Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Zurück in der Heimat Friesland: Alma-Tademas Darstellungen antiker Szenen

Sir Lawrence Alma-Tadema, A Coign Of Vantage, 1895, Sammlung von Ann und Gordon Getty

Sir Lawrence Alma-Tadema, A Coign Of Vantage, 1895, Sammlung von Ann und Gordon Getty

Mehr als 80 Meisterwerke eines der erfolgreichsten Maler des 19. Jahrhunderts kommen im Herbst 2016 zurück in seine niederländische Heimat Friesland: Alma-Tademas Gemälde sind vom 1. Oktober 2016 bis zum 7. Februar Jahr 2017 unter dem Titel „Alma Tadema – Klassischer Charme“ im Friesischen Museum in Leeuwarden zu sehen. Sir Lawrence Alma-Tadema   (1836 – 1912) war der erste, der in seinen Bildern das antike Rom zum Leben erweckte. Seine Szenen waren so überzeugend, dass unser Bild der ägyptischen sowie der griechischen und römischen Antike stark von ihnen beeinflusst wurde. In Hollywood zum Beispiel dienten Alma-Tademas narrative Interpretationen als Grundlage für Filme über jene Epoche, von „Ben-Hur“ (1959) bis hin zu „Gladiator“ (2000).

Internationale Leihgaben

Das Friesische Museum in Leeuwarden hat für die Ausstellung Leihgaben aus den Sammlungen des Musée d‘ Orsay, der Tate Modern, des Prado und anderen Institutionen sowie aus privaten Sammlungen auf der ganzen Welt erhalten. Viele der mehr als 80 Gemälde in der Ausstellung sind zum ersten Mal seit Jahren in der Öffentlichkeit zu sehen. Die Kuratoren arbeiteten mit internationalen Alma-Tadema-Experten zusammen, um die Ausstellung zu konzipieren: Elizabeth Prettejohn, Leiterin der Kunstgeschichtsabteilung an der Universität von York; Peter Trippi aus New York, einem Experten in europäischer Malerei des 19. Jahrhunderts und Dr. Ivo Blom von der VU Universität Amsterdam. Die Schau mit dem begleitenden Film entstand in Zusammenarbeit mit dem EYE Filmmuseum in Amsterdam und dem Kino Slieker Film in Leeuwarden.

In Friesland geboren, in London zu Ruhm gelangt

Der in der niederländischen Provinz Friesland geborene Lourens Alma-Tadema studierte Malerei in Antwerpen und arbeitete in Brüssel, bis es ihn im Jahre 1870 nach London zog, wo er für den Rest seines Lebens gelebt und gearbeitet hat. In England entwickelte Alma-Tadema sich zu einem der erfolgreichsten und bedeutendsten Maler seiner Zeit und wurde Mitglied der Royal Academie of Arts. Es folgte die Einbürgerung, und aus Lourens wurde Lawrence Alma-Tadema. Er wurde 1899 anlässlich des 81. Geburtstags von Königin Victoria – sie schätzte Alma Tadema sehr – zum Ritter geschlagen und durfte sich „Sir“ nennen. Als er im Jahre 1912 starb, kam London für seine Beerdigung zum Stillstand und er wurde als Berühmtheit in der St. Pauls Kathedrale bestattet.

Faszination für klassische Antike

Alma-Tademas Faszination für die klassische Antike begann, während er in Rom und Pompeji auf Hochzeitsreise war. In seinen Bildern zeigt er Alltagszenen aus dem antiken Rom und erweckt damit die Geschichte zum Leben. Die Schilderungen der Antike waren so überzeugend, dass Filmregisseure seine Bilder als Vorlagen für epische Filme wie Ben-Hur (1959) oder Gladiator (2000) nahmen. Die Ausstellung zeigt, wie seine Arbeit die Filmindustrie beeinflusst hat – von Hollywoods Gründungsjahren bis zum 21. Jahrhundert.

Ausstellung Teil der Europäischen Kulturhauptstadt 2018
Das Friesische Museum verfügt über die größte Sammlung der Werke von Alma-Tadema in den Niederlanden. Einige Gemälde stiftete der Künstler selbst, andere schenkten seine Töchter Laurence und Anna dem Museum. Das Ausstellungshaus ist daher das einzige in den Niederlanden, das die Entwicklung des Malers im Laufe seines Lebens zeigt. Im Jahr 2015 erwarb das Museum ein Schlüsselwerk von Alma-Tadema: „Eingang des Theaters“, das jahrzehntelang dem wohlhabenden Amerikaner William Vanderbilt gehörte. Mit jenem Gemälde hatte Alma-Tadema den amerikanischen Markt erobert und seinen internationalen Ruhm gefestigt.

Die Ausstellung „Alma-Tadema: Klassischer Charme” ist Teil des Programms zur Kulturhauptstadt 2018 Leeuwarden-Fryslân.

