsleiter weiter. Zusätzlich können die Nutzerinnen und Nutzer der App ihr Wissen zur biologischen Vielfalt anhand von Fragen testen. Ebenfalls praktisch ist die Funktion der App, andere Personen oder ganze Gruppen zum Wandern einzuladen.
Während der TourNatur vom 2. bis 4. September bietet der Deutsche Wanderverband Workshops an, die über die vielen Möglichkeiten der App informieren. Dabei können auch bereits erste Punkte auf dem Weg zum Expeditionsleiter gesammelt werden. Außerdem werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Workshops erstaunt sein, welche Hotspots biologischer Vielfalt sie anhand der App auf dem Messegelände entdecken können.
Die Wander-Erlebnis-App wurde im Rahmen des vom DWV und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) durchgeführten Projektes „Schulwandern – Draußen erleben. Vielfalt entdecken. Menschen bewegen“ entwickelt. Das Projekt wird aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Partner sind das Deutsche Jugendherbergswerk, AOK die Gesundheitskasse und KOSMOS.
Workshops am DWV-Stand (Halle 6, Stand F16)
Freitag, 2. September
15:00 – 15:30 Uhr
Draußen sein neu entdecken – die Wander-Erlebnis-App
Samstag, 3. September
11:00 – 11:30 Uhr
Draußen sein neu entdecken – die Wander-Erlebnis-App
15:00 – 15:30 Uhr
Draußen sein neu entdecken – die Wander-Erlebnis-App
Sonntag, 4. September
11:00 – 11:30 Uhr
Draußen sein neu entdecken – die Wander-Erlebnis-App
15:00 – 15:30 Uhr
Draußen sein neu entdecken – die Wander-Erlebnis-App

Blick nach Frankfurt – Fiona Tan. Geografie der Zeit im MMK 1

Fiona Tan, Diptych, 2006–11 Installationsansicht / installation view Stedelijk Museum, 2012 Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London Foto/photo: Gert Jan Van Rooij

Fiona Tan, Diptych, 2006–11
Installationsansicht / installation view Stedelijk Museum, 2012 Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London Foto/photo: Gert Jan Van Rooij

(KS, im Juli 2016) Vom 17. September 2016 bis zum 15. Januar 2017 zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eine Ausstellung einer der außergewöhnlichsten Künstlerinnen unserer Zeit. In eindrucksvollen Bildern erzählt die indonesische Fotografin, Tochter eines indonesisch-chinesischen Vaters und einer australisch-schottischen Mutter, wie die eigene Vergangenheit unser Verständnis der Gegenwart prägt.

Die Künstlerin Fiona Tan (*1966) zählt zu den herausragenden Künstlerinnen ihrer Generation. In der Werkschau „Geografie der Zeit“ im MMK 1 stehen neben Hauptwerken aus ihrem filmischen Œuvre – wie die Doppelprojektion „Rise and Fall“, die sie 2009 für den Niederländischen Pavillon der Venedig Biennale produzierte – die neueste Entwicklung in ihrem Werk hin zu installativen Environments im Fokus. Fiona Tan verwendet Film, Fotografie, Installation, Audio und Text, um zentrale Fragen zur Identität des Menschen im 21. Jahrhundert zu stellen: Wie sehen wir uns selbst und was bestimmt unsere Perspektive auf das Andere? Ihre bewegenden und zutiefst menschlichen Werke untersuchen Geschichte und Zeit und unsere Verortung darin. In eindrucksvollen Bildern und Installationen erzählt Tan davon, wie die eigene Erinnerung unser Verständnis der Gegenwart prägt. In ihren Bildwelten lösen sich die Grenzen zwischen persönlichem und kollektiven Gedächtnis, Innen und Außen, Fiktion und Wirklichkeit auf. Erinnerung und Identität waren von Beginn ihrer künstlerischen Karriere wiederkehrende Themen in Fiona Tans Œuvre. Besonders das Thema der kulturellen Prägung spielt bedingt durch ihre Abstammung – Tan wurde als Kind von chinesisch-australischen Eltern in Indonesien geboren, wuchs in Australien auf und zog später in die Niederlande – eine entscheidende Rolle in ihrem Schaffen. Die Ausstellung im MMK 1 folgt mit Werken wie „Diptych“ (2006–11), filmischen Porträtaufnahmen von Zwillingen, über höchst elaborierte Video-Installationen wie „Nellie“ (2013), bis zu den jüngsten ‘mixed-media’-Werken wie „Ghost Dwellings“ und Objekt-Installationen wie „1 to 87“ diesen Leitmotiven, präsentiert in einer faszinierenden, von der Künstlerin entworfenen Ausstellungsarchitektur.