Informationen:

„Alma Tadema – Klassischer Charme“, Fries Museum
Wilhelminaplein 92, 8911 BS Leeuwarden, 1. Oktober 2016 bis 7. Februar 2017,  dienstags bis donnerstags von 11 bis 17 Uhr, http://www.friesmuseum.nl/?language=en

TourNatur 2016: Aussteller auf dem DWV-Gemeinschaftsstand

Foto: TourNatur

Foto: TourNatur

Wie in den vergangenen Jahren hat sich auch in diesem Jahr eine Reihe von Partnern des Deutschen Wanderverbandes (DWV) während der TourNatur in Düsseldorf zusammengeschlossen. Wie vielseitig das Angebot auf dem DWV-Gemeinschaftsstand in Halle 6 ist, zeigen einige Beispiele.
KOMPASS-Karten ist Europas größter Produzent von Karten und Büchern rund ums Wandern, Fahrradfahren und um den Wintersport. 1.300 Titel locken zu sportlichen Aktivitäten in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Elsass/Vogesen, Norditalien, Toskana und Umbrien, Korsika, Mallorca, Gran Canaria, Azoren und Madeira. Auch digital ist KOMPASS in Bewegung: Die KOMPASSApps gibt es unter www.kompass.de/app zum Download. (Stand6G21, www.kompass.de)
Ebenso präsentiert sich das Präventionsprogramm „Älter werden in Balance“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am DWV-Gemeinschaftsstand in Düsseldorf. Das Programm unterstützt ältere Menschen darin, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden durch mehr körperliche Aktivität möglichst lange zu erhalten. Im Zentrum steht dabei, die hervorragende Bedeutung von körperlicher Aktivität für Gesundheit und Wohlbefinden zu vermitteln. Hierzu erarbeitete die BZgA gemeinsam mit dem Deutschen Wanderverband die Broschüre „Wandern – Bewegung, die gut tut“ und veröffentlichte diese am 19. Mai 2016. Die Broschüre ist kostenlos unter www.bzga.de/infomaterialien/gesundheit-aelterer-menschen/ bestellbar und steht dort auch zum Download bereit. Neben der Motivation zu mehr Bewegung im Alltag werden qualitätsgesicherte Bewegungsprogramme für ältere Menschen entwickelt, die sich ohne großen Aufwand in das alltägliche Leben integrieren lassen. Das Programm wird finanziell vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) unterstützt. Weitere Informationen über das Präventionsprogramm erhalten Sie unter: www.aelter-werden-in-balance.de (Stand: 6F04, www.bzga.de)
Von der hohen Güte des Wandererlebnisses in der grünen Freizeitregion Sauerland können sich Besucher am Stand des Sauerland-Tourismus überzeugen. Die Wanderexperten präsentieren hier unter anderem die neu zertifizierten Qualitätswege Sauerland-Waldroute und Rothaarsteig, aber auch den  Sauerland-Höhenflug und den Veischeder Sonnenpfad, die erneut das Zertifikat  Wanderbares Deutschland erhalten haben. Unterstützt wird das Team des Sauerland-Tourismus vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV), einem Ranger des Landesbetriebs Wald und Holz NRW und den Sauerland-Wanderdörfern. Das Tourenportal am Messestand informiert desweiteren über tolle Wander- und Radfahrstrecken. (Stand 6G25, Infos: www.sauerland.com)
Neben dem Sauerland stellen sich eine Reihe anderer Wanderdestinationen in Düsseldorf vor. Ein absoluter Hingucker ist der Gemeinschaftsstand Waldecker Land, an dem sich der Nationalpark Kellerwald-Edersee, der Naturpark Kellerwald-Edersee, die Touristische Arbeitsgemeinschaft „Erlebnisregion Edersee“ sowie die Touristik Service Waldeck-Ederbergland GmbH mit Exponaten aus dem Buchenwald und Infos rund ums Wandern und Radfahren präsentieren. Allein im Naturpark und Nationalpark Kellerwald-Edersee (UNESCO-Weltnaturerbe) gibt es 3 zertifizierte Qualitätswanderwege (Urwaldsteig Edersee, Kellerwaldsteig, Ederhöhenpfad), 2 Premiumwege und über 80 markierte Rundwanderwege, eine Wanderbühne, die ihres Gleichen sucht. Außergewöhnliche Einblicke in alte und neue Wildnis eröffnen sich entlang des Urwaldsteig Edersee. Der Steig ist sicherlich der Königsweg für alle, die Schritt für Schritt Wildnis erfahren möchten. (Stand 6F22)
Viele wertvolle Informationen bietet auch der Stand des Deutschen Wandertages  2017 in Eisenach und der Wartburgregion. Der 117. Deutsche Wandertag findet vom 26. bis 31. Juli 2017 unter dem Motto  „Wandern auf Luthers Spuren“ statt. Die Touren durch den Hainich, den Thüringer Wald, das Werratal und die Rhön sowie die kulturellen Veranstaltungen sind im handlichen Programmbuch sowie online auf www.wandertag-2017.de zu finden. (Stand 6G19, www.wandertag-2017.de)
Das Paderborner Land hat den Deutschen Wandertag 2015 ausgerichtet. Am Stand präsentiert die westfälische Region ihre Qualitätswanderwege Viadukt Wanderweg und Paderborner Höhenweg sowie den vom ADFC ausgezeichneten Radweg Paderborner Land Route. Dazu gibt es aktuelle Infos zur Landesgartenschau 2017 in Bad Lippspringe. Pauschalangebote zum Wandern, Radfahren und Tagestouren runden das Angebot ab. (Stand 6G15, www.paderborner-land.de)
Der Fläming ist weit über seine Grenzen als Wandergebiet bekannt. Vor allem der waldreiche Naturpark Hoher Fläming im Südwesten der Brandenburger Region lädt zu ausgedehnten Wandertouren ein. Ob eine Mehrtagestour von Burg zu Burg auf dem Burgendwanderweg oder eine Tagestour auf dem einzigartigen Internationalen Kunstwanderweg – beides zertifizierte Qualitätswanderwege – hier gibt es viele Möglichkeiten, die hügelige Fläminglandschaft aktiv zu erleben und Naturerlebnisse mit dem Besuch von Schlössern und Burgen zu kombinieren. (Stand 6G11, www.reiseregion-flaeming.de )
Das Wipptal in Tirol beeindruckt durch die idyllischen Seitentäler und bietet ein imposantes Wanderparadies in den Stubaier-, Tuxer- und Zillertaler-Alpen. Durch den exklusiven Service für Wanderer von Parkhotel Matrei und Almi’s Berghotel in Obernberg können die Berge mit Freude erlebt werden! (Stand 6F06)
Die Region Ennepe-Ruhr stellt auf dem DWV-Gemeinschaftsstand ihre reizvolle Landschaft mit ihren Flüssen, Seen und ihrem waldreichen Hügelland vor. Hier sind viele Freizeitaktivitäten möglich: Ob eine gemächliche Radtour an der Ruhr, ein Spaziergang durch historische Altstädte oder eine Schiffstour auf einem der Stauseen. Wer es lieber sportlich mag, kann wandern, kanufahren oder mountainbiken – für Jeden ist etwas dabei! Auch der Geschichtsfreund kommt bei alten Burgen, Wasserschlössern und Industriedenkmälern voll auf seine Kosten. Das Übernachtungsangebot ist groß und reicht von Hotels und Pensionen über Ferienwohnungen bis zu Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen. Einfach Gastgeberverzeichnis anfordern (Stand: 6G09, www.en-tourismus.de)!
Schon seit es die TourNatur gibt, präsentiert sich der Westerwald-Verein (WWV) als Repräsentant seiner Region und im Dienste der Heimat auf dem DWV-Gemeinschaftsstand. Zu seinen Kernaufgaben gehören der Umweltschutz, die Herausgabe von Heimatliteratur als Bestandteil der Heimatpflege, die Wegemarkierung, die Denkmalpflege sowie die Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit. Zu seiner Gründung war der WWV ein reiner Wanderverein. Auch heute ist dies noch das größte Aktivitätsfeld im Verein, jedoch hat sich das Selbstverständnis gewandelt. Es wird verstärkt die Förderung des Heimatgedankens durch z. B.  Heimatabende oder Mundartwettbewerbe durchgeführt. Der WWV kümmert sich außerdem intensiv um den Umweltschutz durch fachtechnische Stellungnahmen, Schulungen der Fachwarte und der Mitwirkung in den Landesverbänden. Auch die Denkmalpflege und die Landespflege gehören zu seinem Aufgabenbereich. Der Erfolg seiner Arbeit ist nicht nur die Werbung für den Fremdenverkehr im Westerwald, sondern vor allem die Verstärkung des Heimatbewusstseins der dort lebenden Menschen. (Stand 6G07, www.westerwaldverein.de)
Ebenfalls am DWV-Gemeinschaftsstand informieren der Verband Deutscher Naturparke (VDN) und EUROPARC Deutschland über ihre Arbeit. Der VDN  ist seit 1963 der Dachverband der Naturparke in Deutschland und unterstützt mit Beratung, Projekten und Ideen die Weiterentwicklung der Naturparke. Außerdem macht er ihre Aufgaben und Leistungen in der Öffentlichkeit bekannt, vertritt ihre Interessen auf politischer Ebene und fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den Naturparken in Deutschland und Europa. EUROPARC Deutschland ist der gemeinnützige Dachverband der Nationalen Naturlandschaften – das sind die deutschen Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks. Sie stehen für die spektakulärsten und wertvollsten Landschaften Deutschlands von den Alpen bis zum Wattenmeer. (Stand 6G17, www.naturparke.de, www.europarc-deutschland.de)
Das der DWV-Gemeinschaftsstand auch jenseits von Europa attraktive Wanderdestinationen zu bieten hat, beweist die Präsenz Dominicas. Die Karibik-Insel ist voller Abenteuer. Die grüne Insel vulkanischen Ursprungs birgt Regenwälder, einsame Strände und unzählige Wasserfälle. Der längste Wanderpfad der Karibik schlängelt sich hier entlang der Spuren kolonialer Geschichte und durch archaische Vulkanlandschaften bis zum zweitgrößten kochenden See der Welt. Die Naturinsel ist Heimat der letzten Ureinwohner der Karibik – der Kalinago. Dominica ist ursprüngliche Karibik pur! (Stand 6F12, dominica@tropical-consult.de, www.discoverdominica.com)