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main gehört zu den weltweit bedeutendsten Museen für Gegenwartskunst. Mit seinen großen Einzelausstellungen und seiner über 5.000 Werke umfassenden Sammlung internationaler Gegenwartskunst ist das MMK seit seiner Eröffnung im Jahr 1991 ein großer Anziehungspunkt für Kunstinteressierte.

Veranstaltungstipp: Mittwoch, 14. September 2016, 20 Uhr, Filmabend mit Fiona Tans erstem Kinofilm „History’s Future“ (2016) und Gespräch mit der Künstlerin im Deutschen Filmmuseum Eröffnung: Freitag, 16. September 2016, 20 Uhr im MMK 1

 

Öffnungszeiten & Preise:             Dienstag – Sonntag: 10 – 18 Uhr Mittwoch: 10 – 20 Uhr Montag: geschlossen

MMK 1* 12 Euro / ermäßigt 6 Euro Kombiticket** MMK 1|2|3 16 Euro / ermäßigt 8 Euro Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Jeden letzten Samstag im Monat freier Eintritt.

 

Mit dem RMV ab Weilburg (zum Beispiel): 

Weilburg ab 8:16 h, Gießen an: 8:42 h, Gießen ab: 8:54 h, Frankfurt-HbF an: 9:35 h U-Bahnlinie: U4, U5, Haltestelle Dom / Römer  Straßenbahn: 11, 12, Haltestelle Römer / Paulskirche  S-Bahnen (S1–S6): Haltestelle Konstablerwache Von den Haltstellen Dom/Römer (U-Bahn) oder Römer / Paulskirche (Straßenbahn) sind es nur noch 3 Minuten Fußweg zum MMK.

Mein Ahausen – Spaziergang mit Hans Werner Bruchmeier

Das alte Schulhaus in Ahausen

Das alte Schulhaus in Ahausen

(KS, im Juli 2016) „Seit 10 Jahren bin ich Ortsvorsteher in Ahausen und auf die nächsten fünf Jahre, für die ich gerade gewählt bin, freue ich mich sehr.“ Das erzählt mir Hans Werner Bruchmeier (63), Lehrer am Gymnasium Philippinum und engagierter Lokalpolitiker. Seit über 30 Jahren ist er Mitglied der Weilburger Stadtverordnetenversammlung. Weilburg kennt ihn auch als Vorstand des Weilburger Rudervereins.

Wir haben uns in Ahausen zu einem Spaziergang durch den Ort getroffen. Bruchmeier will mir den Stadtteil zeigen, so wie er ihn sieht – und liebt. Wir kommen an seinen Lieblingsplätzen vorbei und treffen den einen oder anderen Ahäuser auf einen kurzen Plausch.

„Ahausen ist überschaubar!“

Direkt an der Lahn, an der Grenze zur Nachbargemeinde Löhnberg, liegt der Weilburger Stadtteil Ahausen. 1320 erstmalig urkundlich erwähnt, kam der Ort im Zuge der hessischen Gemeindereform am 31. Dezember 1970 zu Weilburg. „Mit 667 Einwohnern am 1. Januar 2016 liegen wir einwohnermäßig im Weilburger Mittelfeld,“ sagt Hans Werner Bruchmeier, „Ahausen ist überschaubar.“

Wir sitzen beim Kaffee auf der Terrasse hinter dem schmucken Haus. 1824 und 1825 als Dorfschule gebaut, hat es Bruchmeier in den 80er Jahren gekauft und saniert. Heute ist das Haus ein Schmuckstück und neben der Erzverladestation am Ortseingang das beliebteste Fotomotiv in Ahausen. Hans Werner Bruchmeier erzählt von der Sanierung des Hauses, von seiner Familie und ganz besonders von Ahausen.

„Es ist schön, hier zu wohnen, die meisten Ahäuser kennen mich und ich kenne sie. Man grüßt, nimmt sich oft Zeit für ein kurzes Gespräch. Damals haben wir ein altes Haus gesucht und genau das in Ahausen gefunden. Seit 1989 wohnen wir hier.“ Bruchmeier gerät ins Schwärmen. Man merkt, als gebürtiger Weilburger ist er in diesem Haus angekommen, hat sein Familienheim gefunden.

Romantischer Weiher im Verborgenen

Aber wir wollen ja über Ahausen reden. Über den Hof und durch den Garten gehen wir nach hinten. „Das ist der Köppel,“ zeigt Bruchmeier auf eine Anhöhe. „Eine Hinterlassenschaft des Bergbaus in Ahausen.“ Und plötzlich stehen wir vor einem romantischen Weiher, der auch aus der Zeit des Bergbaus in unserer Region stammt. Dichtes Gebüsch am Ufer, im Vorbeigehen erhasche ich einen Blick auf wunderschöne Seerosen. „Manchmal erscheint das Wasser richtig rot,“ erzählt mir der Ortsvorsteher, „es sind viele Goldfische im Teich.“ An diesem heißen Tag haben sie sich in den Schatten verzogen. Neben dem Weiher eine Wiese – ein idealer Platz für ein Sommerfest, denke ich bei mir. Und schon spricht Bruchmeier weiter: „Hier feiern wir gelegentlich ein spontanes Weinfest, ein toller Platz im Sommer.“

Um den Weiher herum gelangen wir zur freiwilligen Feuerwehr und zum Bürgerhaus. Fast zwanzig Jahre alt, sehr gepflegt von den Ahäusern. „Wir planen einen kleinen Anbau, um das Mobiliar und Gerätschaften dort lagern zu können.“

Der weitere Weg führt durchs kleine Neubaugebiet. An einem Haus wird gerade gebaut, ein anderes ist jüngst bezugsfertig geworden. Drei Grundstücke stehen noch zur Verfügung.

Links von uns trennen zwei Reihen Apfelbäume das Neubaugebiet vom Feld. „Wir pflanzen alte hessische Apfelbäume, unser Apfellehrpfad. Um die alten Bäume, die regelmäßig gepflegt werden müssen, kümmert sich die Odersbacher Pomologin Martina Adams.“

„Da haben wir den Friedhof. Hier haben wir in Gemeinschaftsarbeit komplett die Wege in Ordnung gebracht. Es gibt in Ahausen keinen Freiwilligentag, wie in anderen Stadtteilen. Aber wenn Hände gebraucht werden, sind immer genügend Helfer da. Das gilt auch für die Ahäuser Kleinodien, zum Beispiel die Schüttanlage am Ortseingang, um die sich der Heimatverein liebevoll kümmert.“ Hans Werner Bruchmeier erzählt im Plauderton. „Bestattungskultur wandelt sich auch in Ahausen. Neben den klassischen Grabstellen haben wir eine Urnenwand und in der Planung sind zwei große Bäume am Friedhofsrand, unter denen auch jeweils bis zu 10 Urnen Platz finden können.“

Verborgene Wege

Ein Fremder würde die Wege gar nicht finden, auf denen wir hinunter zur Selterser Straße kommen. Kurz nach links gewendet und wir stehen vor der Verladestation der Eisensteinaufbereitungsanlage am Ortseingang. Der Heimatverein Ahausen hat seit 1997 die Erhaltung dieses Denkmals übernommen und viel Zeit und Arbeit in das Projekt investiert. Heute stellt sich dieser Teil der 1960 stillgelegten Grube Allerheiligen als Schmuckstück am Ortseingang dar.

Auf dem Rückweg halten wir uns auf der viel befahrenen Selterser Straße, der Durchgangsstraße in Ahausen. Zu fast jedem Haus hat Bruchmeier etwas zu erzählen. Einige der schönen, alten Häuser werden zur Zeit saniert und sollen noch in diesem Jahr bezogen werden. Hier ein kurzes Gespräch, dort ein Gruß über die Straße – Bruchmeier kennt und ist bekannt.

Noch einmal biegen wir ab. „Dies ist so einer meiner Lieblingsplätze in Ahausen. Die erhaltene und neu aufgebaute Ahäuser Viehwaage, der Brunnen und die Bank daneben.“ Demonstrativ setzt sich der Ortsvorsteher auf die Bank und lacht in die Kamera. „Da oben steht eines der ersten Bürgerhäuser in Hessen. Damals mit Gefrierstation, mit Saal, mit Vereinsräumen. Heute ist der Kindergarten der Weilburger Wirtschaft dort eingezogen, die Kirchengemeinde nutzt den Saal, der Heimatverein hat sein Archiv.“

Lahn-Marmor im Viehstall

Auf dem Rückweg zur Alten Schule kommen wir an einem sorgfältig restaurierten Gehöft vorbei. „Lass‘ uns mal schauen, ob Frau Göpel daheim ist.“ Frau Göpel ist Künstlerin mit regelmäßigen Ausstellungen in der Region. In Ahausen wohnt und arbeitet sie. Wir dürfen einen Blick in die Scheune werfen. Rechts der ehemalige Viehstall, heute ein Raum für Gespräche und Feiern. Ins Augen fallen die Säulen aus wohl Wirbelauer oder Villmarer Marmor und die erhaltenen Viehtränken aus dem schwarzen Schupbacher Marmor. Marmor als Baustoff im Viehstall – das gibt es wohl nur im Weilburger Land. Wobei fairerweise erwähnt werden muss, dass es sich um das Gehöft des Schultheißen im Dienst der Nassau-Weilburger handelte. Ein damals wichtiger und sicher auch wohlhabender Mann.