Wandern komplett

Die Jugend zieht es in die Berge. Bei den coolen Outfits, die Lucas (18), Insa (16), Nicolas (14) und Matias (9) präsentieren ist das kein Wunder. Sie zeigten anlässlich des Fototermins zur 14. TourNatur, die am 2. September in der Halle 6 des Düsseldorfer Messegeländes parallel zum CARAVAN SALON 2016 startet, dass Wandermode heutzutage einfach Spaß beim Tragen macht. Foto: TourNatur

Die Jugend zieht es in die Berge. Bei den coolen Outfits, die Lucas (18), Insa (16), Nicolas (14) und Matias (9) präsentieren ist das kein Wunder. Sie zeigten anlässlich des Fototermins zur 14. TourNatur, die am 2. September in der Halle 6 des Düsseldorfer Messegeländes parallel zum CARAVAN SALON 2016 startet, dass Wandermode heutzutage einfach Spaß beim Tragen macht. Foto: TourNatur

Zur diesjährigen Messe TourNatur präsentiert der Deutsche Wanderverband (DWV) als Partner der Messe Düsseldorf eine Vielzahl von Themen. Sowohl am Gemeinschaftsstand, an dem u.a. die Themen „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ und die neue Wander-Erlebnis-App im Fokus stehen werden, als auch mit mehreren Fachvorträgen.