Die letzte Station auf unserem Spaziergang ist Herbert Schmidt’s Scheune, die Kulturscheune. Der Heimatverein zeigt hier landwirtschaftliches Gerät der letzten 150 Jahre. Es ist eine weitere Besonderheit und ein weiterer Beweis, dass in Ahausen angepackt wird wenn es gilt, Ideen zu verwirklichen.

Rund zwei Stunden hat unser Spaziergang gedauert. Schulhaus, Apfelbaumlehrpfad, verborgene Wege, eines der ältesten Bürgerhäuser Hessens, eine Verladestation, Lahnmarmor im Viehstall und eine Kulturscheune. Mir hat der Spaziergang gezeigt, dass Ahausen mehr ist als eine viel zu enge Durchgangsstraße. Mal sehen, was es in Bermbach mit Ortsvorsteher Kai Schmidt zu entdecken gilt.

Lahn-Camino von Bad Ems nach Niederlahnstein

 

Auch auf dieser Etappe sind wieder Markierungen verlorengegangen oder missverständlich angebracht.

Die Markierungen des Lahnhöhenweges führen Sie fälschlicherweise hoch zur Bergstation der ehemaligen Malbergbahn. Wenn Sie diesem Weg folgen, haben Sie von der Spitze des Malberturms eine wunderbare Aussicht auf Bad Ems West und die Westerwaldhöhen. Von dort können Sie dem breiten Wanderweg immer geradeaus folgen, gelangen dann zu der Straße nach Frücht. Diese überqueren Sie und folgen dem etwas nach links versetzten Wanderweg. Der bringt Sie zu einer Einmündung etwas oberhalb der vom Steinschen Gruft. Wenn Sie nach links der Straße folgen, sind Sie wieder auf dem Lahn-Camino.

Der eigentliche Lahn-Camino führt unterhalb der Malberg-Bergstation nicht nach links hoch, sondern bleibt geradeaus. Dieser Weg bringt Sie wieder von den Höhen herunter ins Industriegebiet von Bad Ems. An der Straße wenden Sie sich nach links und am Ende des Industriegebietes geht der Weg wieder nach links in den Wald hinein. Der weitere Weg führt über Nievern und Miellen nach Frücht, führt durch den Ort, hinauf zur vom Steinschen Gruft und dann nach rechts wieder die Straße hinunter.

Am Ortsende ist eine Jakobsmuschelmarkierung falsch herum angebracht. Das Schloss zeigt nach rechts – Sie müssen aber in den Wirtschaftsweg links (Häuser links, Gebüsch rechts). Sie gelangen dann auf einem schönen Waldweg bis nach Friedrichsegen.

Wenn Sie von der Burg Lahneck hinunter nach Oberlahnstein kommen, haben Sie zwei Möglichkeiten. In Oberlahnstein selbst ist die Hospitalkapelle, der Treffpunkt der Jakobspilger. Von dort ist es nicht weit zum Oberlahnsteiner Bahnhof.

Sie können sich aber auch nach rechts wenden und gelangen zur Lahnbrücke. Dort überqueren Sie die Straße, gehen hinunter zur Lahn und gelangen dann zur Johanneskirche und der Stele mit der Jakobsmuschel. Von dort ist es nur noch etwas mehr als 1 Kilometer zum Niederlahnsteiner Bahnhof mit einer direkten Verbindung zurück nach Bad Ems.

Lahn-Camino von Obernhof nach Bad Ems

Großes Ostalgie-Treffen „Trabi, Lada, Simson & Co.“ am 12. Juni 2016 im Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM

Ostalgie-Treffen am 12. Juni in Sinsheim

Ostalgie-Treffen am 12. Juni in Sinsheim

Am Sonntag, 12. Juni 2016 findet unter dem Motto „Trabi, Lada, Simson & Co.“ auf dem Freigelände des Auto & Technik Museum Sinsheim ein Treffen für Ostfahrzeuge statt. Eingeladen sind alle Automobile, Lastkraftwagen und Zweiräder, die vor 1990 in den ehemaligen Ostblock-Staaten gebaut wurden.
Ursprünglich war das Ostalgie-Treffen als einmalige Veranstaltung im Rahmen einer Simson Sonderausstellung vorgesehen, welche 2015 im Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM zu sehen war. Bei der Erstauflage des Treffens kamen über 300 Fahrzeuge nach Sinsheim, darunter auch seltene Automobile wie der Sportwagen Melkus RS 1000 GTR oder Kuriositäten wie eine „Harley-Davidson Schwalbe“. Der enorme Zuspruch bei Teilnehmern und Zuschauern hat das Museum veranlasst, das Ostalgie-Treffen zukünftig jedes Jahr im Juni auszurichten. Dass der osteuropäische Fahrzeugbau mehr zu bieten hat, als eben nur Trabi und Lada, wird also auch in Zukunft in Sinsheim erlebbar sein.
Das Treffen in Sinsheim gilt als eines der größten Fahrzeugtreffen für Ostfahrzeuge in Süddeutschland und erfreut sich auch über Teilnehmer aus dem Ausland, insbesondere aus Osteuropa. Das zweite „Ostalgie-Treffen“ findet am Sonntag, 12. Juni 2016 von 9.00 bis 18.00 Uhr auf dem Freigelände des Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM statt. Der Eintritt auf das Freigelände ist für Besucher frei, eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Mehr Informationen und die Teilnahmebedingen sind auf der Website www.technik-museum.de/ostalgie zu finden.

Wanderreisen: Wo? Wie? Was muss ins Gepäck? Ziele, Reisearten, Anforderungen und Ausstattung für den „bewegten“ Urlaub

Wanderurlaub boomt. Die Lust auf Revivals – von der Mode bis zur Küche – bringt auch Jüngere auf Wanderkurs. Wichtig für den „bewegten“ Urlaub: Wo sind die schönsten Routen? Wie soll die Tour ablaufen? Und was muss ins Gepäck?

Wohin zum Wandern?
„Wandern geht überall. Von Island bis zu den Azoren, von Norwegen bis Sizilien oder weltweit. Wichtig sind abwechslungsreiche Routen und gute Wege mit wenig Asphalt und viel Natur rechts und links“, unterstreicht Daniel Kraus, geschäftsführender Gesellschafter von Wikinger Reisen. Der Marktführer für Wanderurlaub hat über 45 Jahre Wanderkompetenz und bietet allein in Europa rund 600 verschiedene Programme an. Hohes Aktivpotenzial haben u. a. Balearen, Kanaren, Österreich und Italien – etwa Veneto, Trentino, Sizilien oder Ligurische Küste. Ein Dauerbrenner ist Deutschland: von Usedom bis zur Müritz, vom Spreewald bis zu Harz oder Allgäu. Trendy sind Wanderfernreisen: z. B. Jordanien, Costa Rica, Brasilien, Namibia oder Südafrika „zu Fuß“.

Wie soll der Urlaub ablaufen – locker, moderat oder sportlich?
Wie anspruchsvoll der Trip sein soll, hängt von Lust und Kondition ab. Das Wikinger-Stiefelsystem kategorisiert von 1 bis 4: Der 1-Stiefel-Bereich hat Gehzeiten von drei bis vier Stunden und 100 bis 200 Höhenmeter. 3-4-Stiefel symbolisieren Laufzeiten von sieben bis acht Stunden und mehr als 1.000 Meter Höhendifferenz, z. B. am Himalaya oder Kilimandscharo, dem türkischen Ararat oder in Peru. Die meisten Wanderurlauber wollen etwas dazwischen: Am beliebtesten sind 1-2- und 2-Stiefel-Touren“, weiß Kraus.

… und welche Reisearten gibt es?
Mit durchdachten Reisearten reagiert der Veranstalter auf unterschiedliche Bedürfnisse. Gefragt ist ein Mix: Wanderstudienreisen mit dem Label „Natur & Kultur“ kombinieren leichte Wanderungen und Besichtigungen. Auch die Linien „aktiv & entspannt“ mit individuellem Freiraum oder „natürlich gesund“ setzen auf Vielfalt. Außerdem sind Themenwanderreisen angesagt: Wandern plus Gärten in Großbritannien, plus Kunst in Oberbayern, plus Küche in der Toskana, plus Fotografie auf Mallorca.

Geführt oder individuell wandern?
Geführt mit Reiseleiter oder individuell – das ist ein weiteres Kriterium. Viele schätzen das gemeinsame Wandererlebnis, andere möchten im eigenen Tempo die Natur erobern. Wikinger Reisen bietet bewusst beides an.