 

Traditioneller Höhepunkt der Messe ist die Verleihung der Qualitätszertifikate „Wanderbares Deutschland“, in diesem Jahr am Freitag, 2. September, ab 11:15 Uhr. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß wird die Zertifikate zusammen mit Lis Nielsen, Präsidentin der Europäischen Wandervereinigung, auf der großen Bühne in Halle 6 überreichen. Neben 18 Wanderwegen, die das Zertifikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ bekommen, erhält eine Region das Zertifikat „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“. Ein Schwerpunktthema am DWV-Gemeinschaftsstand  sind ebenfalls die „Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland“. Außerdem wird es an allen drei Messetagen Workshops zur neuen DWV-Wander-Erlebnis-App zur biologischen Vielfalt geben. Damit lassen sich Naturräume spielerisch erkunden und Hotspots biologischer Vielfalt mit anderen teilen. Nicht zuletzt hilft die App, Kinder und Jugendliche fürs Draußensein zu begeistern.

 

An beiden Messetagen gibt es auf dem Rastplatz Vorträge zum Thema Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“. Ein weiterer Schwerpunkt auf der Bühne in diesem Jahr werden die Europäischen Qualitätswege, die „Leading Quality Trails“, sein. Die attraktiven Wege gibt es inzwischen von Schweden bis Griechenland. Außerdem wird Lis Nielsen, Präsidentin der Europäischen Wandervereinigung, den ersten Leading Quality Trail überhaupt, den Lechweg, mit der Urkunde für die alle drei Jahre nötige Nachzertifizierung auszeichnen.

Das DWV-Fachforum am Samstag behandelt zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr das Thema „Wandern für alle – Wie geht Barrierefreiheit im Wandertourismus?“. Als Referenten vorgesehen sind Vertreter von „Tourismus für Alle Deutschland e.V“ (NatKo) sowie der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH. Der DWV wird seine kurzen „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ mit dem Namen „komfortwandern“ vorstellen. Diese Wege sind für Wanderer konzipiert, die kurze, attraktive Strecken ohne physische Barrieren wie Stufen oder Schlaglöcher mit Ruhemöglichkeiten bevorzugen.

 

Die TourNatur in Düsseldorf hat sich zu einer der wichtigsten Wandermessen weltweit entwickelt. In diesem Jahr öffnet die Messe vom 2. bis 4. September in Halle 6 ihre Tore. Die Messe mit rund 275 Ausstellern widmet sich den Themen Ausrüstung, Beratung, Wanderregionen und Wanderwege. Dazu kommen eine spannende Mischung aus Aktionen sowie Sonderthemen und ein hochwertiges Fachprogramm. Im touristischen Bereich gibt es Informationen zu mehr als 5.000 Wanderdestinationen. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr ist ein riesiger Indoor-Klettersteig für die Besucher.

 

Die TourNatur ist von Freitag bis Sonntag täglich von 10.00 bis 18.00 geöffnet. Die Eintrittskarten gelten auch für den parallel stattfindenden CARAVAN SALON und kosten für Erwachsene 15 Euro (Online-Vorverkauf: 14 Euro). Kinder, Schüler und Studenten zahlen einen ermäßigten Eintrittspreis. Ermäßigungen gibt es außerdem als E-Ticket für Inhaber der DWV-Mitgliedskarte in Kombination mit dem unter www.wanderverband.de ausdruckbaren Messegutschein (10 Euro). E-Tickets gibt es auf www.tournatur.com. Alle Eintrittskarten beinhalten die kostenlose Hin- und Rückfahrt zum Messegelände mit allen VRR-Verkehrsmitteln am Tage des Messebesuches (DB 2.Kl., nur zuschlagfreie Züge).

 

Übrigens: Wer Lust hat, sein Messeerlebnis in Form eines Fotos mit nach Hause zu nehmen, sollte zum DWV-Stand kommen. Die dortige Fotobox steht allen Messebesuchern kostenlos offen.

DWV /TourNatur vom 2. bis 4. September präsentiert neue Wander –Erlebnis–App

Zur diesjährigen Messe TourNatur präsentiert der Deutsche Wanderverband seine neue Wander-Erlebnis-App zur biologischen Vielfalt. Damit lassen sich Naturräume spielerisch erkunden und Hotspots biologischer Vielfalt mit anderen teilen.
Mit der neu entwickelten Wander-Erlebnis-App des Deutschen Wanderverbandes (DWV) lassen sich spielerisch spannende Touren entlang der Hotspots biologischer Vielfalt gestalten. Die über GPS-Tracks aufgezeichneten Routen schärfen den Blick für bisher unbekannte oder noch unentdeckte Besonderheiten unterwegs. Eigene Wanderrouten können veröffentlicht und anderen Wanderern zugänglich gemacht werden. Mit jeder neuen Route wächst die Vielfalt der Touren zur biologischen Vielfalt.
Wer möchte, kann mit der App sogar zum Expeditionsleiter aufsteigen, was besonders für Schülerinnen und Schüler spannend ist, an die sich die App in erster Linie richtet. Mit jeder Wanderung und jeder Entdeckung eines Hotspots sammeln die Nutzer Punkte. Sind genug davon zusammen, geht’s als Expeditionsleiter weiter. Zusätzlich können die Nutzerinnen und Nutzer der App ihr Wissen zur biologischen Vielfalt anhand von Fragen testen. Ebenfalls praktisch ist die Funktion der App, andere Personen oder ganze Gruppen zum Wandern einzuladen.
Während der TourNatur vom 2. bis 4. September bietet der Deutsche Wanderverband Workshops an, die über die vielen Möglichkeiten der App informieren. Dabei können auch bereits erste Punkte auf dem Weg zum Expeditionsleiter gesammelt werden. Außerdem werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Workshops erstaunt sein, welche Hotspots biologischer Vielfalt sie anhand der App auf dem Messegelände entdecken können.
Die Wander-Erlebnis-App wurde im Rahmen des vom DWV und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) durchgeführten Projektes „Schulwandern – Draußen erleben. Vielfalt entdecken. Menschen bewegen“ entwickelt. Das Projekt wird aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Partner sind das Deutsche Jugendherbergswerk, AOK die Gesundheitskasse und KOSMOS.
Workshops am DWV-Stand (Halle 6, Stand F16)
Freitag, 2. September
15:00 – 15:30 Uhr
Draußen sein neu entdecken – die Wander-Erlebnis-App
Samstag, 3. September
11:00 – 11:30 Uhr
Draußen sein neu entdecken – die Wander-Erlebnis-App
15:00 – 15:30 Uhr
Draußen sein neu entdecken – die Wander-Erlebnis-App
Sonntag, 4. September
11:00 – 11:30 Uhr
Draußen sein neu entdecken – die Wander-Erlebnis-App
15:00 – 15:30 Uhr
Draußen sein neu entdecken – die Wander-Erlebnis-App

Blick nach Frankfurt – Fiona Tan. Geografie der Zeit im MMK 1

Fiona Tan, Diptych, 2006–11 Installationsansicht / installation view Stedelijk Museum, 2012 Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London Foto/photo: Gert Jan Van Rooij

Fiona Tan, Diptych, 2006–11
Installationsansicht / installation view Stedelijk Museum, 2012 Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London Foto/photo: Gert Jan Van Rooij

(KS, im Juli 2016) Vom 17. September 2016 bis zum 15. Januar 2017 zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eine Ausstellung einer der außergewöhnlichsten Künstlerinnen unserer Zeit. In eindrucksvollen Bildern erzählt die indonesische Fotografin, Tochter eines indonesisch-chinesischen Vaters und einer australisch-schottischen Mutter, wie die eigene Vergangenheit unser Verständnis der Gegenwart prägt.

Die Künstlerin Fiona Tan (*1966) zählt zu den herausragenden Künstlerinnen ihrer Generation. In der Werkschau „Geografie der Zeit“ im MMK 1 stehen neben Hauptwerken aus ihrem filmischen Œuvre – wie die Doppelprojektion „Rise and Fall“, die sie 2009 für den Niederländischen Pavillon der Venedig Biennale produzierte – die neueste Entwicklung in ihrem Werk hin zu installativen Environments im Fokus. Fiona Tan verwendet Film, Fotografie, Installation, Audio und Text, um zentrale Fragen zur Identität des Menschen im 21. Jahrhundert zu stellen: Wie sehen wir uns selbst und was bestimmt unsere Perspektive auf das Andere? Ihre bewegenden und zutiefst menschlichen Werke untersuchen Geschichte und Zeit und unsere Verortung darin. In eindrucksvollen Bildern und Installationen erzählt Tan davon, wie die eigene Erinnerung unser Verständnis der Gegenwart prägt. In ihren Bildwelten lösen sich die Grenzen zwischen persönlichem und kollektiven Gedächtnis, Innen und Außen, Fiktion und Wirklichkeit auf. Erinnerung und Identität waren von Beginn ihrer künstlerischen Karriere wiederkehrende Themen in Fiona Tans Œuvre. Besonders das Thema der kulturellen Prägung spielt bedingt durch ihre Abstammung – Tan wurde als Kind von chinesisch-australischen Eltern in Indonesien geboren, wuchs in Australien auf und zog später in die Niederlande – eine entscheidende Rolle in ihrem Schaffen. Die Ausstellung im MMK 1 folgt mit Werken wie „Diptych“ (2006–11), filmischen Porträtaufnahmen von Zwillingen, über höchst elaborierte Video-Installationen wie „Nellie“ (2013), bis zu den jüngsten ‘mixed-media’-Werken wie „Ghost Dwellings“ und Objekt-Installationen wie „1 to 87“ diesen Leitmotiven, präsentiert in einer faszinierenden, von der Künstlerin entworfenen Ausstellungsarchitektur.

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main gehört zu den weltweit bedeutendsten Museen für Gegenwartskunst. Mit seinen großen Einzelausstellungen und seiner über 5.000 Werke umfassenden Sammlung internationaler Gegenwartskunst ist das MMK seit seiner Eröffnung im Jahr 1991 ein großer Anziehungspunkt für Kunstinteressierte.

Veranstaltungstipp: Mittwoch, 14. September 2016, 20 Uhr, Filmabend mit Fiona Tans erstem Kinofilm „History’s Future“ (2016) und Gespräch mit der Künstlerin im Deutschen Filmmuseum Eröffnung: Freitag, 16. September 2016, 20 Uhr im MMK 1

 

Öffnungszeiten & Preise:             Dienstag – Sonntag: 10 – 18 Uhr Mittwoch: 10 – 20 Uhr Montag: geschlossen

MMK 1* 12 Euro / ermäßigt 6 Euro Kombiticket** MMK 1|2|3 16 Euro / ermäßigt 8 Euro Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Jeden letzten Samstag im Monat freier Eintritt.

 

Mit dem RMV ab Weilburg (zum Beispiel): 

Weilburg ab 8:16 h, Gießen an: 8:42 h, Gießen ab: 8:54 h, Frankfurt-HbF an: 9:35 h U-Bahnlinie: U4, U5, Haltestelle Dom / Römer  Straßenbahn: 11, 12, Haltestelle Römer / Paulskirche  S-Bahnen (S1–S6): Haltestelle Konstablerwache Von den Haltstellen Dom/Römer (U-Bahn) oder Römer / Paulskirche (Straßenbahn) sind es nur noch 3 Minuten Fußweg zum MMK.