Was muss ins Gepäck?
„Das A und O sind gute Wanderschuhe“, unterstreicht Wanderreiseleiter Frank Mittelbach, der seit über 20 Jahren mit Wikinger-Gruppen auf Mallorca unterwegs ist. „Passend, eingelaufen und nicht zu alt – nach etwa sechs Jahren können sich Sohlen ablösen. Auch ein leicht zu tragender Tagesrucksack ist wichtig. Und schnell trocknende Kleidung weiß jeder zu schätzen, der mit Jeans mal so richtig nass geworden ist …“ Die Kosten für eine gute Wanderausstattung sind – verglichen mit anderen Sportarten – überschaubar. Grenzenlos ist nur die Auswahl der Ziele …

Weilburg und Fulda verbindet der Barock und König Konrad I. – Ein Ausflug nach Fulda, wo Konrad bestattet wurde

Fulda April 2016-129(KS, im Mai 2016) Das war schon eine der mächtigsten Familien im deutschen Reich, die Konradiner. Ursprünglich aus Trier stammend, weiteten sie ihren Machtbereich im 9. und 10. Jahrhundert immer weiter aus. Sie stifteten Kirchen und Klöster, bauten Burgen und Residenzen. Auch die Martinskirche, die längst untergegangene Keimzelle des mittelalterlichen Weilburg, wurde von den Konradinern gestiftet und diente als Grabeskirche für Konrad den Älteren. Sein Sohn, Konrad der Jüngere, starb als König Konrad I. in Weilburg, schickte die Krone mit der Königswürde an seinen Widersacher Heinrich von Sachsen und wurde in Fulda, in der damaligen Ratgar-Basilika, beigesetzt.

Die größte Stadt Osthessens

Und so steht Fulda im Mittelpunkt unserer Kurzreise in die Geschichte. Dabei ist es so gar nicht das frühmittelalterliche Fulda, das uns bei einem Besuch der lebendigen und größten Stadt Osthessens ins Auge fällt. Es ist vielmehr die barocke Bischofskathedrale Sankt Salvator, einst erbaut als Dom des Fürstabtes und Stiftskirche. Auch ist es das Stadtschloss aus der Renaissance, im Barockstil umgebaut. Die Adelspalais, die Orangerie und viele weitere historische Gebäude bilden das Barockviertel. Liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, versteckte Plätze, blühende Gärten und Parks, alte Handwerksbetriebe, malerische Innenhöfe, spannende Museen, gemütliche Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein.

An der Stelle des heutigen Doms stand einstmals die größte Basilika nördlich der Alpen. Es war die Klosterkirche der von Bonifatius gegründeten Benediktiner-Abtei. Der „Apostel der Deutschen“ wurde in Friesland ermordet und auf seinen Wunsch hin in Fulda bestattet. So entwickelte sich Fulda zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte im Reich. Die Ratgar-Basilika, benannt nach ihrem Erbauer Abt Ratgar, wurde 1704 abgerissen und über dem Bonifatius-Grab der heutige barocke Dom errichtet. Neben vielen Grabmälern, Tafeln und Inschriften wird auch an den ersten deutschen König, Konrad I., erinnert.

Gartenkultur in Fulda

Fulda April 2016-132Während Graf Johann Ernst zu Nassau-Weilburg seine Residenzstadt Weilburg umgestalten und den prachtvollen barocken Schlossgarten anlegen ließ, veranlasste auch Fürstabt Adalbert von Schleifras in Fulda neben dem Dom weitere barocke Bauten. Auch er baute seine Residenz im barocken Stil des Absolutismus um. Ein Stadtrundgang lässt die Großartigkeit der Barockstadt Fulda erleben.

Und wenn Sie so gar nicht an Architektur interessiert sind, dann fragen Sie in der Touristeninformation doch einmal nach dem Gartenkulturpfad. Wie Perlen an einer Schnur sind die Gärten und Parks Fuldas aneinandergereiht. Mit dabei sind nicht nur die städtischen Grünanlagen – schauen Sie doch auch einmal nach den privaten Gärten oder den Gärten der Kindertagesstätten. Dort zum Beispiel gestalten die Kinder ihren Garten selbst.

Von Juni bis August wird übrigens in Fulda das Musical „Der Medicus“ aufgeführt. Das dramatische musikalische Schauspiel bringt den Weltbestseller von Noah Gordon erstmals auf eine Bühne. Das Schlosstheater in Fulda bietet dafür die ideale Kulisse.