Mein Ahausen – Spaziergang mit Hans Werner Bruchmeier

Das alte Schulhaus in Ahausen

Das alte Schulhaus in Ahausen

(KS, im Juli 2016) „Seit 10 Jahren bin ich Ortsvorsteher in Ahausen und auf die nächsten fünf Jahre, für die ich gerade gewählt bin, freue ich mich sehr.“ Das erzählt mir Hans Werner Bruchmeier (63), Lehrer am Gymnasium Philippinum und engagierter Lokalpolitiker. Seit über 30 Jahren ist er Mitglied der Weilburger Stadtverordnetenversammlung. Weilburg kennt ihn auch als Vorstand des Weilburger Rudervereins.

Wir haben uns in Ahausen zu einem Spaziergang durch den Ort getroffen. Bruchmeier will mir den Stadtteil zeigen, so wie er ihn sieht – und liebt. Wir kommen an seinen Lieblingsplätzen vorbei und treffen den einen oder anderen Ahäuser auf einen kurzen Plausch.

„Ahausen ist überschaubar!“

Direkt an der Lahn, an der Grenze zur Nachbargemeinde Löhnberg, liegt der Weilburger Stadtteil Ahausen. 1320 erstmalig urkundlich erwähnt, kam der Ort im Zuge der hessischen Gemeindereform am 31. Dezember 1970 zu Weilburg. „Mit 667 Einwohnern am 1. Januar 2016 liegen wir einwohnermäßig im Weilburger Mittelfeld,“ sagt Hans Werner Bruchmeier, „Ahausen ist überschaubar.“

Wir sitzen beim Kaffee auf der Terrasse hinter dem schmucken Haus. 1824 und 1825 als Dorfschule gebaut, hat es Bruchmeier in den 80er Jahren gekauft und saniert. Heute ist das Haus ein Schmuckstück und neben der Erzverladestation am Ortseingang das beliebteste Fotomotiv in Ahausen. Hans Werner Bruchmeier erzählt von der Sanierung des Hauses, von seiner Familie und ganz besonders von Ahausen.

„Es ist schön, hier zu wohnen, die meisten Ahäuser kennen mich und ich kenne sie. Man grüßt, nimmt sich oft Zeit für ein kurzes Gespräch. Damals haben wir ein altes Haus gesucht und genau das in Ahausen gefunden. Seit 1989 wohnen wir hier.“ Bruchmeier gerät ins Schwärmen. Man merkt, als gebürtiger Weilburger ist er in diesem Haus angekommen, hat sein Familienheim gefunden.

Romantischer Weiher im Verborgenen

Aber wir wollen ja über Ahausen reden. Über den Hof und durch den Garten gehen wir nach hinten. „Das ist der Köppel,“ zeigt Bruchmeier auf eine Anhöhe. „Eine Hinterlassenschaft des Bergbaus in Ahausen.“ Und plötzlich stehen wir vor einem romantischen Weiher, der auch aus der Zeit des Bergbaus in unserer Region stammt. Dichtes Gebüsch am Ufer, im Vorbeigehen erhasche ich einen Blick auf wunderschöne Seerosen. „Manchmal erscheint das Wasser richtig rot,“ erzählt mir der Ortsvorsteher, „es sind viele Goldfische im Teich.“ An diesem heißen Tag haben sie sich in den Schatten verzogen. Neben dem Weiher eine Wiese – ein idealer Platz für ein Sommerfest, denke ich bei mir. Und schon spricht Bruchmeier weiter: „Hier feiern wir gelegentlich ein spontanes Weinfest, ein toller Platz im Sommer.“

Um den Weiher herum gelangen wir zur freiwilligen Feuerwehr und zum Bürgerhaus. Fast zwanzig Jahre alt, sehr gepflegt von den Ahäusern. „Wir planen einen kleinen Anbau, um das Mobiliar und Gerätschaften dort lagern zu können.“

Der weitere Weg führt durchs kleine Neubaugebiet. An einem Haus wird gerade gebaut, ein anderes ist jüngst bezugsfertig geworden. Drei Grundstücke stehen noch zur Verfügung.

Links von uns trennen zwei Reihen Apfelbäume das Neubaugebiet vom Feld. „Wir pflanzen alte hessische Apfelbäume, unser Apfellehrpfad. Um die alten Bäume, die regelmäßig gepflegt werden müssen, kümmert sich die Odersbacher Pomologin Martina Adams.“

„Da haben wir den Friedhof. Hier haben wir in Gemeinschaftsarbeit komplett die Wege in Ordnung gebracht. Es gibt in Ahausen keinen Freiwilligentag, wie in anderen Stadtteilen. Aber wenn Hände gebraucht werden, sind immer genügend Helfer da. Das gilt auch für die Ahäuser Kleinodien, zum Beispiel die Schüttanlage am Ortseingang, um die sich der Heimatverein liebevoll kümmert.“ Hans Werner Bruchmeier erzählt im Plauderton. „Bestattungskultur wandelt sich auch in Ahausen. Neben den klassischen Grabstellen haben wir eine Urnenwand und in der Planung sind zwei große Bäume am Friedhofsrand, unter denen auch jeweils bis zu 10 Urnen Platz finden können.“

Verborgene Wege

Ein Fremder würde die Wege gar nicht finden, auf denen wir hinunter zur Selterser Straße kommen. Kurz nach links gewendet und wir stehen vor der Verladestation der Eisensteinaufbereitungsanlage am Ortseingang. Der Heimatverein Ahausen hat seit 1997 die Erhaltung dieses Denkmals übernommen und viel Zeit und Arbeit in das Projekt investiert. Heute stellt sich dieser Teil der 1960 stillgelegten Grube Allerheiligen als Schmuckstück am Ortseingang dar.

Auf dem Rückweg halten wir uns auf der viel befahrenen Selterser Straße, der Durchgangsstraße in Ahausen. Zu fast jedem Haus hat Bruchmeier etwas zu erzählen. Einige der schönen, alten Häuser werden zur Zeit saniert und sollen noch in diesem Jahr bezogen werden. Hier ein kurzes Gespräch, dort ein Gruß über die Straße – Bruchmeier kennt und ist bekannt.

Noch einmal biegen wir ab. „Dies ist so einer meiner Lieblingsplätze in Ahausen. Die erhaltene und neu aufgebaute Ahäuser Viehwaage, der Brunnen und die Bank daneben.“ Demonstrativ setzt sich der Ortsvorsteher auf die Bank und lacht in die Kamera. „Da oben steht eines der ersten Bürgerhäuser in Hessen. Damals mit Gefrierstation, mit Saal, mit Vereinsräumen. Heute ist der Kindergarten der Weilburger Wirtschaft dort eingezogen, die Kirchengemeinde nutzt den Saal, der Heimatverein hat sein Archiv.“

Lahn-Marmor im Viehstall

Auf dem Rückweg zur Alten Schule kommen wir an einem sorgfältig restaurierten Gehöft vorbei. „Lass‘ uns mal schauen, ob Frau Göpel daheim ist.“ Frau Göpel ist Künstlerin mit regelmäßigen Ausstellungen in der Region. In Ahausen wohnt und arbeitet sie. Wir dürfen einen Blick in die Scheune werfen. Rechts der ehemalige Viehstall, heute ein Raum für Gespräche und Feiern. Ins Augen fallen die Säulen aus wohl Wirbelauer oder Villmarer Marmor und die erhaltenen Viehtränken aus dem schwarzen Schupbacher Marmor. Marmor als Baustoff im Viehstall – das gibt es wohl nur im Weilburger Land. Wobei fairerweise erwähnt werden muss, dass es sich um das Gehöft des Schultheißen im Dienst der Nassau-Weilburger handelte. Ein damals wichtiger und sicher auch wohlhabender Mann.

Die letzte Station auf unserem Spaziergang ist Herbert Schmidt’s Scheune, die Kulturscheune. Der Heimatverein zeigt hier landwirtschaftliches Gerät der letzten 150 Jahre. Es ist eine weitere Besonderheit und ein weiterer Beweis, dass in Ahausen angepackt wird wenn es gilt, Ideen zu verwirklichen.

Rund zwei Stunden hat unser Spaziergang gedauert. Schulhaus, Apfelbaumlehrpfad, verborgene Wege, eines der ältesten Bürgerhäuser Hessens, eine Verladestation, Lahnmarmor im Viehstall und eine Kulturscheune. Mir hat der Spaziergang gezeigt, dass Ahausen mehr ist als eine viel zu enge Durchgangsstraße. Mal sehen, was es in Bermbach mit Ortsvorsteher Kai Schmidt zu entdecken gilt.

Lahn-Camino von Bad Ems nach Niederlahnstein

 

Auch auf dieser Etappe sind wieder Markierungen verlorengegangen oder missverständlich angebracht.

Die Markierungen des Lahnhöhenweges führen Sie fälschlicherweise hoch zur Bergstation der ehemaligen Malbergbahn. Wenn Sie diesem Weg folgen, haben Sie von der Spitze des Malberturms eine wunderbare Aussicht auf Bad Ems West und die Westerwaldhöhen. Von dort können Sie dem breiten Wanderweg immer geradeaus folgen, gelangen dann zu der Straße nach Frücht. Diese überqueren Sie und folgen dem etwas nach links versetzten Wanderweg. Der bringt Sie zu einer Einmündung etwas oberhalb der vom Steinschen Gruft. Wenn Sie nach links der Straße folgen, sind Sie wieder auf dem Lahn-Camino.

Der eigentliche Lahn-Camino führt unterhalb der Malberg-Bergstation nicht nach links hoch, sondern bleibt geradeaus. Dieser Weg bringt Sie wieder von den Höhen herunter ins Industriegebiet von Bad Ems. An der Straße wenden Sie sich nach links und am Ende des Industriegebietes geht der Weg wieder nach links in den Wald hinein. Der weitere Weg führt über Nievern und Miellen nach Frücht, führt durch den Ort, hinauf zur vom Steinschen Gruft und dann nach rechts wieder die Straße hinunter.

Am Ortsende ist eine Jakobsmuschelmarkierung falsch herum angebracht. Das Schloss zeigt nach rechts – Sie müssen aber in den Wirtschaftsweg links (Häuser links, Gebüsch rechts). Sie gelangen dann auf einem schönen Waldweg bis nach Friedrichsegen.

Wenn Sie von der Burg Lahneck hinunter nach Oberlahnstein kommen, haben Sie zwei Möglichkeiten. In Oberlahnstein selbst ist die Hospitalkapelle, der Treffpunkt der Jakobspilger. Von dort ist es nicht weit zum Oberlahnsteiner Bahnhof.

Sie können sich aber auch nach rechts wenden und gelangen zur Lahnbrücke. Dort überqueren Sie die Straße, gehen hinunter zur Lahn und gelangen dann zur Johanneskirche und der Stele mit der Jakobsmuschel. Von dort ist es nur noch etwas mehr als 1 Kilometer zum Niederlahnsteiner Bahnhof mit einer direkten Verbindung zurück nach Bad Ems.