24 Stunden in … Fulda

Fulda April 2016-1069:30 Uhr: Mitten in der Fuldaer Altstadt, zwischen Bahnhof und Dom am Buttermarkt gelegen, findet sich das Bistro .heimat. Spezialität: Toller Kaffee aus einer Fuldaer Rösterei und Stullen. Belegt sind die frischen Brote ganz nach Wahl – wir haben die „Stulle der Woche“ ausprobiert, ließen uns überraschen und waren begeistert. Alle Produkte stammen aus der Region.

10:30 Uhr: Schlossführung – Der Absolutismus bestimmte die Größe und Funktion der historischen Räume der ehemaligen Fürstabt-Residenz. Der große Festsaal und die fürstliche Wohnung aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden ebenso präsentiert wie Räume aus dem Klassizismus des 19. Jahrhunderts. Weltweit berühmt ist die ausgestellte Sammlung von Fuldaer und Thüringer Porzellan.

11:30 Uhr: Stadtrundgang – Hexenturm, Stadtmauer, Zunftkirchen, alte Marktplätze und Straßennamen. Tauchen Sie ein in die mittelalterliche Geschichte Fuldas.

13:00 Uhr: Rast an der Wiesenmühle, vom Benediktinerkloster erbaut und 1332 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Nicht einmal 5 Minuten vom Dom entfernt. Das Mühlrad ist das größte noch in Betrieb befindliche Mühlrad Europas. Und die Gastronomie kann sich blicken lassen – entweder im Brauhaus und Biergarten zur Selbstbedienung oder im urigen Restaurant.

14:00 Uhr: Der Hohe Dom zu Fulda. Tauchen Sie zunächst ein in die kleine, manchmal kaum beachtete Michaelskirche und dann direkt daneben in den prächtigen Dom Sankt Salvator. Verharren Sie am Bonifatiusgrab und erleben Sie den Fuldaer Domschatz.

16:00 Uhr: Kaffee und Kuchen im Dom-Café Wess, 100 Jahre Backtradition, gleich neben dem Dom. Tipp: Verschieben Sie die Abnehm-Diät auf morgen und probieren Sie die Domherren-Torte.

17:00 Uhr: Einchecken im Hotel – Fulda bietet viele Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel. Die Touristeninformation hält ein Übernachtungsverzeichnis für Sie parat.

19:30 Uhr: Tagesausklang – Zum Beispiel mit „Der Medicus“ im Stadtschloss, oder in einem der zahlreichen Fuldaer Restaurant.

10:00 Uhr: Vonderau-Museum, in der Fußgängerzone gelegen, ist das größte Museum zwischen Kassel und Frankfurt. Themenbereiche: Kulturgeschichte Fuldas von der Steinzeit bis zur Gegenwart, Gemälde und Skulpturen von Künstlern aus der Region und erdgeschichtliche Entstehung der Landschaft Osthessens.

 

Informationen

Fulda April 2016-100Warum nicht einmal mit dem Zug nach Fulda fahren? Ab Weilburg fährt die HLB stündlich direkt in die Barockstadt. Zweieinhalb Stunden braucht die Bahn. Das normale RMV-Ticket kostet 15,25 Euro (einfache Fahrt) – Sparangebote machen die Städtereise günstiger. www.rmv.de

Touristen-Information, Bonifatiusplatz 1, 36037 Fulda, Telefon 0661-102-1814, www.tourismus-fulda.de

Schlossführungen täglich außer Montag 10:30 Uhr und 14:00 Uhr, 5 Euro

Stadtrundgang täglich 11:30 Uhr und 15:00 Uhr, 5 Euro, Kombiticket 9 Euro (mit Schlossführung)

.heimat, Buttermarkt 2-6, 36037 Fulda, Telefon 0661-95273597, www.heimat-fulda.de

Brauhaus Wiesenmühle, Wiesenmühlenstr. 13, 36037 Fulda, Telefon 0661-928680, www.wiesenmuehle.de

Café Wess am Dom, Kanalstraße 2a, 36037 Fulda, Telefon 06619025713, www.cafe-wess.de

Romantik-Hotel-Restaurant „Goldener Karpfen“, Simpliziusbrunnen 1-5, 36037 Fulda, Telefon 06618680-0, www.hotel-goldener-karpfen.de – Weilburger Arrangement: Übernachtung im Komfortzimmer inkl. reichhaltigem Verwöhn-Frühstücksbuffet, ein Glas Sekt zur Begrüßung, regionales Menü mit korrespondierenden Getränken (Wein und Wasser), ein AHA – Kräuterlikör als „Betthupferl“ und Eintritt im Vonderau Museum – pro Person im Doppelzimmer 140 Euro

344.000 Oldtimer auf deutschen Straßen unterwegs – Die Auswertung der KBA-Zahlen liegt vor – Nur noch 13.436 Trabis auf deutschen Straßen

Der Trabent 601 Universal - ehmals ein schier unerfüllbarer Traum

Der Trabent 601 Universal – ehmals ein schier unerfüllbarer Traum

Die deutschen Hersteller führen die Oldtimerstatistik an. Von den rund 344.000 Oldtimer auf den Straßen sind 65 % oder 222.325 Fahrzeuge von Herstellern in Deutschland.