Lahn-Camino von Obernhof nach Bad Ems

Großes Ostalgie-Treffen „Trabi, Lada, Simson & Co.“ am 12. Juni 2016 im Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM

Ostalgie-Treffen am 12. Juni in Sinsheim

Ostalgie-Treffen am 12. Juni in Sinsheim

Am Sonntag, 12. Juni 2016 findet unter dem Motto „Trabi, Lada, Simson & Co.“ auf dem Freigelände des Auto & Technik Museum Sinsheim ein Treffen für Ostfahrzeuge statt. Eingeladen sind alle Automobile, Lastkraftwagen und Zweiräder, die vor 1990 in den ehemaligen Ostblock-Staaten gebaut wurden.
Ursprünglich war das Ostalgie-Treffen als einmalige Veranstaltung im Rahmen einer Simson Sonderausstellung vorgesehen, welche 2015 im Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM zu sehen war. Bei der Erstauflage des Treffens kamen über 300 Fahrzeuge nach Sinsheim, darunter auch seltene Automobile wie der Sportwagen Melkus RS 1000 GTR oder Kuriositäten wie eine „Harley-Davidson Schwalbe“. Der enorme Zuspruch bei Teilnehmern und Zuschauern hat das Museum veranlasst, das Ostalgie-Treffen zukünftig jedes Jahr im Juni auszurichten. Dass der osteuropäische Fahrzeugbau mehr zu bieten hat, als eben nur Trabi und Lada, wird also auch in Zukunft in Sinsheim erlebbar sein.
Das Treffen in Sinsheim gilt als eines der größten Fahrzeugtreffen für Ostfahrzeuge in Süddeutschland und erfreut sich auch über Teilnehmer aus dem Ausland, insbesondere aus Osteuropa. Das zweite „Ostalgie-Treffen“ findet am Sonntag, 12. Juni 2016 von 9.00 bis 18.00 Uhr auf dem Freigelände des Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM statt. Der Eintritt auf das Freigelände ist für Besucher frei, eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Mehr Informationen und die Teilnahmebedingen sind auf der Website www.technik-museum.de/ostalgie zu finden.

Wanderreisen: Wo? Wie? Was muss ins Gepäck? Ziele, Reisearten, Anforderungen und Ausstattung für den „bewegten“ Urlaub

Wanderurlaub boomt. Die Lust auf Revivals – von der Mode bis zur Küche – bringt auch Jüngere auf Wanderkurs. Wichtig für den „bewegten“ Urlaub: Wo sind die schönsten Routen? Wie soll die Tour ablaufen? Und was muss ins Gepäck?

Wohin zum Wandern?
„Wandern geht überall. Von Island bis zu den Azoren, von Norwegen bis Sizilien oder weltweit. Wichtig sind abwechslungsreiche Routen und gute Wege mit wenig Asphalt und viel Natur rechts und links“, unterstreicht Daniel Kraus, geschäftsführender Gesellschafter von Wikinger Reisen. Der Marktführer für Wanderurlaub hat über 45 Jahre Wanderkompetenz und bietet allein in Europa rund 600 verschiedene Programme an. Hohes Aktivpotenzial haben u. a. Balearen, Kanaren, Österreich und Italien – etwa Veneto, Trentino, Sizilien oder Ligurische Küste. Ein Dauerbrenner ist Deutschland: von Usedom bis zur Müritz, vom Spreewald bis zu Harz oder Allgäu. Trendy sind Wanderfernreisen: z. B. Jordanien, Costa Rica, Brasilien, Namibia oder Südafrika „zu Fuß“.

Wie soll der Urlaub ablaufen – locker, moderat oder sportlich?
Wie anspruchsvoll der Trip sein soll, hängt von Lust und Kondition ab. Das Wikinger-Stiefelsystem kategorisiert von 1 bis 4: Der 1-Stiefel-Bereich hat Gehzeiten von drei bis vier Stunden und 100 bis 200 Höhenmeter. 3-4-Stiefel symbolisieren Laufzeiten von sieben bis acht Stunden und mehr als 1.000 Meter Höhendifferenz, z. B. am Himalaya oder Kilimandscharo, dem türkischen Ararat oder in Peru. Die meisten Wanderurlauber wollen etwas dazwischen: Am beliebtesten sind 1-2- und 2-Stiefel-Touren“, weiß Kraus.

… und welche Reisearten gibt es?
Mit durchdachten Reisearten reagiert der Veranstalter auf unterschiedliche Bedürfnisse. Gefragt ist ein Mix: Wanderstudienreisen mit dem Label „Natur & Kultur“ kombinieren leichte Wanderungen und Besichtigungen. Auch die Linien „aktiv & entspannt“ mit individuellem Freiraum oder „natürlich gesund“ setzen auf Vielfalt. Außerdem sind Themenwanderreisen angesagt: Wandern plus Gärten in Großbritannien, plus Kunst in Oberbayern, plus Küche in der Toskana, plus Fotografie auf Mallorca.

Geführt oder individuell wandern?
Geführt mit Reiseleiter oder individuell – das ist ein weiteres Kriterium. Viele schätzen das gemeinsame Wandererlebnis, andere möchten im eigenen Tempo die Natur erobern. Wikinger Reisen bietet bewusst beides an.

Was muss ins Gepäck?
„Das A und O sind gute Wanderschuhe“, unterstreicht Wanderreiseleiter Frank Mittelbach, der seit über 20 Jahren mit Wikinger-Gruppen auf Mallorca unterwegs ist. „Passend, eingelaufen und nicht zu alt – nach etwa sechs Jahren können sich Sohlen ablösen. Auch ein leicht zu tragender Tagesrucksack ist wichtig. Und schnell trocknende Kleidung weiß jeder zu schätzen, der mit Jeans mal so richtig nass geworden ist …“ Die Kosten für eine gute Wanderausstattung sind – verglichen mit anderen Sportarten – überschaubar. Grenzenlos ist nur die Auswahl der Ziele …

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