Der Bestand historischer Fahrzeuge in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut gewachsen. Zum 1. Januar 2016 waren 343.958 Pkw mit H-Kennzeichen gemeldet, das sind 10,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gesamtzahl aller historischen Kraftfahrzeuge mit H-Kennzeichen – dazu zählen neben Pkw auch Nutzfahrzeuge, Zugmaschinen und Motorräder – liegt bei rund 388.000. VDA-Präsident Matthias Wissmann sagte: „Das H-Kennzeichen ist das Erkennungsmerkmal eines echten Oldtimers. Es hat seit seiner Einführung viel dazu beigetragen, dass sich immer mehr Menschen um den Erhalt historischer Fahrzeuge bemühen. Der VDA setzt sich dafür ein, dass Oldtimer mit H-Kennzeichen weiterhin als technisches Kulturgut geschützt werden, damit sie auch künftig ohne Probleme auf unseren Straßen unterwegs sein können.“

Die Rangliste der Oldtimer führt weiterhin der VW-Käfer an: 32.750 Fahrzeuge mit H-Kennzeichen bedeuten ein Plus von knapp 7 Prozent. Der Mercedes-Benz Typ W 123 steht wieder klar auf Platz 2 mit 17.534 Fahrzeugen. Auch der Mercedes-Benz SL R107 hält seine Position und ist mit 11.325 Fahrzeugen der dritthäufigste Oldtimer in Deutschland. Den stärksten Zuwachs verzeichnete der Volkswagen Golf: plus 35 Prozent auf 4.519 Exemplare. Neben dem Golf wird auch ein anderes frühes Volumenmodell immer beliebter, nämlich der Opel Kadett, von dem 4.280 Fahrzeuge mit H-Kennzeichen unterwegs sind. Etliche Fans hat eine ostdeutsche Pkw-Legende: 2015 gab es 2.032 Trabants mit H-Kennzeichen. Der Trabant steht allerdings erst auf Platz 21. „Die Volumenmodelle der 70er und 80er Jahre bekommen zunehmend Kultstatus und werden immer mehr auch als echte Oldtimer betrachtet. Ihre meist jüngeren Besitzer, die die Fahrzeuge hegen und pflegen, bewahren damit ein wichtiges Stück neuerer automobiler Alltagsgeschichte“, sagte Wissmann.

Oldtimer nach Herstellerländern, Grafik: VDA

Oldtimer nach Herstellerländern, Grafik: VDA

Allerdings können nicht alle Fahrzeuge, die heute älter als 30 Jahre sind, auch tatsächlich als Oldtimer betrachtet werden. So haben derzeit zum Beispiel nur knapp 28 Prozent der angemeldeten Golfmodelle, die über 30 Jahre alt sind, ein H-Kennzeichen. Beim Kadett sind es nur gut 36 Prozent, beim VW Bus rund 54 Prozent. Dass Fahrzeuge trotz ihres Alters von über 30 Jahren kein H-Kennzeichen tragen, kann mehrere Gründe haben. So verzichten viele Oldtimerbesitzer aus steuerlichen Gründen auf dieses besondere Kennzeichen. Bei dem Einheitssteuersatz von 191 Euro für Oldtimer mit H-Kennzeichen sind Fahrzeuge mit einem Hubraum unter 800 Kubikzentimeter steuerlich günstiger, wenn man die normale Zulassungsart wählt. So sind nur 13,1 Prozent aller 13.436 über 30-jährigen Trabis mit dem H-Kennzeichen als Oldtimer geadelt.

Darüber hinaus sieht der Gesetzgeber die Vergabe des H-Kennzeichens nur für Fahrzeuge vor, die technisch einwandfrei sind und sich im Originalzustand befinden. Viele alte Fahrzeuge, die im Alltagsbetrieb eingesetzt werden, erfüllen diese Kriterien jedoch nicht. Die echten Oldtimerliebhaber nutzen ihre automobilen Schätze deshalb meist ausschließlich in der Freizeit und außerhalb der Hauptverkehrszeiten.

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